Wegen Schulschwänzerei: 15-Jähriges Mädchen stürzt in Halle-Neustadt in den Tod

108 Antworten

  1. Gurkenkönig sagt:

    Das ist bitter …
    Leider aber ein komplettversagen des elternhauses.

    • ich sagt:

      das elternhaus ist schlud, weil die bullen zu blöd? fick dich du kackhaufen

      • Ich finde es auch völlig unangemessen, den Eltern hier Vorwürfe zu machen (und übrigens auch den Polizisten, die nur exekutives Organ sind). Dennoch frage ich mich ernsthaft, warum Ihre widerliche und beleidigende Ausrucksweise freigeschaltet wurde.
        Wofür gibt es hier eine Freischalt-Funktion?

    • stekahal sagt:

      nein, des Staates. Laut MZ lebt die Familie aus dem Kosevo seit 20 Jahren in Halle und das Mädchen is hier geboren. Wie kann es sein, daß ein Mädchen ein Jahr nicht in die Schule geht und keinen kümmert das. Wo waren die behörden einschließlich Integrationsverantwortliche. Wenn man den Familiencaln betrachtet scheinen die Worte der Onkel, Bruder und sonstigen Verwandten immer noch mehr als deutsche Gesetze.
      Ich weiß nicht, wie es in der Schule war, aber wie kann sich ein mdchen in einer Klasse wohlfühlen, wo außer dem Lehrer kaum jemand deutsch spricht, so viele Ethnien zusammengepresst sind. Eine tragik, die hätte vermieden werden können. Hat denn das amtsgricht auch mal die Ursachen untersucht, warum das Mädchen nicht mehr in die Schule gehen wollte ?

  2. Ich bin erschüttert und mir laufen die Tränen. Und die Überschrift liegt auf eklatant pietätlose Weise denaben. Nicht wegen Schulschwänzerei ist hier ein junger Mensch verstorben, sondern aufgrund einer himmelschreiend ungerechten Gesetztelage. Jeder Mensch soll das Recht haben, über seine Bildung selbst zu bestimmen! Was für ein schrecklicher und sinnloser Tod. Wie viele junge Menschen sollen bitte noch sterben, gedehmütigt werden, pathologisiert und kriminalisiert werden, aufgrund vollkommen überholter Gesetze? Schluss damit! Reformiert die Schulpflicht! Jetzt!

    • Kritiker sagt:

      Was ist denn das für ein Unsinn? Voll daneben!
      Traurig aber am wenigsten Schuld haben diesmal „Die anderen“.
      Das Kind hatte keinen Bock und den Eltern war jegliche Bildung scheinbar egal.

    • Schulpflicht bleibt wichtig sagt:

      Warum kommen eigentlich bei jeder Tragödie irgendwelche Lobbyisten aus der Ecke gekrochen und lassen ihre Propaganda ab? Dies ist das einzig Pietätlose an diesem Artikel.

      • Schnupponi Knapperoni sagt:

        Denke nicht, dass es was mit Lobbyismus, sondern eher mit extrem beschränktem und reaktionärem Denken zu tun hat. Leute wie Stefanie sind halt nicht in der Lage, mal etwas weiter zu schauen und lassen sich von ihren Gefühlen leiten, ohne mögliche Folgen zu erörtern. Solch dumme Menschen gibt es, leider.

    • Nana Bergholz sagt:

      Danke für deinen Kommentar, Stefanie! Ich wünsche mir so, dass junge Menschen ermutigt werden, ihren Weg zu finden. Stattdessen wird Härte gezeigt. Wie viel Motivation und Lernlust bekommt ein Mensch, der mit Gewalt zum Lernen gezwungen wird?

      Und ich wünsche mir, dass wir uns mit Alternativen zur Schulpflicht auseinandersetzen. Denn überall wird deutlich, dass Kinder lernen WOLLEN – wenn sie respektiert und nicht gezwungen werden. Alan Thomas forscht dazu und es gibt viel Material zum Thema Freilernen und freien Schulen. Kinder brauchen Vertrauen, nicht Angst. Mein herzliches Beileid allen Hinterbliebenen.

    • P sagt:

      Danke für deinen Kommentar!

  3. Lehrer sagt:

    „Jeder Mensch soll das Recht haben, über seine Bildung selbst zu bestimmen! Was für ein schrecklicher und sinnloser Tod.“
    Tut mir leid, aber mir laufen die Tränen augrund solcher Blödheit. Anscheinend haben sie wohl als Kind schon selbständig über ihre Bildung entschieden und diese komplett abgewählt.

    • juliano sagt:

      fremdbestimmung als fremdbestimmer ist ein schönes gefühl, nicht? zumindest wenn mensch selbst fremdbestimmt wurde und selbstbestimmung nur von heuchlerischem erziehungswissenschaftspalawer kennt…

    • Kleiner Tipp: man kann auch zu Hause was lernen, oft sogar effizienter als in der Schule. Das ist nicht jedermanns Sache, aber Homeschooling ist keineswegs das Weglassen von Bildung.

      Sobald einen ein Thema interessiert, lernt man ohnehin sehr viel schneller als in der Schule. Mit drei Jahren Autodidaktik in Chemie (Korrespondenzzirkel, Bücher, Bibliothek) bin ich viel weiter gekommen, als es die Schule je ermöglicht hätte. Vor allem viel nachhaltiger: ich kann dir nichts mehr über die sozialistische Ökonomie von irgend einem afrikanischen Land erklären, oder die Hauptstadt von was auch immer nennen – aber da ssolide selbsterworbene Grundwissen sitzt nach 25 Jahren immer noch ganz gut.

      Man kann auch Homeschooling öffentlich absichern – z.B. durch jährliche Leistungstests und mündliche Prüfungen. Lösungen gibt es ja in anderen Ländern.

      • farbspektrum sagt:

        Es gibt Kreise, da ist Homeschooling Tradition. Die sieht man jetzt mit Pappbechern in Halle in den Straßen sitzen.

        • nachgezählt sagt:

          Die nehmen mehr ein als du an staatlich aufgestockter Rente bekommst. Wem geht es wohl besser.

