Saalesparkasse kündigt erste 500 Konten, weil Zustimmung zu neuen Bedingungen/Preisen fehlt – weitere könnten folgen

Die Saalesparkasse kündigt in einem ersten Schritt rund 500 Konten. Betroffen sind insbesondere von Kundinnen und Kunden, die bereits seit 2022 keine Zustimmung zu AGB-Änderungen erteilt haben. Die im Dezember zugestellten Kündigungen treten zum Ende Februar 2026 in Kraft.

Nach umfassenden Informationskampagnen und zwei schriftlichen Erinnerungsrunden werden in Kürze die Kündigungsschreiben verschicken. Und weitere könnten folgen, denn von den Kündigungen betroffen sie mittelfristig alle Kundinnen und Kunden, die den aktualisierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie den Preisänderungen, die am 1. Oktober 2025 in Kraft traten, bislang nicht zugestimmt haben. Die Betroffenen wurden mehrfach über die bevorstehenden Änderungen informiert, auf die Notwendigkeit der Zustimmung hingewiesen und über die möglichen Konsequenzen aufgeklärt.

Die Umsetzung dieser Maßnahme erfolgt dabei nicht freiwillig, sondern ist gesetzlich vorgeschrieben, betont die Saalesparkasse: Das heißt, dass Banken bei Änderungen ihrer AGB – insbesondere bei Anpassungen der ÜberweisungsModalitäten wie der Einführung von Echtzeitüberweisungen – die aktive Zustimmung ihrer Kundinnen und Kunden einholen müssen. Um die notwendige Rechtssicherheit im Zahlungsverkehr zu gewährleisten, benötigt die Saalesparkasse diese ausdrückliche Einwilligung. Eine Kündigung des Kontos erfolgt dabei nur als letzte Konsequenz, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Man bedauere diese Maßnahme ausdrücklich. Ziel ist es, die verbleibenden Kunden, die bislang noch nicht zugestimmt haben, zur Annahme der neuen Bedingungen zu bewegen und so eine reibungslose Fortsetzung der Geschäftsbeziehung sicherzustellen.

Kundinnen und Kunden, die eine Kündigung erhalten, hätten aber weiterhin die Möglichkeit, diese abzuwenden. Stimmen sie den neuen Bedingungen und den Preisänderungen bis Ende Februar zu, wird die Kündigung nicht vollzogen und das Konto kann wie gewohnt weitergeführt werden. Die Saalesparkasse zeigt sich hier flexibel und entgegenkommend, um langjährige Kundenbeziehungen zu erhalten.

Nach acht Jahren Preisstabilität wurden die Girokonto-Entgelte in diesem Jahr erstmals seit 2017 moderat angepasst. Auch mit den zum 1. Oktober 2025 eingeführten Preisen bleibt die Saalesparkasse absolut und unangetastet wettbewerbsfähig – nicht zuletzt aufgrund ihres umfangreichen Service- und Beratungsangebots, das im regionalen Finanzsektor zu den stärksten zählt.

Ein wesentlicher Vorteil der Saalesparkasse ist ihre klare Service- und Qualitätsorientierung: Kundinnen und Kunden erhalten kompetente und individuelle Beratung durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Region und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort kennen. Während viele Wettbewerber Filialstrukturen reduzieren oder persönliche Beratung nur noch eingeschränkt anbieten, hält die Saalesparkasse bewusst an einem engmaschigen Netz an Beratungs- und Serviceeinheiten fest.

Dieses Netz wird nicht nur erhalten, sondern gezielt weiter ausgebaut, um kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und einen verlässlichen Zugang zu Finanzdienstleistungen sicherzustellen. Die regionale Präsenz und die unmittelbare Erreichbarkeit von Fachleuten schaffen einen Mehrwert, der sich deutlich vom Angebot überregionaler Direktbanken oder stark verschlankter Filialbanken abhebt.

Die Digitalisierung des Bankgeschäfts erfordert zudem eine fortlaufende Anpassung der AGB, um den neuesten rechtlichen und technischen Entwicklungen gerecht zu werden. Kundinnen und Kunden profitieren dabei von einem hohen Maß an Sicherheit, einer benutzerfreundlichen digitalen Infrastruktur und erweiterten Serviceoptionen, so das Kreditinstitut.

