Opern-Chef muss gehen

19 Antworten

  1. Kritiker sagt:

    Eine salomonische Lösung! Lutz und Brenner hätte es auch härter treffen können vor einiger Zeit.

    man kann den Geschäftsführer mögen oder nicht aber eine öffentliche Debatte führen, um von seinen eigenen Problemen abzulenken geht eben nicht.

    Jetzt hat Lutz Zeit sich neu zu orientieren und die TOOH Zeit, einen neuen Intendanten zu suchen.

    Hoffentlich ist er so vernünftig und vermeidet ein „Nachtreten“!

  2. farbspektrum sagt:

    Bei der Soli-Welle, die Lutz bundesweit entgegengeschlagen ist, wird er sicher überall mit Kusshand genommen.

    • BEMO sagt:

      klar , überall dort , wo man gern ein opernhaus zu machen möchte . und damit das nicht so auffällt , läßt man ihn noch ein paar jahre klamauk inszenieren und dann wird er weiter gereicht . ich hatte mal ein schönes opern – abo . mann , ist das lange her ….

  3. Flo,Veit&Micha sagt:

    Stellungnahme der künstlerischen Leitung der Oper Halle zur heutigen Entscheidung des Aufsichtsrates

    Im Vorfeld der heutigen Aufsichtsratssitzung der „Theater Oper und Orchester GmbH“(TOOH) haben wir für unsere bisherige künstlerische Arbeit in Halle beachtlich viel Zuspruch und Unterstützung aus der Stadtbevölkerung erfahren, von der „Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle“ bis zu stadtbekannten Akteuren der lokalen Kunstszene, von Mitarbeiter*innen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bis zum Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt. Überregional haben beeindruckend viele Intendant*innen und Geschäftsführer*innen von Berlin bis München, von Hamburg bis Zürich bekundet, dass sie die Oper Halle als einen „außergewöhnlichen Leuchtturm der Mitteldeutschen Kulturlandschaft mit
    bemerkenswerter deutschlandweiter Strahlkraft“ wahrnehmen, und sich gemeinsam mit vielen weiteren gewichtigen Stimmen des überregionalen Kulturbetriebs für die Fortführung unserer künstlerischen Arbeit eingesetzt.

    Wir möchten heute der Stadt Halle, den Mitarbeiter*innen unseres Hauses, den Betriebsrät*innen der TOOH, unserem Sänger*innenensemble, unseren Kooperationspartnern in der Stadt und insbesondere unseren Zuschauer*innen dafür danken, dass sie uns seit nun bald drei Jahren die Möglichkeit geben, an der Umsetzung einer Vision von Oper zu arbeiten, die für inhaltliche Relevanz und ästhetische Zeitgenossenschaft steht. Dies wäre nicht möglich gewesen ohne unsere engen Partner in den anderen Sparten der TOOH, von denen an dieser Stelle Schauspielintendant Matthias Brenner und der bisherigen
    Leitung der Staatskapelle, Orchesterdirektorin Claudia Brinker und GMD Josep Caballé-Domenech, ausdrücklich gedankt werden soll.

    Wir freuen uns, dass es mit der künstlerische Neuausrichtung unseres Programmes gelungen ist, innerhalb von nur zwei Spielzeiten einen Großteil des Stammpublikums weiter an die Oper Halle zu binden und darüber hinaus viele neue Menschen für Musiktheater und Ballett zu begeistern. Angesichts des gewollten deutlichen ästhetischen Umbruchs waren Zuschauerrückgänge in den ersten Spielzeiten in gewissem Maße für jeden kulturpolitisch informierten Menschen zu erwarten.

    Nach unserer Einschätzung sind diese dennoch verhältnismäßig moderat ausgefallen: Vergleicht man die Gesamtzuschauerzahl unserer zwei bereits abgeschlossenen Spielzeiten mit den letzten beiden Spielzeiten unseres Vorgängers, ergibt sich ein Minus von etwa 9 Prozent. In 2018 konnten deutlich über 57 000 zahlende Zuschauer allein in der Opern- und Ballettsparte gezählt werden. Mit gut 1 140 000 Euro Einnahmen wurden nach heutigem Stand 80 000 Euro mehr Erlöse erzielt als im Wirtschaftsplan vorgegeben.

