Vergesellschaften statt Klatschen: Demo auf dem Markt für bessere Gesundheitsversorgung

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41 Antworten

  1. mirror sagt:

    Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums? Die faulen Säcke wollen reich werden ohne zu arbeiten.

    • Lisa sagt:

      Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung scheinen manch einem völlig unbekannt zu sein. Ob das an der fortschreitenden Vereinsamung liegt?

      Um finanzielle Bereicherung geht es diesen „faulen Säcken“ jedenfalls gerade nicht! Aber das war vielleicht auch wieder nur so ein provokanter Spruch, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das wiederum ist ganz offensichtliche Folge der fortschreitenden Vereinsamung in der heutigen Gesellschaft…

      • mirror sagt:

        Jeder zweite Euro des Gewinns einer GmbH geht in Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.

        • Lisa sagt:

          Das halte ich für ein Gerücht. Sicher spielen Sie auf den Spitzensteuersatz von 45% an, der allerdings schon weniger „als jeder zweite Euro“ ist.

          GmbH-Erträge sind allerdings Kapitalerträge und unterliegen entsprechend der Kapitalertragsteuer. Deren Steuersatz beträgt 25%. Selbst mit kumulierter Gewerbesteuer kommt man bei einer GmbH nie auch nur in die Nähe von 50% Steuerbelastung, ganz abgesehen von „kreativer“ Steuervermeidung.

          Zudem wird der Gewinn einer Kapitalgesellschaft praktisch erst nach dessen Besteuerung relevant. Somit geht jeder Euro des Gewinns einer GmbH in die Taschen der Gesellschafter.

          • mirror sagt:

            Vielleicht doch mal nachlesen. Die GmbH als eigene Rechtspersönlichkeit zahlt auf den Gewinn Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. (übrigens regelmäßige Vorauszahlungen – nichts mit erstmal in die Tasche der Gesellschafter)
            Wird dieser Gewinn nach Steuern ausgeschüttet, entfallen darauf Kapitalertragssteuer oder Einkommensteuer nach Teileinkünfteverfahren.
            Je nach Ort sind das zusammen um die 50%.

          • Lisa sagt:

            Der Gewinn einer GmbH wird nach Abzug sämtlicher Steuern und Abgaben ermittelt und regelmäßig ausgeschüttet. Sie meinen eventuell eine Vorstufe zur Gewinnermittlung (EBIT oder EBITDA). Das wird nicht ganz klar, weil Sie erkennbar nicht über praktisch erworbendes Wissen in diesem Bereich verfügen.

            Der Körperschaftssteuersatz beträgt 15%. Auch in Gegenden mit sehr hohem Hebesatz der Gewerbesteuer ist es kaum möglich für GmbH, auch nur in die Nähe von 50% Steuern zu gelangen. Wer es doch „schafft“, sollte dringend den Berater wechseln oder das Wirtschaften ganz aufgeben. Der höchste Hebesatz wird mit 910% derzeit in Witten verlangt. Selbst mit diesem kommt man zusammen mit der KSt nicht in die Nähe von 50%, zumal Gewerbeertrag und körperschaftssteuerlich zu berücksichtigendes Einkommen weit unter dem Bruttogewinn liegen.

            Ihre Ausführungen sind reine Fantasie.

          • mirror sagt:

            Ein EURO vom Gewinn geht an den Staat (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer) und ein EURO geht an den Gesellschafter. Da können Sie noch so viel rumschwafeln.

          • Lisa sagt:

            Das wäre ein (fester?) Steuersatz von 50%, den es nicht gibt, weder einzeln, noch kumuliert. Wenn Sie ein Beispiel haben, wo eine GmbH die Hälfte ihres (Brutto-)Gewinns (oder was Sie dafür halten) als Steuern abführt, nennen Sie es. Aber Sie werden keins finden, weil es das nicht gibt.

