Absichtserklärung für Radschnellweg zwischen Halle und Leipzig beschlossen

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67 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Ich finde tatsächlich, dass es wichtigere Projekte innerhalb der Städte Halle und Leipzig gibt, bevor man sich an so einen interurbanen Radschnellweg macht. 2000 Radfahrer kommen ja geschätzt allein schon innerhalb von zwei Stunden am Reileck lang – dort würde eine fahrradfreundliche Raumaufteilung viel mehr Menschen nützen.

    • Mischpocke sagt:

      Seit wann bezahlt Leipzig die Radinfrastruktur für Halle?

    • Hans G. sagt:

      Hast Du den Müll selbst geschätzt? Dort kommen auf jeden Radfahrer locker 100+ PKW und das an Radfahrer freundlichen Tag. Wenn wir also fair verteilen wollen, dann müssten wir deutlich mehr Infrastruktur für MIV schaffen und nicht weiter reduzieren.

  2. Eibacke sagt:

    @Binärcode: Fahr bitte mal Fahrrad oder lern die StVo. Das Reileck ist nun wirklich nicht das Problem.

    • David sagt:

      Naja das Reileck ist schon nicht optimal:
      – Die Luwu hat einen nicht zulässigen Radweg (mit Abstand der größte Gefahrenherd)
      – Richtung Museum: kein Radweg, Gleise und T50
      – vor dem Mc. Papier ist andauernd der Radweg zugeparkt durch Lieferanten, weil die Lieferzone immer durch Pkw belegt ist (Physische Barriere würde helfen)
      -Richtung Zoo: Hochbordradweg, viel zu schmaler Gehweg, sodass viele Fußgänger die Fahrbahn betreten.
      -Freier Rechtsabbieger von der Bernburger in die Luwu

      Aber man muss auch sagen, dass es auch gleichwertigere Problemstellen in Halle gibt und insbesondere im Zentrum auch der Ausbau von Fahrradstraßen zunehmen sollte.

      Dennoch begrüße ich auch sehr eine schnelle Überlandverbindung. Es gibt zwar schon den Elsterradweg, der aber schlecht angebunden ist, um ihn alltäglich zu nutzen. Bei 36km wär die Strecke ja durchaus in 1h schaffbar.

      • Traumtänzer sagt:

        36km in 1h? Wovon träumst du nachts?
        Selbst die 1,5h sind sehr optimistisch und unterstellen wohl, dass nur sehr fitte Biobiker und ansonsten Pedelec-Fahrer die Strecke benutzen werden.

        • max sagt:

          Also ich schaff die Strecke Hufeisensee-Kanena-Osendorf-Döllnitz-Elsterradweg-Schkeuditz in 35-40 Minuten. Ohne E-bike und der Puls bleibt unter 160bpm. Dann dreh ich um und fahr über Gröbers zurück. Insgesamt 1:30h für 45km.

  3. nochn alter heimstätter sagt:

    eingeschränkter Blickwinkel?- respektive Fahrrad neu erfinden? 😉
    einfach nur das vorhandene ausbauen und jut is!
    Man kann auf den Dämmen bequehm bis nach Leipzsch radeln,im Domholz jibbet sogar ne jute Schänke zum Einkehren.

    https://www.architektur-blicklicht.de/artikel/radwege/elsterradweg-leipzig-halle/

    • David sagt:

      Bequem auf jeden Fall, bin die Strecke auch schon oft gefahren, aber die Anbindung an die Städte ist einfach nicht optimal, um schnell von einem Zentrum zum anderen zu kommen. Damit wird sie für viele Pendler uninteressant.

  4. Uppercrust sagt:

    Wichtig bei der Routenführung sollte sein, das viele ja nicht die ganze Strecke fahren werden, sondern zu den Firmen und Dörfern dazwischen: DHL, Porsche, Flughafen etc.
    In Halle ist der Mühlweg das größte Problem für Radfahrer und überhaupt die unselige Kombi Straßenbahnschienen und Kopfsteinpflaster. Da sollte mind. ein Asphaötstr. da sein pro Faahrtrichtung. Auch Nietleben Dölau ist wohl problematisch.

