Grüne im Stadtrat fordern stärkeren Kampf gegen Kinderarmut

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Jedes dritte Kind in Halle lebt von Hartz IV. Aus diesem Grund fordert die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mehr kommunales Engagement im Kampf gegen Kinderarmut.

Im Kinderarmutsbericht der Stadt Halle aus dem Jahr 2012 und dem vom Stadtrat im Februar 2015 beschlossenen Maßnahmenplan gab es dazu eine Reihe von Handlungsempfehlungen, die allerdings bisher kaum umgesetzt wurden, kritisiert die Partei. Im Rahmen eines Antrags, der im Mai in den Stadtrat eingebracht wird, geht es um drei konkrete Maßnahmen, die den Folgen von Kinderarmut entgegenwirken sollen.

Fraktionsvorsitzende Dr. Inés Brock verweist in diesem Zusammenhang auf die schlechten Platzierungen in bundesweiten Rankings, auf denen sich die Stadt Halle wiederfindet: „Laut einer Studie vom August 2016 ist in Halle jedes dritte Kind auf Transferleistungen angewiesen und daraus ergibt sich für uns akuter Handlungsbedarf. Insbesondere die Gesundheit von armen Kindern ist oft beeinträchtigt. Wir können als Kommune nicht die finanzielle Situation der Familien beeinflussen, aber gesundheitliche Folgen minimieren helfen.“ Vor diesem Hintergrund wird die Einrichtung von 3 neuen Personalstellen im Fachbereich Gesundheit beantragt. Dabei konzentrieren wir uns auf drei Schwerpunkte:

– Neuausrichtung der Neugeborenenbegrüßung

– Familiencoaching in Kitas zu Themen der Gesundheit

– Proaktive Elternberatung im Rahmen der Vorschuluntersuchung

„Die Förderung von Kindergesundheit ist ein wichtiges und wissenschaftlich belegtes Instrument um Chancengerechtigkeit zu fördern, hier sehen wir die Stadt in der Pflicht die Initiative zu ergreifen.“

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