HAVAG-Fahrgastzahlen um 70 Prozent eingebrochen, Abos können im Einzelfall pausieren

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22 Antworten

  1. Joschka Fischer sagt:

    Über die Rolle des ÖPNV als Virenschleuder und wirtschaftliches Fass ohne Boden wird noch zu reden sein.
    Im Moment rettet uns das eigene Auto die Mobilität und die Gesundheit.
    Es wird Zeit, dass die hallesche Politik und Verwaltung ihre ideologiegetriebene Benachteiligung des Autos aufgibt.

    • Verkehrsplaner sagt:

      Wie realitätsfern muss man eigentlich sein, bei der autofixierten Politik der halleschen Stadtverwaltung eine „ideologiegetriebene Benachteiligung des Autos“ zu sehen?

      Viel zu schmale und löchrige Radwege, einstellige Zahl von Abschleppvorgängen von Rad- und Fußwegparkern, obwohl die Stadt voll von ihnen ist, keine autofreie Altstadt, obwohl viel zu wenig Platz ist, 15-Minuten-Takt bei der Tram, obwohl Leipzig, Magdeburg, Erfurt, … längst alle 10 Minuten fahren, Preiserhöhung jedes Jahr beim ÖPNV aber gleiche Parkgebühren seit 2004, Minimalangebot ab 20 Uhr, aber dafür immer neue und breitere Straßen und Parkplätze, die gerne aus dem Stadtbahn-Programm finanziert werden, obwohl das eigentlich dem ÖPNV zugutekommen soll.

      • Ina Rebstock sagt:

        Die HAVAG wird jährlich mit 21 Mio Euro bezuschusst.
        Das sagt doch schon alles, welches Verkehrsmittel das allerliebste der halleschen Planer ist.
        Vom Flächenverbrauch und die Rolle als Virenschleuder – auch in normalen Grippezeiten – wollen wir gar nicht erst reden.
        Es wird Zeit, dss Auto wieder mehr zu akzeptieren und nicht aus ideologischen Gründen zu bekämpften.
        Ich bin froh, dass ich eines habe und so wenigstens sicher auf Arbeit komme.

        • geraldo sagt:

          Den ÖPNV braucht es AUCH, damit du weiter Auto fahren kannst. Du kannst dir die Zahl der Fahrgäste doch ansehen und dir ausrechnen, was es bedeuten würde, wenn die auch noch alle zur Hauptverkehrszeit Auto führen.

        • Klaus Dieter sagt:

          Die HAVAG wird querfinanziert, durch Überschüsse der Stadtwerke beispielsweise, das belastet also nicht den direkten Finanztopf der Stadt Halle. Unabhängig davon ist der volkswirtschaftliche Nutzen der Havag ein Vielfaches; Menschen kommen zur Arbeit, Schule, Krankenhaus, Sport… . Die Lärmbelästigung und die Schadstoffbelastung würde zudem stark zunehmen und die Autofahrer würden noch mehr im Stau stehen; vom Klimaschutz mal ganz abgesehen.
          Wir können gerne über Ihr Argument der Bezuschussung diskutieren, da Ihrer Ansicht nach, nur das Überleben darf, was nicht bezuschusst wird. Nehmen wir mal die Krankenhäuser, deren Zuschüsse reduziert wurden, die Diskussion vor einigen Jahren, dass es nur ein Universitätsklinikum in Sachsen-Anhalt geben darf, die Reduzierung des Kostenfaktors Pflegepersonals. Wohin das führt sehen wir gerade. Das ist nur ein aktuelles Beispiel.