        • Anonymous sagt:

          Ich wette sämtliche Literatur, die ich zum Thema Bildung besitze, gegen Ihr Weltbild, dass die Bettler, die in Halle auf der Straße sitzen, eine öffentliche Schule besucht haben.

          Es gibt in Deutschland zwar nicht allzu viele Menschen, die ohne Schule aufgewachsen sind, aber ich kenne keinen Fall, wo diese auf der Straße gelandet wären.

  4. Gurkenkönig sagt:

    Stefanie .. sie haben einen dachsch…. oder ist das schon die folge der Selbstbestimmung?

  5. teu sagt:

    Ich denke mal, dass diese „Polizisten“ nun wissen, dass nicht jedes Gesetz dieses Landes zu befolgen ist, nur weil es von sehr dummen „Abgeordneten“ erlassen wurde.
    Diesem Mädel, mitten in der Pubertät, ist nicht mehr zu helfen. Das ist sehr traurig.
    Den Typen, der dies angeordnet hat, sollte man am Hauseingang „an die Wand nageln“.

    • 10010110 sagt:

      So ein Quatsch. Die Polizei kann doch nicht vorausahnen, dass das Mädchen suizidale Tendenzen hat. Die wird beauftragt, einen Haftbefehl zu vollstrecken, und dann machen die das. Da haben vorher schon ganz andere Mechanismen versagt, die Polizei kann am wenigsten dafür.

      • Anonymous sagt:

        Sie können doch nicht im Ernst rechtfertigen, dass hier die Polizei einen jungen Menschen einfach so in den Suizid treibt! Einen Menschen in den Suizid zu treiben kann den Straftatbestand des Mordes erfüllen. Wirklich.

  6. Andreas Kittler sagt:

    Mein Beileid an die Hinterbliebenen! Aber ist das euer ernst der Halleschen Polizei, 6 Sixpacks und eine Streife für ein 15 jähriges Mädchen die mal in der Schule gebummelt hat. Warum hat sie denn gebummelt? Gab es Probleme in der Schule? So viele Fahrzeuge werden noch nicht einmal für Terroristen beansprucht. Und wieder beweißt die Hallesche Polizei das sie nicht dein Freund und Helfer ist. Sowas gönne man auch anderst regeln in dem man eine betroffene Person aufsucht und nicht morgens kurz vor Schulbeginn. Was habt ihr denn den Mädchen für eine Wahl gelassen? Die hallesche Polizei sollte doch dort für Ordnung sorgen wo es angebracht ist und mit massig Fahrzeugen anrücken wie zum Beispiel im Stadtpark, aber nö da wird eine Streife nur hingeschickt. Sinnlose Taktik die da an den Tag gelegt wird. Aber nur weiter so, ist nicht die erste Person die durch euch in den Tod gegangen ist. Einfach nur Kopfschüttelnd und sich fragen wann ihr mal eine professionelle Ausbildung abschließt in Sachen Menschenkenntnisse

    • Kritiker sagt:

      Arrest wird nur bei notorischer und wiederholter Schulnummelei als Denkanstoß veranlasst.
      Erst wenn wirklich alle anderen Maßnahmen von Sozialarbeitern und Schulleitern versagen.

    • Gurkenkönig sagt:

      Teu und kittler… haben sie überhaupt eine Ahnung wie bei solchen notorischen schulschwänzer die Eskalationsstufen sind ….da kommt nicht gleich die gsg9..

    • KitKat sagt:

      Endlich jemand der die wichtigen Themen anspricht. Sie könnten sich mit Frau Weisgerber mal zum kleinen Pietätskurs anmelden, wenn die Schulpflicht bei Ihnen schon nicht gewirkt hat.

    • facepalm sagt:

      Herr Kittler, Ihnen ist schon klar, dass das Bild erst nach dem tragischen Unglück gemacht worden ist? Es laufen nach einen solchen Unglück Prozesse an bei dem mehr als nur ein Beamter von unterschiedlichsten Stellen vor Ort sein muss. Da kommen schnell 7 (nicht nur 6 !) Sixpacks zusammen.
      Aber erst einmal schön ein Unglück für die eigene Propaganda und Hetze nutzen.

  7. Bollwerk sagt:

    Steffi, egal was du nimmst, nimm dringend weniger davon oder am besten gar nichts mehr!

  8. DrLKn sagt:

    die Aggressivität der Kommentare hier spricht für sich, was den Grad der Bildung angeht, den die Kommentatoren durch die Schule sich angeeignet haben. in fast allen anderen westlichen Ländern ist es eine Selbstverständlichkeit, dass junge Menschen selbst darüber bestimmen können, ob sie eine Schule besuchen oder nicht. Davon geht das Abendland nicht unter, es handelt sich dabei um ein demokratisches Bürgerrecht.

  9. Hallenserin sagt:

    Gott verteil Hirn …

    1) Zu Stefanie fällt mir nichts mehr ein, was nicht bereits erwähnt wurde.
    2) Die Anzahl der Streifenwagen war erst nach dem bedauerlichen Sturz vor Ort, was der Sachlage angemessen ist.

    Den Eltern mein Beileid; die Polizisten, welche das Mädchen abholen sollten/wollten/mussten werden allerdings das Geschehen auch nicht so einfach „wegstecken“.

  10. geraldo sagt:

    Hätte nicht EINMAL betroffenes Schweigen genügt?

  11. Lehrer sagt:

    „in fast allen anderen westlichen Ländern ist es eine Selbstverständlichkeit, dass junge Menschen selbst darüber bestimmen können, ob sie eine Schule besuchen oder nicht. “
    Was für ein Unsinn.
    Das Gegenteil ist der Fall.
    In fast allen westlichen Ländern gibt es Schulpflicht. Punkt.
    Alles andere wäre ja auch ein Verbrechen an den Kindern.
    Wenn man 12 oder 13 jährige fragt, ob sie eine Schule besuchen wollen, ist die Hälfte begeistert davon, es nicht zu tun.
    Damit nimmt man ihnen aber alle Chancen für die Zukunft.
    Später fragt auch niemand, ob sie eine Arbeit aufnehmen wollen. Sie müssen. Oder sich mit Hartz4 abfinden.

