Die Havag und blinde Fahrgäste

11 Antworten

  1. Wutbürger sagt:

    Scheinbar besteht das Problem darin, überhaupt kein richtiges Konzept zu haben. 2019!

  2. Janaki sagt:

    Es würde schon helfen, wenn grundsätzlich an allen Haltestellen die Straßenbahnen immer an derselben Position (+- 25 cm) halten. Beispiel Endstelle Kröllwitz, Gleis der Linie 7 in Fahrtrichtung Reileck: Das Gleis ist so lang, dass sowohl einfache als auch doppelte Wagenzüge dort halten können – so weit, so gut. Nur: Dass die Linie 7 einmal als Doppelzug unterwegs ist, kommt so gut wie nie vor; und die Einzelzüge halten innerhalb des Haltestellenbereiches, wo sie wollen: zwar meist vorne, aber manchmal eben auch zentral, oder hinten … Es ist jedesmal eine Lotterie, ob man richtig steht oder nicht – und für geh- oder sehbehinderte Fahrgäste ist das natürlich besonders frustrierend.

    Ich wäre deshalb dafür, zumindest an den Haltestellen, wo das ohne größeren Aufwand möglich ist, schnellstmöglich Haltemarkierungen anzubringen, die für die Straßenbahnfahrer(innen) verpflichtend sind – und mittelfristig im Rahmen des Stadtbahnprogramms alle Haltestellen entsprechend aufzurüsten.

    • Alt-Hallenser Alt-Hallenser sagt:

      Dein Zitat: ,,Ich wäre deshalb dafür, zumindest an den Haltestellen, wo das ohne größeren Aufwand möglich ist, schnellstmöglich Haltemarkierungen anzubringen, die für die Straßenbahnfahrer(innen) verpflichtend sind – und mittelfristig im Rahmen des Stadtbahnprogramms alle Haltestellen entsprechend aufzurüsten.“
      Man sollte den Beitrag mal von oben lesen. Zitat von Anfang des Beitrages: ,,Und immer wieder kommt es vor, dass die Straßenbahnen nicht dort halten, wo sie sollten. Für ihn als blinder Mensch schwierig, denn er orientiert sich an den Leitstreifen an den Stationen.“, die seit den 1990er Jahren erneuert wurden. Also gibt es schon diese Sachen für die Sehbehinderten und Blinden. Aber ich schätze Du willst auch was anderes. wahrscheinlich Türen am Bahnsteig zur Fahrzeugseite. Wenn Du das so willst, dann müsste die HAVAG erstmal ihre Fahrzeugflotte auf ein einheitliches Grundfahrzeug umrüsten. Tatras könnten dann nicht mehr fahren.

      • Janaki sagt:

        Soweit ich mich erinnern kann, sollen die Tatras doch sowieso abgelöst werden? Ist es nicht sogar so, dass es in Halle nur noch 1 oder 2 Tatrabahnen gibt, die mehr oder weniger regelmäßig im Linienverkehr unterwegs sind? Und deren Abschaffung auch schon beschlossen ist? Damit fällt dann über kurz oder lang (eher kurz) dieses Argument weg.

        Der Rest – nun, der ist entweder intensive Schulung der Fahrer (inklusive Fahrtraining, damit sie diese Haltemarkierungen möglichst genau treffen) – oder ein hardwaremäßiges Upgrade der Straßenbahnen mit einem Sensor, der automatisch den Abstand zu den entsprechenden Markierungen mißt und ggf. per Software automatisch die Bremsung einleitet bzw. unterstützt … (sofern die Straßenbahnen computerunterstützt unterwegs sind – wovon ich bei den Niederflurwagen aber eigentlich ausgehe; modern genug dafür sollten sie jedenfalls sein)

      • 10010110​ sagt:

        In den neuen InterCity-Wagen der Deutschen Bahn geben die Türen akustische Signale von sich (ein Knackgeräusch wie an manchen Ampeln), um sehbehinderte Fahrgäste zu leiten. Die HAVAG könnte ihre Bahnen ja auch damit nachrüsten, das stelle ich mir kostengünstiger vor als Leitstreifen an den Haltestellen anzupassen oder zu bauen.

  3. Schilling sagt:

    Jedes Jahr erhöht die HAVAG die Ticketpreise. Dann kann man wenigstens erwarten, dass sich auch der Service verbessert, insbesondere für Fahrgäste mit Behinderung. Warum stellt die HAVAG keine Mitarbeiter ein, die sich vom frühen Morgen bis zum späten Abend an bestimmten Brennpunkten wie dem Markt oder dem Bahnhof speziell um Menschen mit Behinderung kümmern? Es gibt doch in Halle genügend Dauerarbeitslose denen man so eine neue Beschäftigung vermitteln könnte.

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