Stadtverwaltung sucht Geschäfte, die Mehrwegbecher akzeptieren

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23 Antworten

  1. Ardan Sortek sagt:

    Kleine Frage am Rande: Ist das seitens der Gastro-Hygiene-Vorschriften zulässig? Bzw. wenn der Kunde einen verdreckten Becher mitbringt, vielleicht nicht deutlich sichtbar verdreckt aber zumindest keimig, und ich den befülle, bin ich dann als Café-Betreiber in der Haftung, wenn es später heißt er hat sich den Magen an dem Heißgetränk von mir verdorben?

    Gabs dazu eine Prüfung und ein Ergebnis, mit dem man die Ladenbesitzer auch beruhigen kann?

    • Sebastian Orlach sagt:

      Die Deutschen sollten erstmal lernen, nicht das Geld mit der gleichen Hand zu wechseln, mit der auch Brötchen oder Wurst und Fleisch genommen werden, bevor man sich um so einen Irrsinn Gedanken macht…

      • Meckerbock sagt:

        na .. die Deutschen… kann man aber so auch nicht pauschalieren.. in meinem bäcker wird immer vor dem warenkontakt ein Tütchen über die Hand gezogen .. ( nicht geraucht) …

  2. mirror sagt:

    Bei der Stadtverwaltung ist immer noch nicht angekommen, dass die Öko-Bilanz von Mehrwegbechern schlechter ist als von Pappbechern. Ist es doch so ein schön einfaches Thema, mit dem man sich öffentlichkeitswirksam beschäftigen kann.

    • Ron sagt:

      „Immer noch nicht“ kling fast, als ob es eine endgültige Klärung gibt?! Man findet ungefähr gleich viele Ausführungen zu besserer bzw. schlechterer Ökobilanz von Mehrwegbechern. Also alles andere als eindeutig. 🙂

    • 10010110 sagt:

      Das hängt – wie auch bei Mehrweg-Stoffbeuteln – ja wohl davon ab, wie oft und lange man Mehrwegbecher verwendet.

      • Ron sagt:

        Das ist in den seriösen Studien natürlich berücksichtigt.

        • mirror sagt:

          Was sagen denn die seriösen Studien? Wie oft muss ein Mehrwegbecher verwendet werden, um in der Öko-Bilanz besser zu sein?

          • Ron sagt:

            Das kommt natürlich auf die Art des Mehrwegbechers an. Schon da gibt es signifikante Unterschiede.

            Ich hätte vielleicht besser schreiben sollen, Untersuchungen, die Art der Becher und Häufigkeit der Nutzung nicht beachten, sind unseriös. Ebenso pauschale Behauptungen, wie „das eine ist [ganz klar] besser als das andere“.

          • mirror sagt:

            „Nur wenn Keramikbecher jahrelang immer wieder genutzt werden – zwischen 500 und 3.000 Mal (so eine Untersuchung von TNO, einer niederländische Organisation für angewandte Wissenschaft), beginnen sich ihre Umweltauswirkungen zu neutralisieren.“

            Ich konsumiere maximal 1 Coffe-to-Go pro Woche. Das bedeutet bei 3.000 mal habe ich in 57 Jahren einen positiven Effekt. Hätte ich auch selbst drauf kommen können, dass nach meinem Ableben der Resourcenverbrauch geringer ist.

          • Spiegelleser sagt:

            Hier der Link zur Studie:
            https://www.tno.nl/media/2915/summary-research-drinking-systems.pdf

            Auftraggeber: Benelux Disposables Foundation

            Die Studie hätte natürlich auch zu einem anderen Ergebnis kommen können, wenn der Auftraggeber ein Verband von Einwegbecher-Produzenten ist. Völlig klar! 🙂

            Kleiner Tipp: Es gibt auch Untersuchungen, die nach 2007 veröffentlicht wurden und nicht mit damals schon (absichtlich?) falschen und veralteten Werten rechnen.

            Aber für’s trollen reicht’s vielleicht trotzdem?! 😉

          • Ron sagt:

            Ich muss zugeben, ich habe mich beim ersten oberflächlichen googlen von der Zahl der Berichte und Meldungen täuschen lassen! Bisher basieren sämtliche von mir gefundenen Ausführungen zur besseren Ökobilanz auf dieser TNO-Studie (oder geben erst gar keine Quelle an).