          • mirror sagt:

            Offensichtlich sind Sie eine(r) der wenigen, die nicht in der Lage sind 3 Steuerarten zusammenzurechnen.

          • Lisa sagt:

            Oh doch. Das mache ich sogar beruflich. Sie können theoretisieren, wie Sie wollen. In der Praxis sieht es anders aus.

          • Graph Ortho sagt:

            @mirror: Ich gebe ganz offen zu, dass ich von Abgaben, Steuern, GmbH usw. keine Ahnung habe, aber ein wenig von Mathematik und auch von Grammatik. Daher zitiere ich mal einen (wie ich finde) bemerkenswerten Satz von Ihnen:

            Ein EURO vom Gewinn geht an den Staat (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer) und ein EURO geht an den Gesellschafter. (Fundort: mirror, 12. Mai 2020 um 07:16 Uhr)

            Wenn dieser Satz richtig wäre, würde von einem Gewinn von sagen wir mal 500.000 Euro ein Euro an den Staat gehen und ein Euro an den Gesellschafter? Das behaupten Sie ja.

            Wer kriegt dann die restlichen 499.998 Euro? Kann man sich da bewerben…? 😂 Ich neige dazu, „Lisa“ beizupflichten, offensichtlich weiß sie wenigstens, wovon sie schreibt…

            PS: Vielleicht meinten Sie ja jeweils „die Hälfte vom Gewinn“, das ist aber etwas anderes als „ein Euro vom Gewinn“… 😊

  2. xxx sagt:

    „Die faulen Säcke wollen reich werden ohne zu arbeiten.“

    Meinste solche Leute wie die hier? „Quandt-Erben kassieren eine Milliarde Euro Dividende“
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bmw-milliarden-dividende-fuer-stefan-quandt-und-susanne-klatten-a-1199186.html
    Die arbeiten nämlich nicht und kassieren unglaubliche Summen jedes Jahr…

    • mirror sagt:

      Entgegen Ihrer vor Neid triefenden Vorstellung, verplempern die Quandts Ihr Geld nicht mit Champagner und Kaviar. Ein großer Teil der Einnahmen geht wieder in Unternehmen und schafft Arbeitsplätze oder geht in Kunst, Kultur und Wissenschaft.

      • Achso sagt:

        So teuer sind Champagner und Kaviar ja auch wieder nicht, dass man damit eine Milliarde Euro im Jahr verfrühstücken kann

      • Mill I. Ardaer sagt:

        Ja klar, wenn der Keller voll ist, machen die auf große Macker! Allein dieser riesige aufwandslose private Besitzzuwachs ist schon unmoralisch. Egal, wie sie den für ihre Angelegenheiten verbrauchen!

      • Verspiegelt sagt:

        Schon klar. Die Quandts waren und sind echte Menschenfreunde. Im Kerzenschein abends bei Aldibrot und Lidlkäse überlegen sie sich jedes mal, wie sie nach der 12-Stunden Schicht die Miete nächsten Monat zahlen.

        Du solltest dein Wasser entkalken, kann auf die Birne gehen.

      • mirror sagt:

        Hier spricht der Neid der Erfolglosen.

    • Neidthart Neidermann sagt:

      Neidisch?

  3. Fadamo sagt:

    Sehr geehrte Frau Hannah Weber,nicht Sie haben schon vor 12 Tagen die Missstände im Gesundheitswesen sichtbar gemacht,sondern vor sehr langer Zeit hat ein Krankenpfleger Alexander Jorde im Fernsehen diese Missstände dargelegt. Sie, Frau Weber ,kommen da viel zu spät.Bei dieser Sendung hat Frau Merkel Verbesserungen dem jungen Pfleger zugesagt und sie hat nicht ihr Wort gehalten. Frau Merkel wird auch ihr Gehör nicht Ernst nehmen.
    Sie brauchen sich jetzt nicht als Retter des Gesundheitssystem aufspielen.

