Kostenloser ÖPNV für alle Schüler: Stadtrat soll im September entscheiden

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30 Antworten

  1. Steuerzahler sagt:

    So ein populistischer Blödsinn wieder in unserer hochverschuldeten Stadt.
    Das ist doch nur eine verdeckte Subventionierung der ineffzienten HAVAG.
    Schüler mit 3 km Weg bekommen es und gut sollte es sein. Warum sollten Schüler mit 500m Schulweg ein „kostenloses“ HAVAG Ticket bekommen?
    Kostenlos heißt ja nur – jemand anders zahlt dafür – Halles Steuerzahler.
    Hoffentlich geht dieser Unsinn nicht durch.

  2. Schülerfahrt sagt:

    Und was ist dann bei 2,9 km?
    Es geht wohl auch nur um weiterführende Schulen!

    • Seb Gorka sagt:

      Vielleicht warst du noch nicht so weit, aber gleich im zweiten Satz steht:

      „Künftig sollen aber in Halle alle Kinder und Jugendlichen diese Möglichkeit bekommen“

      „Alle“ schließt dann auch Sonderschüler ein, die direkt neben ihrer Schule wohnen.

  3. H0 Spur sagt:

    Warum? Na, um den ÖPNV zu stärken! Je mehr den Nahverkehr nutzen, umso besser! Dann müssen keine Eltern mehr ihre Sprösslinge im viel zu großen SUV vom Geigenunterricht abholen, um sie zum Schwimmkurs zu fahren … Weniger Autoverkehr sollte doch sogar Menschen freuen, die nie aus ihrem Blechhaufen aussteigen, da zumindest andere auf ÖPNV umsteigen und die Straßen leerer werden!

    • mirror sagt:

      Alternative wäre ein kostenloses Ticket für alle Hart-IV- und Wohngeldempfänger. Ein Klientel, das nicht unbedingt im Fokus der Grünen liegt.

      „Seit Gründung der GRÜNEN hat sich das Alter ihrer Wählerschaft geändert: Von 80 Prozent ist der Anteil der unter 35-Jährigen auf 10 Prozent gesunken. Auch die soziale Zusammensetzung hat sich gewandelt. Die Wähler der Partei haben überdurchschnittlich hohe Einkommen und sind vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt.“

  4. HansimGlueck sagt:

    Populistischer Blödsinn wird im September bestimmt noch mehr verhandelt werden.
    Manch einer findet das großartig und merkt es nicht, das nichts davon real werden wird.

  5. Rechnungsprüfer sagt:

    Was für ein Quatsch – jeder Schüler bekommt ein Zwangs-HAVAG Ticket, ob er es braucht oder nicht, ob er bedürftig ist oder mit Nachnamen Papenburg heißt – und den halleschen Steuerzahler kostet der Spaß dann geschätzt 5,1 Mio pro Jahr.
    Dafür soll eine hochverschuldete Stadt, die kurz vor der Zwangsverwaltung steht, das Geld ihrer Bürger ausgeben?
    Geht’s noch?

    • HansimGlueck sagt:

      Ob es wirklich so viel kostet, wäre mal eine berechtigte Frage.
      Die Schüler, die weit genug von der Schule weg wohnen, haben schon heute so ein Ticket. Die, die näher dran wohnen, werden die Leistung wohl eher selten in Anspruch nehmen. Wo da die dreifachen Kosten wie aktuell herkommen sollen, erschließt sich nicht so recht.

      • Achso sagt:

        Höhere Kosten können eigentlich nur entstehen, wenn die Nachfrage so ansteigt, dass zusätzliche Fahrten eingesetzt werden müssen.
        Und für den Druck der Fahrkarten, aber das wird wohl kaum in die Millionen gehen.

  6. Fadamo sagt:

    Der Stadtrat sollte lieber mal intensiv nachdenken, wie die Schüler am kürzesten zur Schule kommen. Ich hatte damals 5 Minuten bis zur Schule. Früher war alles besser ! Die jetzigen Politiker müssen wohl alle aus dem Labor kommen , wo experimentiert wird.

  7. Pudu sagt:

    Hier mal die genauen Bedingungen der Havag und der Stadt:
    https://havag.com/tickets/tarifinfos/schueler
    http://www.halle.de/de/Verwaltung/Online-Angebote/Dienstleistungen/?recID=561

    Zahlt die Stadt selbst die 2,1 Mio für die jetzige Schülerbeförderung an die Havag? Oder bekommt die Stadt das Geld vom Land/Bund etc. zurücküberwiesen?
    D.h. kann man sich beim kostenlosen Nahverkehr wenigstens die Antragstellung sparen oder müssen weiter Antrage gestellt werden, damit die 2,1 Mio weiter kommen?

