Initiative sammelt Geld für Gutachten gegen A143

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78 Antworten

  1. ErHALtungstrieb sagt:

    „Wir haben erkannt, dass die Autobahn zu nah an unseren Grundstücken vorbeiführt und nun ein Problem darstellen würde, dass wir mit sinnfreiem Mimimi beantworten“.

    So passt es schon besser, was sich diese Initiative da zusammen reimt!

    • stekahal sagt:

      Wem nützt eigentlich die Autobahn etwas ? Wer hier früh und abends durch Dölau und Kröllwitz fährt und die Staus verursacht sind doch die Pendler aus den umliegenden Ortschaften. Was fehlt ist ein vernünftiger an städtischen angeglichenen öffentlicher Nahverkehr, sodaß nur noch die wenigsten Pendler auf das eigene Auto angewiesen sind.
      Die wenigsten fahren doch vom Ende der A143 weiter zur A14.
      Aber wenn sich da nichts tut ändert sind die Straßen auch nach Fetrigstellung der Autobahn genau noch so verstopft.

  2. Daniel M. sagt:

    Die A143 bleibt und ist nicht notwendig. Komisch, dass die Untersuchungen, bzw. Gutachten, der Stadt Halle diesbezüglich gar nicht mehr erwähnt werden. Die haben doch genau das ergeben.

    • TheDuke sagt:

      >Die A143 bleibt und ist nicht notwendig.
      Das frag ich mich, wo fahren die Auto und LKW’s lang, wenn sie von Süden über A71 und von Westen über die A38 kommen und dann Richtung Magdeburg wollen?
      Über die A9? Na der Umweg ist ja auch nicht umweltfreundlicher.

      • Achso sagt:

        Natürlich über die B 86. Auch die A 143 wäre für diese Verkehrsteilnehmer schon ein Riesenumweg. Ein Ausbau / Neubau von Sangerhausen Richtung Bernburg wäre viel sinnvoller als dieser komische Autobahnring, den eine Stadt der Größenordnung von Halle nun wirklich nicht braucht.

        • Wilfried sagt:

          B86? Dann schau sie dir mal an: Einspurig, bergig, mit LKW-Kolonnen…Höchstes Ziel ist dort nur, in Bewegung zu bleiben. Ortsdurchfahrten ohnen Ende zwischen Sangerhausen und in Hettstedt ist sie dann zu Ende. Und das soll eine Alternative sein? Sehr zu kurz gesteckt… .

          • Wilfried sagt:

            Ergänzung. Die Ortsumfahrung Annarode-Siebigerode-Klostermansfeld befindet sich derzeit in Planung und wurde im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Weiterer Bedarf eingestuft.

          • Achso sagt:

            Die LKW-Kolonnen zeigen, dass genau dort der Bedarf besteht und genau diese Strecke bereits genutzt wird. Es ist unrealistisch zu glauben, dass diese LKWs dann aus reiner Nettigkeit 50 km Umweg über die A 143 in Kauf nehmen würden.
            Selbstverständlich müsste der Ausbau / Neubau der B 86 Ortsdurchfahrten vermeiden. Keine Stadt und kein Dorf verdienen Zustände wie am Riebeckplatz und der Hochstraße.

  3. pro143 sagt:

    Die sollten sich mal die Nutzung der HES anschauen und die Auswirkungen in der Stadt. Spürbare Entlastung! Die HES ist gut gefüllt!

    Die Nichtnotwendig Argumentation wird bei Fortführung einschlägiger weiteren Infrastrukturprojekten sehr dünn.

    • 10010110 sagt:

      Die Osttangente führt parallel in direkter Nähe zu bisherigen Durchgangsstraßen direkt durchs Stadtgebiet. Der Fernverkehr, der von Westen durch die Stadt kommt, ist vernachlässigbar und wird durch die A143 nur marginal reduziert.

      Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und vor allem wird’s nicht richtiger, je öfter man es wiederholt.

      • MÖP sagt:

        Sind Sie nicht einer derjenigen die wegen jedem Fahrzeug was sich in Richtung Stadt bewegt aufregt?

