Silbersack fordert mehr Prävention gegen Fahrraddiebstahl und mehr Bike-Sharing

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30 Antworten

  1. mbs sagt:

    Das man sowas von einen CDU-/FDP-Kandidaten hören darf… Ob man da die Wünsche der (jüngeren) Wähler jetzt ernster nimmt?

    Weniger Diebstähle und ein Fahrradleitsystem wären wünschenswert. Beides braucht aber eine ordentliche Infrastruktur. (Stichwort Fahrradparkhaus)
    Es ist schön mehr Räder auf die Straße bringen zu wollen, dann muss man aber auch Radwege ausbauen und besonders Rad- und Gehwege konsequent. Lösungen wie man sie am Riebeckplatz oder dem Franckeplatz sieht sind einfach unbefriedigend.

    • Fadamo sagt:

      Halle braucht doch nur separate Gehwege für Omi und Opi, die nicht schnell genug zur Seite springen können, wenn ein Radler angebraust kommt.

  2. farbspektrum sagt:

    Wie stellt er sich das vor? Wie viele Videokameras sollen installiert werden? Werden da nun Leute eingestellt, die den ganzen Tag auf Monitore starren oder werden gar die Aufnahmen nach einer Diebstahlsanzeige ausgewertet und nach 6 Monaten zur Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben.
    Oder ist es gar populistischer Wahlkampf?

  3. Achso sagt:

    Wichtig ist, worüber er nicht spricht. Zum Beispiel angemessene Radwege.
    Eine Radpolitik, die sich darin erschöpft, Radfahrer zum Kauf teurerer Schlösser aufzufordern, kann mir gestohlen bleiben (Wortspiel beabsichtigt).

    • max sagt:

      Also ich höre ständig Leute sagen: „Ach, wenn es nur Bike-sharing geben würde könnte ich hier prima über den Gehweg fahren.“

      • rupert sagt:

        Und die ganzen Fussgänger, die hier davon berichten, wie toll es mit den Radfahrern auf den Gehwegen in Halle so läuft.

        Sollten wir besser nicht ändern…
        Die neuen Pedelecs machen sich da sicher auch super.

  4. Jan Bühler sagt:

    Achso hat völlig recht – die Frage ist, was sonst noch so kommt. Bisher ist (online) noch nichts zu sehen – aber Zeit ist ja noch.
    Hoffnungsvoll stimmt, dass er Falschparken als Problem erkennt, und die Kritik an der Regeltreue Radfahrender maßvoll und sachlich ist.

    • Achso sagt:

      Zur Person Silbersacks habe ich mir noch keine Meinung gebildet, jedoch passen die Forderungen gut ins Bild seiner Partei. Wir haben hier kostenlose Investitionstipps für Fahrradbesitzer, warme Worte für gegenseitige Rücksichtnahme und die Unterstützung von Unternehmen (Bikesharing). Die Videoüberwachung ist nicht typisch FDP und kann als preisgünstige Geste an die CDU verstanden werden.

      Geld für Infrastruktur können die Radfahrer unter Silbersack also eher nicht erwarten. Denkbar wäre vielleicht, einzelne Fußwege bzw. Fußgängerzonen wie den Oberen Boulevard freizugeben

  5. farbspektrum sagt:

    Ich hätte gern mal ein Analyse, wie sich die Radler sozial zusammsetzen. Ich denke, es wird eine überraschend kleine Gruppe sein, die ein Einkommen oder eine Rente mit hoher Steuerbelastung hat.

    • rupert sagt:

      Der ADFC sitzt nach dem Hörensagen meistes im Stuhlkreis zusammen.
      Stuhlkreise bestehen aus mehreren zusammengestellten Stühlen.
      Das ist sehr sozial.
      Optional mit Tisch in der Mitte.
      Muss aber nicht.

      Gehen Sie mal hin und fragen einfach nach der Steuerbelastung.
      Die sind sehr bestimmt freundlich und diskutieren sicher auch mit Ihnen Rentenfragen.