    • Graph Ortho sagt:

      Zitat Fadamo: „Frau Merkel wird auch ihr Gehör nicht Ernst nehmen.“

      Echt? Nimmt Frau Merkel kein Hörgerät oder so? Ist ihr das eigene Gehör egal? Obwohl der HNO – Arzt oder der Hörgeräteakustiker vielleicht schon mahnte?

      Jedenfalls sollte man sich seiner Kenntnisse der deutschen Sprache schon sicher sein, bevor man für alle sichtbar etwas Blamables schreibt. Vor dem Absenden noch einmal lesen hilft auch, besonders, wenn man verärgert oder wütend geschrieben hat.

  4. Uppercrust sagt:

    Warum nicht ein Nebeneinander beider Konzepte? Die meisten öff. Krankenhäuser sind für nötigste Behandlung ausgelegt, Genesen kann man sowieso erst zu Hause. Ausschlafen, ordentliches Essen etc. sind selten, meist gibt es nur Klüh-Billig-Fr..ß. War dann in einem Privaten, Kosten unwesentlich höher, vllt. 5% mehr, aber Service und Quali war 50% mehr.
    Andererseits braucht es z.B. Unikliniken, die eben auch seltene und nicht lukrative Krankheiten behandeln können. Und weniger Kliniken, dafür spezialisiertere wäre auch gut ( skand. Modell) statt zig Minikreiskrankenhäuser mit wenig Erfahrung bei den meisten Eingriffen. Expertise und Erfahrung ist wichtiger als Nähe.

  5. West sagt:

    ich verstehe das gejammer nicht. jeder hat doch in D die möglichkeit „etwas aus sich zu machen“, einen ordentlichen job zu erlangen und gutes geld zu verdienen. sicher keine millionen, aber dennoch genug um gut oder sehr gut leben zu können. wer jammert, dass er/sie nicht genug verdient, es gibt genügend jobs, in denen man recht gut verdient. und warum soll ein privatpatient nicht bevorzugt behandelt werden, immerhin bezahlt er/sie ja auch mehr. es steht doch jedem frei, privatpatient zu werden. aber von solidarität schwafeln und sich auf den leistungen anderer auszuruhen, zu fordern und beanspruchen ist sicher einfacher. die sozialabgaben könnten sicherlich gesenkt werden (mehr netto vom brutto) müssten nicht so viele ungerechtfertigter weise durchgeschleppt werden.

    • xxx sagt:

      “ …jeder hat doch in D die möglichkeit „etwas aus sich zu machen“,

      es gibt genügend jobs, in denen man recht gut verdient.“

      Die gutbezahlten (gemessen an der realen Kaufkraft und Lebenshaltungskosten) Jobs werden zunehmend weniger und reichen nicht annähernd für „jeden“. Wieviele Leute müssen heutzutage trotz Vollzeit-Job noch aufstocken…
      „Jeder“ hat auch nicht das Glück, in eine vernünftige Familie geboren zu werden, da wird frühzeitig schon aussortiert, wem überhaupt ein erfolgreicher Weg gelingen kann. Das hängt in unserem selektiven Bildungssystem zunehmend von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern ab. Arme Eltern, billige Wohngegend, totgesparte Schule… Von außerschulischen Bildungs- und Freizeitangeboten können solche Kinder meist nur träumen, die werden frühzeitig abgehängt. Solche Defizite können 99% dieser Kinder nicht aufholen. Chancengleichheit ist ein schönes Wort – mehr aber auch nicht, da es diese in unserem Land nicht gibt. Also hör auf, das ewige Märchen von „Jeder ist seines Glücks Schmied“ zu erzählen, es wird durch Wiederholung nicht wahrer.