    • Nana Bergholz sagt:

      Schulanwesenheitspflicht gibt es nicht in:
      – Österreich
      – viele Kantone der Schweiz
      – Großbritannien
      – Portugal
      – Finnland
      – Polen
      – Frankreich
      – uvm

      In Kanada werden Familien, die sich für außerschulische Bildung entscheiden, sogar finanziell unterstützt. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es auch (z.B. von Alan Thomas).

    • Seidemann sagt:

      Das ist sachlich falsch. In Europa gibt es die Schulpflicht neben Deutschland nur in Schweden. Alle anderen Länder haben Regelungen von Unterrichtspflicht (wie in Österreich) bis zu freier Bildungsentscheidung (in Irland und England). Hier eine so offensichtliche Falschaussage noch mit einem „Punkt.“ zu krönen ist schon beeindruckend.

    • Dreschflegel sagt:

      Na, auch so ein Oberlehrer mit dem Motto: Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser?

  12. Fred sagt:

    Warum wird bei so einem traurigen Thema der Kommentarbereich nicht geschlossen?
    Ich lese hier leider fast nur Kommentare, die der Tragik des Geschehenen nicht gerecht werden und die zudem ohne die Einzelheiten zu kennen Urteile über andere fällen, die jeder sachlichen Grundlage entbehren.

  13. Polizeikritiker sagt:

    Schulpflicht muß sein, keine Frage.
    Aber in einem Punkt gebe ich den Kritikern des Vorgehens durchaus Recht. In dieser Stadt, in diesem Land laufen Menschen herum mit Vorstrafenregistern bis zum Mond (etwa die Vergewaltiger von Freiburg oder die Mörder von Chemnitz) und die Polizei ist angeblich nicht in der Lage die Haftbefehle zu vollstrecken.
    In Deutschland gibt es zur Zeit 100.000 nicht vollstreckte Haftbefehle, darunter Mörder, Totschläger, Vergewaltiger.
    Wenn ich dann sehe, dass die Polizei zur Hochform aufläuft, um ein 15 jähriges Mädchen wegen Schulschwänzens mitzunehmen geht mir die Hutschnur hoch.
    .
    Gerade erst hat die „Wirtschaftswoche“ eine neues Städteranking veröffentlicht.
    71 Städte wurden untersucht. Und jetzt – alle raten – welche Stadt lag auf dem letzten Platz bei der Aufklärung von Straftaten???
    Tataaa…Halle…genau.
    Aber wir holen Schulschwänzer ab. Wahrscheinlich zu fünft, schussicheren Westen und mit Blaulicht.
    Welche Prioritäten setzt die Polizei dieser Stadt eigentlich?

    • Grundschullehrer sagt:

      Polizei und Schulen sind Ländersache und das seit nunmehr 28 Jahren.

      • Schuldirektor sagt:

        Aaach na dann…die im Land sind Schuld!
        Kann sich die Polizei in Halle ja wieder beruhigt hinlegen und vom Feierabend träumen.

        • Grundschullehrer sagt:

          Die Polizei in Halle gehört zur Landespolizei. Am Bahnhof ist zudem die Bundespolizei tätig. Die untersteht dem Bund (falls das auch neu für dich ist).

          • ??? sagt:

            Ja und?
            Was soll der Quatsch wer hier wem untersteht. Das hat doch niemand wissen wollen.
            Weil sie dem Bund, dem Papst oder sonstwem unterstehen, können die doch trotzdem die richtigen Prioritäten bei ihrer Arbeit setzen. Oder soll das „der Bund“ machen?

  14. teu sagt:

    Es lagen drei Arrestbefehle des Amtsgerichtes vor.
    Beantragt von der Schule?
    Die Schule, ich kenne mich dort aus, liegt keine 100m entfernt.
    Das Hochhaus hat 10 Etagen.
    Ein Suizid in diesem Alter findet doch nicht wegen Schulschwänzerei statt.
    Da muss es andere Gründe geben in der Schule.

  15. P. Frank sagt:

    Wir leben in Belgien. Die meisten Kinder entscheiden sich hier für den Schulbesuch. Aber einige in der Schule unglückliche Kids wählen mit Begeisterung den Weg des Hausunterrichts. Mit Unterstützung der Eltern und des zuständigen Ministeriums.
    So Ist es auch in viele europäischen Nachbarländern.
    Nur nicht in Deutschland. Dabei würde bei der Wahl des Bildungsortes keine Schule geschlossen, kein Lehrer entlassen, niemandem etwas weggenommen. Aber es gäbe einige glücklichere Kinder. Kinder, die mit Begeisterung im Hausunterricht lernen.

    Es tut mir so leid für die junge Frau und ihre Familie.

  16. Politiker sagt:

    Das möchte kein Elternteil erleben. Ich bin fassungslos.

    Der Fall muss dringend aufgeklärt werden.

    Sollten die Verhältnisse in der benachbarten Schule einen Miteinfluss gehabt haben, ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Tullner muss dann zurücktreten.

    • Metulski sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass die benachbarte Schule was damit zu tun hat? Dass das Mädel diese Schule besucht oder ja nicht besucht hat, steht ja nun nicht in Text

  17. Andreas sagt:

    Egal wie, wieso, weshalb warum !!! Ein junges Leben wurde ausgelöscht. Traurig genug, das dies passiert ist. Mein Beileid jedem, der in dieser Tragödie direkt oder indirekt betroffen ist.

  18. Saibo sagt:

    Mein Beileid an die Familie,Freunde, Bekannte und Verwandte.
    Und jetzt hört auf euch hier gegenseitig fertig zu machen.
    Es ist eine Tragödie und da muss nicht noch sinnloser weise rum diskutiert werden.
    Denkt an die Familie wie es der jetzt ergeht wenn sie sich das hier durchlesen.
    Ein bisschen Respekt wäre angebracht.
    Schönen Abend noch

  19. Ethiker sagt:

    Respekt von dort an, wo man die Frage nach dem Warum stellt.

