„Trothaer Wäldchen“: Umweltschützer sprechen von Vernichtungsfeldzug

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10 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Die Robinien werden ja nicht von jetzt auf gleich abgeholzt, sondern sterben langsam ab, wenn ich das richtig verstanden habe. In der Zeit können neue, autochtone, Bäume wachsen und es wird keinen „Kahlschlag“ geben.

    Ich finde (aus der Ferne kommentiert), man sollte das ganze nicht überdramatisieren. In der Heide wird jedes Jahr viel mehr Kahlschlag betrieben, und zwar aus rein (forst-)wirtschaftlichen Gründen.

    • Hinweis sagt:

      „In der Heide wird jedes Jahr viel mehr Kahlschlag betrieben, und zwar aus rein (forst-)wirtschaftlichen Gründen.“

      Deshalb muss man nicht an anderer Stelle auch noch Fehler machen.
      Wenn im Wäldchen Trotha 8500 von 12000 vorhandenen Bäumen durch Fällen (oder Ringeln und Fällen nach etwa 3 Jahren) verloren gehen, so ist das genau das: ein Kahlschlag. Den Verlust kann man sich in Prozenten ausrechnen, falls es dann besser vorstellbar ist.
      Ob tatsächlich Ersatzbäume gepflanzt werden (bisher ist in den Unterlagen nur von „ansäen“ die Rede, also Eicheln in den Boden bringen) und ob die auf diesem Boden überhaupt anwachsen und bei all der Trockenheit dank Klimawandel überleben, das ist so sicher wie ein Sechser im Lotto.

  2. HansimGlueck sagt:

    Seltsam wird es dann beim AHA leider, wenn, der Maxime folgend, jeder verlorene Baum ist Mord an der Natur, dann auch Monostrukturen gepriesen werden.

    Auch der AHA bedient sich natürlich immer des Totschlagsarguments „Denn bis die neuen Bäume große sind, dauerte es Jahrzehnte.“ Hat das mal jemand einem Wald gesagt, dass er bitte immer gleich groß zu bleiben hat.

    • Hinweis sagt:

      „Seltsam wird es dann beim AHA leider, wenn, der Maxime folgend, jeder verlorene Baum ist Mord an der Natur, dann auch Monostrukturen gepriesen werden.“

      Da spricht jemand, der noch nicht selbst vor Ort war. Das Wäldchen besteht nicht nur aus Robinien und Pionierpflanzen sind immer als Übergangsstadium zu verstehen. Sie bereiten durch ihren Stoffwechsel im Laufe von Jahrzehnten den Boden für andere Pflanzen. Der Mensch ist da nicht notwendig, das regelt die Natur ganz allein.

      „Hat das mal jemand einem Wald gesagt, dass er bitte immer gleich groß zu bleiben hat.“

      Normalerweise ist ein Wald immer „gleich groß“, da es ein gleichzeitiges und ständiges Werden und Vergehen in der Natur gibt. Den Kahlschlag hat der Mensch erfunden.

      • HansimGlueck sagt:

        Und Gott hat den Wald mit einem Fingerschnippsen geschaffen, dass er auf einmal so da war?
        Ich meinte, dass in der Vorstellung der Menschen ein Baum immer so groß und schön ist und eigentlich dem Idealbild einer Kinderzeichnung gleicht. Und genau so muss er bleiben, überall. Und wenn ein Baum neu „entstehen“ soll, dann bitte auch gleich so.

        Pionierpflanzen würden von alleine entstehen. Die Robinien sind aber teilweise so dicht von Menschenhand gepflanzt, dass da wenig anderes dazu gekommen ist.
        Ist nun nicht so schön dort, dass ich da öfter hinkomme, aber scheinbar ist zumindest die undurchdringliche Fichtenwand am Südrand schon verschwunden, hab ich auch keinen Aufschrei mitbekommen.

  3. Murmeltier sagt:

    AHA, die Liste der Leute um Hr. Liste, hat also wieder zugeschlagen. Habe mich schon gefragt, ob die sich inzwischen aufgelöst hätten. Hammse aber nich. Kann ich also weiterpennen – bis zum nächsten AHA-Erlebnis.

  4. Wilfried sagt:

    Schön vom AHA und seinem alter ego ProBaum…

    Warum wachsen eigentlich im Gelände des Arbeitsamtes in der Schopenhauerstraße so wenig Bäume? Hat Liste da das Aufforsten vergessen?

  5. Andreas Müller sagt:

    Die Wortwahl von Andreas Liste ist nicht die meine, aber er weist darauf hin, das die Robinie regelrecht verteufelt wird. Das Gelände ist eine Bergbaufolgelandschaft, in der alle Bodenarten durcheinander geworfen wurden. Die Robinien sind als Vorwald gesetzt worden, der seine Zeit noch nicht hinter sich hat. Sie haben den Boden dort biologisch aktiviert und gedüngt, so das sich die Standortbedingungen verbessert haben. Ob sie schon gut für Eichen sind, würde ich einem Standortgutachten entnehmen wollen. Ich hoffe, das es erstellt wurde. Sonst haben wir noch ein Risiko mehr.

    Das eine der übermäßigen Verlichtung des Wäldchens als Folge des Ringeln der Robinien ist bereits ein erhebliches. Wenn wir wettertechnisch Pech haben, ist es erstmal für lange Zeit vorbei mit Wald an dieser Stelle. Was die Bahn dort macht, sind aber keine forstwirtschaftlichen Eingriffe. Es ist die Übertragung von naturschutzfachlichen Ansprüchen auf einen Erholungswald, der durch den Betreuungsförster augenscheinlich sträflich vernachlässigt wurde. Mich würde sehr interessieren, was im gültigen Forsteinrichtungswerk dafür an Maßnahmen vorgesehen war. Gemacht wird eher das Gegenteil von guter Forstwirtschaft, wie so oft in Halle. Wer sich ansehen möchte, wie ein Wald nach übermäßiger Verlichtung, einem Sturmschaden (Friederike) und einem Dürrejahr aussieht, dem sei ein Spaziergang am Krankenberg in der Dölauer Heide empfohlen …

  6. farbspektrum sagt:

    Ach, nur der Herr Liste.

  7. HansimGlueck sagt:

    Klingt immer mehr, als würden sich die Menschen jedes Jahr eine Dürre herbei wünschen.

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