Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister warnt vor Energiekrise und fordert Bundesregierung zum schnellen Handeln auf

Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze fordert die Bundesregierung angesichts der für Verbraucher- und Unternehmen massiv gestiegenen Energiepreise zum schnellen Handeln auf. Konkret fordert er eine ernsthafte Diskussion über eine zeitweise Reduzierung oder Aussetzung von Abgaben, Steuern und Umlagen auf Strom, Gas und Öl.

„Neben den privaten Verbrauchern werden durch die Preissteigerung der vergangenen Wochen und Monate insbesondere Industrieunternehmen überproportional belastet“, so Minister Schulze. „Wenn diesem Trend nicht schnellstens entgegengewirkt wird, steuern wir auf eine schwerwiegende Energiekrise zu.“

Mit Blick auf die massiven Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und den damit verbundenen Arbeitsplätzen und der Wertschöpfung fordert Minister Schulze, in dessen Bundesland Sachsen-Anhalt die zwei größten Gasverbraucher Ostdeutschlands ansässig sind, von der Bundesregierung eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit der Problematik und ein zügiges Handeln, „damit wir Deutschland als Wirtschafts- und Industriestandort weiter stabilisieren und zukunftsfest gestalten können“, so Minister Schulze.

Weiterhin weist Minister Sven Schulze, der derzeit Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK) ist, darauf hin, dass auch die Produktion von Düngemitteln auf Grund der hohen Energiepreise derzeit mit extrem hohen Kosten verbunden ist. Das stellt wiederum eine große Herausforderung für die Bauern in Deutschland dar, die sich die hohen Düngemittelpreise nicht leisten können. Mittelfristig führt dies auch zu Ernteeinbußen und letztendlich zu höheren Lebensmittelpreisen für die Verbraucher.

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10 Kommentare

  1. Uwe sagt:

    Die Krise ist längst da und ein handeln überfällig, aber man hat eher den Eindruck die Politik verdient noch daran mir

  2. Karl-Heinz sagt:

    „Das stellt wiederum eine große Herausforderung für die Bauern in Deutschland dar, die sich die hohen Düngemittelpreise nicht leisten können. Mittelfristig führt dies auch zu Ernteeinbußen und letztendlich zu höheren Lebensmittelpreisen für die Verbraucher.“
    Also alle ran und selbst auf den Acker kacken. Jeder Schiss zählt und spart uns am Ende Geld beim Einkauf.

  3. 10010110 sagt:

    Konkret fordert er eine ernsthafte Diskussion über eine zeitweise Reduzierung oder Aussetzung von Abgaben, Steuern und Umlagen auf Strom, Gas und Öl.

    Wie wäre es mal lieber mit Reduzierung von Energie- und Ressourcenverschwendung? Wenn’s Geld knapp wird, muss man eben sparen, das weiß jede Privatperson mit gesundem Menschenverstand. Vielleicht motiviert die Kostensteigerung ja mal zu kreativen Innovationen im Bezug auf energiesparendere Produktionsprozesse? Und in den Büros ballern die Heizungen auf Stufe 4, damit die bewegungsarmen Mitarbeiter auch ja nicht frieren. 🙄

    • mirror sagt:

      Die Bürger mit geringem Einkommen sollen gefälligst sparen, die Abgeordneten können sich ihr gut geheiztes Einfamilienhaus auch bei steigenden Preisen leisten. Eine Politik der Verteuerung kann nie sozial sein.

    • Sebastian Orlach sagt:

      Na klar, lieber ein Laufband vor die Computer stellen!

  4. Jim Knopf sagt:

    Ja so ist es.

    Gas wurde auch immer zu verlässlich aus dem Osten geliefert.

  5. Physiker sagt:

    Atomkraft – ja bitte!

  6. Rudolf Prack sagt:

    Zeitnah werden die Grünen aus der Regierung verschwunden sein. Die CDU wird dann mitregieren. Geduld.

  7. lederjacke sagt:

    Wie wäre es, wenn Sachsen-Anhalt mehr preiswerte UND ökologische Energie produziert und damit die Energiepreise stabilisiert und zusätzlich noch nachhaltige Branchen ansiedelt. Ein Fall für den Wirtschaftsminister!