  20. farbspektrum sagt:

    „Ich bin fassungslos.“
    Aber nicht fassungslos genug, um es politisch auszuschlachten.
    „Tullner muss dann zurücktreten.“
    Es ist ein tragischer Unfall. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  21. Mia Bergmann sagt:

    Die zwanghafte Schulzuführung per Polizei und Maßnahmen wie Jugendarrest sind völlig überholt und absolut nicht zielführend.
    Es sollte außerschulische Bildungsmöglichkeiten geben – so wie fast überall in Europa und englischsprachigen Staaten overseas. Es gibt zahlreiche andere Delikte, bei denen der Einsatz der Polizei sinnvoll ist, Schulschwänzen gehört nicht dazu. Schulverweigerung ist einem System geschuldet, das unflexibel ist und die Individualität der Kinder leugnet. Wir brauchen statt der Schul- eine Bildungspflicht – endlich auch in Deutschland.
    Mein herzliches Beileid den Eltern, die an diesem Tod übrigens – anders als oben unterstellt – keine Schuld trifft.

    • Gurkenkönig sagt:

      Zu allererst haben die Eltern schuld…… niemand sonst ….

      Was haben sie eigentlich für eine verquere denke?

      • Mia Bergmann sagt:

        Dieser Reflex, dem Elternhaus Versagen vorzuwerfen und zu meinen, damit sei der Sachverhalt ausreichend geklärt und die Verantwortlichkeiten verteilt, ist mindestens zu kurz gedacht (ob der wenigen Hintergrundinformationen ist ein solches Urteil gar nicht zu treffen), tatsächlich aber überheblich, heuchlerisch und unreflektiert. Ganz abgesehen von der hier zur Schau gestellten und vollkommen deplatzierten Empathielosigkeit.

      • Seidemann sagt:

        @Gurkenkönig: Sie kennen die Eltern?

        • Gurkenkönig sagt:

          Die im Artikel genannten infos reichen völlig aus …. wer seinem kind erlaubt ein jahr lang nicht die Schule zu besuchen und in dieser zeit auch keine andere hilfe für sein kind organisieren kann trägt alle Verantwortung…

          Vollkaskomentalität wie aus dem Lehrbuch…
          Schade ums vergeudete Leben.

  22. Seidemann sagt:

    Nein, ein betroffenes Schweigen ist mir hier nicht möglich. Ich kenne einige Fälle von Nichtschulbesuch in der Stadt Halle und auch die Vehemenz, mit der die Stadt bzw. ihre Behörden eine Stigmatisierung und Kriminalisierung der betroffenen jungen Menschen und ihrer Familien betreiben. Sogar das Ordnungsamt wird in Halle – anders als in jedem mir bekannten Fall in anderen Städten – in solchen Fällen involviert und betrachtet den Nichtschulbesuch des einzelnen jungen Menschen als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Eine Angemessenheit der Mittel ist für mich hier nicht erkennbar. Mir scheint es so, als ob – um ein Exempel zu statuieren und um das Mittel der Abschreckung von Nachahmern voll auszuschöpfen – die Verantwortlichen den Tot eines jungen Menschen billigend in Kauf genommen haben. Sowohl die aktuelle Pädagogik als auch die Sozialpädagogik sehen für Fälle von Schuldistanz ein völlig anderes Vorgehen vor und es ist mir völlig unverständlich, warum die Verantwortlichen in Halle mit so menschenfeindlichen altbackenen Strategien arbeiten. Nein, Schweigen kann ich dazu wirklich nicht.

    • Fürs Leben lernen sagt:

      Zum Glück zeigt die Stadt hier Vehemenz. Mag sein, dass sie es auch in anderen Fällen häufiger tun könnte. Es zeigt sich oft genug wie wichtig Bildung ist.

      • Seidemann sagt:

        Was genau ist das Glück dabei, junge Menschen und deren Familien so zu kriminalisieren und zu viktimisieren, dass Situationen wie die, um die es hier geht, überhaupt erst entstehen können? Und für wen ist es Glück?

  23. teu sagt:

    Ich bin mal gespannt, ob sich der „Richter“ am Amtsgericht, welcher den Polizeieinsatz initiierte, getraut, sich namentlich zu erkennen zu geben.

    • IM Dumpfbacke sagt:

      Warum? Willst du mit deinen Kameraden schon mal die Mistgabeln aus dem Keller holen?

    • alter Kamerad sagt:

      Warum nicht? Er oder sie muss den Beschluss ja unterschreiben. Ob nun ausgerechnet dir der Name mitgeteilt wird, ist damit natürlich nicht gesagt. Das war vor 1990 für inoffizielle Hans-Jürgens aber auch nicht so wichtig. Warum ist es das heute?

    • Sazi sagt:

      Ein Richter urteilt nur nach Gesetzeslage. Es steht ihm nicht zu, Gesetze zu beugen oder ähnliches. Bitte informiere dich mal zur Gewaltenteilung. Normalerweise lernt man sowas in der Schule …
      Genausowenig sind die Polizisten zu kritisieren, die nur ausführendes Organ sind.
      Wenn man Kritik üben will, dann an der Politik.

  24. Angela sagt:

    Unglück wird das also genannt, wenn ein junger Mensch, ob bewusst oder wirklich durch ein Versehen, zu Tode kommt, der einfach nicht über sich bestimmen lassen wollte. Ein Recht, dass jeder Mensch laut unseren Menschenrechten angeblich besitzt. Für Kinder gilt das wohl nicht. Etwa 300.000 junge Menschen verweigern sich dem Schulsystem, ein erheblich größerer Teil fühlt sich in Schulen nicht wohl. Wäre es nicht an der Zeit, diese Ablehnung zu hinterfragen anstatt diese Menschen zu pathologisieren und kriminalisieren? Dieser Tod ist die direkte Folge der Schulpflicht. Ich bin bestürzt und traurig darüber.

    • Schule ist ein Naturgesetz sagt:

      In welcher merkwürdigen Facebookgruppe wurde denn der Beitrag wieder geteilt. War das noch eine schöne Welt als Chemtrailjünger und andere Verschwörungstheoretiker sich nur irgendwann in der Psychiatrie getroffen haben. Immerhin kann man da bei einigen direkt das Jugendamt auf die Eltern ansetzen.

