Kitas in Halle sollen Schwimm-Angebote bereithalten

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25 Antworten

  1. Kritiker sagt:

    Deshalb ist der Herr Wels auch Turmspringer und nicht Schwimmer geworden. Es ist schlicht fachliche Unkenntnis!
    Jeder halbwegs gut ausgebildete Schwimmlehrer weiß, dass 5 bis 7 Jahre im allgemeinen zu früh sind. 5 Jahre geht selbst bei hochtalentierten Kindern mit Bewegungsdrang noch nicht, geschweige ängstliche Kinder oder mit weniger Bewegungstalent. Da scheitert jeder gut ausgebildete Schwimmlehrer. Schwimmen ist koordinativ sehr komplex und leider halten sich Grundübungen im Gegensatz z.B. wie im Turnen, sehr in Grenzen. Es gibt Sportarten, wie das Turnen, wie die Leichtathletik oder andere, wo dies ohne weiteres spielerisch machbar ist, im Schwimmen allerdings nicht bis schwierig. Man muss am Beckenrand erklären und dann sollen die Kinder es im Wasser umsetzen.
    Heutzutage wird ohne Schwimmhilfen angefangen, max. die Stange, so dass die Kinder von der ersten Minute den Auftrieb spüren sollen, aber dies geht nicht mit 6 bis 8 KITA-Kindern und einem Ausbilder. Die kognitiven Fähigkeiten zur Aufnahme sind einfach noch nicht vorhanden.
    Ab dem 7.-ten Lebensjahr ist man da auf der sicheren Seite. Aber vielleicht sollte sich Herr Wels nochmal bei gestandenen Schwimmtrainern informieren.
    bei einer 1 zu 1 Ausbildung, wo der Schwimmlehrer mit im Wasser ist, mag es Möglichkeiten geben, ist aber für die KITA keine Option.
    Es gilt für Eltern sowieso bis zu diesem Alter im Freiwasser strengste Aufmerksamkeit unabhängig vom Trainingszustand oder Angstfreiheit! Die Gefahren sind immer groß im Wasser!
    Ab dem 8./9. Lebensjahr und wenn das Kind schon regelmäßig schwimmt, kann man die „Leine“etwas lockerlassen.
    Diesen Vorschlag sollte man ganz schnell beerdigen!

    • Seepferdchen sagt:

      Ein seriöser Verein der einen Schwimmkurs anbietet würde niemals ein Kind ohne Hilfsmittel zum ersten mal ins Wasser lassen. Niemals. Falls Sie da Erfahrung haben teilen Sie uns doch bitte den Verein mit.

      Ab fünf Jahren sind Kinder in der Lage das Schwimmen zu lernen (eigene Erfahrung). Wenn Sie dafür empfänglich sind. Man merkt schnell wer noch nicht bereit ist. Und die ausgebildeten SchwimmtrainerInnen können das mit Sicherheit einschätzen.

      Am Ende des Tages sollte es die Aufgabe der Eltern sein. Wie sollen die Kitas die Beförderugn zur Schwimmhalle stemmen? Reichen vier Schwimmhallen aus? Kollidiert das nicht mit dem Vereinsport, mit den öffentlichen Schwimmzeiten?

    • Daniel M. sagt:

      Jeder gut ausgebildete Schwimmlehrer bildet Kinder ab etwa 5 Jahren aus. Sicher haben sie Recht, dahingehend, dass dadurch noch längst keine guten Schwimmer resultieren.
      Aber dem Artikel ist zu entnhemen, dass es um Wassergewöhnung und Schwimmen-Lernen geht.
      Und das ist doch sehr wichtig.
      Fachliche Unkenntnis würde ich daher Herrn Wels nicht vorwerfen. Eher das Gegenteil.
      Diese Forderung ist absolut richtig!

    • Zukunft der Demokratie sagt:

      Der Vorschlag ist nicht neu und kommt aus verschiedenen Richtungen, ungeachtet dass Sie Herrn Welz gleich fachliche Unkenntnis vorwerfen!
      https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/experten-fordern-frueheren-schwimmunterricht-100.html

      Dem obigen Text entnehmend, soll es zunächst um die Entwicklung eines solchen Konzeptes gehen!
      Und dieser Vorschlag zu dem Konzept ist richtig und wichtig, damit in Zukunft eben nicht mehr so viele Kinder ,,beerdigt“ werden müssen!