          • Frank sagt:

            Querfinzanzierung durch die Stadtwerke ist richtig und auch falsch Schließlich sind die Stadtwerke im Stronsektor mit Abstand die teuersten Stromanbieter. Und somit ist eine Querfinzanzierung möglich, welche im Endeffekt der Stronkunde der SW und der Steuerzahler der Finanzier der HAVAG und somit der Dumme …

          • Dr. Stelter sagt:

            Naja, auch wenn es viele Leute aus Eigeninteresse im Moment immer wieder behaupten, „kaputtgespart“ wurde im deutschen Gesundheitssystem überhaupt nichts.
            Es ist das zweitteuerste der Welt.
            1992 betrugen die Ausgaben dafür 157 Mrd Euro und 2018 waren es 389 Mrd Euro. Kaputtsparen sieht wohl anders aus.
            Die Anzahl der Ärzte wuchs in diesem Zeitraum um 50% !
            Allesamt hervorragend bezahlt, ebenso die Krankenschwestern und -pfleger, die weitaus mehr als in den meisten anderen Lehrberufen verdienen.
            Also, mal an die Fakten halten.

          • Klaus Dieter sagt:

            Herr „Dr. Stelter“, ich werde Ihren Kommentar heute Abend im Pflegeheim auslegen und meinen KollegInnen mitteilen, dass wir doch vielmehr PflegerInnen sind als wir dachten. Alles nur Einbildung. Danke für den Vergleich zu 1992. Ich hätte noch ein paar Zahlen aus dem Jahre 1964 parat. In DDR-Mark,
            Die gut bezahlten PflegerInnen sagen „Danke“.

          • Krankenschwester sagt:

            „Die gut bezahlten PflegerInnen sagen „Danke“.“
            Ja, das sollten sie auch mal tun, statt iimmer nur zu jammern.
            Ansonsten herrscht in Europa Niederlassungsfreiheit, wenn es in Polen, Rumanien, Bulgarien oder wegen mir Frankreich oder Italien so viel besser ist als im angeblich kaputtgespartem Gesundheitssystem, wo Pfleger – Gott bewahre – auch arbeiten müssen – dann los.
            Ich kann keine Wanderungsbewegungen deutscher Pfleger ins Ausland erkennen.
            Im Gegenteil, viele kommen her.
            Warum nur?
            Weil hier alles so schrecklich ist und alle unterbezahlt?

        • Verkehrsplaner sagt:

          Mit wie viel wird eigentlich der hallesche Autoverkehr bezuschusst? Zum Beispiel mit 420.000 Euro Zuschuss zur Rosengartenbrücke, damit die Merseburger Straße nicht auf einem kleinen Stück zweispurig wird, obwohl der Verkehr dort eine Vierspurigkeit nicht rechtfertigt. Obwohl man eigentlich 100 Millionen für die Osttangente ausgegeben hat, damit man in der Stadt weniger Verkehr hat, wieder so ein ungedeckter Scheck.

          Der Autoverkehr ist ein Fass ohne Boden für Halle.

          • Toter Frosch sagt:

            Mit den 21 Mio € für die HAVAG könnte man 50 Rosengartenbrücken bauen, und zwar jedes Jahr!

      • Faktencheck sagt:

        Wie realitätsfern muss man sein? Seit mittlerweile Jahrzehnten absoluter Rückbau der Infrastruktur für KFZ und entsprechender Ausbau für Radverkehr. Der Kern der Innenstadt de facto Autofrei. Rückbau der Parkplätze und fast vollständig monetarisiert. Abschleppen selbst bei Lappalien wie Radwegparkern.

        Die Doktrin der Stadt ist seit Jahren Autofeindlich, die Struktur muss gefördert werden, KFZ Infrastruktur ist und bleibt förderlich für Wirtschaft und hilft den Menschen nicht nur in Krisen wie der jetzigen. Wer Alternative Lebensentwürfe hat, kann die an genug Stellen ausleben, zu einer normalen Stadt gehört Fortschritt und eben KFZ.

        Übrigens hat das Stadtbahnprogramm nur Parkplatzabbau und Bewirtschaftung gefördert. Und die Förderung kommt durch die enormen Einnahmen aus dem KFZ-Bereich (direkte und indirekte Steuern) die ein vielfaches von dem Betragen, die in sämtliche Infrastruktur gesteckt werden. Will heißen, die Autofahrer bezahlen sämtliche Infrastruktur schon selbst, durch ihre Abgaben. Auch wenn die Abgaben leider nicht Zweckgebunden sind. Wäre natürlich schön, wenn man ÖPNV und Radfahrer nicht durchfüttern müsste.