      • Ich war so frei und habe ihn in der Facebook-Gruppe „Freilernen in Deutschland“ gepostet. Das ist eine offene Gruppe, mit über 3.500 regestrierten Mitgleidern in der aber auch darüber hinaus jeder mitlesen darf. Vielleicht mögen Sie mal vorbeischauen und sich mit Menschenrechten und Emanzipationsthemen befassen?
        Schule ist übrigens kein Naturgesetz. Lernen funktioniert seit Millionen von Jahren völlig organisch und informell. Schule, wie wir sie heute kennen, ist allerhöchstens etwas über 200 Jahre alt.

        • Nobody sagt:

          200 Jahre… Hm.. als ungefähr so lange, wie der alphabetisierungsgrad der Bevölkerung von 10 auf über 90 Prozent gestiegen ist? Interessant, aber vermutlich komplett ohne Korrelation zueinander. LOL

      • 10010110 sagt:

        Habe mich auch schon gewundert, wieso hier so plötzlich diese ganzen Agitatoren aus den Löchern gekrochen kommen und Propaganda verbreiten. Muss wohl wirklich was mit den asozialen Medien zu tun haben. Und die Gerüchteküche brodelt; schlimmer als im Mittelalter ist das!

  25. Oswald sagt:

    Warum wollte sie nicht in der Schule? Hatte sie Problem mit Mitschüler oder Lehrer? Hatte sie um Hilfe gebeten und keiner hat sie war genommen? Oder wollte sie einfach nur in Freiheit leben? wir können Sie jetzt nicht mehr fragen. Ich persönlich finde es total krass dass man die Kinder zwingt in die Schule zu gehen damit sie später für die Liebe Wirtschaft nur eine Arbeitskraft ist und nicht mehr als Mensch erkannt wird. Es sollte ein Zeichen sein für unser Jugendamt und der Demokratie in unserem Land. Früher in der DDR wurde man ins Gefängnis gesteckt wenn man nicht gearbeitet hat heute werden Kinder in den Jugendknast gesteck wenn sie nicht in die Schule gehen wollen ich weiß nicht wo da der Unterschied ist und möchte mich jetzt hier leider nicht weiter dazu äußern weil ich bin stink traurig und sauer und hoffe dass die Polizisten die diesen tragischen Vorfall erlebt haben so schnell wie möglich verarbeiten können. Weil sie sind ja auch nur eine auszuführenden Kraft für unserer demokratisches Land. Ich mache jetzt mal noch eine Kerze an für dieses Mädchen. Einfach nur traurig und herzzerreißend.

    • Ratloser sagt:

      Die Vorstufe eines Gefängnisses (Arrest) für Schulverweiger ist wirklich abartig und erinnert an die nordkoreanische oder russische Diktatur.

      • Wilfried sagt:

        Hartzen ist so toll? Oder welche Tätigkeit ist wegen mangelnder Schulteilnahmen sonst noch erreichbar? Und btw., welche Erfahrungen haben Sie mit russischer oder nordkoreanischer Diktatur? Schon dort gelebt, oder nur mal vom Um-3-Ecken-Hörrensagen? Den Schulschwänzern werden vor dem Arrest goldenen Brücken gebaut; der Arrest ist die letzte Stufe.
        Aber klar, man kann ja auch Millionär werden ohne Schulbesuch. Nur leider gibt es keine, die das bisher geschafft haben. Und zur Elternbeschulung: hier hat das offenbar, aus familieninternen Gründen, nicht geklappt…

        • Seidemann sagt:

          Was genau hat ALG ll – Bezug mit Nichtschulbesuch zu tun? Wie viele der heutigen ALG ll – Bezieher waren denn nicht in der Schule? Es scheint doch eher so, dass ein Scvhulbesuch einen ALG ll – Bezug nicht verhindert. Im Gegensatz dazu gibt es viele, auch vom Gesetzgeber so vorgesehene, Möglichkeiten. Beispielsweise Externenprüfungen zur Erlangung von Schulabschlüssen. Inwieweit schuldistanzierten jungen Menschen vor dem Arrest goldene Brücken gebaut werden ist leider sehr stark Einzelfall- und Betrachterabhängig.

        • 10010110 sagt:

          „Aber klar, man kann ja auch Millionär werden ohne Schulbesuch. Nur leider gibt es keine, die das bisher geschafft haben.“

          Informier’ dich mal, bevor du Stuss schreibst. Einige der reichsten und/oder einflussreichsten Menschen ihrer Zeit hatten keinen Schulabschluss, u. a. Henry Ford, Thomas Edison, Walt Disney, Coco Chanel, Cornelius Vanderbilt, Mayer Amschel Rothschild, um nur einige zu nennen.

  26. Peter Toth sagt:

    Unser Beileid an die Familie und das verstorbene Kind.
    Bedauerlich – wir sind entsetzt!- wie pietätlos sich die Kommentatoren ergeistern und hier unangemessen und auch noch unsachlich ihren verblendeten Hass ausdrücken.

    Dem setze ich unser eigenes Leben entgegen:

    Unsere 4 Kinder sind nicht geschult, und sie gehören bereits heute zu den besten Schachspielern ihrer Nation (zur Zeit ist die eine Tochter an die Jugendweltmeisterschaft selektioniert, der Bruder im Sommer an der Europameisterschaft). Dazu gehören sie weltweit zu den herausragenden Musiktalenten (klassische Musik) und geben regelmässig Konzerte im In- und Ausland.
    Sie werden, wo immer sie tätig sind, für ihre soziale Kompetenz bewundert. Sie sind in allen Fächern des humanistischen Bildungskatalogs und weit darüber hinaus gebildet. Sie schreiben Gedichte, komponieren Werke, malen und zeichnen erstaunliche Werke, schwimmen wie ein Fisch, tauchen, spielen Fussball, rennen schnell, turnen geschickt (auch hier Spitzentalente).
    Wir leben in der Schweiz, da gibt es Kantone, in denen es keinen Schulzwang gibt.
    Unsere Kinder kennen die Natur, sie sind in ihr grossgeworden, sie sind täglich 2-5 Stunden draussen und spielen frei.
    Ich übertreibe mit keinem Wort. Viele meinen, sie seien hochbegabt. Wir Eltern wissen nicht, ob das den Sachverhalt richtig wiedegibt. Unsere Frage ist vielmehr: wie viele Kinder könnten sich verwirklichen, ihrer Leidenschaft folgen und sich frei entfalten, würden sie nicht in die Schule gesperrt?
    Wir sind gar keine Schulgegner. Wir kennen eine ganz tolles Gymnaisum in unserer Nähe, wir schätzen die Lehrpersonen sehr. Aber Schulzwang? was für ein unglaublich primitives System, was für ein tiefes Misstrauen gegenüber der Natur der Kinder, die wie niemand sonst in der Gesellschaft die tiefe, kreative Neugierde verkörpern!
    Schulzwang ist ein Verbrechen an den Kindern und Menschheit! es verstösst gegen deren Würde.
    Schule soll Ermöglichung sein, und Erzwingung!
    Der Tod der jungen Frau darf nicht umsonst gewesen sein! Es braucht ein neues Gesetz!

