Umweltgerechte Verkehrsplanung für Halle gefordert


Die Stadt Halle braucht eine umweltgerechte Verkehrsplanung. Dieser Meinung ist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA). Er reagiert damit auf die Umfrage der Bürgerinitiative Hochstraße Halle zum Verkehrsplan. Nach einer Auswertung der ersten hundert Stimmen gab es eine Mehrheit für eine 3. Saalebrücke sowie ein LKW-Durchfahrtsverbot.

Die Fragen der BI basieren nach Meinung des AHA einseitig auf LKW und PKW „und blenden zudem Öffentlichen Personennahverkehr, Bahnverkehr für Personen und Güter, Möglichkeiten von örtlichen und regionalen Wirtschaftskreisläufen sowie Verkehrsvermeidung komplett aus.“ Zudem sei die Umfrage angesichts einer Einwohnerzahl von 240.000 nicht repräsentativ.

Zudem sehe man das Festhalten der Stadt Halle (Saale) an Planungen von einem weiteren Saaleübergang für einen falschen Weg. Die einst entstandenen sogenannten vier Vorzugsvarianten im halleschen Norden unweit des Hafens, zweimal auf der Peißnitzinsel sowie südlich der Rennbahn erscheinen für den AHA aus mehreren Gründen sehr problematisch. Schon im Februar hatte der Verein die Pläne kritisiert, unter anderem weil Naturlandschaften zerstört werden.

Autobahnen, Straßen und Saalebrücken könnten das Verkehrsproblem der Stadt Halle (Saale) und ihres Umlandes nicht lösen, so der AHA. „Stattdessen gilt es örtliche und regionale Wirtschaftskreisläufe, den Öffentlichen Personennahverkehr, den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene, den Fahrradverkehr sowie die Fußgänger zu befördern gilt.“ Deshalb müssten die Prüfungen für eine neue Saalebrücke sofort gestoppt werden.