        Man sollte sich doch fragen wie realistisch diese Statistiken sind die meinen es wäre keine Entlastung spürbar und es wäre dann auf der A143 nach dem Motto „Tote Hose“. Sobald eine Verbindung vorhanden ist werden viele LKW statt über die A14 wollen schon von der A38 auf die A143 fahren statt den Umweg auf die A9 zu nehmen.

        Gleichzeitig bei Unfällen auf der A14 eine Entlastung der Innenstadt.

        Es wird wie bei der HES sein…wenn Sie da ist und
        in Betrieb ist wird jede Kritik vergessen sein.

        Und wegen Äpfel und Birnen… klar ein Vergleich zwischen einer Autobahn und einer Umgehungsstraße ist ohnehin sinnfrei.

        • 10010110 sagt:

          1.) Nicht ich habe Autobahn und Umgehungsstraße verglichen, sondern „pro143“. Ich habe auf die Unsinnigkeit dieses Vergleichs hingewiesen.

          2.) „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“ – es wird nur kurzfristig eine Entlastung geben; langfristig wird – wenn nicht politisch gegengesteuert wird (z. B. durch Rückbau der zuvor entlasteten Straßen oder Fahrverbote) – einfach die Masse an Verkehr zunehmen und jegliche Versuche einer Entlastung werden wieder zunichte gemacht. Das ist seit mindestens 50 Jahren belegt.

          Da sieht man mal wieder, dass sich der Mythos von der Entlastung – obwohl schon tausend Mal widerlegt – immernoch hält; man möchte doch meinen, irgendwann kommt’s mal in der Birne an?

        • Zukunft der Demokratie sagt:

          @MÖP
          “Man sollte sich doch fragen wie realistisch diese Statistiken sind die meinen es wäre keine Entlastung spürbar und es wäre dann auf der A143 nach dem Motto „Tote Hose“.

          allerdings aus 2013 stammend, aber versuchen Sie ruhig mal das ,,Gutachten “ zu lesen, verstehen dürfte vermutlich schwerer fallen? ! Aber natürlich ist immer dabei zu beachten, wer diese in Auftrag gibt !
          https://gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de/fileadmin/images/dokumente/Verkehrsgutachten_A_143_.pdf

  4. Urhallenser sagt:

    Die Öko-Nazis sind einfach unerträglich! WARUM können die nicht einfach mal endgültige Gerichtsurteile anerkennen??? Die Grünen und die Sozen haben damals auch den Hambacher Forst zum Abriss freigegeben …

    • Verkehrspolizist sagt:

      Diese Öko-Nazis waren schon in der Kindheit verzogen und haben ihrer Mutti ihren Willen aufgezwungen. Nun sind die alt aber immer noch verzogen. Und die große Mehrheit ist A143 Befürworter, hat aber eben keine Zeit für solche „Projekte“, weil sie wie alle normalen arbeiten geht, um die Stütze dieser Ökos zu erwirtschaften. Würden die Befürworter auch mal mobilisieren, dann wären die Straßen voll.

    • Seb Gorka sagt:

      … und es gab Inititativen, die gegen diese Freigabe geklagt haben, genau wie hier.

      In Urzeiten hat solche Entscheidungen ein starker Mann allein getroffen. Nach Bauchgefühl und Sonnenstand. Das war viel besser.

  5. g sagt:

    die Rechtsmittel sind ausgeschöpft .. nun sollen endlich die bagger rollen .. immer die taktiererei kann einem so richtig auf den nerv fallen …

  6. historischerSK sagt:

    Kommt ihr dann auch bitte nicht mehr täglich nach Halle gependelt.
    Da stören die vielen SK Karren auch ein wenig, und wir könnten paar Straßen zurückbauen 🙂

  7. 10010110 sagt:

    Ich bin ja der Autobahn auch kritisch gegenüber eingestellt, aber ich zweifle daran, dass ein „Gutachten gegen die Autobahn“ methodisch plausibel ist. Es wurde ja nun schon genug begutachtet und alle Argumente ausgetauscht. Die Entscheidungsträger in der Politik wird ein weiteres Gutachten nicht beeindrucken, die sind in ihrer politisch begründeten Kurzsichtigkeit gefangen und drücken das mit scheinheiligsten Argumenten weiter durch. Da hilft nur verhindern, verzögern, verteuern. Statt für Gutachten sollte das Geld für handfeste Rechtsmittel ausgegeben werden – oder vielleicht auch um Tatsachen zu schaffen (ich denke da an den Hambacher Forst).