    • Gurkenkönig sagt:

      Sie sind echt der brüller… sprechen sie dringend mit ihrem Arzt.
      Zur nor auch mit dem druiden aus dem wald.

    • Katy sagt:

      Auch mein Sohn geht nicht zur Schule. Zum Glück ist er nicht in Deutschland geboren und aufgewachsen, sondern kommt nur dann und wann auf Besuch. Die Schule wäre absolute Qual für ihn. Wann immer er jedoch in Deutschland ist, bekehrt er bisherige Verfechter der Schulpflicht. Er liest, seit er drei ist. Er spricht drei Sprachen, rechnet jetzt mit sieben Jahren auf Viertklässler-Niveau. Macht in Geografie den meisten Erwachsenen etwas vor. Und das Tollste: Er empfindet das Lernen als spannend. Denn während eure Kinder in der Schule brüten und die acht Weltwunder wenn überhaupt nur von Bildern kennen und ihr alles dafür tut, dass ihr Horizont sich ja nicht über ihren Tellerrand hinaus vergrößert, sind wir gerade auf dem Weg nach Petra und zu den Pyramiden, um tatsächlich etwas zu erfahren anstatt nur stupide auswendig zu lernen.

    • Wadenbeißer sagt:

      Kelly-Family, oder was? Saale-Schule, oder wie? Nenn mal Namen, Adressen … für den Starfbescheid … oder shut up here!

    • Schulpflicht bleibt wichtig sagt:

      Es stimmt, der Tod darf nicht umsonst gewesen sein. Man sollte vor allem Wirrköpfe die ihr Kind dem Schulsystem entziehen härter kontrollieren und bestrafen. Es gibt doch genug Gruppen wo diese Leute sich sammeln.

  27. farbspektrum sagt:

    “ Unsere Frage ist vielmehr: wie viele Kinder könnten sich verwirklichen, ihrer Leidenschaft folgen und sich frei entfalten, würden sie nicht in die Schule gesperrt?“
    Die Frage ist vielmehr, wie viele Kinder können sich nicht frei entfalten, weil ihre Eltern sie nicht zum Schulbesuch anhalten. Das scheint besonders bei der Klientel der Fall zu sein, um die es hier wohl geht.
    „Ja, sie ist ein Jahr nicht in die Schule gegangen, weil sie gemobbt wurde. “
    https://www.mz-web.de/halle-saale/15-jaehrige-stuerzt-vom-balkon-in-den-tod-schwere-vorwuerfe-nach-unglueck-in-neustadt-31562524

    • Mia Bergmann sagt:

      Sie geben allen Ernstes den Eltern die Schuld dafür, dass ihr Kind in der Schule gemobbt wurde?
      Und was möchten Sie konkret mit dem abwertenden Begriff „Klientel“ unterstellen?

      • Wadenbeißer sagt:

        Lern Deutsch, bevor Du Dich hier äußerst! Klientel ist ein neutraler Begriff.

      • farbspektrum sagt:

        Wo habe ich das geschrieben?
        Dass das Kind in der Schule gemobbt wurde, ist erst einmal eine Behauptung. Falls es gemobbt wurde, ist es der falsche Weg, das Kind nicht in die Schule zu schicken. Der richtige Weg wäre zum einen, mit der Schule darüber zu sprechen und zum anderen das Kind darauf vorzubereiten, wie es im Leben damit klarkommt, dass nicht alles streichelzart ist und man deshalb nicht alles hinwerfen darf.
        Den Begriff „Klientel“ möchte ich so vage als Vermutung stehen lassen und nicht näher spezifizieren, weil ich es nur aus den geschilderten Umständen geschlossen habe.

        • Seidemann sagt:

          @farbspektrum: die von Ihnen ausgeführte Idee: „…und zum anderen das Kind darauf vorzubereiten, wie es im Leben damit klarkommt, dass nicht alles streichelzart ist und man deshalb nicht alles hinwerfen darf.“ ist hochgradig (Kindeswohl)gefährdend. Mobbing ist ein Phänomen, dass sich der Kontrolle des Gemobbten völlig entzieht und bedeutet schikanöse Handlungen, eine wiederholte gezielte Viktimisierung des Opfers in einem Kräfteungleichgewicht, die biografieverändernd ist. Das bedeutet im Klartext: die Mobbingerfahrungen werden die betreffende Person ein Leben lang negativ begleiten.
          Selbstverständlich haben Sie recht, ein Kontakt zur Schule wäre der erste Schritt. Ob und inwieweit hier etwas unternommen wurde wissen wir noch nicht.
          Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass seitens der Schule die richtigen Schritte eingeleitet werden, äußerst gering. Seit vielen Jahren arbeite ich in Schulen im Bereich Mobbing und bilde auch Schulleitungen und Lehrpersonal fort. Der Kenntnisstand der betreffenden Personen bezüglich Mobbing ist erschreckend schlecht – was hier ausdrücklich keine Wertung ist sondern die Aussagen der Menschen in den Schulen, mit denen ich arbeite, wiederspiegelt.
          Das Kind bei vorliegendem Mobbing nicht in die Schule zu schicken ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg. Hier muss der Opferschutz absoluten Vorrang haben, da Mobbing unter Umständen zu selbstaggressiven Handlungen führt. Jedoch auch fremdaggressive Handlungen sind nicht völlig auszuschließen, eine Untersuchung von Schoolshootings zeigt, dass 80% der Schützen in ihrem schulischen Umfeld gemobbt wurden.