  8. Cornelius sagt:

    Die Hauptlast dazu tragen doch wieder nur die umweltbewussten Dauernutzer der HAVAG, die jeden Tag fleißig mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren und ein Monats- oder Jahresticket haben. Studenten ( verbilligtes Semsterticket) und andere Gruppen mit Ausnahmeregelungen zahlen die Umsetzung dieser möglichen Entscheidung doch nicht. Ich hätte dafür nur Verständnis, wenn gleichzeitig alle Preise bei der HAVAG für 10 Jahre eingefroren werden und die Bahnkapazitäten erhöht werden. Aber sicherlich erhöht die HAVAG im Sommer eh wieder ihre Preise wie in jedem Jahr.

    • Achso sagt:

      Das Semesterticket ist nur deshalb „verbilligt“, weil alle Studenten unabhängig von der Nutzung das Ticket kaufen müssen. Es ist nicht zusätzlich subventioniert.
      Genauso schief könntest Du behaupten, dass die Einzelfahrkartenkäufer die Hauptlast tragen, weil sie pro Fahrt viel mehr bezahlen als ein Jahreskartenbesitzer.

  9. ZEN Radler sagt:

    Die dicken Kinder sollen laufen. Oder Rad fahren.
    Das Ganze ist doch nur eine Ausrede, um der HAVAG noch zusätzliche 5 Mio Steuergeld pro Jahr in der Rachen werfen zu können.
    Populistischer und unnötiger Quatsch.
    Die sollen erstmals in Halle für Sicherheit sorgen, Jobs schaffen, Schulden abbauen und die Infrastruktur reparieren.
    Danach kann man eventuell über unnötige populistische Wohltaten nachdenken.

    • Anonymes Wombat sagt:

      Rad fahren? Bei diesen Straßen?
      Wenn ich mal so richtig durchgerüttelt werden will, fahr ich zur nächsten Achterbahn, da hab ich wenigstens noch Spaß dran… 😉

  10. farbspektrum sagt:

    Finde ich gut. In der DDR konnten alle Kinder sich am gesellschaftlichen Leben ohne Abhängigkeit vom Geldbeutel der Eltern beteiligen und ihren Interessen nachgehen.
    Die Schere in der Gesellschaft für Kinder muss geschlossen werden.

  11. Hazel sagt:

    Eine Super Idee. Da warten wir schon lange drauf. Die Stadt Halle wäre kinderfreundlicher, wenn alle Schüler und Studenten kostenlos die Bahn benutzen könnten oder es kostengünstiger wäre. Es wird aber bestimmt wieder dagegen gestimmt. Eine Alternative wäre, die Monatskarte für Schüler im Preis zu senken.

  12. Beobachter sagt:

    Hat denn jemand bei MDV, ersatzweise HAVAG, OBS und Bahn nachgefragt, wie viel Umsatz mit Kinderfahrscheinen für die Zone 210 generiert wird?

    Es müsste doch in etwa dieser Beitrag ersetzt werden.
    (über 80% der Kinderfahrscheine für Halle werden von Halleschen Kindern genutzt)

  13. farbspektrum sagt:

    „Studenten kostenlos die Bahn benutzen könnten oder es kostengünstiger wäre.“
    Noch nicht kostengünstig genug?

  14. SR sagt:

    Die Krux ist natürlich bei den Kindern, welche de facto neben der Schule wohnen, Entfernungen bis 1km wären ja wirklich akzeptabel zu wohnen.

    Es gibt nur ein sinnvolles Modell und das heißt Zuschuss nach Entfernung!
    Jetzt schreit die verwaltung gleich wieder nach Aufwand. Blöd nur, dass es rechentechnik gibt, welche auch große datenmengen flott verwalten, wenn man weiß wie.

    folgend:
    >=2,5km 100% abgestuft auf den Mindestwert von <=500m = 0%
    entweder in 500m Schrittweite in 25% Abstufungen oder, und die 2. Variante wäre in der digitalen Welt auch kein Problem, auf 100m Schrittweite in 5% Abstufungen. Die fussläufigen Entfernungen werden ja eh am System in der Verwaltung ermittelt bei Beantragung der Schülerfahrkarte.