      • farbspektrum sagt:

        Wie konnte sich die Menschheit über Millionen Jahre nur so entwickeln, Wahrscheinlich weil es mehr Anpacker als Barmer gab. Immer sind die anderen Schuld.
        „Jeder ist seines Glücks Schmied“ ist auf jeden Fall der Leitspruch der Selbtverwirklicher und der Glücksritter, die keinen Gedanken an Existenzsicherung verschwenden.

        • Glückschmied sagt:

          Drei Sätze, drei Widersprüche. Sich sprachlich dermaßen verknoten schafft auch nicht jeder.

        • Schmied sagt:

          An Farbspektrum: „Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist auf jeden Fall der Leitspruch derjenigen, die etwas aus ihrem Leben gemacht haben, Erfolg hatten und NICHT auf staatliche Unterstützung gebaut haben. Das steht ganz im Gegensatz zu Deiner Behauptung. Gerade diese „Anpacker“ haben sich häufig Gedanken um eine Existenzsicherung gemacht, eben „jeder selbst“ die Sache in die Hand genommen und auch da NICHT auf staatliche Hilfe gebaut. Deine Behauptung ist einfach nur Unsinn.

          • Steuerzahler sagt:

            Gib dir keine Mühe. Der kassiert Rente, für die er nie eingezahlt hat. Ohne staatliche Hilfe bekäme der gar nichts.

      • Uppercrust sagt:

        Man kann aber auch Ursache und Wirkung verwechseln. Viele sind arm weil sie dumm oder faul sind. Klar, mancher hat auch einfach Pech ( Gesundheit z B. ) und die Kinder der Asis können einem Leid tun. Aber im Weltvergleich ist D super in Chancengleicheit. Basisversorgung für jeden, kostenlose Schule und Uni, bezahlte Lehrausbildung etc. Auch arme Eltern können auf Bildung ihrer Kinder achten. Vlt. nicht perfekt, aber es geht auch ohne Nachhilfe. Komme selbst aus Arbeiterhaushalt. Freizeitangebote mußten wir nach der Schule selbst organisieren, sind dann eben in den Wald spielen etc.
        Schau doch mal die Realität der versagenden Eltern an, da ist ein Großteil der Armut selbst verschuldet. Man muß sich auch nicht mit 17 schwängern lassen. Armut ist nicht das Problem, sondern Bildungsferne.
        Und jetzt mag es mal ein, zwei Jahre weniger Jobs geben, aber die letzten Jahre gab es massig offene Jobs. Fast alle Firmen die ich kenne haben Handwerker, Wissenschaftler oder Servicepersonal gesucht. Gut bezahlt. Regelungstechniker oder Informatiker können sich den Job aussuchen.
        Ja, jeder kann seines Glückes Schmied sein, wenn Gesundheit und Eltern mitspielen, auch wenn man nicht reich ist, aber strukturiert und bildungswillig.

        Ja, die Kinder solcher Asi-Eltern können einem Leid tun, aber es liegt nicht an den Chancenmöglichkeiten oder ungerechtem Schulsystem in D, sondern am Sozialverhalten der Eltern. Das kann nur bedingt ersetzt werden, Geld reicht da nicht, auch nicht ein Sozialarbeiter. kostenlose Vereinsmitgliedschaften, Schul AGs o.ä. können etwas helfen. Schulen können Fehlverhalten der Eltern aber nicht ausgleichen. Das System ist nicht selektiv, Lehrergehälter sind überall gleich, sondern die Schulen in diesen Gebiieten werden durch die Massen an unerzogenen Kindern und respektlosen und gleichgültige Eltern runtergezogen, dagegen kommt kein Lehrer an. Der Ansatz muß bei den Eltern sein, aber allen unfähigen Eltern einen fähigen Betreuer oder dem Kind einen Mentoren zur Seite stellen, das kann kein System leisten.

