1,3 Mio Euro für Sanierung der Luxemburg-Grundschule


Die Stadt Halle hat die Bauarbeiten für die Teilsanierung der Grundschule „Rosa Luxemburg“ in Halle-Neustadt ausgeschrieben. Demnach sollen die Arbeiten im Februar starten und bis zu den Sommerferien dauern

Für fast 1,3 Million Euro werden diverse Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. So wird ein zweiter Rettungsweg geschaffen, damit weitere Räume als Klassenräume verwendet werden können. Im neuen Schuljahr stehen dann 18 Unterrichtsräume zu Verfügung, derzeit sind es nur halb so viele. Hinzu kommt ein Förderunterrichtsraum. Der Platz ist auch dringend nötig, es findet Unterricht auf dem Flur statt. Zudem sind die Räume eigentlich gar nicht für eine Schule geeignet. Während der Sanierungsmaßnahmen zieht die Schule in die Harzgeroder Straße ins Gebäude der Gurndschule Zollrain um.

Derzeit dürfen die Giebelräume nicht genutzt werden. Zudem sind die beiden innenliegenden Treppenhäuser brandschutztechnisch nicht vom übrigen Gebäude abgeschottet, eine Fluchtbeleuchtung fehlt. Die bestehende Brandmeldeanlage ist verschlissen. Bei der vorhandenen Schulspeisung fehlt der Fettabschneider und muss ebenfalls nachgerüstet werden. Erneuerungen sind auch bei Heizung, Lüftung, Sanitär sowie der Stromversorgung vorgesehen.

Schaut man vier Jahre zurück, stand die Schule noch vor dem Aus. Die Stadt wollte sie schließen, durch Schulbezirksveränderungen wurde sie doch erhalten. Allerdings residiert die Schule heute in einem ehemaligen Kindergarten. Das ehemalige Schulgebäude der Luxemburg-Schule, ein Gebäude vom DDR-Typ Erfurt, wurde abgerissen. Doch dann kam die Flüchtlingskrise und ließ auch an der Grundschule „Rosa Luxemburg“ die Schülerzahlen steigen.

Das heutige Domizil der Schule hat aber viel mehr Defizite. So mangelt es auch an der Barrierefreiheit. Nötig wären der Ein- oder Anbau eines Aufzugs, der Bau von mindestens zwei Rampen und der Einbau einer Behinderten-Toilette notwendig. Doch das Geld dafür steht nicht im Haushalt bereit.