  5. farbspektrum sagt:

    Ich vermisse die Angabe der jährlichen Betriebskosten. Oder wird der Radweg nicht gekehrt und es gibt keinen Winterdienst? Und wer bezahlt das? Vermutlich müssen alle Steuerzahler für eine kleine Gruppe blechen. 2000 Radler? Ist das eine verlässliche Zahl?
    Nach Leipzig pendeln rund 5000 von Leipzig pendeln rund 4000. Und von den 9000 wollen 2000 mit dem Fahrrad fahren?
    https://www.mz-web.de/image/31170916/max/1920/1080/20b095bac6227c44d377122fc55f8eee/MA/grafik—pendlersituation-halle-71-136724112-logo.jpg

    • Farbkäckerle sagt:

      Bei deinen Zahlenspielen darfst du nich von deinem eigenen beschränkten Horizont ausgehen.

    • Traumtänzer sagt:

      Von Halle nach Leipzig mit dem Rad zu pendeln wird das sportliche Hobby weniger Radfahrer bleiben.
      Die Verantwortlichen der Stadt glauben aber, dass es dieses Verkehrsinteresse auf Teilstrecken gäbe, z.B. von Halle bis zum Flughafen.

      • Genussradler sagt:

        Wäre es denn billiger, wenn ein Radweg neben der vorhandenen Landstraße links und rechts eingerichtet werden würde, so wie es aus Gründen der Verkehrssicherheit an vielen Landstraßen schon längst der ist? Reden wir da auch von unsinnigen Ausgaben? Oder greift mal wieder nur Vorurteile und Haß gegen Radfahrer durch?

        • mirror sagt:

          Wenn man ein paar Radler was gutes tun will, sollte die Politik das auch so sagen. Ein Vorhaben mit falschen Zahlen zu begründen ist Betrug.
          Die Radlobby könnte sich vielleicht mal überlegen, ob es sinnvoller ist, das Geld in innerstädtische Radinfrastruktur mit höherer Auslastung zu stecken oder einen Beitrag zur Freizeitgestaltung weniger zu finanzieren. Gerade eine klamme Stadt wie Halle kann das Geld nur einmal ausgeben. Die Eigenanteile für den Fernradweg stehen für innerstädtische Wege nicht mehr zur Verfügung.

      • farbspektrum sagt:

        Geht es nicht einfach nur darum, Bettelgeld zu verbraten, weil man kaum Projekte angehen kann, die eigenes Geld erfordern?

      • Daniel M. sagt:

        Das ist nicht ganz richtig. Der Bedarf dürfte, zumindest in den Sommermonaten, realistisch berechnet sein.

    • Ronny sagt:

      Die B80 geht von Bad Karlshafen in Hessen bis zum Riebeckplatz in Halle. Von Bad Karlshafen bis zum Riebeckplatz in Halle oder umgekehrt fahren täglich nur sehr, sehr wenige Verkehrsteilnehmer. Soll deswegen die B80 zurückgebaut werden? 🙂

      Anders ausgedrückt: Es sind nicht zwingend nur die Endpunkte einer Strecke entscheidend für die Nutzung und Nutzer dieser Strecke. 😉

    • Tim Buktu sagt:

      Wo ist dein Problem? Wir blechen gerade für einige Jahrzehnte für ganz andere Dinge… 😉
      Was lacostet die Welt? Wer wird denn so kleinlich sein?

  6. Stefanie sagt:

    Ich wäre für die Strecke mit der geringsten Steigung bzw. dem geringsten Gefälle. Da fahre ich lieber 1 km länger aber dafür ohne Steigung.

  7. Kynea sagt:

    Ich fände es gut. Vor allen bis Schkeuditz.
    Aber ich mache mir da kein Kopf. Dauert eh noch 10 bis 20 Jahre bis man da Fahren kann.

  8. keinHallenser sagt:

    Mindestens 35 Mio für einen Radweg, den am Tag abschnittsweise ca 2.000 Radler nutzen? Das sind 1 Mio pro Kilometer…..bin ich der einzige, der sich hier über solch hohe Kosten für einen RADWEG wundert? Ich bin auch für mehr und besser ausgebaute Radwege in und um Halle, aber dabei sollte man doch bei den Kosten realistisch bleiben.

