Umweltschützer fordern Baustopp für Wegebau auf der Peißnitz – Schädigung des Auenwald befürchtet
In wenigen Tagen beginnt der Wegebau auf der Peißnitz. Für 230.000 Euro werden die Naturwege zu sogenannten „wassergebundenen Wegen“ in dem Naturschutzgebiet.
Umweltschützer fordern einen Stopp „dieser ökologisch katastrophalen Baumaßnahme, welche mit einer unsachgemäßen Verwendung von Steuermitteln einhergehen würde.“
Es bestehe die Gefahr der Schädigung der Wurzelbereiche der ohnehin von der jahrelangen Trockenheit und Sommerhitze gebeutelten wegnahen Großbäume wie bis ca. 300 Jahre Stieleichen, so der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder AHA. „Darüber hinaus erschweren solche Wege die Querung durch Klein- und Kleinsttiere.“
Offenbar hätten „ein Teil der halleschen Stadträte und der Verwaltung noch immer nicht begriffen, dass es sich um einen der arten- und strukturreichsten Auenwälder im Stadtgebiet von Halle (Saale) handelt und nicht um eine Parkanlage.“ Zudem wurden die Wege beim nächsten Hochwasser ohnehin wieder zerstört, das Schottermaterial im Auenwald verteilt, so der AHA.
Die Stadt setzt die Maßnahme im Rahmen des Fluthilfeprogramms der Bundesregierung um, die die Maßnahme finanziert. Sollte Halle nun doch auf den Bau verzichten, müsste die Stadt die schon angefallenen Planungsleistungen aus eigener Tasche zahlen.











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