      Hier die Termine für München, falls Sie mal länger vom PC wegkommen wollen:
      https://www.adfc-muenchen.de/veranstaltungen/stammtische/

    • max sagt:

      Das Internet scheint dich ja zu überfordern. Bevor du wieder ein Foto mit einer Webcam verwechselst hab ich das mal für dich gegoogelt. https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/fahrradmonitor-2017-ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile

      Seite 5 für dich. Wenn du einige Wörter nicht verstehst helfen wir dir gerne weiter.

      • farbspektrum sagt:

        Was soll ein bundesdeutscher Durchschnitt. Wo Halle mit beispielsweise Münster in einen Topf geworfen und er Durchschnitt errechnet wird?
        Ich schaue mir die radelnden Leute an. Ich schätze ein großer Teil Studenten. 30% der Kinder leben in H4-Familien. Viele alleinstehende Mütter, Ich sehe viele ältere Frauen. Der Anteil der jungen Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen ist sicher auch nicht gering.Diese Klientel wird wohl den größten Teil der Radfahrer ausmachen.

        • Bollwerk sagt:

          Was du so von dir gibst, kann eigentlich nur Satire sein. Allerdings sehr schlechte. Wobei das für deine Verhältnisse schon gut ist. Hast du deine „Analyse“ wieder von der Webcam aus erstellt? Mein Kompliment!

        • Auto fahren doch eigentlich nur noch die, die es unbedingt müssen (nach allen Aussagen hier). Also Vertreter, Handelsreisende, Bauarbeiter mit wechselndem Einsatzgebiet. Wer es sich leisten kann, fährt längst ganz andere Gefährte.

      • Statistik sagt:

        Die Teenies müssen ja eine Menge verdienen. Immerhin stellen sie die größte Nutzergruppe. Also diese Studie, auch wenn sie die Frage nicht direkt beantwortet, legt nahe, dass Farbspektrum Recht hat.

        • rupert sagt:

          Die Stadt Halle beachte bitte besonders auch folgende Folien:

          119: Verbesserungsvorschläge für den Radverkehr
          120: Gründe für Unsicherheit
          138: Hindernisse bei der Fahrrad-Nutzung

          • Robert sagt:

            Die Stadt Halle beachtet vor allem bitte, dass Radfahrer kein Geld einbringen. Weder direkt noch indirekt. Erstmal die KFZ Infrastruktur entsprechend heben. Was übrig bleibt kann ja in die Inklusion auf 2 Rädern gesteckt bleiben.

          • max sagt:

            Dazu Prof. Dr. Gössling 2018: „Ein mit dem Fahrrad zurückgelegter km repräsentiert einen gesellschaftlichen Nutzen von etwa 30 Cent; ein mit dem Auto zurückgelegter km dagegen gesellschaftliche Kosten von 20 Cent pro pkm“
            Quelle: http://www.vivavelo.org/fileadmin/inhalte/user_upload/Goessling_CBA_Auto-Fahrrad_0418.pdf

            Bei etwa 20.000 Personenkilometer pro Jahr und Auto erzeugt jedes einzelne Auto so 4.000 Euro Kosten für die Gesellschaft.

            Danke

          • Statistik sagt:

            Also Fakenews helfen wenig weiter. Wie kann die Allgemeinheit Kosten für Infrastruktur haben, wenn direkte Abgaben der KFZ schon deutlich mehr als die Gesamtinvestition in die Infrastruktur ausmachen? Wie können Kosten für Unfälle etc. so hoch sein, wenn Autofahrer sich separat Versichern?

            Warum zahlen die Autofahrer deutlich mehr pro Kilometer als die „Allgemeinheit“? An wen eigentlich?

            Die 30 Cent pro Kilometer bei den Radfahrern ergeben sich aus völlig fiktiven Gesundheitseffekten, welche in dem PDF natürlich nicht weiter erklärt werden.

            Aber gut, ich kann es nicht verdenken, es gibt halt wenig echte Argumente fürs Radfahren. Unsere Sekte muss halt einfach fest daran glauben.