    • mirror sagt:

      „oder vielleicht auch um Tatsachen zu schaffen (ich denke da an den Hambacher Forst).“

      Gesetze dienen nur der Einschränkung der Freiheit des Anderen. Selbst betroffen sind sie nicht so wichtig. Die Fähigkeit zum gesellschaftlichen Zusammenleben scheint auf dem Rad verloren zu gehen.

      • 10010110 sagt:

        Wessen Freiheit wird denn durch die Nichtexistenz einer Autobahn eingeschränkt? Kommt man dann nicht von A nach B? Werden Autofahrer an ihr Bett gefesselt und gefangengehalten? Durch Autobahnen wird – vor allem gegenüber denen, die sie gar nicht nutzen (z. B. weil sie es nicht dürfen) – mehr Freiheit eingeschränkt als geschaffen.

        Dieses Totschlagargument „Freiheit“ geht mir ziemlich auf die Nerven. Was kommt als nächstes? „Mittelalter“? „Steinzeit“? „Nazis“? Komm, schlag’ mich tot!

        Die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit des anderen anfängt.

    • Zukunft der Demokratie sagt:

      @10010110 das Sie der Autobahn kritisch gegenüber eingestellt ist nicht zu überlesen und natürlich trotzdem Ihr gutes Recht, vermutlich nutzen Sie ein Auto nur selten!

      Wie letztendlich das Bundesverwaltungsgericht im Mai entscheiden wird, bleibt ausschließlich den Richtern trotz Erlaubnis von aktuellen Vorbereitung – Arbeiten zum Weiterbau vorbehalten!
      https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/vorbereitungen-weiterbau-autobahn-west-100.html

      Ein weiteres Gutachten muss demzufolge nicht die Politiker, sondern die Richter überzeugen! Das eine Planungen für Autobahnen verworfen wurden, wäre aber in Deutschland anhand der zahlreichen Beispielen nicht grundsätzlich auszuschließen!
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bundesautobahnen_in_Deutschland

  8. farbspektrum sagt:

    „Die Öko-Nazis sind einfach unerträglich!“
    Ich glaube, es geht eher um Anwohneridylle. Die Gesetzgebung macht es möglich, das unter dem Deckmantel „Schutz der Umwelt“ persönliche Interessen durchgedrückt werden können.

    • Seb Gorka sagt:

      Die Lösung: Gesetze abschaffen? Sicher nicht alle, nur diese unbequemen natürlich. Nach wessen Deckmantel wird aber die Auswahl getroffen? Es wird Zeit, dass wieder ein starker Mann allein das Ruder übernimmt. All diese Entscheidungen – das ist einfach zuviel für eine rechtsstaatliche Demokratie.

    • Keller-Spiegel sagt:

      Die Gesetzgebung macht es möglich, dass unter dem Deckmantel „Faulheit“ persönliche Interessen durchgedrückt werden können, indem sinnlose Straßen gebaut werden.

  9. Drahtjacke sagt:

    Halle ist wirtschaftlich schon nicht so der Bringer. Das würde eventuell der Neustadt und umliegenden Dörfern einen Schub geben, wenn man sie denn baut!

    • Achso sagt:

      Eventuell aber auch nicht. Womöglich wäre der Neustadt und den umliegenden Dörfen mit anderen Investitionen in Höhe von 350 Millionen Euro wesentlich besser gedient.

  10. Wilfried sagt:

    Zeigt aber doch wohl, daß die BI auch nicht so der bringer ist, wenn sogar dort schon öffentlich um Geld für ihre Zwecke gebettelt werden muß. Erster Anlauf wäre mal eine Umlage in der BI selbst gewesen. Und wenn das nicht genug bringt, muß man halt finanzielle Konsequenzen ziehen, oder einen Kredit auf Haus oder Grundstück aufnehmen. Sicherheiten sollten doch dort genügend vorhanden sein

  11. Sachverstand sagt:

    Gibt es dazu nicht seit 2018 ein rechtsgültiges Urteil des BVG, dass gebaut werden kann? Also fangt’s an Buam! Oder ist hier eine Wette am Laufen, dass BER noch vorbeiziehen könnte wenn weitergebaut wird? Man kann ja nie Wissen.