    Dies hätte den Vorteil, dass nicht die Stadt entscheidet, ob eine Schülerkarte beantragt wird, sondern den Eltern letztlich überlassen wird, einen Zuschuss zu bekommen oder nicht.

    Dieses Modell passt auch zur Fahrradvariante. Es gibt Strecken von 1 bis 3 km, welche sehr gut mit dem Rad bewältigt werden könenn, da ist es denkbar, dass die Eltern verzichten bei anderen kann der Fahrradweg auf einer kürzeren Strecke gefählich sein und die Eltern nehmen den Eigenanteil lieber in Kauf. SGBII Empfänger betrifft es eh nicht. Niedrigverdiener ohne SGBIi ist damit gut geholfen.

    Der Zuschuss der Stadt zur HAVAG fällt in diesem Modell sicherlich deutlich niedrieger aus. Bis zu einem km ist der Zuschuss zwar nur 25% aber diese Strecke kann Kind definitiv laufen.

    Eine Differenzierung nach GS und SEKII ist dabei auch überlegenswert.
    Übrigens gab es ja schon Ummeldungen zur Oma oder Tante, nur um die Karte zu erhalten, da ja nach meiner Kenntnis der Meldeort und nicht der Wohnort des überwiegenden Erziehungsberechtigten mit Aufenthaltsrecht genommen wird, wenn dieser auch in Halle wohnt!
    Bei geteiltem Erziehungsrecht, sollte derjenige Wohnsitz angenommen werden, dessen Erziehungsberechtigte/r mit Wohnsitz Halle im Sinne des Aufenthaltsbestimmungsrecht, am nähesten zur Schule liegt.

    Tricksereien mit Wohnorten muss entschieden entgegnet werden und bei den heutigen Konstellationen wird dies nicht einfach.

    Interessant könnte sein, wie hoch die Antragsquote der Eltern in den kürzeren Entfernugen ist und wie viel Geld sich einsparen ließe. Ich schätze mal, dass 50% weniger Kosten entstehen.

  15. farbspektrum sagt:

    Es gibt nur ein sinnvolles Modell. Die kostenlose Nutzung auch außerhalb der Schulfahrten, damit alle Kinder ihre Freizeit gestlalten können, Leider ist es nicht mehr so, dass die Mitgliedschaft in Vereinen nicht mehr nur ein paar Groschen kostet wie früher. So dass es da weiterhin Auschlüssse gibt. Soll jetzt eine riesiger bürokratischer Aufwand getrieben werden, um für jedes Kind individuell zu ermiiteln?

    • SR sagt:

      Freizeitaktivitäten zu finanzieren gehören nicht zur ordinären Aufgabe der Stadt. Es geht um Schülerverkehr und nicht Spiel und Spaß am Abend. Immer daran denken, diese Millionen welche dort ausgegeben werden, müssen entweder mehr eingenommen sein und dies geschieht in erster Linie durch die Gewerbesteuereinnahmen oder eingespart werden.
      Im Ausgeben ist man immer schnell zur Hand.

  16. Frager sagt:

    Warum soll ich für fremder Leute Kinder das HAVAG Ticket bezahlen?
    Wer etwas nutzt, zahlt dafür. Fertig.
    Und das Ticket ist schon hochsubventioniert, also mal die Kirche im Dorf lassen mit den „kostenlos“ Tickets.

    • StER Halle sagt:

      Warum sollen die Kinder fremder Leute deine Rente bezahlen?

      • SterSter sagt:

        Und die Krankenkosten im Alter?

      • HAVAG Sprecher sagt:

        Wenn die Rente in Deutschland mal vom Kopf auf die Füße gestellt würde – sprich Kapitalbasierend, wie in anderen Länder wäre – gäbe es dieses blödsinnige Argument nicht.
        Das würde jeder und jede Generation für sich selbst vorsorgen und fertig.
        Ob es dann in 50 Jahren nur noch 60 statt 80 Mio Deutsche gäbe, wäre dann völlig schnurz.
        So aber werde ich in die Rentenversicherung um Größenordnungen mehr einzahlen, als ich herausbekomme. Eine Farce.
        Nebenbei bemerkt: ich glaube nicht, dass die wohlstandsverwahrloste Generation Klimahüpf jobmäßig viel auf die Reihe bekommt. Und unsere superhochqualifizierten Zuwanderer schon gar nicht. Von reiner Anwesenheit auf in diesem Land finanziert sich nämlich keine Rente.
        Insofern wird das wohl eh nichts mit Rente.
        Also lasst sie ihre scheiß HAVAG Tickets gefälligst selbst bezahlen.

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