    Künstlerischer Freiraum ist nach unserer Ansicht die zentrale Voraussetzung für ein plurales, wirkmächtiges und lebendiges Kunst- und Kulturangebot, das Fragestellungen und Visionen unserer Zeit einen Raum zur  gesellschaftlichen Verständigung bietet. Die Geschäftsordnung der TOOH ist mit zahlreichen auch öffentlich diskutierten Widersprüchen versehen, deren Auswirkungen die Rückzüge unserer Vorgänger Axel Köhler und Klaus Froboese maßgeblich mitbegründet haben. Wir haben den Aufsichtsrat gemeinsam mit Schauspielintendant Matthias Brenner auf Grund der anhaltenden innerbetrieblichen Konflikte zwischen den künstlerischen Leitungen und Geschäftsführer Stefan Rosinski im Dezember gebeten, hier eine Grundsatzentscheidung herbeizuführen und halten es für folgerichtig, dass er dieser Bitte am heutigen Tage nachgekommen ist.

    Wir bedauern natürlich, dass heute in einer denkbar knappen Abstimmung die Entscheidung in Richtung eines Generalintendantenmodels unter der Leitung von Geschäftsführer Stefan Rosinski gefällt wurde. Wir hoffen inständig für die Kunst- und Kulturstadt Halle, dass dennoch die freie Entfaltung der Kunst mit allen dafür notwendigen Bedingungen – als dem eigentlichen Zweck einer subventionierten Kulturinstitution – auch in Zukunft die erste Priorität behalten kann. Unabhängig davon hoffen wir, dass wir uns ab heute für die kommenden zweieinhalb Jahre wieder voll auf die Kunst konzentrieren können. Voll Spannung erwarten wir die heutige Premiere von „Ariadne auf Naxos“ in der Regie von Paul-Georg Dietrich und freuen uns auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit den Inszenierungsteams von Nanine Linning und Peter Konwitschny. Spannende Spielzeiten liegen vor uns und unserem Publikum!

    Halle (Saale), den 22. Februar 2019

    Florian Lutz                                                       Veit Güssow                                          Michael v. zur Mühlen

  4. Flo, Veit & Micha sagt:

    Stellungnahme der künstlerischen Leitung der Oper Halle zur heutigen Entscheidung des Aufsichtsrates

    Im Vorfeld der heutigen Aufsichtsratssitzung der „Theater Oper und Orchester GmbH“(TOOH) haben wir für unsere bisherige künstlerische Arbeit in Halle beachtlich viel Zuspruch und Unterstützung aus der Stadtbevölkerung erfahren, von der „Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle“ bis zu stadtbekannten Akteuren der lokalen Kunstszene, von Mitarbeiter*innen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bis zum Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt. Überregional haben beeindruckend viele Intendant*innen und Geschäftsführer*innen von Berlin bis München, von Hamburg bis Zürich bekundet, dass sie die Oper Halle als einen „außergewöhnlichen Leuchtturm der Mitteldeutschen Kulturlandschaft mit
    bemerkenswerter deutschlandweiter Strahlkraft“ wahrnehmen, und sich gemeinsam mit vielen weiteren gewichtigen Stimmen des überregionalen Kulturbetriebs für die Fortführung unserer künstlerischen Arbeit eingesetzt.

    Wir möchten heute der Stadt Halle, den Mitarbeiter*innen unseres Hauses, den Betriebsrät*innen der TOOH, unserem Sänger*innenensemble, unseren Kooperationspartnern in der Stadt und insbesondere unseren Zuschauer*innen dafür danken, dass sie uns seit nun bald drei Jahren die Möglichkeit geben, an der Umsetzung einer Vision von Oper zu arbeiten, die für inhaltliche Relevanz und ästhetische Zeitgenossenschaft steht. Dies wäre nicht möglich gewesen ohne unsere engen Partner in den anderen Sparten der TOOH, von denen an dieser Stelle Schauspielintendant Matthias Brenner und der bisherigen
    Leitung der Staatskapelle, Orchesterdirektorin Claudia Brinker und GMD Josep Caballé-Domenech, ausdrücklich gedankt werden soll.

    Wir freuen uns, dass es mit der künstlerische Neuausrichtung unseres Programmes gelungen ist, innerhalb von nur zwei Spielzeiten einen Großteil des Stammpublikums weiter an die Oper Halle zu binden und darüber hinaus viele neue Menschen für Musiktheater und Ballett zu begeistern. Angesichts des gewollten deutlichen ästhetischen Umbruchs waren Zuschauerrückgänge in den ersten Spielzeiten in gewissem Maße für jeden kulturpolitisch informierten Menschen zu erwarten.

    Nach unserer Einschätzung sind diese dennoch verhältnismäßig moderat ausgefallen: Vergleicht man die Gesamtzuschauerzahl unserer zwei bereits abgeschlossenen Spielzeiten mit den letzten beiden Spielzeiten unseres Vorgängers, ergibt sich ein Minus von etwa 9 Prozent. In 2018 konnten deutlich über 57 000 zahlende Zuschauer allein in der Opern- und Ballettsparte gezählt werden. Mit gut 1 140 000 Euro Einnahmen wurden nach heutigem Stand 80 000 Euro mehr Erlöse erzielt als im Wirtschaftsplan vorgegeben.