  12. Lebowski sagt:

    „Wir haben erkannt, dass die Autobahn nicht notwendig ist und nur ein weiteres Problem darstellen würde, dass den Klimawandel befördert“
    Häää?
    Und im stop-and-go Verkehr durch Halle zu gurken ist der Umwelt zuträglich oder was?

    • Seb Gorka sagt:

      Dann liegt es ja vielleicht gar nicht daran, wo eine Straße langführt, sondern was darauf in welcher Menge fährt.

      • Krawzschik sagt:

        Die Menge ändert sich doch nicht.
        Nur macht es für den Spritverbrauch – und somit die Umwelt, ob ich eine Stunde durch eine Großstadt mit ständigen Ampelstops und Brems- und Anfahrvorgängen fahre oder gleichmäßig eine halbe Stunde mit 130 km/h eine – vermutlich auch noch kürzere Strecke – über die Autobahn.
        Aber bitte, wir wissen alle: den Auto- und Mobilitätshassern ist die „Umwelt“ sowas von egal, die nehmen sogar deren Schädigung in Kauf, um ihren Hass auszuleben.
        Wo das herkommt, weiß man nicht.
        Schwere Kindheit, Neid, Wut auf alles, Bildungsferne…irgendsowas…

        • Seb Gorka sagt:

          Wer eine halbe Stunde 130 km/h fährt, legt 60 Kilometer zurück.

          Mathematikhasser hatten wohl die schwerste aller Kindheiten. Deswegen haben die sich wohl auch nie für Physik interessiert.

          • Mathelehrer für die Gurke sagt:

            Hm.
            Für dich: wer eine halbe Stunde 130 km/h fährt legt nicht 60, sondern 65 km zurück.
            Mathematik ist nix mit Schätzen, wie dein Leben auf der Waldorfschule.
            Außerdem hat doch niemand vorher bestritten, dass man eine gewisse Strecke zurücklegt, wenn man Auto fährt. Das ist schließlich Sinn und Zweck der Übung.
            Aber es macht einen himmelweiten Unterschied, ob man das mit gleichmäßiger Geschwindigkeit tut oder im stop-and-go einer Großstadt.
            Von den Belastungen für die Menschen mal ganz abgesehen.

          • Seb Gorka sagt:

            Also ändert sich die Menge doch. Der Tank ist nach 60 Kilometern wohl deutlich leerer, nach 65 Kilometern dann erst recht.

            Wenn man allerdings mit mindestens 160 km/h in Richtung München fährt und ganz fest nicht an Physik oder sonstigen Wissenschaftskram glaubt, dann produziert man mit Dieselmotoren saubere Luft und freie Energie! Da staunt dann sogar Lehrer Krawzschik auf dem sechsten Platz.

        • Jede zusätzliche Straße hat bisher den Autoverkehr erhöht. Funktioniert zum Glück auch andersrum: https://usa.streetsblog.org/2019/01/24/seattles-viadoom-the-carmageddon-that-wasnt/

          • mirror sagt:

            Jetzt kommt wieder das Märchen vom durch Straßen induzierten Verkehr. Der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Mobilität wird wohl ewig verschlossen bleiben.

          • „Märchen“ ist witzig. Aber Sie halten ja auch den Treibhauseffekt für ein Märchen. Induzierter Verkehr ist hundertfach praktisch nachgewiesen. Wo bleibt denn der Untergang von Madrid? Wo kann man die Ursache-Wirkung von mehr Straßen zu mehr Wohlstand nachprüfen?

            Nicht vergessen: Hier rennt immer mal jemand rum und ruft „Korrelation und Kausalität“.

          • mirror sagt:

            “ Induzierter Verkehr ist hundertfach praktisch nachgewiesen.“

            Dummes Zeug! Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Standort von Behörden und Freizeitangebote induzieren Verkehr. Es gibt Fälle, in denen eine Autobahn eine bestimmte Streckenführung bekam (A3 über den Spessart), um auch weiter entfernt lebende Bürger an Arbeit anzubinden. Strassen nehmen Verkehr auf und induzieren nicht.

            Sie sollten weiter Radwege nachmessen, dafür reicht gerade noch die Kompetenz in Fragen der Mobilität.

