Tödlicher Unfall am Steintor: SPD hatte es wenige Tage zuvor im Stadtrat thematisiert

Am 19. April hat sich an der Kreuzung Berliner Straße / Paracelsusstraße ein schwerer Unfall ereignet. Diese Woche ist der 36-Jährige Radfahrer, der dort von einem LKW überfahren wurde, im Krankenhaus gestorben.

Dabei hatte der ADFC schon vor vier Jahren auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht. Denn die Radwege werden hier zwischen den Fahrspuren geführt. Wenige Tage vor dem Unfall hat die SPD die Situation auch im Stadtrat thematisiert und am 7. April eine Anfrage gestellt. Die Antwort der Verwaltung kam nach dem Unfall, aber noch vor Versterben des Opfers.

“Im Zeitraum 2017 bis Februar 2021 haben sich im Bereich Berliner Straße/Paracelsusstraße keine Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern ereignet, die den Radfahrstreifen in Mittellage genutzt haben”, antwortet die Stadt. “Es liegt demnach keine besondere und erheblich den Normalfall übersteigende Gefahrenlage vor.”

Zudem hebe sich der Radfahrstreifen im Kreuzungsbereich “durch eine auffällige Blockmarkierung und Piktogramme Radverkehr und einer regelgerechten Breite hervor.” Die Einfärbung von Radverkehrsfurten könne auch zu einer zusätzlichen Gefährdung führen kann. “Die eingefärbten Flächen werden durch Abnutzung glatt und bei Nässe besteht eine erhöhte Rutschgefahr”, so die Stadtverwaltung.

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21 Antworten

  1. Genussradler sagt:

    „Die eingefärbten Flächen werden durch Abnutzung glatt und bei Nässe besteht eine erhöhte Rutschgefahr.“

    Wer auch immer das gesagt hat: Es ist schlichtweg pervers.

    • Hans G. sagt:

      Klar haben unsere Querdenker was gegen Fakten. Völlig überraschend.

    • Lol sagt:

      @ Genussradler,die sind nicht pervers sondern haben Ahnung. Also beschäftige Dich mit Physik.

    • .PUNKT. sagt:

      Naja das lernt man in der Fahrschule das Fahrbahnmarkierungen bei Nässe rutschig sind… aber die konntest du dir bestimmt nicht leisten.

      • Abseits sagt:

        Es gibt inzwischen vielfältige Markierungssysteme.. Aglomerat, Kaltspitzplastik, Heißplastik, Kaltplastik, Farben etc… ein leichtes und einfaches Mittel z.B. LKW Fahrer zu sensibilisieren.. wer kennt nicht diese Noppenmarkierung an Fahrbahnrändern? Ausreden..der Fahrradfahren in Halle hat es schwer..

      • xxx sagt:

        Deine Fahrschule war wahrscheinlich schon in den 70ern…

    • Tomás sagt:

      Bullshit, in jeder großen Stadt gibt es roteingefärbte Radwege, fallen die da alle auf die Fr…. bei Nässe? Ich persönlich befürworte rote Radewege in stark fragmentierten Verkehrszonen und bin noch nicht bei Nässe hingefallen.😏🤘

    • Marauder sagt:

      Dass es mittlerweile keine rutschfesten Markierungsmöglichkeiten gibt, halte ich für ein Märchen.

  2. rupert sagt:

    Viele Leute schauen das Bild an und sagen sich… da ist doch soo viel Platz fürs Fahrrad.
    Aber eben kein baulich getrennter Radweg.
    Sowas versucht man in Halle tunlichst zu vermeiden.

    Zu irgend einem Zeitpunkt müssen die VerkehrsplanerInnen in Halle doch mal durch kompetente und willige Leute abgelöst werden.
    Vielleicht kann die Stadt mal diesbezüglich Auskunft geben.

    Damit hätten wir dann wenigstens Planungssicherheit, wann die RadwegeinfachmitFarbeaufdieStrassemalen-Neubaukatastrophen abklingen.
    Und es gäbe tatsächliche Radinfrastruktur.

    https://www.radentscheid-frankfurt.de/2019/07/bauliche-trennung-warum-farbe-keine-infrastruktur-ist/

    Lieber Stadtrat, ran an das Thema.

    • xxx sagt:

      „Zu irgend einem Zeitpunkt müssen die VerkehrsplanerInnen in Halle doch mal durch kompetente und willige Leute abgelöst werden.“

      Wird sicher nicht passieren, dafür sorgt schon das Peter-Prinzip.
      Aber Träumen ist noch nicht verboten.

      • Verwirrt sagt:

        Baulich getrennte Radwege sind Teufelszeug. Habe ich gelernt. Wie oft stand von den Kampfradlern hier schon: Radfahrer gehören auf die Straße, damit sie gesehen werden?

      • Joerg sagt:

        Solange Tote günstiger sind wie ein Kübel Farbe für die Exekutive ändert sich nichts. Schaut doch nach welche Fraktion die Mittel für den Straßen Unterhalt gekürzt haben. Warum muss es erst Tote geben bevor reagiert wird. Die Planer und Entscheider sollten gezwungen werden im z. B. im Berufsverkehr die Gefährlichen Stellen zu benutzen. Wäre der Tote aus der Exekutive würden die Gestern anfangen umzubauen. Wenn Normalbürger sterben ist es egal

        • xxx sagt:

          „Die Planer und Entscheider sollten gezwungen werden im z. B. im Berufsverkehr die Gefährlichen Stellen zu benutzen.“

          Genau so. Die würden staunen, was sie so alles für Mist fabriziert haben!

  3. Luft im reifen Alter sagt:

    Sollte ich einmal das Zeitliche segnen, dann bitte nicht als Radfahrer, also nicht im Forum. – Ich geb mir Mühe. – Hasenmedaille für 10 erfolgreiche Ausweichmanöver bei Hagel, Sturmöe, böse Blicke. Gamerspeach is so gar nicht Peach.

  4. 4xAuspuff sagt:

    Die Radfahrer sollen dort ihr Rad unter’n Arm nehmen und mit der Bahn fahren.Das ist Sicherheit.

    • eseppelt sagt:

      Alternativ…Autos stehen lassen und laufen..

      • Manuengel sagt:

        Ist die Meinung von Herrn Seppelt… Auto stehen lassen und laufen…solange eine Verwaltung über Dinge vom Bürostuhl aus entscheidet, keine vernünftige Antwort!!! Nur Ihre komische Meinung…

  5. Manuengel sagt:

    Ist die Meinung von Herrn Seppelt… Auto stehen lassen und laufen…solange eine Verwaltung über Dinge vom Bürostuhl aus entscheidet, keine vernünftige Antwort!!! Nur Ihre komische Meinung…

  6. Kgs sagt:

    Alternativ….akzeptieren dass Unfälle zum Lebensrisiko gehören und die Tatsache zu Fuß/Zweirad vs LKW eben bei einem Unfall üble Konsequenzen haben kann.

  7. Radfuchs sagt:

    Das ist also die Expertise von Verkehrsexperten: Wir bauen da mal was hin, und solange keiner stirbt ist alles schick. Try and Error.

    • xxx sagt:

      Liegt wohl daran, dass die „Verkehrsexperten“ nicht mit dem Rad fahren, zumindest nicht im Stadtverkehr.