    Künstlerischer Freiraum ist nach unserer Ansicht die zentrale Voraussetzung für ein plurales, wirkmächtiges und lebendiges Kunst- und Kulturangebot, das Fragestellungen und Visionen unserer Zeit einen Raum zur gesellschaftlichen Verständigung bietet. Die Geschäftsordnung der TOOH ist mit zahlreichen auch öffentlich diskutierten Widersprüchen versehen, deren Auswirkungen die Rückzüge unserer Vorgänger Axel Köhler und Klaus Froboese maßgeblich mitbegründet haben. Wir haben den Aufsichtsrat gemeinsam mit Schauspielintendant Matthias Brenner auf Grund der anhaltenden innerbetrieblichen Konflikte zwischen den künstlerischen Leitungen und Geschäftsführer Stefan Rosinski im Dezember gebeten, hier eine Grundsatzentscheidung herbeizuführen und halten es für folgerichtig, dass er dieser Bitte am heutigen Tage nachgekommen ist.

    Wir bedauern natürlich, dass heute in einer denkbar knappen Abstimmung die Entscheidung in Richtung eines Generalintendantenmodels unter der Leitung von Geschäftsführer Stefan Rosinski gefällt wurde. Wir hoffen inständig für die Kunst- und Kulturstadt Halle, dass dennoch die freie Entfaltung der Kunst mit allen dafür notwendigen Bedingungen – als dem eigentlichen Zweck einer subventionierten Kulturinstitution – auch in Zukunft die erste Priorität behalten kann. Unabhängig davon hoffen wir, dass wir uns ab heute für die kommenden zweieinhalb Jahre wieder voll auf die Kunst konzentrieren können. Voll Spannung erwarten wir die heutige Premiere von „Ariadne auf Naxos“ in der Regie von Paul-Georg Dietrich und freuen uns auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit den Inszenierungsteams von Nanine Linning und Peter Konwitschny. Spannende Spielzeiten liegen vor uns und unserem Publikum!

    Halle (Saale), den 22. Februar 2019

    Florian Lutz Veit Güssow Michael v. zur Mühlen

  5. Kunst sagt:

    Liebe Künstler, dass der Saal nicht gleich voll wird nach diesem Umbruch, war auch nicht das entscheidende Kriterium denke ich, obwohl die TOOH Gesamtwirtschaftlich in einer schwierigen Lage ist.
    Aber völlig inakzeptabel ist ein öffentlicher Streit über interne Fragen und Probleme zwischen Intendanten und Geschäftsführung! Dies ist nicht nur arbeitsrechtlich, sondern auch inhaltlich in der Bewertung ein Problem. In Konsequenz der gestrigen Entscheidung, sollte der AR auch über die Personalie Rosinski sprechen, um eine Neuausrichtung an der TOOH zu ermöglichen.

  6. Heinrich sagt:

    Macht die Bude zu. 95 Prozent von Halle merkt das gar nicht.

    • Kunst sagt:

      Unqualifizierte Sülze eines Minderbemittelten. Schau weiter dein Trash TV und Bildung bekommst du von der Bild.

    • Churchills größter Fan sagt:

      Völlig falsche Zahl. Soviele Bonzen gibt es in Halle garnicht. Da kommen noch etliche von außen angeflattert und amüsieren sich hier auf unsere Kosten. Wenn also schon Zahlen, dann gemessen am Einzugsgebiet – aber bezogen auf die Einwohnerschaft Halles: MEHR ALS 108% der Halleschen Einwohner würden ein Zumachen der Bude nicht mal bemerken!

      Statistik ist was ganz Tolles. Besonders dann, wenn man selbst Hand anlegt. Pfeif‘ auf die Realität. Immer druff.

    • Omun sagt:

      95 Prozent? 99 Prozent!

  7. kitainsider sagt:

    Vielleicht sollte diese Herren mal jemand die Auflagen des Landesverwaltungsamtes auf Grund der Verschuldungsorgie der Stadt in den letzten Jahre zeigen.

    • Tote Biene sagt:

      Willst Du die in den Suizid treiben? Nein? Warum machst Du dann so einen Vorschlag? Weißt Du, wieviel Beruhigungspillen das die Krankenkassen wieder kostet? Und die Psychokosten erst! Nein, bitte nicht solche Vorschläge! Gib denen noch einen Orden und lobe sie weg! Besser so.