  2. Frank sagt:

    Warum soll ich als Kunde solidarisch mit der HAVAG , einem Staats bzw.städischen Unternehmen, sein, welches Jahr für Jahr die Preise in nicht wenigen Umfang erhöht und zugleich massive Subventionen von Stadt , Land und Bund kassiert ??? !!! Die dann vom Steuerzahler eingetrieben werden…

  3. Sternchen sagt:

    Von wegen komplett leere fahrzeuge. Die Bahnen fahren seltener und sind dadurch auch viel voller. Natürlich sind alle Fenster geschlossen und die Lüftung läuft auf höchster Stufe!… Die Havag wird in Zukunft der größte Corona-Inkubationsherd!!!

  4. Heldin des Alltags sagt:

    Anstatt in diesen Krisenzeiten mehr Strassebahnen einzusetzen, um Überfüllung zu vermeiden, macht die HAVAG unter allerlei fadenscheinigen Ausreden genau das Gegenteil und dünnt den Takt aus.
    Abstandsregeln sind so nicht einzuhalten und Ansteckung vorprogrammiert. Unverantwortlich!
    Aber bei städtischen Unternehmen schauen wir mal nicht so genau hin. Aber nach Steuergeldern werden die umso lauter schreien.
    Wohl dem, der ein Auto hat.
    Das sollte allen ÖPNV Fetischisten eine Lehre sein!

  5. Tim Buktu sagt:

    Wer hier von Virenschleudern redet, pflegt wieder nur seine persönliche Coronaparanoia.
    Übrigens winke ich euch Blechidioten freundlich zu, wenn ihr mal wieder in eurer Blechlawine zu ersticken droht.

    • après blech sagt:

      Beim Biertrinken an der Haltestelle? Oder aus dem Klofenster der 50qm-Minibutze, die du dir auch noch mit 3 anderen teilen musst? Einen allzu fröhliche Eindruck hinterlässt du mit deinen Schwachsinnskommentaren hier aber nicht gerade. Prost!

  6. kerstin schade sagt:

    …..habt ihr es noch nicht gemerkt das die übervollen Bahnen in der Hauptzeit nur diejenigen interessieren, die damit fahren müssen. Die Hauptverantwortlichen für den 20-Minutentakt der Bahnen fahren garantiert nicht damit in den Hauptzeiten. wie kann man so verantwortungslos gegenüber den Menschen sein, die früh zur Arbeit mit der Bahn fahren müssen. Diese Ignoranz ist einfach nur zum ko……!!!

  7. Mana72 sagt:

    Man betrachte das Datum zur Info, dass in Einzelfällen über die Aussetzung bzw Pausierung entschieden wird….
    Anfrage an die Havag gesendet. Ergebnis: Für April ist es zu spät. Bis 20.04. erneut melden, wenn man dies für Mai wünscht.
    Die Havag ist alles andere als kundenfreundlich 🙁
    Einzelfallentscheidungen scheitern an dem angeblich eingeengten Handlungsspielraum.
    Also weiterhin zwei Schülerabos zahlen, obwohl die Kinder nicht zur Schule fahren.

    • eseppelt eseppelt sagt:

      Aha, du zahlst angeblich ein Schüler-Abo? Die Tickets für die Schulfahrten kosten nix. Hat also nix damit zu tun, ob Deine Kinder jetzt in die Schulen können oder nicht. Zusätzlich gibt es natürlich ein Freizeit-Ticket. Das können Deine Kinder aber weiter nutzen – zum Beispiel um mit der Bahn in die Dölauer Heide zu fahren und dort etwas Sport machen (Rennen)

      • Mana72 sagt:

        Hast du Neunmalklug Kinder?? Wer nicht im maßgebenden Umkreis der Schule wohnt, muss die Fahrkarte für’s Kind selbst zahlen.
        Würden wir die von der Stadt bekommen, wäre mir das natürlich auch egal.

  8. Mana72 sagt:

    Korrigiere… Wer nicht weit genug weg von der Schule wohnt….(Grundschule 2km alle anderen 3km) bekommt das Schülerticket NICHT von der Stadt geschenkt.

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