Parallel dazu wurden die Kontomodelle für Privat- und Firmenkunden umfassend modernisiert. Ziel war es, die Angebote an die aktuellen Anforderungen und Nutzungsgewohnheiten anzupassen. Die neuen Modelle sind transparent gestaltet, bieten klare Leistungsstrukturen und ermöglichen Kundinnen und Kunden eine passgenaue Auswahl. Damit stellt die Saalesparkasse sicher, dass sich jedes Konto an den individuellen Bedürfnissen orientiert und ein zeitgemäßes, faires Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Die zum 1. Oktober 2025 in Kraft getretenen Änderungen wurden den Bestandskundinnen und -kunden frühzeitig und umfassend kommuniziert. Sie fallen zeitlich mit notwendigen Anpassungen verschiedener Bedingungswerke im Überweisungsverkehr zusammen – unter anderem im Zusammenhang mit neuen regulatorischen Vorgaben auf EU-Ebene und der verpflichtenden Umsetzung von Echtzeitüberweisungen. Für Neukundinnen und -kunden gelten die neuen Bedingungen bereits seit dem 15. April 2025.

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37 Antworten

  1. Der Steuerzahler sagt:

    Das ist kein Verlust. Wer als Privatperson heute noch ein Konto bei der Sparkasse besitzt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!

    • Detlef sagt:

      Wieso? Bin seit eh und je da und hab keine Probleme. Was ist dein Problem mit der Sparkasse?

      • Robert sagt:

        Die neuen Gebühren . Das sind die Probleme des kleinen Mannes . Daran sollte auch die Sparkasse denken .
        Nur die Gebühren erhöhen und der Kunde bekommt keine zufriedenstellende Gegenleistung , dass geht überhaupt nicht .
        Die Ost-Sparkassen haben sich auch schnell dem Kapitalismus unterworfen.

        • t-haas sagt:

          Ich kann das mit „keine Gegenleistung “ so nicht nachvollziehen. Woran siehst du einen mangel für dich? Und ja, auch die Sparkassen hier leben nicht im luftleerern Raum, ist so, normal. Du hast dich doch auch angepaßtund unterworfen. Oder?

      • naja sagt:

        …verwundert nicht wirklich.

    • lederjacke sagt:

      Das ist Quatsch. Ich preferiere klar Gemeinwohlorientierung statt Profitmaximierung. Bisher waren doch eher Kund*innen der Deutschen Bank oder der Postbank die Gelackmeierten. Das heißt nicht, dass es nicht auch berechtigte Kritik an der Saalesparkasse gibt, z.B. zu Gravo-Druck.

    • herrje sagt:

      Bleib schön in deiner virtuellen Welt, dann störst du die Leute in der realen Welt nicht. Danke

    • 10010110 sagt:

      Nein, der hat ein soziales Gewissen und setzt auf Finanzstabilität statt das Geld irgendwelchen raffgierigen Konzernen in den Rachen zu werfen, die letztendlich von der Sparkasse gestützt werden müssen, wenn der Kapitalismus mal wieder scheitert.

    • UlrPas sagt:

      Du scheinst ganz viel Ahnung zu haben.
      Sicherlich Direktbank Kunde.

    • Hausmeister sagt:

      Was für ein BS du hier wieder absonderst…

    • Michael Stuetzer sagt:

      Oder möchte vielleicht innerhalb Deutschlands in jedem noch so kleinen Dorf Geld abheben?

  2. Katrin sagt:

    So ist es……Sparkasse zu teuer !!!

  3. Wie böse. sagt:

    Die Spasskasse macht ernst. Alle fürchten sich. Hahaha.

  4. Halle 53 sagt:

    Also ich bin sehr zufrieden.

  5. Jim Knopf sagt:

    Die Rente kommt dann mit der Post .

  6. PaulusHallenser sagt:

    Vielleicht haben diese 500 Personen einfach keine Lust, die „Wohltaten“ der Saalesparkasse für Dritte zu finanzieren.

    Etwas Besseres als die Sparkasse findet sich allemal.