    • Elfriede sagt:

      was für ein Quatsch,ich hab mit 3 Jahren schwimmen gelernt,ohne Probleme

  2. TheDuke sagt:

    ____
    >>Alle Kitas in Halle sollen ab dem Jahr 2022 Angebote zum Baden und zur Wassergewöhnung bereithalten.
    ____
    Da frag ich mich, wo das stattfinden soll. Mein Sohn musste beim Kita-Schwimmkurs bei den Wasserflöhen schon bis nach Stedten fahren, weil es in Halle keine freien Schwimmzeiten in einer Schwimmhalle gibt.
    ____
    >>>Ein seriöser Verein der einen Schwimmkurs anbietet würde niemals ein Kind ohne Hilfsmittel zum ersten mal ins Wasser lassen. Niemals. Falls Sie da Erfahrung haben teilen Sie uns doch bitte den Verein mit.
    ____
    Doch die Wasserwacht in Halle hat dies im Pilotprojekt im Stadtbad gemacht.

    • Seb Gorka sagt:

      Ist denn dein Sohn 2022 noch in der Kita?

    • Seepferdchen sagt:

      >>Doch die Wasserwacht in Halle hat dies im Pilotprojekt im Stadtbad gemacht.<<

      Dann wissen potenzielle Leser jetzt wo sie ihre Kinder lieber nicht hin schicken.
      Ich kann den SSV70 empfehlen. Da läuft das wie vor 30 Jahren mit Hilfsmitteln und das ist gut so.

  3. Herz sagt:

    Natürlich. Und ich nehme an, die Kitas sind dann verpflichtet, dafür schön Herr Nobels Heidebad aufzusuchen. Hauptsache, die Kohle fließt. Ähm Entschuldigung: Hauptsache Halle

  4. Seb Gorka sagt:

    Es stimmt schon: Wenn man gegen etwas ist, geht alles viel schneller voran. Immer nur dafür, dafür, dafür. Das bringt doch nichts!

  5. An der Realität vorbei sagt:

    Solche Forderungen sind leicht ausgesprochen. In der Realität dürfte es logistisch für etliche Kitas und finanziell für einige Eltern schwierig werden. Ohne Rücksprache und Einverständnis aller Beteiligten geht es nicht, egal was die Fraktion fordert.

  6. Beerhunter sagt:

    Es gab Zeiten, da waren solche Aktivitäten Teil des Schulunterricht. Warum immer alles negieren?

    • 10010110  sagt:

      Sind sie auch immernoch. Aber hier ging es um das Schwimmenlernen vor dem Schuleintritt.

      • Beerhunter sagt:

        Wenn wir keine Lehrer haben,muss man es eben auf Kita-Tanten wälzen🤔wobei, ich war im Kindergarten beim Bodenturnen🤔ach egal🤔😇Hauptsache die Kiddies ertrinken nie und nirgendwo😇ich fände es gut👍

  7. Kritiker sagt:

    Ich rechne nicht die klassischen Schwimmnbretter als Schwimmhilfe! Diese Trainingsmittel sind notwendig für selektives Erlernen der Techniken. Erst Beinarbeit, dann Armarbeit, zuletzt mit Brett in Kombination.
    Wassergewöhnung, Spielen, planschen kann man alles ab 5 Jahre oder eher machen aber nicht Sxhwimmtechniken ordentlich erlernen!

  8. Wilfried sagt:

    Hauptsache Halle wird da sicher schon einen Posten im Städtischen Finanzetat dafür eingeplant haben?
    Wenn nicht, schnell noch der Leitfigur in die Agenda diktieren…

  9. Schwimmer sagt:

    In anderen Ländern ist es selbstverständlich, das Schwimmen nicht erst im Schulreifealter zu erlernen. Die notwendigen Grundlagen beginnen meist bereits ab 3 Jahren (Wassergewöhnung) und ab 4 Jahren (erste Schwimmbewegungen).

    • 10010110  sagt:

      In anderen Ländern ist es selbstverständlich, das Schwimmen nicht erst im Schulreifealter zu erlernen.

