Nicht StVO-Konform: Ampel statt Fußgängerüberweg an der Kreuzung Salzmünder Straße / Stadtforststraße in Dölau
Wer von der Salzmünder Straße nach rechts in die Stadtforststraße in Halle (Saale) abbiegen will, kennt die Situation: An der Ampel muss man sich nicht anstellen, denn sie steht erst hinter dem Abzweig. Stattdessen regelt bislang ein Fußgängerüberweg den Verkehr. Doch genau diese Lösung entspricht nach Angaben der Stadtverwaltung nicht den geltenden Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO). Nun soll der Knotenpunkt umfassend umgebaut werden – für mehr Sicherheit, aber auch mit erheblichen Kosten. 720.000 Euro werden investiert.
Künftig wird die bestehende Lichtsignalanlage so erweitert, dass sie auch für rechtsabbiegende Fahrzeuge sowie für querende Fußgängerinnen und Fußgänger gilt. Der derzeitige Fußgängerüberweg (FGÜ) wird zurückgebaut und vollständig in die Ampelanlage integriert. Die Querungsstelle bleibt dabei an ihrem bisherigen Standort, wird jedoch künftig signalisiert.
Ziel der Maßnahme ist nach Angaben der Stadtverwaltung vor allem eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Insbesondere Schulkinder sowie mobilitätseingeschränkte Menschen sollen die Straße künftig sicherer überqueren können. Gleichzeitig verspricht sich die Stadt eine optimierte Verkehrsführung im gesamten Kreuzungsbereich.
Der Rückbau des Fußgängerüberwegs umfasst die Entfernung von Markierungen, Beschilderungen und Rohrpfosten. Im Gegenzug wird die vorhandene Ampelanlage technisch erweitert: Neue Masten, Signalgeber, Anforderungstaster sowie Kabeltrassen werden installiert. Zudem wird die Anlage modernisiert – unter anderem mit LED-Technik und Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbeeinträchtigte.
Auch baulich wird nachgerüstet. Aufgrund steigender Windanforderungen werden die bisherigen Ampelmasten durch stabilere Maste mit Auslegern ersetzt. Die Fundamente entstehen als sogenannte Bohrrohrgründungen, um ein Verdrehen der Ausleger zu verhindern und eine gute Sicht auf die Signale sicherzustellen.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Bevorrechtigung des öffentlichen Nahverkehrs. Für die Busse der Linie 21 wird ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem nachgerüstet, das die Ampel über Funk mit dem Verkehrsrechner der Stadt verbindet. Zudem werden sämtliche Fahrbahnmarkierungen im Kreuzungsbereich erneuert.
Nach Abschluss der Arbeiten sieht die Stadt in dem Umbau eine wichtige Investition in die Verkehrssicherheit und die städtische Infrastruktur. Die Maßnahme soll nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Knotenpunkts stärken.









Und die Tatsache, dass das nicht Gesetzes-Konform ist, merkt man erst jetzt? Wo waren denn die ganzen Fachleute der Stadtverwaltung, als das geplant und ausgeführt wurde? Wer war der Geschäftsbereichsleiter und wer war dessen Vorgesetzte? Das kann man sich nicht ausdenken, welcher Zirkusclown hier wieder sein „okay“ gegeben hat. Jetzt muss umgebaut werden und man hat bisher noch nicht einmal die Gewissheit, dass das LVA den Haushalt genehmigt…
„Wo waren denn die ganzen Fachleute der Stadtverwaltung, als das geplant und ausgeführt wurde“
In der SED vermutlich.
„Jetzt muss umgebaut werden“
Nein. Es wird umgebaut und die Verkehrsführung muss dabei geändert werden.
Bisschen mehr das Hirn anstrengen, dann wirst du nicht so oft ausgelacht.
Als Hauptschüler kann man natürlich nicht wissen, dass dieser Platz deutlich nach der Wende lange und umfangreich umgebaut wurde. Da galt dieselbe StVO wie aktuell. Die Frage, warum das nicht gleich nach schon damals gültigen Vorschriften getan wurde, ist demnach berechtigt.
„Da galt dieselbe StVO wie aktuell.“
„nach schon damals gültigen Vorschriften“
Die aktuelle StVO gilt seit 2013.
Wieviele Unfälle gabs denn in den letzten Jahren? Wenn man die Sicherheit verbessern will, muß man ja Zahlen haben. Und Probleme.
Klingt für mich nach einer Hilfe für notleidende Siemens-Aktionäre.
Das ist wie mit den ganzen Dreißigerschildern an Fußgängerüberwegen jetzt: Jahre, Jahrzehnte ist nichts passiert, aber Bürokratie und Steuerverschwendung werden fleißig vorangetrieben. Und dann wundert man sich, dass es abwärts geht. Wer da was ändert ist Teil des deutschen Wirtschaftsproblems!
Es wurden Menschen umgefahren an Fussgängerüberwegens. In Halle/Saale. Man glaubt es ja kaum. Aber für 50km/h innerorts kann man online getrost dreist rumlügen. Immergleiche Internetritters.
Es muss nicht immer erst was passieren, bevor man unangenehme Situationen für manche Verkehrsteilnehmer verbessert.
„das die Ampel über Funk mit dem Verkehrsrechner der Stadt verbindet“
Für eine Vorrangschaltung für 1 (EINE!) Buslinie?
Meine Güte, das machen andere Kommunen seit Jahren mit einem Anforderungssystem in den Fahrzeugen für wenige Euro.