  8. Komiker sagt:

    Dass hier ausgerechnet Brinker und Caballé Domenech gedankt wird, spricht ja schon Bände…
    Naja, Lügen haben kurze Beine.

  9. Veit Zessin sagt:

    Klasse! – Der Opern-Intendant kann also noch mehr als zwei Jahre die Zuschauerzahlen in den Keller fahren. „Ariadne auf Naxos“ dürfte die nächste Pleite werden. Das (zu Recht) nur selten aufgeführte Stück hatte erst im Dezember 2018 in der Semper-Oper Premiere. Da ist es nicht sehr originell und zudem geschäftlich unklug, in weniger als 200 km Entfernung Ähnliches aufzuführen.
    Mit dem unsensiblen Dirigenten Caballé (von seinen Untergebenen wurde dem Katalanen der Kosename „Kakerlake“ verpasst, was viel über die Chemie zwischen Dirigent und Orchester aussagt) waren Staatskapelle und Publikum über Jahre mehr als genug geknechtet. Hier ist zum Glück ein Befreiungsschlag gelungen.
    Klasse! – Der Opern-Intendant kann also noch mehr als zwei Jahre die Zuschauerzahlen in den Keller fahren. „Ariadne auf Naxos“ dürfte die nächste Pleite werden. Das (zu Recht) nur selten aufgeführte Stück hatte erst im Dezember 2018 in der Semper-Oper Premiere. Da ist es nicht sehr originell und zudem geschäftlich unklug, in weniger als 200 km Entfernung Ähnliches aufzuführen.
    Mit dem unsensiblen Dirigenten Caballé (von seinen Untergebenen wurde dem Katalanen der Kosename „Kakerlake“ verpasst, was viel über die Chemie zwischen Dirigent und Orchester aussagt) waren Staatskapelle und Publikum über Jahre mehr als genug geknechtet. Hier ist zum Glück ein Befreiungsschlag gelungen.
    Wer mit zu vielen Steuermitteln gemästet wird, vergisst seinen eigentlichen Auftraggeber: Das Publikum, das gerne für qualitativ hochwertige Aufführungen zahlt, nicht aber für hochwertige klassische Stücke, die hypermodern verbogen und mit reichlich Politpropaganda garniert werden. Klassik-Picknick, Bridges to Classic oder auch die Filmmusiktage und das Musical „Anny“ zeigen, das in Halle durchaus die Säle und Wiesen gefüllt werden können. Kultur soll in erster Linie unterhalten und entspannen, nicht aber permanent belehren. Von dem aus der DDR bekannten Anspruch „Kunst ist Waffe“ haben die meisten Hallenser die Nase gründlich voll und brauchen keine Neuauflage.

  10. Lobotomiker sagt:

    Am Donnerstag hatte sich die designierte Generalmusikdirektorin Ariane Matiakh in einem Brief an den Aufsichtsrat gewendet, der darauf hinweist, dass eine Vertragsverlängerung für Lutz „nur eine Verlängerung der Probleme wäre“, die sie im Opernhaus sieht. Demnach sei eine „Frustration eindeutig und allgegenwärtig spürbar“.
    Bei der Planung des Opernspielplanes sei man nicht vorangekommen, Pläne seien „lange geheim“ gehalten worden; zwei Mal habe sich der Oberbürgermeister einmischen müssen, um eine Entscheidung für den Spielplan zu erzwingen. „Ich glaube an die Talente von Florian Lutz“, endet der Brief. „Aber ich bin überze ugt, dass er viel mehr Raum, um seine Kunst zu entwickeln, an einem anderen Haus haben sollte.“

    https://mobil.mz-web.de/kultur/schluss-mit-lutz-vertrag-mit-halles-opern-intendanten-wird-nicht-verlaengert

    • Jawoll! sagt:

      Alle „Talente“ wegloben! Das ist der Weg! Jawoll! Könnt ihr nicht gleich die grüne Stadtratsfraktionsoberliese mit wegloben. Am besten nach Brüssel, da kann sie auch gleich für eine begrünte NATO streiten! Jawoll! Und dann fallen sofort andere Oersonalien ein; dazu später. Jawoll!

  11. farbspektrum sagt:

    „Auch überregional hätten „beeindruckend viele Intendant*innen und Geschäftsführer*innen von Berlin bis München“ bekundet, dass sie die Oper Halle als einen „‚außergewöhnlichen Leuchtturm der Mitteldeutschen Kulturlandschaft mit bemerkenswerter deutschlandweiter Stahlkraft'“ wahrnehmen. “ (MDR)
    Ich schlage vor, Lutz gestaltet mal die Bayerische Staatsoper in München um. Lippenbekenntnisse sind ja so kostenlos und unverbindlich.

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