      In China nicht: https://www.spiegel.de/video/zehntausend-chinesen-in-ueberfuelltem-hallenbad-video-1287157.html

    • Kritiker sagt:

      Und was soll dies bringen? Wassergewöhnung können auch Eltern machen, welche nicht nur am Computer datteln! Der Staat ist nicht der bessere Erziehungshelfer. Eines der Hauptprobleme ist, dass Eltern sich immer weniger mit ihren Kindern beschäftigen.
      Es ist unsinnig knappe Ressourcen auch an Personal für so ein Projekt zu verschwenden. Wenn ein offizieller Kurs angeboten wird, dann muss der Übungsleiter oder auch wer immer dies ist einen Schein haben und Rettungsschwimmer sein.
      Dann sollen die KITA’s auch das ausgebildete Personal stellen.

      Und auch die aufgeworfene Frage der Schwimmbadressourcen wird dann spannend. Vormittags dann wo? In erster Linie ist der Schwimmunterricht dran und der SV-Halle oder SSV70 wird seine guten Rentnerschwimmzeiten auch nicht abgeben. Planschbecken in der Saline oder im Stadtbad noch, aber da kenne ich die Belegung nicht.
      In anderen Ländern gibt es Gebiete, welche faktisch grundsätzlich viel Wasser in der Umgebung haben, da hat man mehr Möglichkeiten und auch Notwendigkeiten zeitig anzufangen.
      Es spricht sicherlich grundsätzlich nichts dagegen eine Art Wassergewöhnung anzubieten. Allerdings sollte man sich vom Begriff Schwimmlerner verabschieden.
      Das Problem ist, dass bei schlecht vermittelten Grundlagen oder zu früh vermittelten Grundlagen aus den Kindern keine guten und sichere Schwimmer werden, geschweige Schwimmsportler. Fehler in der Grundlagenausbildung sind nur verdammt schwer auszubügeln.
      Ein weiteres Problem die Infektanfälligkeit und die Schädigungen in den Ohren. Schwimmbäder sind Keimschleudern! Bei der einen oder anderen schweren Mittelohrentzündung geht das eine oder andere Trommelfell schon mal drauf. Allerdings Schwimmen lernen mit Stöpseln ist auch unrealistisch.

      • Seb Gorka sagt:

        Wie sieht dein Lösung für Kinder aus, deren Eltern nur am Computer „datteln“?

        Immunsysteme stärkt man übrigens nicht durch Keimfreiheit.

        • Kritiker sagt:

          Keimfreiheit halte ich im Alltag für Blödsinn, das ständige Desinfizieren und der Versuch im Alltag alles hyperrein zu halten. Aber Schwimmhalle, und glaube mir ich weiß wovon ich schreibe, ist eine andere Liga in Puncto Gehörgang- und Trommelfellkeime! Im Freiwasser ist das unproblematisch.

          „Wie sieht dein Lösung für Kinder aus, deren Eltern nur am Computer „datteln“?“ Gute Frage, wie man junge Eltern dazu bekommt öfters sich mit seinen Kindern anstatt mit Shoppen oder Computer zu beschäftigen. KITA und Schule sind gute Ergänzumgen, aber ersetzen nicht die elterliche Erziehung. Das Kinder zunehmend verwaltet und nicht aktiv beschäftigt werden, zieht sich durch alle Gesellschaftsklassen.
          Wir Menschen sind ja auch nur Primaten und Primatenkinder lernen durch Nachmachen bzw. mitmachen.

          Nochmal zur Wiederholung, Bespaßen und Gewöhnen im Wasser ist durchaus richtig, von mir aus ab dem 3. Lebensjahr. Aber es ging um die Besorgnis des nicht richtig Schwimmen können. Und da meine ich, gezieltes Schwimmen lernen funktioniert ab 7/8 Jahre. Da liegt man mit der 2. Klasse gut im Schnitt.

          Für Wasserbespaßung müssen auch die Ressourcen gefunden werden, oder man startet ein Abhärtungsprogramm am Heidesee und Herr Nobel passt auf, falls er bis dahin nicht schon längst im Rathaus sitzt.