        • xxx sagt:

          „Armut ist nicht das Problem, sondern Bildungsferne.“

          Totgesparte marode Schulen, Unterrichtsausfälle bis zu 30% weil es nicht genug Lehrer gibt, zunehmend Lehrer mit befristeten Arbeitsverträgen, die immer vor den Sommerferien enden und in Hartz IV münden – das alles hat NICHTS mit Assi-Eltern zu tun, sehr wohl aber mit Systemfehlern. Diese Probleme betreffen natürlich nicht die Vorzeige- oder Privatschulen.
          Wer lehrt und lernt gern in einer Schule, der man an allen Ecken anmerkt, dass sie zum Stiefkind der Bildungspolitik gehört? Die Lehrer streben in die besseren Schulen mit den besseren Arbeitsverträgen und -bedingungen und die Eltern versuchen ihre Kinder ebenfalls dort unterzubringen, wo nicht der Putz von der Decke fällt und die Wasserhähne nicht funktionieren. Die Kinder aus benachteiligten Familien und Nachwuchslehrer dürfen sich mit der Resterampe begnügen. Die Kinder können nichts dafür, aber die Schuljahre bestimmen den beruflichen Weg und der führt von Bröckelschulen mit Unterrichtsausfall und frustrierten Lehrern selten ins Jura- oder Ingenieursstudium. So züchtet man im Lauf der Jahre ein Heer von Verlierern, die nie wirkliche Chancen bekommen und das Elend an die nächste Generation weitergeben. Es gibt zum Thema unzählige Statistiken und Studien, die kann man sich verinnerlichen, wenn man das Brett vor dem Kopf mal weglegt.

          „aber die letzten Jahre gab es massig offene Jobs. Fast alle Firmen die ich kenne haben Handwerker, Wissenschaftler oder Servicepersonal gesucht. Gut bezahlt.“

          Aus der Fülle von geschätzten 20000 Berufen suchst du ein paar Positivbeispiele raus und denkst, der Arbeitsmarkt insgesamt wäre so rosig. Warum war es denn dann notwendig einen Mindestlohn (der mickrig genug für deutsche Lebenshaltungskosten ist) einzuführen, wenn alles so rosig ist?

          „Aber im Weltvergleich ist D super in Chancengleicheit. Basisversorgung für jeden, kostenlose Schule und Uni, bezahlte Lehrausbildung etc. Auch arme Eltern können auf Bildung ihrer Kinder achten. Vlt. nicht perfekt, aber es geht auch ohne Nachhilfe.“

          Studiengebühren schon vergessen? Manche ehemalige Studenten zahlen heute noch die damaligen Bildungskredite ab. Ohne Nachhilfe geht es eben – gerade in Resterampe-Schulen – oft nicht, und die muss man sich leisten können.
          Die „Basisversorgung“ wird heutzutage zunehmend totgespart, das betrifft nicht nur die Bildung, sondern auch z.B. das Gesundheitssystem und die Wohnungspolitik. Die gute Mitte wird dünner, es wird immer mehr in „Elite“ und „Rest“ sortiert. Das sind Prozesse die über Jahre und Jahrzehnte laufen, man muss schon etwas genauer hinschauen und die rosa Brille absetzen.

          • mirror sagt:

            Die Ausgaben der Öffentlichen Hand für Bildung liegen seit Jahren konstant bei 4,1% des BIP, von 3,7% im Jahr 2000 kommend.

          • xxx sagt:

            „Die Ausgaben der Öffentlichen Hand für Bildung liegen seit Jahren konstant bei 4,1% des BIP, von 3,7% im Jahr 2000 kommend.“

            Selbst wenn diese Zahlen stimmen sollten (Link dazu?), sagt das allein wenig über die Verteilung innerhalb des Bildungssystems aus noch daüber, wie sinnvoll die Ausgaben bezüglich Chancengleichheit sind.
            Wird ein größerer Anteil der gesamten Bildungsausgaben z.B. in sogenannte Elite-Unis gesteckt, bleibt für die „Resterampe“ logischerweise weniger. Gibt es mehr Ausgaben für Bafög, weil eine zunehmende Anzahl einkommensschwache Elternhäuser ihre Kinder nicht unterstützen können, bleibt weniger für Sanierung von Schulgebäuden oder Digitalisierung oder vernünftige Arbeitsverträge für Lehrer…