            „Wo kann man die Ursache-Wirkung von mehr Straßen zu mehr Wohlstand nachprüfen?“

            Sie verstehen meine Beiträge nicht, deshalb nochmal für Grete: Mehr Wohlstand erzeugt mehr Mobilität und wird durch eine leistungsfähige Infrastruktur unterstützt.

          • Achso sagt:

            „Dummes Zeug! Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Standort von Behörden und Freizeitangebote induzieren Verkehr.“
            Wenn weiter entfernte Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote durch eine bessere Verkehrsanbindung schneller erreichbar werden, induziert diese Verkehrsanbindung Verkehr.
            Ist nicht so schwer zu begreifen.

          • Sie sind ja so weltgewandt, da sollte keine Sprachbarriere bestehen.

            https://www.wired.com/2014/06/wuwt-traffic-induced-demand/
            https://www.citylab.com/transportation/2018/09/citylab-university-induced-demand/569455/

            https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352146516300084

            Aber beinahe hätte ich doch an alle die Beispiele und Herleitungen und wissenschaftlichen Arbeiten geglaubt, bis @mirror mit seinem endgültig überzeugenden Argument kam: „Dummes Zeug!“ Und schon wurde mir klar, dass alle Verkehrsplaner in ihrer Weisheit und Gebildetheit vor dem wahren Genie verblassen: Vor Mirror.

          • 10010110 sagt:

            „Dummes Zeug! Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Standort von Behörden und Freizeitangebote induzieren Verkehr.“

            Die vorhandene (oder politisch forcierte) Infrastruktur bestimmt aber, wo die Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Standorte von Behörden und Freizeitangebote (und Wohngebiete im Speckgürtel) überhaupt erst entstehen, die eine bestimmte Verkehrsart induzieren. Es wird heute mit aller Selbstverständlichkeit davon ausgegangen, dass jeder sich ein Auto anschaffen und damit kilometerweit fahren kann, um gewisse Ziele zu erreichen, also werden diese Ziele mit genau diesem Hintergedanken so platziert, dass sie mit dem Auto erreichbar sind. Und dann wird es noch als „zumutbar“ definiert (z. B. vom Arbeitsamt), einen täglichen Pendelweg von 30km oder mehr auf sich zu nehmen, und entsprechend verlassen sich viele Arbeitgeber darauf und etablieren ihre Standorte so, dass Autoverkehr induziert wird. Das sind nicht immer natürliche Entwicklungen, sondern ist eine politisch gewollte Induktion von Verkehr.

            Ich habe irgendwo mal einen Artikel gelesen, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Nähe von Bahnhöfen gerade für höherqualifiziertes Personal attraktiv ist und dass dadurch der Besitz und die Benutzung eines eigenen PKW reduziert werden. Ich kann den Artikel nur leider gerade nicht finden. Das war irgendwo in Österreich.

            Auch so wird Verkehr induziert, aber es ist eben die Frage welchen Verkehr man induzieren will.

          • mirror sagt:

            Nicht der Finanzminister, nein die Strassen haben den Bau des Finanzamtes mitten in Halle entschieden.

          • @mirror: damit ist das Finanzamt von fast allen Hallensern weniger als 5km entfernt.

            Natürlich hätte man die Anbindung per Flugzeug verbessert, wenn man das Finanzamt nach Schkeuditz verlagert hätte, dann wären Einpendler aus London einfacher hingekommen.

            Wo soll man denn ein Finanzamt besser platzieren als im Zentrum, wo es für alle sehr gut erreichbar ist – per Bahn, Fahrrad, zu Fuß? Und wieso ist ein Finanzamt eine große Verkehrsquelle oder Senke?

          • mirror sagt:

            Finanzamt in Neustadt lassen?

            Der Plan zur Betonierung der letzten freien Fläche am Riebeckplatz hat die Merseburger Strasse entworfen. Die A14 ist verantwortlich für die Ansiedlung von Logistikern? Die Idee zum Standort LfU ist den Radwegen auf der Peißnitz entsprungen. Die Rentenversicherungsanstalt wurde per Flieger eingeflogen. Für den Standort des Kurt-Wabbel-Stadions ist der Marktplatz verantwortlich. …

          • 10010110 sagt:

            Anscheinend ist das alles zu hoch für dich, mirror, du schreibst schon wirres Zeug.