  9. Annalena Bockbär sagt:

    Grossartig solche ideologiegetriebenen Millionenprojekte!
    Ich denke mal, dass an schönen Tagen sogar 2 bis 4 Radfahrer diese Trasse nutzen werden.
    Und bei schlechtem Wetter….denken wir lieber nicht drüber nach.
    Hauptsache „was mit Fahrrad“

  10. Oberlehrer sagt:

    Es ist immer das selbe Spiel: Eine chronisch klamme Kommune versucht an Fördermittel zu kommen, um Infrastruktur zu reparieren, für die man kein Geld hat.
    Halle saniert seit Jahren erfolgreich Straßen und Versorgungsleitungen, indem man so tut als würde man den ÖPNV entwickeln.

    • Schulbub (Unterstufe) sagt:

      Hier sind mehrere Kommunen beteiligt. Verschwörung? Oder doch ein Projekt, dass auf tatsächliche Bedürfnisse Bezug nimmt?

      Fördermittel sind übrigens dazu da, abgerufen zu werden. Das sind keine „Notgroschen“. Sollte man als „Oberlehrer“ eigentlich wissen.

      • Grundschullehrer sagt:

        Die in letzten Jahren realisierten Projekte im Stadtbahnprogramm haben immer wieder gezeigt, dass die Belange der Radfahrer an allerletzter Stelle standen. Man schaue sich bspw. das Steintor oder den Joliot-Curie-Platz an. Vor diesem Hintergrund fällt es schwer zu glauben, dass der Radschnellweg nicht „zufällig“ über vorhandene Dorfrumpelstraßen geführt wird, die bei der Gelegenheit bis hin zum Abwassersammler schick durchsaniert werden müssen.

        • Sgt Rumpel sagt:

          Von schick durchsanierten Dorfrumpelstraßen profitiert niemand? Dort wohnen doch auch hart erwirtschaftende Steuergeldgeneratoren. Viele, wenn nicht alle mit Auto…

          • Kindergärtner sagt:

            Du hast offensichtlich nicht verstanden, was „Grundschullehrer“ meinte.
            Er wollte dem Vorwurf entgegentreten, hier würde viel Geld „nur“ für Radfahrer oder „nur“ für die Straßenbahn ausgegeben. Tatsächlich ist es eben oft genau umgekehrt.

        • farbspektrum sagt:

          Den Radlern fällt es schwer, zu glauben, dass sie nicht die meisten Verkehrsteilnehmer sind und alles nach ihren Wünschen ausgerichtet wird,

      • xxx sagt:

        „Fördermittel sind übrigens dazu da, abgerufen zu werden. Das sind keine „Notgroschen“.“

        Fördermittel sollen aber für sinnvolle Projekte benutzt werden, also einen spürbaren Vorteil für die Allgemeinheit. Außerdem sind auch Fördermittel aus hart erwirtschaftetem Steuergeld generiert und nicht zum Verschwenden gedacht.

  11. Hat was sagt:

    Die Idee gefällt mir wirklich gut und ich pflichte „Ronny“ bei, nicht nur Endpunkte zählen. Was die Kosten angeht, wurde es hier auch schon von „max“ auf den Punkt gebracht, 1,2 km Autobahn kosten ca. das gleiche. Also ich gönne das den Radfahrern (bin selbst nicht wirklich einer).

    • Radler Joe sagt:

      Wahrscheinlich auch nicht wirklich ein Steuerzahler, denn dann ist das mit dem „gönnen“ nicht mehr so einfach.
      Nichts gegen Verkehrsprojekte, aber hier 35 Mio für eine Handvoll Radler verpulvern zu wollen, halte ich für Quatsch.

    • mirror sagt:

      Ein Blick in die auf Sessionet verlinkte Studie würde genügen: Es wurden nicht nur Endpunkte gezählt.

      Auf einem km Autobahn fahren auch 50 mal mehr Autos als auf einem Fernradweg.