          • Uppercrust sagt:

            @XXX
            Ich war nur auf öff. Schulen, hab von Bafög studiert und das alles zurückgezahlt. Wo ist das Problem. Das war ein zinsarmer Studienkredit vom Staat. Gut Studiengebühren gab es nicht, aber die waren doch minimal. Ja, die Toiletten in meiner alten Schule waren Mist, aber meist weil irgendwelche Idioten sie beschmieren und randalierten – mangelnde Erziehung dieser. Und die Lehrmaterialien waren veraltet, aber dann geht man eben in die öff. Bibliothek und liest schlaue Bücher. Heute ist das mit Internet und Wikipedia noch einfacher. In den Ferien mußte ich Geld verdienen, richtig hart Kieswerk und so, sonst hätte ich nix gehabt. Man muß nur wollen … dann kann man sein Glück schmieden, auch wenn es hart ist. Aber ich stimme zu, statt linke, alternative oder auch rechte Sozial- und Kulturprojekte zu fördern sollte man lieber in die Schulen und Kinder investieren.

        • k.hädicke sagt:

          @uppercrust
          „Schulen können Fehlverhalten der Eltern aber nicht ausgleichen. Das System ist nicht selektiv“
          schulen können sehr wohl ausgleichend wirken, denn lehrer hatten schon immer (positive/negative) vorbildwirkung, bzw können sogar zu einer starken, inspirierenden leitfigur werden.
          und insofern ist das system auf jeden fall selektiv. denn inzwischen haben wir keine (austeichende) gesunde soziale durchmischung der gesellschaft mehr. wir haben wohnghettos der besser und der weniger gut betuchten. insofern ist auch das schulwesen inzwischen selektierend/selektiv. der wahnsinnige run auf die gymnasien zeigt es doch: keiner will weniger, als sich nach der unteren sozialen schicht abgrenzen.
          dementsprechend sind die schulentscheidungen heute nicht entsprechend den bedürfnissen/fähigkeiten der kinder, sondern immer gymnasium, wenn’s irgend geht. die städtischen einzugsgebiete tun den rest: die schulghettos zeigen die gesellschaftliche spaltung bereits ab der 5.klasse.
          ich finde das schrecklich!!!

  6. xxx sagt:

    „Die Ausgaben der Öffentlichen Hand für Bildung liegen seit Jahren konstant bei 4,1% des BIP, von 3,7% im Jahr 2000 kommend.“

    Selbst wenn diese Zahlen stimmen sollten (Link dazu?), sagt das allein wenig über die Verteilung innerhalb des Bildungssystems aus noch daüber, wie sinnvoll die Ausgaben bezüglich Chancengleichheit sind.
    Wird ein größerer Anteil der gesamten Bildungsausgaben z.B. in sogenannte Elite-Unis gesteckt, bleibt für die „Resterampe“ logischerweise weniger. Gibt es mehr Ausgaben für Bafög, weil eine zunehmende Anzahl einkommensschwache Elternhäuser ihre Kinder nicht unterstützen können, bleibt weniger für Sanierung von Schulgebäuden oder Digitalisierung oder vernünftige Arbeitsverträge für Lehrer.