    • @Plusterbruder sagt:

      Dann hätten sie auch schon früher selbst kündigen können. Drei Jahre ohne Reaktion reicht aber eher nach „Karteileichen“.

      Weißt du von auch nur einer Beschwerde dieser 500 Kunden? Vielleicht ist ja alles so, wie es sein soll.

    • W sagt:

      Nenne mir eine Bank, die keine „Wohltaten“ verteilt. Lass hören, welche Bank du präferierst.
      Aber dass du das Wort in Anführungszeichen setzt, zeigt, wieder einmal, was Du so denkst.

    • 10010110 sagt:

      Und wieso haben diese 500 Personen dann nicht einfach schon längst gekündigt?
      Du sonderst aber auch aus Prinzip solchen Blödsinn ab, oder?

    • SaulusHallenser sagt:

      Warum sind sie dann nicht schon längst weg?

  7. verstehe das Problem nicht sagt:

    Die Sparkasse hat (lokal) das dichteste Filialnetz und (bundesweit) das dichteste Geldautomatennetz. Das kostet nun mal. Wer das will, ist über das Angebot froh. Wer das nicht will, findet genügend andere Banken. Es ist doch gut, wenn nicht alle das Gleiche anbieten.

  8. o l l i sagt:

    Na da bin ich Mal gespannt. Trotz dass ich nicht zugestimmt habe, wird mir schon der erhöhte Betrag abgezogen. Ist das überhaupt erlaubt? Was passiert mit meinen Anlagen, welche als Referenzkonto einzig ein Sparkassenkonto erlauben? Die Anlagen sind tatsächlich so richtig attraktiv und es wäre wirklich schade drum. Einige sind sogar noch auf 3 Jahre festgesetzt und könnten somit nicht ordnungsgemäß beendet werden. Bedenklich ist halt, dass mit Zustimmung zu den AGB (!) auch einfach die Preise angepasst werden. Na ich lasse mich Mal überraschen, zur Not gibt es Konten bei anderen Banken.

  9. Kritiker sagt:

    Vielleicht etwas weniger Gewinn ausweisen und dafür die Kosten niedriger halten.

    Es trifft ja vor allem Rentner und Menschen, welche nicht ohne Hürden in der Onlinewelt unterwegs sein können.

    Der Rest hätte ja Alternativen.

  10. armin mützenbecher sagt:

    In den neuen Geschäftsbedingungen ist mir was böses aufgefallen. Bis jetzt kriegt man bei Bankenpleite 100000€ pro Person entschädigt und neu ist 100000€ pro Konto, Sozeität oder Lebensgemeinschaft. Also nur die Hälfte. Es gibt bestimmt Menschen, die fleißig gespart haben und bei der bevorstehenden Bankenpleite dann wohl arm werden. Na haben Sie es auch überlesen. ich nicht und habe meine Bezihung zur Sparkasse beendet. bei jedem Aiszug kriegt man mitgeteilt, wo man sich melden soll, der Sicherungsfond, wenn die Bank pleite geht. es ist bald soweit. Liebe Kunden, die das nicht unterschreiben wollten und nun gekündigt werden, verteilt Euer Geld auf mehrere Banken und zeigt der Sparkasse den Arsch.

    • 10010110 sagt:

      Und morgen geht die Welt unter, wie jeden Tag. 🙄

    • o l l i sagt:

      Ist doch nicht schlecht? Jedes (Spar-) Produkt ist ein separates Konto, also ist man sogar über mehrere 100k abgesichert. Und die wirklich dicken Fische zählen sowieso nicht darunter, sondern zum (nicht einbehaltbaren) Sondervermögen. Ich weiß allerdings nicht ob das mit den 100k je Konto überhaupt geht, da ja 100k je Institut eine gesetzliche Vorgabe ist. Und die zusätzliche Absicherung würde der Sparkasse Unsummen kosten.

    • wissen viele nicht sagt:

      Wenn man zu zweit ein Konto führt, verdoppelt sich dadurch das Geld.

  11. Klaus sagt:

    Was passiert mit dem Geld von den gekündigt Konten? Wird das dann kostenpflichtig nach Hause geschickt?