            Warum wohnen denn Leute im Speckgürtel Saalekreis und fahren jeden Tag mit dem Auto in die Stadt? Weil’s geht. Warum muss denn ein Vertriebsmitarbeiter im Außendienst ganz Mitteldeutschland abdecken statt für jede Großstadt inkl. Umland einen zu haben? Weil’s möglich ist.

            Die Infrastruktur bestimmt die Kultur und den Umgang mit der Welt, die uns umgibt. Baue Straßen für Autos und die Gesellschaft wird das Auto als Grundvoraussetzung ansehen und entsprechend die Wohn- und Arbeitsplätze bauen. Nur durch das Auto und den auf selbiges ausgerichteten Ausbau der Infrastruktur kam es zu immer stärkerer Zersiedelung, mit dem Ergebnis, dass ganze Umlandgemeinden zu toten Schlafstädten geworden sind, wo keinerlei lokale soziale Infrastruktur mehr vorhanden ist, dafür aber die Straßen immer voller wurden. Es sollte doch wohl auch dir einleuchten, dass die Siedlungsstruktur z. B. in den USA nicht auf natürlichem Wege entstanden ist, sondern weil die Infrastruktur so gebaut wurde, dass es dies begünstigt. Und in etwas geringerem Maß ist das genauso hier bei uns passiert (und passiert weiter mit jeder neuen Autobahn, die gebaut wird).

          • mirror sagt:

            “ Nur durch das Auto und den auf selbiges ausgerichteten Ausbau der Infrastruktur kam es zu immer stärkerer Zersiedelung,“

            Fehler in der Analyse, wo man hinschaut: Trotz Auto ziehen immer mehr Bürger in die Stadt. Nennt man Urbanisierung, die nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland zunimmt.

  13. Otto sagt:

    Ich dachte, der baldige Bau der 143 ist schon beschlossene Sache?
    Nun geht das ganze Kino wieder los. Was ist z.B. mit den Anwohnern in der Burgstr., Seebener Str., Trothaer Str., Große Brunnenstr., Wolfensteinstr., Dölauer Str., usw…. was da jeden Tag über die Kröllwitzer Brücke donnert. Die dicksten LKWs, ständig vorm Fenster, die vom Harz kommend zur B100 gurken oder über Trotha Richtung A14 nach Norden und wieder zurück. Diese betroffenen Anwohner können ja ruhig die dicke Luft weiter atmen… . Und Lärmbelasung ist dort wohl auch genug. Aber dort wohnen wohl nicht genügend Öko-Lobbyisten, welche den Bau der A143 gerichtlich durchsetzten lassen können.
    Die gute Luft und Idylle soll in den betreffenden Grundstücken im Saalekreis erhalten bleiben aber mit dem dicken SUV jeden Tag durch Halle gurken, und dort die Umwelt verschmutzen, man muss ja in den Ostteil, ausserhalb von Halle oder Richtung Leipzig auf Arbeit fahren, nur dort sind auch gut bezahlte Jobs zu finden… .

    • Seb Gorka sagt:

      Es ist beschlossene Sache. Gegen diese beschlossene Sachen will die Initiative vorgehen. Kein Grund, das Höschen vollzumachen.

      Aber haben nicht jüngst mehrere 100 Lungenexperten verlauten lassen, dass es gar keine dicke Luft gibt? War doch hoffentlich kein Fake! Da scheint es wohl noch zwei, drei TV-Dokumentationen zu erfordern…

    • 10010110 sagt:

      Die dicken LKW aus dem Harz kommen entweder über die A 36 (ehem. B 6n) und A 14 direkt zur B 100 oder sie kommen über die A 38, und dann wären sie schön blöd, den riesen Umweg über eine potentielle Westumfahrung zu nehmen, wenn sie auf einer gut ausgebauten vierspurigen Durchgangsstraße direkt durch Halle fahren können. Der Riebeckplatz als kleines Nadelöhr wird da gern in Kauf genommen, wenn es Zeit und Geld spart. Guck’ dir mal auf ’ner Karte an, was für ein sinnloser Umweg das wäre (das Autobahndreieck A 14/143 soll in etwa bei Beidersee entstehen).

