Paulus-Wohnpark offiziell eingeweiht


Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn wurde am Dienstag der „Wohnpark im Paulusviertel“ offiziell eingeweiht. 29 Millionen Euro haben HWG und Papenburg mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen Hallesche Gesellschaft für Wohnen und Stadtentwicklung mbH (HGWS) investiert.

Das 1901 errichtete Regierungspräsidium und die daneben stehende Villa wurden saniert, zudem Neubauten errichtet. Die Ursprungsplanung war nach Anwohnerprotesten abgespeckt worden. Nun sind noch 116 Wohnungen entstanden (vormals 130) auf einer vermietbaren Fläche von 10.400 Quadratmetern (vormals 12.000). Auch die Zahl der Stellplätze wurde reduziert. Auch eine 1.000 Quadratmeter große Kita wurde eingerichtet.

Doch der Weg bis dahin war nicht einfach, schließlich gab es auch allerhand Proteste. Bereits im Juni 2012 hatten HWG und Papenburg ihr gemeinsames Unternehmen die HWGS gegründet, anschließend wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Ein Jahr später folgte der Bauantrag. Doch den Anwohnern war das Vorhaben zu mächtig. Insbesondere störte sie der Wegfall der Grünfläche. Per Gericht wurde ein Bebauungsplan durchgesetzt. Zwischendrin wurde auch noch das Gelände archäologisch untersucht, Siedlungsreste aus der Eisenzeit wurden entdeckt. Für eine Initiative von Nachbarn war das zwischenzeitlich abgespeckte Projekt immer noch zu monströs. Sie hatten deshalb gegen Bau geklagt, waren aber vorm Oberverwaltungsgericht gescheitert.