    • farbspektrum sagt:

      Mat hat doch den schönen Vergleich mit dem erfolgreichen DDR-Bildungsystem. Da gab es keinen Anlass, Misserfolg auf zu geringe staatliche Mittel zu schieben. Es gab kaum reiche Elternhäuser und keinen reichen Staat. Und trotzdem kenne ich keinen, der in einer ungesicherten Existenz gelandet ist, Die Einstellung zur Schule, die vom Elternhaus mitgegeben wurde, war eine andere, Es wurden vielfältige Bildungswege angeboten.
      Ich fand es entsetzlich, was 2018 bei VOX in der Doku „Unsere Schule“ zu sehen war. Und wenn man sich vor Augen hält, dass die Schüler wussten, dass sie durch Kameras gefilmt wurden,

      • k.hädicke sagt:

        auch hier sehe ich die antwort in der sozialen durchmischung. alle schichten lebten mit/nebeneinander, hatten kontakt, wirkten als positiv/negativvorbilder.
        heute werden die kinder schon nach der 4.klasse separiert, als sei das nötig/gottgegeben/nützlich… ich halte es für äußerst schädlich, sowohl für die einzelnen als auch für die gesellschaft.
        dieses frühe separieren begünstigt das heutige ghettodasein und gruppenzuordnung in „die da oben“ und „die da unten“. kommunikation bleibt auf der strecke, weil die einzelnen/gruppen auch keinen anlaß zu kontakten mehr haben.
        ließe sich stunden drüber schreiben…

    • Uppercrust sagt:

      @xxx
      Deutsche Lehrer gehören zu den bestbezahlten der Welt. Es mangelt eher an Schulinfrastruktur, aber auch an ordentlichen Unterrichtskonzepten. Ja, viele Schulen sind in schlimmen Zustand.
      Richtiges Faktenlernen und Umsetzen gelernter Fakten mit klarer Ansage hilft v.a. schwachen Schülern mehr als Kuschelpädagogik und Gruppenarbeit. Erstmal muß der Einzelne befähigt werden, dann kann er einer Gruppe helfen. Aber ein Lehrkonzept das auf hartem Lernen beruht, und klaren Ansagen und Noten, das löst sicher den nächsten shitstorm aus.

      • xxx sagt:

        „Richtiges Faktenlernen und Umsetzen gelernter Fakten mit klarer Ansage hilft v.a. schwachen Schülern mehr als Kuschelpädagogik und Gruppenarbeit.“

        Aus welchem Rohrstock-Zeitalter stammen denn diese Weisheiten? „Schwache“ Schüler muss man stärken und nicht prügeln. Schwarze Pädagigik hat glücklicherweise ausgedient.
        „Faktenlernen und Umsetzen gelernter Fakten“ klingt nach Maschine, nach KI.
        Menschen sind aber keine Maschinen, sie agieren meist emotionsgesteuert, lernen tausendmal besser durch Erfahrung und werden durch Lob und Ermutigung zum Lernen beflügelt. Peitscheschwingen und Angst blockieren nur und mindern Lebensqualität und Motivation. Will man junge Menschen beim Wachsen unterstützen oder sie abrichten, das ist die entscheidende Frage.
        Deshalb: Denken lehren – nicht Gedachtes.

  7. Arbeiterkind sagt:

    Irgendwie ist der Bezug zum Thema nicht nachvollziehbar. Es soll Menschen geben die ihre berufliche Erfüllung in der Kranken oder Altenpflege sehen. Warum wird hier nur diskutiert das das nur was für Looser ist, die nicht in der Lage waren „was ordentliches“ zu lernen?
    Die Ausbildung zur Intensivschwester ist sehr interessant und sicher nicht von jedem der Glücksritter mit welchen Abschlüssen auch immer zu schaffen. Es muss doch möglich sein auch diese Berufe erstrebenswert zu finden, und anständig davon leben zu können. Mir ist eine alte Dame bekannt (>90), die von einer guten Rente lebt, und ihr Berufsleben lang nur Verkäuferin bei Kaufhof war. Von der Rente können heutige Aufstocker nur träumen, und das bei einer ca 500 fachen Wirtschaftsleistung heute gegen damals. Irgendwer steckt sich den Gewinn ein, aber nicht die heutigen mindestlohnabgespeisten Verkäuferinnen. (Sorry Einzelhandelskauffrau muss es wohl heißen)

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