          • Seb Gorka sagt:

            Wenn also die Eltern nicht können oder wollen, sollte z.B. die Schule („mit der 2. Klasse“) gezielt das Schwimmen lehren. Das ist eine gute Idee. Für Kinder, die bis dahin noch nie im Wasser waren (weil die Eltern „shoppen“, wenn sie nicht gerade „datteln“) wird das aber schwierig. Das Problem könnte man lösen, indem man Kinder frühzeitig an das Wasser gewöhnt, z.B. indem Kitas Angebote zum Baden und zur Wassergewöhnung bereithalten. Vielleicht schon ab dem Jahr 2022…

            Woher weißt du denn, wovon du hinsichtlich der Keimschleuderei „in Puncto“ Gehörgang- und Trommelfellkeime schreibst? Deinen Ausführungen nach bist du weder in der (HNO-)Medizin tätig, noch in einem Schwimmbad.

  10. Tassimo sagt:

    Der richtige Zeitpunkt schwimmen zu lernen ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Als Faustregel kann man sagen, das mit erreichen des Schulalters ein kognitives Erlernen des Schwimmens möglich ist. Das ist in anderen Ländern auch nicht anders als bei uns. Viele Eltern verlassen sich auf die Schule oder werden im Vorfeld selbst aktiv in melden ihre Kinder bei Schwimmkursen an. Welche Methode zum Erlernen gewählt wird ist durchaus unterschiedlich. Jede Methode hat seine Berechtigung. Das Problem fängt aber erst nach einem solchen Kurs an. Das Kind hat sein Seepferdchen, abgehakt! Jetzt kann es schwimmen und das sein Leben lang. Zu oft werden die erworbenen Fähigkeiten nicht vertieft und ausgebaut. Der Erfolg des Seepferdchen heißt nur, dass sich das Kind für kurze Zeit bei Idealbedingungen über Wasser halten kann. Mehr nicht! Viele Eltern wissen nicht, dass ihre Kinder immernoch ihrer Aufsicht bedürfen. Sie sollten von sich aus viel aktiver werden und mit ihren Kindern regelmäßig schwimmen gehen.

    Ein Kindergarten kann diese umfassende Aufmerksamkeit nicht bieten. Zudem ist die Infrastruktur in Halle dafür nicht ausgelegt. Es ist ein tolles Erlebnis mit der Gruppe mal baden zu gehen, aber schwimmen lernen kann dabei wohl niemand.

    Was uns andere Länder in Europa selbstverständlich voraus sind, sind mehr Schwimmhallen in den Ballungsräumen (Frankreich, Niederlande, Spanien, Italien, GB). Auch gibt es dort mehr öffentliche Sportmöglichkeiten wie z.B. Basketball. In Deutschland ist Fußball die beherrschende Sportart. Da gehen Millionen über den Tisch. In Deutschland schließen aktuell jeden Monat 4 Schwimmbäder wegen Geldmangel. Das ist die Realität. Gehts dem HFC nicht gut, beschäftigt sich der ganze Stadtrat damit. Da spielt es keine Rolle, dass nach 40 Jahren eine Volkssporbewegung wie der Heidelauf wegen fehlenden finanziellen Mitteln eingestellt werden muss.

  11. Kaktus sagt:

    Es würden viel mehr Eltern mit Ihren Kindern schon früher zu Schwimmkursen und zur Wassergewöhnung gehen, wenn es mehr Angebote außerhalb der Arbeitszeiten gäbe. Da einen Kurs zu finden und einen Platz zu bekomme ist nämlich gar nicht so einfach. Und zumal die Schwimmhalle diese Zeiten am liebsten streichen, bzw, nach zeitlich auf den frühen Nachmittag verschieben wollen, da Nachmittags die Zeit ist zu der auch die normalen Badegäste kommen. So erging es uns bei unserem Wasserflöhe Kurs in Neustadt. (Der Kurs war übrigens gut)

    • Seb Gorka sagt:

      Wenn du so einen Kurs mal privat finanzierst, wirst du staunen, was alles möglich ist. Wenn du kostenlose oder stark subventionierte Angebote der Stadt in Anspruch nehmen möchtest, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass du dich nach diesen Angeboten richtest.

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