      • roll-on roll-off sagt:

        Das sollte auch so sein und genau darum geht es! Wegebeziehungen zwischen Halle und Leipzig gibt es ja bereits seit Jahrhunderten. Nun eben auch exklusiv und sinnvoll für Radfahrer.

      • Johnas Teig sagt:

        Ein km Autobahn muss auch deutlich öfter saniert werden als 1km Radschnellweg.

        • mirror sagt:

          Die Personenkilometerleistung auf Autobahnen ist 500 mal höher als ein Radschnellweg.

          • Radler sagt:

            Was nützt mir die Autobahn, wenn ich kein Auto hab? Soll ich mir extra eins anschaffen, Umwege fahren und mich mit in den Stau stellen, wegen 10 Kilometer Arbeitsweg?

          • Genussradler sagt:

            „Was nützt mir die Autobahn, wenn ich kein Auto hab? Soll ich mir extra eins anschaffen, Umwege fahren und mich mit in den Stau stellen, wegen 10 Kilometer Arbeitsweg?“

            Dieser Logik kann Genosse Betonkopf alias mirror nicht folgen.

          • farbspektrum sagt:

            „Umwege fahren“
            Mir kommen die Tränen. Auch mit dem Auto kann man nicht überall fahren und parken. Und was für Radler undenkbar ist: In der Stadt muss auch ein Autofahrer relativ weit laufen.

          • 10010110 sagt:

            Die Personenkilometerleistung auf Autobahnen ist 500 mal höher als ein Radschnellweg.

            Wieder diese Milchmädchenvariable „Personenkilometer“, als wäre das irgendeine tolle Leistung. Ich kann auch den ganzen Tag sinnlos durch die Gegend fahren, da habe ich haufenweise Personenkilometer generiert, aber nichts sinnvolles beigetragen.

            In der Stadt muss auch ein Autofahrer relativ weit laufen.

            Mir kommen erst recht die Tränen. Und was willst du damit jetzt sagen? Dass Autofahrer für jeden Meter, den sie zu Fuß zurücklegen, wieder Geld gutgeschrieben bekommen sollten? 🙄

          • mirror sagt:

            Sie schauen doch bei Ihrer Stromrechnung auch auf die verbrauchten kWh und vergleichen nicht die Kosten für das Erdgaskraftwerk mit ihrem Dynamo am Rad.

        • farbspektrum sagt:

          Dafür bezahlen Autofahrer auch einen Haufen Geld.

          • Steuerzahler sagt:

            Rechne doch mal vor, wie viel km dein Haufen Geld so bringt. Du kannst gern großzügig aufrunden und viele Jahre berücksichtigen, meinetwegen auch alle (inkl. der in der DDR).

            Du wirst staunen, wie „weit“ du mit deinen paar Talern kommst.

            Richtwerte:
            – ein Kilometer Autobahn: ~ 10 Mio Euro
            – ein Kilometer Bundesstraße: ~ 4 Mio Euro

  12. Kassenprüfer sagt:

    Sollte man bauen.

    Für die PKW Straßen Maut erheben, damit den Radweg finanzieren. Oder Instandhaltungsmittel kürzen und für den Radweg einsetzen. Mineralölsteuer erhöhen, Radweg bauen. Etc. pp.

    Die adipösen SUV Fahrer werden es danken, wenn der nächste Herzkatheter verschoben werden kann.

    Alle zufrieden.

    • farbspektrum sagt:

      „Für die PKW Straßen Maut erheben, damit den Radweg finanzieren.“
      Warum nicht für den Radschnellweg?
      Auf die Erklärung bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

  13. Dala sagt:

    Hinweis an alle Autofahrer, jeder Radfahrer auf dem Radweg ist euch nicht im Wege und bestenfalls steigen auch einige Automobilisten aufs E-Bike (steuerlich gefördert) um. >Dann freie Fahrt für faule Bürger.

  14. murphy sagt:

    Ich hoffe, die Stadt veranstaltet mal eine objektive Abstimmung über eine Fahrradstrecke in Richtung Leipzig.
    Wenn man dann die Radfans, die die Strecke nie benutzen würden, und die Radhasser herausrechnen könnte, würde eine ernüchternde Statistik übrig bleiben.

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