            Und eine 10 Jahre alte Studie im Auftrag der Einweg-Lobby – also ich weiß ja nicht…

          • mirror sagt:

            Die Deutsche Umwelthilfe spricht in ihren Publikationen auch nicht von einer besseren Umweltbilanz der Mehrwegbecher. Die sehen nur zwei Probleme mit dem Einwegbecher: gefällte Bäume und Müll. Wird wohl seinen Grund haben.
            1. Wir haben Landwirtschaft und Forstwirtschaft; Bäume werden gepflanzt, nach 30, 50 oder 100 Jahren gefällt und wieder gepflanzt. Warum einige am Holzschreibtisch sitzend den Baum zum Heiligtum erheben, verstehe wer will.
            2. Müll: Nach Umweltbundesamt werden 97,6% des Verpackungsmülls (Verband der Abfallwirtschaft 99%) recycelt oder thermisch verwertet. Die paar Pappbecher, die übrig bleiben, sind im Kontext des gesamten Müllaufkommens kein Thema.

            Nochmal meine These: Die Mitarbeiter des Umweltamtes der Stadt sollten die Ressourcen (Zeit und Kosten = Steuergelder) nicht auf Nebenkriegsschauplätzen verschwenden, sondern sich auf Themen mit Wirkung für die Umwelt konzentrieren.

          • Spiegelleser sagt:

            Aus einer Publikation der Deutschen Umwelthilfe:

            „Mehrwegbecher sind, trotz höherer Aufwendungen bei der Herstellung, deutlich umweltfreundlicher als Einwegbecher.“

            Sogar fett gedruckt, falls man den Text nur überfliegt.

            http://www.duh.de/uploads/tx_duhdownloads/DUH_Coffee-to-go_Hintergrund_01.pdf

          • mirror sagt:

            Die Studie der Deutschen Umwelthilfe hatte ich schon gelesen. Es wird in dieser Studie nicht die Öko-Bilanz der beiden Systeme verglichen, sondern nur mit Gesamtzahlen des Energieverbrauchs und Müllaufkommens hantiert.

            Die TNO-Studie ist zwar 10 Jahre alt, ich sehe aber keine wesentlichen Änderungen der Eingangsparameter, die eine neue Studie rechtfertigen würden. Das Ergebnis ist plausibel.

          • Spiegelleser sagt:

            Eingangsparameter, aha.

            „Die im Auftrag des Einweg-Industrieverbands „Benelux Disposables Foundation“ durchgeführte TNO-Studie geht beim Vergleich von Einweg- und Mehrwegbechern von realitätsfremden und verzerrenden Annahmen zu Gunsten der Wegwerfartikel aus.“
            (http://www.duh.de/becherheld_faq.html)

            Plausibel, soso.

          • mirror sagt:

            Der Populismus der Deutschen Umwelthilfe kommt an. Gegen eine wissenschaftliche Studie werden Behauptungen aufgestellt, ohne in einer eigenen Studie den Nachweis zu führen. Funktioniert offensichtlich.

          • Spiegelleser sagt:

            Oh, Populismus. Skurrilität statt Argument – wenig überraschend.

            Geschieht das andauernde bashing der Stadt und Stadtverwaltung aus verletztem Stolz oder ist es nur Langeweile?

        • mirror sagt:

          Ich hatte jetzt mal Inhalte erwartet oder zumindest einen Link auf seriöse Studien. Fehlanzeige! Nichts Genaues weiß man nicht.

          • Ron sagt:

            Das hatte ich mit meiner ersten Antwort auszudrücken versucht. War wohl unverständlich?

            Aber ich bin an Inhalten oder zumindest einem Link auf seriöse Studien interessiert, die deine Behauptung stützen. 🙂

          • Spiegelleser sagt:

            Geil! Macht unbelegte Behauptung, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, verlangt bei Hinweis auf andere Ansichten Belege.

            Google kaputt?

          • Spiegelleser sagt:

            Und ich hatte schon Angst, mein Lieblings-Troll hat sich getrollt. 🙂

  3. Wilfried sagt:

    Sich am Kaffee den Magen verderben? Da muß aber schon eine massive Vorschädigung vorhanden sein. Und eine bakterielle Schädigung ist bei heißem Kaffee wie gegeben? Bei wiewiel °C werden Keime abgetötet?

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