      • max sagt:

        Kein Problem, ich habe dir ja Hilfe beim lesen angeboten. Wissenschaftliche Texte zu verstehen lernt man übrigens an der Uni, dann muss man auch nicht mehr umständlich schätzen.

        Öffne das Dokument und geh auf Seite 21. Da siehst du eine Erklärung zu den verwendeten Diagrammen.

        Dann weiter auf Seite 28. Hier sind gleich 4 Diagramme. Nicht erschrecken. Das oben rechts interessiert uns. Da steht, dass die Mehrheit der regelmässigen Nutzer aus der Oberschicht/obere Mittelschicht stammt. Und nein, mit 400€ BaFög zählt man nicht dazu.
        Wenn du doch mal das Diagramm Links oben anschaust erkennst du, dass die „Traditionell ausgerichtete Unterschicht“ das Auto bevorzugt. Wie bewegst du dich eigentlich so durch die Stadt?

        Ab Seite 111 findest du den Vergleich zwischen Stadt und Land. Inklusive einer Differenzierung verschiedener Ortsgrößen. Da innerhalb Deutschlands ein einheitliches Regelwerk für Verkehrswege besteht sind die Unterschiede zwischen Großstädten eher gering. Da haut auch der Fahrradring in Münster nichts raus.
        Sollte dir das alles zu Bunt sein (haha farbspektrum…) findest du auf Seite 126 eine Zusammenfassung für den Stadt-Land Vergleich.

        Eine Zusammenfassung/Übersicht aller Ergebnisse findet man schon auf Seite 7. Deine „überraschend kleine Gruppe“ beläuft sich auf 41% der Bevölkerung (regelmässige Fahrradnutzung)

    • 10010110 sagt:

      „Ich denke, es wird eine überraschend kleine Gruppe sein, die ein Einkommen oder eine Rente mit hoher Steuerbelastung hat.“

      Also ich sehe Dr. med. Detlef Wend immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Zählt der auch dazu?

    • Jan Bühler sagt:

      Welche Relevanz hat diese Frage? Ich bin da ja eher ein Fan „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ und „One man, one vote“.
      Ein Mensch auf dem Fahrrad ist besser für die Stadt, besser für die Umwelt und für den Menschen selbst als derselbe Mensch im Auto.

  6. farbspektrum sagt:

    Jetzt fängst du aber an zu tricksen.
    „77 Prozent der Befragten zwischen 14 und 69 Jahren fahren Rad, d.h. nutzen das Fahrrad mindestens selten als Verkehrsmittel oder in der Freizeit (z.B. zum Sport). “

    Das sind also 26%, die das Rad regelmäßig benutzen.

    „Wenn du doch mal das Diagramm Links oben anschaust erkennst du, dass die „Traditionell ausgerichtete Unterschicht“ das Auto bevorzugt. “
    Ich weiß nicht, wen „Unterschicht“ umfasst, Ich verstehe darunter Leute, die gar kein Auto haben und davon dürfte es in Halle eine Menge geben.
    Man merkt in Halle deutlich, wenn am Wochende die Studenten im Radverkehr fehlen.

    • Achso sagt:

      Es soll auch Arbeitsplätze mit Fünf-Tage-Woche geben.

    • max sagt:

      Wow! Das es so schlimm ist hätte ich nicht gedacht.

      Also nochmal (und diesmal schreibe ich extra langsam). Seite 7 „Zentrale Ergebnisse“ dritter Stichpunkt. „41 Prozent nutzen das Fahrrad regelmäßig als Verkehrsmittel und/oder in der Freizeit“
      Diese 41% (regelmässige Nutzung) sind eine Teilmenge der 77% (MINDESTENS seltene Nutzung). Denn, das Wort „MINDESTENS“ bedeutet, dass alle in Reihenfolge aufsteigenden Ergebnisse kumuliert (zusammengerechnet) werden.
      Nimm dir dazu bitte Zettel und Stift. Male einen großen Kreis und in diesen großen Kreis malst du einen kleineren Kreis, welcher jedoch vollständig vom großen Kreis umschlossen wird. Der große Kreis sind die 77% und der kleine die 41%. Jetzt malst du ausserhalb des großen Kreis einen ganz kleinen Kreis. Das sind alle Menschen die gar kein Fahrrad fahren (23%). Denn 100% minus 77% sind keine, wie von dir angenommen, 26%.

