Auch LAMSA kritisiert Mitteldeutschen Marathon am Terror-Gedenktag

Bereits seit einigen Tagen gibt es Kritik daran, dass der Mitteldeutsche Marathon ausgerechnet am 9. Oktober stattfindet, dem dritten Gedenktag der rechtsextremen Terroranschläge von Halle (Saale). Auch das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. kritisiert die Überschneidung.

Auf dem zentralen Platz der Stadt Halle, dem Marktplatz, findet zeitgleich zum Gedenken an den dritten Jahrestag des antisemitischen und rassistischen Anschlags ein großes sportliches Ereignis statt. „Diese Überschneidung macht uns fassungslos“, konstatiert Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA: „Das zeigt leider ein reales Bild eines größeren Problems in unserer Gesellschaft, wenn die Veranstalter und die Stadt übersehen, dass an diesem Gedenktag das Erinnern und Solidarität an die Opfer und die Überlebenden des Anschlags im Vordergrund stehen sollten.“

So fordert LAMSA die Stadt Halle (Saale) und die Veranstalter auf, die Route des Mitteldeutschen Marathons so zu planen, dass eine würdevolle Gedenkveranstaltung stattfinden kann. „Wie sollen die Bürger*innen von Halle diesen jährlich wiederkehrenden Gedenktag angemessen gestalten, ohne dass das Erinnern an den schrecklichen Anschlag und das Mahnen an Rassismus/Rechtsextremismus in den Hintergrund gerät?“ fragt Mohamad weiter.

Der rechtsextreme Anschlag kostete zwei Menschen das Leben und verletzte weitere Menschen. Die Überlebenden haben im Nachgang erfolgreich das öffentliche Interesse auf die menschenfeindliche Ideologie des Attentäters gelenkt und die besondere Gefahr für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft deutlich gemacht. In den Folgejahren bemühte sich die Zivilgesellschaft um ein würdiges Andenken.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

29 Antworten

  1. Rainer sagt:

    Das gibts doch nicht!? Jetzt muss ich mir beide Veranstaltungen gleichzeit anschauen…

  2. Ivonne Friedrich sagt:

    Aber das bringt uns die beiden Geröteten auch nicht wieder zurück.
    Gestaltet doch den Marathon im Sinne dieses denkwürdigen Tages und lasst ihn stattfinden! Man könnte ihn Gedenkmarathon nennen!

  3. Hallo sagt:

    Wie wäre es ein Fünfziger für eine korrekte Tatrekonstruktion?
    Top die Wette gilt.

  4. Hallo sagt:

    Die marxistische Auffassung der Erkenntnis (Erkenntnistheorie)
    http://www.trend.infopartisan.net/trd1106/t021106.html

  5. Steff sagt:

    Eigentlich gibt es immer was zu kritisieren.
    Bald darf man gar nichts mehr, nur noch Betroffenheit demonstrieren.
    Immer schön depressiv schuldig fühlen, dann ist man auf dem richtigen Weg!

  6. JEB sagt:

    Wetten, dass beim Marathon (mit oder ohne Gedenken) mehr Hallesche Bürger sind.

  7. kroküsschen sagt:

    Hier wird eine Veranstaltung kritisiert, die über den Breitensport einen wichtigen Beitrag für Toleranz im gemeinsamen Miteinander leistet???

  8. wennschondennschon sagt:

    Schlage Volkstrauertag vor.
    Fahnen auf Halbmast und Arbeitsfrei wär das Mindeste.

  9. Franz2 sagt:

    Was sprach dagegen, den Marathon einfach um 1 Woche zu verschieben ?

    • fränzilein sagt:

      Jahreszeit Herbstanfang Wetter und dein bescheuertes Getue!
      Geh doch hin, heul dir aus und lass andere machen was SIE wollen oller Meckerkopp.

    • XYZ sagt:

      Was sprach dagegen die Gedenkfeier an einen anderen Ort zu verlegen?

      Wir sind nicht alle an allem Schuld und nicht jeder hier denkt wie der Täter.
      Wäre die Synagoge nicht betroffen gewesen, gäbe es wahrscheinlich diesen Gedenktag nicht.

    • JM sagt:

      Was spricht dafür? Und wer?

  10. JM sagt:

    Es ist ein Gedenk- und kein Feiertag. Wie kann man sich darüber aufregen. Es ist eine Sportveranstaltung! Hält diese die Menschen vom Gedenken ab?

    Und dann gleich wieder die gesamte Gesellschaft verteufeln. LAMSA sollte mal in ihren eigenen Reihen schauen, wo da die wahren Homophoben und Judenfeinde sitzen. In den Communities, die vertreten werden, ist Judenhass viel verbreiteter als in der deutschen bösen Mehrheitsgesellschaft. Aber immer schön mit zweierlei Maß messen.

  11. jomei sagt:

    Der Marathon an sich IST ein Gedenktag!
    Nämlich an die übermenschliche Leistung einesd Griechen um 409 v. Chr. !!

    • jomei sagt:

      mir un mich verwechs nich nich, das kommt bei mich nich vor 🙂
      Der dativ ist dem akkusativ sein tod oder so ähnlich 😀

  12. 10010110 sagt:

    Das muss man sich mal vorstellen: da sitzen Leute den ganzen Tag da, denken sich solche sinnlosen Schwurbeltexte aus und verdienen auch noch ihren Lebensunterhalt damit. 🙄

  13. Flutschi sagt:

    Wo sind denn die hunderttausenden toten Deutschen? Du bist einfach nur ein dreckiger Lügner. 🤷🤷🤷

  14. Grüner sagt:

    Was möchtest du damit sagen? Blick ich nicht!

  15. soso sagt:

    Oh Gott, LAMSA kritisiert….na daaaann muß es ja stimmen.
    Die kritisieren einfach alles was ihnen nicht mehr Geld bringt.

  16. Emmi sagt:

    LAMSA springt nur wieder auf ein Thema auf. Vorher haben die keinen Augenblick daran gedacht. Die Welt steht nicht still an einem Gedenktag. Die Ereignisse an dem Tag waren an anderen Orten. Warum ist es nicht möglich dort auch das Gedenken zu veranstalten? Was ist so unmöglich daran. Ansonsten werden andere Gedenktage wie 8. Mai usw. auf Friedhöfen an Mahnmalen veranstaltet.

  17. Hallo sagt:

    Es ist ja nicht so, daß die Löschung der Kommentare hier so ganz spurlos war.

  18. Rasputin sagt:

    Was es nicht alles gibt.Jeder quackt rein und labert.

  19. Wasserhund sagt:

    Da bekommt man Lust selbst eine riesige Party zu schmeiß, mit Freibier, einer Hüpfburg, nem Bratwurststand und geiler Musik. Einfach nur um zu demonstrieren, wie scheiß egal der Mehrheit die Meinung von so einem Heuchlerverein ist!

  20. Bob sagt:

    Halle demonstrates antisocial behavior. You can admire them here in these comment columns. And the whole world reads what Ronny and Jaqui have to say.

  21. Tim Buktu sagt:

    Lamsa? Ohren auf Durchzug und Ran an den Start.