Corona und der Immobilienmarkt in Halle: Nachfrage nach Büroflächen ungebrochen, Fluktuation beim Einzelhandel

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6 Antworten

  1. Immobilienexperte sagt:

    „Hier ist auch Zusammenhalt gefragt: Wer nur bei Amazon oder Zalando online einkauft, muss sich über sterbende Läden in der Stadt nicht wundern.“

    Wer nur zu absurd hohen Preisen vermieten will, weil sich in Deutschland Leerstand immer noch mehr lohnt als den Preis der Nachfrage anzupassen, darf sich über sterbende Läden in der Stadt nicht wundern.

    Würden die Vermieter von ihren Wucherpreisen weggehen und die Miete auf ein der Kaufkraft angemessenes Niveau reduzieren, wäre die Innenstadt wesentlich lebendiger.

    • Uppercrust sagt:

      Zunächst ist es gut, dass der Büroimmomarkt noch funktioniert. Im Gegensatz zu dem was viele hier glauben, sind günstige Immos ein Warnsignal für eine Stadt, meist ist es dann schon zu spät, die Wirtschaft kaputt. Online wird weiter zunehmen, kein Laden kann soviel Varianten z. B. Klamotten für Anorektiker ( s.u.) bis zu dicken Riesen etc. vorhalten. Läden müssen umstellen auf Spezialitäten, auf Besonderes, auf Erlebnis, mehr Gastronomie, weniger Ketten. Letztere zahlen dem Ladenvermieter natürlich mehr, helfen dem Wandrl und einem originellen Innenstadtbereich aber nichts, da sich das nicht von Nova Eventis oder Stadt XY unterscheidet.
      Mit Büros, Ärzten, Gastronomie, Dienstleistern (Frisör etc.), Ereignissen wie Weihnachtsmarkt, Blumenmarkt etc. werden die Leute in die Innenstadt gezogen. Nicht wegen der Läden ala Kaufhof und Zara selbst – die Zeiten sind vorbei.

      • hallenser sagt:

        Irgenwas läuft hier in Deutschland gewaltig schief mit dem Einzelhandel. Auch ohne Corona ist in vielen Städte Leerstand bereits die regel. es ist nur komisch, kommt man in andere Länder, da gibt es sogar noch die kleinen „Tante Emma“- Läden Leerstand Fehlanzeige. Woran das wohl liegt ? Lockere Ladenöffnungszeiten? Weniger dominante Handelsketten ?

  2. Onlinekäufer sagt:

    Für mich als junge Person ist der Einzelhandel in Halle gestorben. Allerdings liegt die Ursache in den Geschäften selbst: Hosen gibt es z.B.nur in Bundweite 30 oder größer, leider passt mir dementsprechend keine. Laktosefreie Schokolade für meine Familienangehörigen gibt es ebensowenig im Fachladen wie ich im Saturn beraten werde, die Verkäufer stürzen sich hingegen auf Personen ab 35+, die wohl zahlkräftiger wirken. Mal abgesehen von der Qualität der Mode, online gibt es Kleidung für 30 Euro aus der Türkei, in den üblichen Läden zahle ich 60 Euro für Mist aus Bangladesh. Nach Corona fahre ich sicher wieder öfter nach Leipzig, dort ist das Angebot deutlich besser

  3. nah sagt:

    Unter 30 inch?- zeigen da nicht schon „Hungerödeme“ 😉
    Schwachsinn, alle „gehobenen Modeketten“ lassen dort billig produzieren udn drehen es uns hier teuer an.
    Erinnere nur an den „Engpaß“ in der Modewelt (Herbstcollection) als die Auslieferung der Container in den Häfen festgesetzt wurde.
    https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/textilindustrie-die-modeluege-wie-deutsche-firmen-produzieren-lassen/7162224.html
    Genauso ist es mit Technikerzeugnissen, einfach mal hinten auf die Aufkleber schauen. Made in ……….

  4. ???? sagt:

    Ursprünglich gehörten die Läden den Betreibern. (Ja, schon lange her).
    Der Laden wurde vererbt, und die Altbetreiber hatten damit ihre Altersversorgung. Das ging viele Generationen lang mit Läden von Versorgung (Tante Emma Läden) über Service (Schuhmacher, Frisör) bis zur Gastronomie prima, bis irgendwelche Erben nicht den Laden übernehmen und arbeiten wollten, sondern lieber vermieten und nix tun, aber auf möglichst großem Fuß leben. Der Mieter muss nun also mindestens für 2 Familien arbeiten u.s.w.
    Es gibt wohl keinen Weg zurück, ab stopp wird man irgendwo noch sagen dürfen. Amazon bezahlt übrigens auch keine Kundentoiletten. . .

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