      „Ich weiß nicht, wen „Unterschicht“ umfasst“

      Auf Seite 16 findest du eine Erklärung des „Kartoffeldiagramm“, welches auch auf Seite 28 verwendet wird. „Je höher ein bestimmtes Milieu in dieser Grafik angesiedelt ist, desto gehobener sind Bildung, Einkommen und Berufsgruppe; je weiter es sich nach rechts erstreckt, desto „moderner“ ist die Grundorientierung des jeweiligen Milieus.“
      Dazu findest du ausserdem auf Seite 20 eine Kurzvorstellung der Sinus-Milieus. Titelunterschrift: „Milieus der unteren Mitte / Unterschicht“.
      Konkreter dargestellt als:
      „Die Sicherheit und Ordnung liebende ältere Generation“ (Von allen Menschen die dieser Schicht zuzuordnen sind fahren nur 27% täglich/mehrmals die Woche Fahrrad (Seite 28)) und
      „Die um Orientierung und Teilhabe bemühte Unterschicht“ (Von allen Menschen die dieser Schicht zuzuordnen sind fahren nur 28% täglich/mehrmals die Woche Fahrrad (Seite 28)).
      Erstere verspüren unter anderem ein „zunehmendes Gefühl des Abgehängtseins“ und zweitere haben mit „Verbitterung und Ressentiments“ zu kämpfen.

      Dagegen stehen z.B. die „Performer“ (Seite 18). 50% dieser Gruppe fahren täglich/mehrmals die Woche Fahrrad (Seite 28) und werden beschrieben als „Die effizienzorientierte Leistungselite“

      Achtung! Die Prozentwerte beziehen sich hierbei auf die jeweiligen Gruppen und nicht auf die Grundgesamtheit der Bevölkerung. Jedoch findest du auf Seite 22 Hinweise zur Berechnung des Index/der Standardabweichung.

      Es gibt noch viel zu entdecken mein Freund!

  7. farbspektrum sagt:

    „„41 Prozent nutzen das Fahrrad regelmäßig als Verkehrsmittel und/oder in der Freizeit“
    Das ist ja dein Trick.
    Willst du für Freizeitradler eine Infrastrukrur in der Stadt schaffen?
    Gern, wenn sie eine Vergnügungssteuer zahlen.
    Ich nutze mein Fahrrad auch in meiner „Freizeit“ . Dafür brauche ich aber keine neuen extra Infrastrukturen in der Stadt. habe ich noch nie gebraucht.
    Da kommt es nicht darauf an, wie schnell ich bin.
    Und nochmal: Jede Stadt eine eigene Sozialstruktur. Die kannst du nicht alle zusammenmantschen und einen Durchschnitt bilden.
    Du solltest vielleicht mal über Sozialstruktur in Halle informieren.

    „Dagegen stehen z.B. die „Performer“ (Seite 18). 50% dieser Gruppe fahren täglich/mehrmals die Woche Fahrrad (Seite 28) und werden beschrieben als „Die effizienzorientierte Leistungselite““
    Wie viele gibt es davon in Halle? Ist ihr Anteil in Halle nicht eher bescheiden.
    Lass dir doch mal Nachhilfe geben, wie Statistiken auszuwerten sind.

    • Statistik sagt:

      Die Gruppe der Performer ist auch so ziemlich gering, es ist natürlich nur ein billiger statistischer Trick diese hervorzuheben. Gerade in Städten wie Halle verschiebt sich das Bild enorm, wenn hier besonders viele Studenten auf dem Rad unterwegs sind, da werden auch nur Steuern vernichtet.

    • HansimGlueck sagt:

      Geh mal raus, du wirst dich wundern. Könnte aber dein bescheidenes Weltbild erschüttern.

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