    • Seidemann sagt:

      Für das, was in der Schule passiert, ist ausschließlich die Schule verantwortlich, dies haben mehrere Gerichte in Deutschland unmissverständlich klar gestellt.
      „Mit ihr (der Schulpflicht) haben die Eltern hinzunehmen, dass der Staat als Bildungs- und Erziehungsträger im Umfang des schulischen Wirkungsfeldes an ihre Stelle tritt, womit ihre Möglichkeit, unmittelbar in eigener Person pädagogisch auf ihre Kinder einzuwirken, auf den außerschulischen Bereich beschränkt wird.“ so das BVerwG
      Wenn hier also tatsächlich, wie von der Mutter berichtet, ein Mobbingfall vorlag, dann – nach allgemeiner Rechtsauffassung – ist allein die Schule in der Verantwortung.
      Der Mutter einen Vorwurf zu machen ist hier völlig verfrüht, da bisher keine Informationen vorliegen, was sie alles versucht hat und ob sie gegebenenfalls schuldhaft etwas unterlassen hat.

      • 10010110 sagt:

        Wer sein Kind bewusst ein Jahr lang die Schule schwänzen lässt – und die Länge des Zeitraums lässt den Schluss zu, dass die Mutter selbst anscheinend nicht viel versucht hat, um das Problem zu lösen – der trägt auf jeden Fall eine Mitverantwortung. Das mindeste, was man tun kann, ist einen Schulwechsel in die Wege zu leiten.

        • Seidemann sagt:

          Warum ein Schulwechsel, was wären dafür die fachlichen Argumente? Und was hat der Zeitraum mit dem Versuch der Mutter, das Problem zu lösen, zu tun? Hier scheint eine Formel „je länger der Zeitraum desto größer die Schuld der Mutter“ angesetzt zu sein. Woher kommt dieser Schluß?

          • Seidenembargo sagt:

            Na weil sie Verantwortung trägt. Weil sie das Kindergeld einstreicht. Weil sie ihre Brut zu pflegen hat. Weil sie ansonsten auch staatsbürgerliche Rechte in Anspruch nimmt, weil sie offenbar ihre Pflichten vernachlässigt hat … weil, weil, weil, …

            Sag mal, bist Du auch Impfgegner oder sowas?

          • 10010110 sagt:

            Reicht Mobbing – nach Aussage der Mutter – nicht aus als „fachliches Argument“? Was soll diese dämliche Frage?

            Und der Schluss kommt daher, dass Eltern eine Verantwortung für ihre Kinder tragen, bis diese volljährig sind. Wenn eine Mutter wissentlich ihr Kind so lange wegen Mobbings schwänzen lässt, bis die Polizei kommt, um drei (!) Beschlüsse des Amtsgerichts wegen Schulbummelei zu vollstrecken, dann kann man diese ja wohl kaum als Heldin im Kampf gegen den Schulzwang bezeichnen. Dann hat sie ja anscheinend alle anderen Möglichkeiten, die sich bieten, nicht in Anspruch genommen.

            Jetzt die ganze Verantwortung auf die böse Schule oder das böse Amtsgericht oder die böse Polizei zu schieben, ist zu einfach gedacht. Aber das wundert micht nicht, wenn ich sehe, was für sektenähnliche Zustände unter den organisierten Schulpflichtverweigerern zu herrschen scheinen.

  28. Dr. Walther sagt:

    Beim besten Willen, Schulpflicht ist wichtig und eine Errungenschaft!
    Wie man sieht, nehmen es manche Eltern nicht so genau damit für die Bildung ihrer Kinder zu sorgen. Damit nehmen sie denen aber die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Vielleicht ist das ja in bestimmten Kulturkreisen sogar Absicht.
    Die Familie lebt seit 20 Jahren in Deutschland und das Mädchen wurde ein Jahr lang nicht zur Schule geschickt. Das ist doch ein Verbrechen an dem Kind!

    • Zentraldenker sagt:

      Sehr geehrter Herr Dr. Walther,

      bei Ihnen sieht man doch, was Schulbildung gebracht hat. Sie verstehen selbst den schlichten Zusammenhang nicht, dass Schulpflicht bei Mobbing überhaupt keine Errungenschaft ist.

      Mit der Ihnen angemessenen Hochachtung

      Ihr Zentraldenker

  29. Ersatzschulgegener sagt:

    Der vorliegende Fall zeigt, wie zersetzlich das Wirken der Schulpflichtgegener bereits fortgeschritten ist. Jetzt wäre daher der Zeitpunkt, auch die Verfassung zu ändern und alle pflichtschulaufweichenden Schlupflöcher zu schließen. Besonders die Ersatzschulen leisten bei der gesunden Gestaltung des Pflichtschulwesens permanent Störfeuer. Weg mit denen! Macht die Ersatzschulen endlich dicht! Überführt sie in kommunale/staatliche Trägerschaft. Enteignung gemaäß GG. Streicht das Ersatzschulrecht aus sämtlichen Verfassungen und Schulgesetzlichkeiten!

  30. Zoe sagt:

    Mobbing – naja, ich denke, man muß den kosovarischen Brüdern nun auch nicht alles glauben. Das wäre sehr naiv.
    Möglicherweise hat die Familie ja auch anderweitige Aktivitäten entfaltet, die einem Schulbesuch im Weg standen.

  31. Sazi sagt:

    Keiner der hier Schreibenden kennt die wahren Gründe für diesen Unglücksfall. Ob das Mädchen sich vorsätzlich in den Tot gestürzt hat oder es sich um einen tödlich verlaufenen Fluchtversuch gehandelt hat. Das weiß hier keiner. Auch warum das Mädchen so reagiert hat, weiß hier keiner. Natürlich ist sehr wahrscheinlich, daß es mit dem Schulbesuch zu tun hat. Aber ich kann mir auch verschiedene andere Gründe vorstellen, warum man nicht von der Polizei besucht werden will. Ich denke, es würde allen hier sehr gut tun, mal einen Schritt zurückzutreten und nicht gleich politisches Kapital aus diesem tragischen Vorfall schlacken zu wollen und laut „rumzukrakelen“ gegen dies und jenes.