Sogar für Rettungsdienste…
Empfehlung für die Verwaltung:
https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/ampelschaltung_fuer_rettungswagen.php5
Wenn ihr die Verkehrssicherheit verbessern wollt, baut endlich einen ordentlichen Radweg von Dölau nach Nietleben. Die Verkehrssicherheit leidet m.M.n. an dieser Ampelkreuzung nicht und auch der Busverkehr läuft flüssig. Oder gibt es andere Zahlen aus der Unfallstatistik? Und wenn schon umbauen, warum dann keinen Kreisverkehr, der läuft meist flüssiger als eine Ampel?!
weil: 2 Jahre Bauzeit mit Vollsperrung
Wann hört dieser bürokratische Wahnsinn endlich auf?
Ampeln weg, Kreisverkehr hin. Gut iss. Auch für Fußgehende.
„In den meisten unserer Nachbarländer funktioniert das ohne größere Probleme. Dort setzt man auf eine einfache und bewährte Lösung: den Kreisverkehr.“
Das wollen wir aber nicht!
Ich frage mich, ob die Neuragoczystraße das Hindernis für den Kreisverkehr dort darstellen könnte.
Ein klares Nein. Die Strasse wird umfahren und dann zurück.
Vor der rechts abbiegenden Straße ist noch eine Fußgängerampel. Damit kommt man problemlos auf die andere Seite. Also die Argumentation ist totaler Quatsch. Es wird wohl nur um längere Rotphasen, vielleicht einen Blitzer und Tempo 30 gehen. Also genau die Dinge, die dringend notwendig sind.
Unfallstatistik, fehlendes Geld im Haushalt – wen jucken Argumente, wenn man den Autoverkehr ausbremsen kann; also wirklich.
Wieder 1,5 Jahre Bauzeit mit Vollsperrung?
An dem freien Rechtsabbieger von der Reilstraße in die Paracelsusstraße, wo eine junge Frau auf dem Fahrrad von einem Lkw zermalmt wurde, hat die Stadt außer einem Schild und etwas Farbe bis heute nichts geändert. Aha, und das soll jetzt plötzlich nicht mehr StVO-konform sein? Na dann darf man ja noch hoffen…
Ich hoffe doch, es werden Anforderungstaster für Autofahrer, und Fußgänger bekommen standardmäßig grün? Das wäre die richtige Lösung für mehr Verkehrssicherheit und zugunsten des Fußverkehrs, der in der Stadt absolute Priorität haben muss.
Klar, drei Fußgänger und 100te Autos…
Einfach nur peinlich was in dieser Stadt vor sich geht.
Die Kreuzung wurde ca. im Jahr 2000 umgebaut und es gab seitdem meines Erachtens keine Nennenswerten Unfälle.
Wieso muss man ausgerechnet jetzt die klamme Stadtkasse noch weiter schröpfen?
Immer dieser Deckmantel .. für mehr Sicherheit ..einfach nur lächerlich !!!!!
Absolutes Unverständnis für diese Aktion.
Jedes Jahr verlassen viele Absolventinnen und Absolventen die Universität – und viele wollen natürlich zeigen, was sie im Studium gelernt haben. Da liegt es nahe, dass sie sich bei der Stadt bewerben, denn die scheint als Arbeitgeber überzeugt zu sein: *„Das ist genau unser Mann oder unsere Frau!“*
Veränderung muss her – koste es, was es wolle.
Ach ja, ich dachte übrigens immer: Ein falscher Amtsakt bleibt auch später noch ein falscher Amtsakt…
Du dachtest fast richtig.
Welcher „Amtsakt“ ist denn hier dein Problem?
In diesem Zusammenhang, Erweiterung der Ampelanlage zur Stadtforststraße und die 30er Schilder in der selben Straße, möchte ich dringend auf eine massive Gefahrenstelle in Dölau hinweisen: der defekte Fußweg in der Lieskauer Str. zwischen Tankstelle und Abzweig Röntgenstraße. Wäre hier nicht echt ein 30er Abschnitt viel wichtiger. Der Fußweg ist mit ca. 1m nutzbarer Breite viel zu schmal. Busse und Autos rasen in unmittelbarer Nähe der Fußgänger, auch Schulkinder vorbei. Verantwortliche sollten einmal den Fußweg in Dunkelheit und Berufsverkehr benutzen, da erkennen sie was Gefahr ist.
@Dölauer ,dort ist wenigstens ein Fußweg ,die
Neuragoczystr.hat gar keinen .
Nunja, Fußweg würde ich das ganze nicht mehr nennen. Und ich gebe @Dölauer recht, Hier wäre das Geld sinnvoller und mehr der Sicherheit von Fußgängern nützend, angelegt!
Was die 30er Zone angeht, da müsste dann ein fester Blitzer hin, schon in der Röntgenstrasse hält sich kaum jemand an die 30…..
Baut doch einen Kreisverkehr
Wen meinst du?
Aber bitte mit Ampel! Die muss ja irgendwo hin!
Vor 20 Jahren war dies nicht möglich, aufgrund geltende Vorschriften.
Es würde reichen, einfach die Ampel vor der Kreuzung mit der zweiten parallel zu schalten.
Schwupps wäre die Sicherheit gewährleistet.
Die ganze Kreuzung wird umgebaut.
Die ganze Kreuzung umzubauen kostet mehr, als zwei Ampeln parallel zu schalten.
Bestimmt.
Und?
Macht die Ampeln einfach komplett weg. Verkehr an dieser Stelle auf 30iger Zone senken, Zebrastreifen für die Fußgänger. Autofahrer müssen an dieser Stelle halt selbst mal denken. Überall diese Ampeln und Kreisverkehre… Alles nur teure Investitionen.