      • farbspektrum sagt:

        Ich habe mal eine vergleichbare Strecke im Süden des Autobahnringes gesucht. Mit dem Routenplaner von GoogleMaps von Milzau nach Günthersdorf. Duch Merseburg 24km in 26 min und über die Autobahn 37km in ebenfalls 26 min.Wer mal seinen Spritverbrauch kontrolliert hat, weiß, dass ein Auto bein Anfahren ein Mehrfaches verbraucht. Das stellt man auch am Durchschnittsverbrauch in der Stadt fest,

        • Seb Gorka sagt:

          Immer geringerer Verbrauch, sei es durch technischen Fortschritt oder durch richtige Einsparungen, indem man Autobahn fährt, und immer weniger Durchgangsverkehr wird unweigerlich zu erheblichem Rückbau der Infrastruktur in der Stadt führen. Schon allein die Tankstellen. Wer derart wirtschaftsfeindlich denkt, glaubt auch Investoren plündern die Stadt aus und faselt lieber von einer Stadt der Kreativen. Aber es gibt auch Leute, die fahren von Milzau nach Günthersdorf über die Autobahn. Vielleicht, weil dort weniger Lkw als auf der B181 fahren.

  14. farbspektrum sagt:

    „Ich dachte, der baldige Bau der 143 ist schon beschlossene Sache?“
    Nur der BUND hat erklärt, dass er nicht wieder klagen will.

    • Seb Gorka sagt:

      Der B.U.N.D. beschließt den Bau von Autobahnen auch gar nicht. Der Bund wiederum hat den Straßenbau als Auftragsverwaltung an die Länder übertragen. Es ist schon verzwickt. Zum Glück gibt es viele Dokus zu diesem Thema.

  15. Giebichensteiner sagt:

    Da kann ich Otto nur zustimmen ! 3 Hanseln wollen ihre Ruhe auf dem Mokchen aber Tausende in den genannten Straßen und Stadtteilen sollen’s aushalten.
    Ich sehe hier in Halle täglich gefühlte 50 % SK, MSH, ML u.ä. Nummern, die uns alles zuparken.
    Die fahren jeden früh zu tausenden hier rein und abends wieder raus.
    Dann bleibt auf euren Nestern und schon haben wir hier weniger Verkehr.
    Möchte nicht wissen was da los wäre wenn jeden Abend hunderte Autos aus Halle Eure Dörfer zuparken würden.
    Seid froh das es nicht so ist und beschwert nun nicht auch noch über die Autobahn.
    Schon auf den alten 5 Reichsmarkstücken (Hindenburg) stand :
    „Gemeinwohl geht vor Eigennutz“ ! und das vor über 80 Jahren !

    • Seb Gorka sagt:

      Sollen die in Zukunft auf der A143 parken? Das ist natürlich eine Idee. Wär nicht mal Hindenburg drauf gekommen…

    • Realist sagt:

      Nanana, immer schön ruhig. Ist es dir lieber die 150000 SK’ler würden alle nach Halle ziehen? Dann sehe ich schon dein Gesicht wenn die Mieten auf 25€/qm steigen und die zukünftig im Edeka, Kino und beim Bäcker 10 Minuten länger warten kannst.

    • Achso sagt:

      „Ich sehe hier in Halle täglich gefühlte 50 % SK, MSH, ML u.ä. Nummern, die uns alles zuparken.“
      Und die parken dann zukünftig nicht mehr in Halle, sondern auf der A 143, wenn die mal fertig ist?

    • mirror sagt:

      In der Bürgerversammlung in Salzmünde waren die Betroffenen überwiegend für den Bau der A 143. Es sind nur die Weltenretter aus Halle, die auf Kosten anderer lebend allen erzählen wollen, was sie zu tun haben.

    • 10010110 sagt:

      Also ich sehe hier in Halle auf Rad- und Fußwegen überwiegend Autos mit HAL-Kennzeichen stehen. Hmmmmm…

  16. farbspektrum sagt:

    Gegen Infrastruktur sein, Investoren für Raubritter halten, die Halle ausplündern wollen, ängstlich jede Veränderung blockieren, von einer Stadt der Wissenschaften träumen, von einer Metropole der Kreativen faseln, mehr Geld für alles Mögliche verlangen, sich über die hohen Schulden empören…. Weiter so Halle!