  32. Hfoertel sagt:

    @Ersatzschulgegener (sic!): „Jetzt wäre daher der Zeitpunkt, auch die Verfassung zu ändern….“ Wenn du die nötigen Mehrheiten auf Bundes- und Landesebene dafür beschaffen kannst, steht es dir natürlich frei, solch einen Quatsch zu fordern! Ansonsten ist das reine Polemik.

  33. Salzwirker sagt:

    Sehen wir es mal aus einer anderen Perspektive…

    Im Grunde gibt es ein solches Gesetz nicht einfach so. Im Sinne einer ordentlichen Integration, einem gleichbleibenden Bildungsstand der angehenden Fachkräfte und dessen Mangelbeseitigung und der Abwehr der Subkultur in deutschen Ballungsgebieten wurde diese verschärfte Gangart gegenüber Schulschwänzern eingeführt, was ich sehr begrüße.
    Bevor allerdings ein Schulpflichtiger Minderjähriger aber von der Polizei persönlich abgeholt wird, wurden entsprechende Maßnahmen auch im Elternhaus getroffen, mit der Hilfe von Sozialarbeitern und dem Jugendamt. Dazu gehört zum Beispiel den Eltern Geldstrafen aufzuerlegen oder diese an Gesprächen mit dem Jugendamt teilnehmen zu lassen. Erst wenn die Ordnungsbehörde feststellen muss, dass diese Mittel nicht greifen und andere Mittel erschöpft sind, gibt die Ordnungsbehörde den Auftrag heraus.
    Es stellt sich meiner Ansicht so da, dass wohl der ganze Apparrat und das Elternhaus entweder machtlos waren oder das Elternhaus machtlos gegenüber ihrer Tochter war.
    Hier müsste es Seitens der Ordnungsbehörden die den Auftrag an die Polizei weiter gegeben haben, endlich mal eine Pressekonferenz geben, wie es zu dem Auftrag gekommen ist und wie sie versagt hat, dass erst Polizei u.a. dort aufschlagen mussten.
    Erst dann ist eine rationale Beurteilung eigentlich möglich!

    Ob und in wiefern die Eltern schuld waren, kann sich ja aus Protokollen des Jugendamts heraus lesen lassen. Alles andere ist und bleibt Spekulation!

    Ich kann mir vorstellen….

    Die Eltern wurden natürlich darüber informiert und das Mädchen hat seine entsprechende Ansage schon gemacht, da sie im Vorfeld ja einen haufen Geld bezahlen mussten. Panik, Angst und auch vor dem Vater könnten da auch eine Rolle gespielt haben. „Wenn die Polizei bei uns wegen deiner Schulschwänzerei hier aufschlägt, kannst du was erleben“.

    Wie kannst du einer Minderjährigen erzwingen zur Schule zu gehen, wenn alle Mittel und Maßnahmen versagt haben?

    Auf der anderen Seite finde ich es nicht in Ordnung, dass die Menschen aus anderen Kulturkreisen unser System nicht verstehen wollen und einem minderjährigen Kind nicht die Möglichkeiten einer adäquaten Bildung geben wollen und so eine Subkultur und Clans entstehen.

  34. Liesa sagt:

    AN DICH MEIN ENGEL-
    Du warst ein wunderschönes Mädchen mit der man lachen konnte Spaß haben konnte… doch jetzt wird alles anders sein da deine Lebensfrohe Art nicht mehr besteht [Ich liebe dich über alles beste Matcho Freundin] und ein fick auf die Polizei die sie kn den Tod getrieben hat!😓

  35. Renate Wurstdose sagt:

    Bei diesem Sam von „Stefanie Weisgerber“ kommt mir die Wurst!

  36. sindy sagt:

    so wie ich andere bilder gesehen habe das es sich um nicht deutsche handelt da jeder weiß das schulpflicht bestehtin deutschland sollte doch mal gekläret werden warum dies die schule nicht mehr besucht kann halt in deren kulturkreis liegen da frauen ja keine schulbildung brauchen und wenn man schule schwänzt und busgeld oder auflagen nicht erfüllt erfolgt halt der einsatz das dieser so ausging solten sich die eltern und verwanden mal fragen wie es zur schulbummelei kam.

  37. Alberona sagt:

    Wollt ihr mich alle verarschen ?????
    Das hätte nicht passieren dürfen mit meiner Cousine sie ist zwar nicht zur Schule gegangen aufgrund weil sie immer gemobbt wurde immer beleidigt wurde geschlagen wurde und erklärt mir bitte welches Kind hat da noch Lust zur schule zu gehen !!!!

    An den Tag War die polizei schuld und niemand anderen wenn die Polizisten sehen das sie da hoch geklettert ist und da stand dann müsste die Polizei eiiiigenliiiiiich zurück treten und sagen ok wir gehen zurück nur mach das nicht und alles aber neiiin die Idioten rennen auf sie zu und normal das es dann dazu kommte ich denke mal jeder von uns hätte aus angst sooooo reagiert
    Aber schade das einige Leute hier nicht mal klar denken

    Und ausserdem Leute macht euch nicht auf dumm ist wisst selber wie Deutschland geworden ist wegen den Flüchtlingen

    • 10010110 sagt:

      Na ein Glück, dass du in Psychologie besser geschult bist als alle Polizisten, Lehrer und Sozialarbeiter. Und du kannst sogar die Gedanken anderer Leute lesen und vorausahnen, was sie als nächstes tun werden, Respekt!

      Dein Kommentar beweist einmal mehr, wie wichtig gute Schulbildung und deshalb eine Schulpflicht ist.

  38. Kwkwbs sagt:

    AN EUCH ALLE
    Die die Polizei beschuldigen und die Eltern in Schutz nehmen
    Wer die Familie kennen würde, würde die ganze Sache ganz anders sehen. Ohne Eingriff des Staates würde keiner der Kinder in die Schule gehen und die Eltern würde es nichtmal jucken. Wenn du als Beamter nur deinen Auftrag erledigen gehst, kannst du ja nicht erwarten dass das Mädchen aus dem Fenster springt. Die wollten das Mädchen ja nicht umbringen. Trotzdem ist es natürlich sehr tragisch um das Mädchen. Man muss schon ein sehr trauriges Leben haben um es so zu beenden.
    Mein Beileid geht nur an die Mutter.

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