  17. mirror sagt:

    Mit einem Budget von unter 25.000 EURO kann es sich nur um ein Gefälligkeitsgutachten handeln.

  18. Bürger für Halle sagt:

    In der letzten Nacht haben bisher unbekannte Täter das Banner mit dem Spendenaufruf der Bürgerinitiative Saaletal zerstört. Ich finde, das sagt sehr viel über mangelndes Demokratieverständnis vieler Autobahnbefürworter aus, mit so viel krimineller Energie hat jedoch keiner gerechnet. Waren es die Brandstifter vom letzten Sommer? Wer das Recht zur freien Meinungsaüßerung zu unterbinden versucht, handelt wider des Rechtsstaates und tritt unsere Demokratie mit Füßen. Es ist aufs schärfste zu verurteilen, dass der Spendenaufruf der BI-Saaletal, bereits in der ersten nacht nach Anbringung an der L 159 entfernt worden ist. Die Täter handeln gegen das Gemeinwohl und den Erhalt einer ganzen Region. Sicher, nicht alle Autobahnbefürworter sind kriminell, doch das Diskussionsniveau in den Kommentaren der Befürworter spricht schon Bände.

    • Seb Gorka sagt:

      Am Recht der freien Meinungsäußerung hat sich durch dieses unerhörte Verbrechen nichts geändert.

      Spendenaufruf für etwas, das man sich selbst nicht leisten will, Staatstheorie und Detektivarbeit liegen einfach zu weit auseinander, als dass man sie in einen Topf bzw. anonymen Kommentar werfen sollte.

      • Bürger für Halle sagt:

        richtig, nichts hat sich dadurch am Recht auf freie Meinungsäußerung geändert. Trotzdem für es durch so manche Protagonisten immer wieder in Frage gestellt. Die Aussage, dass sich die Bürgerinitiative die Gutachten usw. selber nicht leisten will, ist nicht richtig. Von den ehrenamtlichen Mitgliedern wurden bereits, und werden weiterhin hohe Summen gespendet. Ihre Einwände, nicht alles in einen Topf zu werfen, kann ich zum Teil nachvollziehen, verfolgt man die letzten Monate in Sachen einseitiger Berichterstattung, Meinungs-Manipulation, Grundstimmung und Handeln oder auch Nichthandeln größerer Teile der Bevölkerung, gehört doch alles zusammen. Das Thema ist aber wohlmöglich zu komplex, um es hier abzuhandeln. Im Übrigen, die DEGES hat mit ihren Planungen gegen geltendes Recht verstoßen, nichts anderes wird in dem Gerichtsverfahren verhandelt werden.

        • Wilfried sagt:

          Nun, dem Aufruf nach zu urteilen, sind diese ehrenwerten Mitglieder offenbar nicht gewillt, weiter ihr eigenes Geld in dieses „Projekt“ zu stecken, sonst wäre der Aufruf nicht erfolgt. Vielleicht sind sie auch schon klamm, und haben nix mehr zum investieren. Vielleicht aber auch ganz anderes…
          Und ja, wer öffentlich Banner aufsteckt muß auch damit leben können, daß diese von anderen wieder abgenommen werden können?

    • Alt-Hallenser sagt:

      Auch ich bin ein A 143- Befürworter → aber kein Radikaler. Aber solche Aktionen kennt man doch eher aus Frankreich. Leider gibt und wird sie es weiter geben in Deutschland. Man muß auch damit leben. Ist eben Arbeit für die Polizei, Leider haben wir in Deutschland eine GRÜNE CDU-Kanzlerin, die lieber Ökologie statt Ökonomie liebt. Schade, daß Fritze den Kampf um den CDU-Bundesvorsitz vorerst verloren hat.

  19. farbspektrum sagt:

    Natürlich induzieren Autobahnen mehr Vekehr. Das ist ja auch gewünscht, dass sich deshalb Unternehmen ansiedeln. So wie es damals die Eisenbahn in Halle bewirkt hat.
    Halle wäre ein hervorragender Standort, wenn uns nicht Leipzig mit seiner Investorenfreundlcihkeit nicht immer alles wegschnappen würde. Ach und ja , Leipzig hat den Autobahnring innerhalb weniger Jahre geschlossen.

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