Stadt stellt Vorplanung für Geh- und Radweg zwischen Dölau und Nietleben vor – rund 3,3 Millionen Euro werden investiert

Eine Lücke im Radwege-Netz in Halle (Saale) wird geschlossen. Ab sofort können sich Anwohner und Interessierte Bürger über die Vorplanung für den Neubau eines Geh- und Radwegs zwischen Dölau und Nietleben online informieren. Die Stadt Halle (Saale) stellt auf ihrer Internetseite die Ziele, die Kosten und die voraussichtlichen Auswirkungen der Baumaßnahme dar.

Rund 3,3 Millionen Euro sollen die Arbeiten nach jetzigem Stand kosten. Gebaut wird voraussichtlich in den Jahren 2024 bis 2026. Der Baubeschluss soll Ende 2023 vorliegen. Doch zuvor muss noch die Finanzierung geklärt werden, die Stadt hofft auf Fördermittel.

Rund 13.000 Autos am Tag nutzen die Straße. Rein rechtlich dürfen die Radler dort ebenfalls fahren. Die meisten verzichten aber aus Sicherheitsgründen auf die direkte Verbindung, rund 200 Radler sind trotzdem täglich unterwegs. Gern hätte die Stadt den Radweg auf der alten S-Bahn-Trasse gebaut. Bis zum Jahr 2058 hat der Verein “Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn” eine Betriebsgenehmigung


Mit dem Bau des Weges entlang der Salzmünder Straße und Heidestraße soll eine Lücke im Verkehrsnetz für Fußgänger und Radfahrer geschlossen werden. Die neue Anlage soll die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen und die Nutzung des Fahrrads attraktiver machen. Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung eröffnet das Planfeststellungsverfahren.

Für den Radweg hat die Stadt verschiedene Varianten geprüft und die Pläne dem Stadtrat vorgelegt – mal rechts, mal links der ehemaligen S-Bahn-Trasse, mal mit Querung in der Mitte. Die Stadt selbst favorisiert eine Führung des Radwegs durchgehend westlich der Salzmünder Straße / Heidestraße.

Weil im Zuge der Arbeiten auch die Straßenführung teilweise um einige Meter verlegt werden soll, macht die Hälfte der Baukosten der Straßenbau aus. Auch die Bushaltestelle “Am Heidesee” wird umgebaut. Eine Engstelle ist die Heidestraße noch zwischen der Straße Am Heidesee und dem Waidmannsweg. In diesem Bereich wird die Straße verschmälert, damit der Geh-/Radweg mit einer Gesamtbreite von 3,25 m angeordnet werden kann. Die an dieser Stelle vorhandenen Bushaltestellen und der Fußgängerüberweg werden laut Stadt beseitigt. Durch den Entfall des Überwegs und der Bushaltestelle sowie des Seitenstreifens auf der östlichen Seite könne Platz gewonnen werden.

Die Bürgerbeteiligung erfolgt online. Unter
https://www.halle.de/de/Verwaltung/Stadtentwicklung/Verkehr-allgemein/Planung/Gehradweg-Doelau-Nie-08621/ sind die Planunterlagen bis zum 30. September 2022 einsehbar. Hinweise und Fragen können per Mail an Verkehrsplanung@halle.de, über Telefon 0345 221 6273 oder -2351 und schriftlich an Abt. Verkehrsplanung, Am Stadion 5, 06122 Halle (Saale), gerichtet werden.

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52 Antworten

  1. Peter Zwegat sagt:

    Mal wieder sollen Steuergelder Halles Projekte finanzieren.

    • jetzt kommts sagt:

      Womit sollen Halles Projekte sonst finanziert werden?

    • Schlauberger sagt:

      Welche Gelder denn sonst?

      • Alt-Dölauer sagt:

        Hat man diesen blöden Eisenbahn-Verein eigentlich mal gefragt, ob er auf seine Rechte verzichtet. Ggf. gg. eine Entschädigung – was vermutlich immer noch billiger wäre. Und hab ich hier nicht mal gelesen, dass dieser seine Rechte verwirkt, wenn er die Trasse nicht pflegt und bewirtschaftet. Das ist längst der Fall – 2 Jahre ist nichts passiert. Bäume liegen über der Trasse. Das ist doch Wahnsinn!!

        • Manaz sagt:

          Die Strecke steht seit 2010 unter Denkmalschutz. Selbst wenn die Betriebsgenehmigung erlischt, darf an der Strecke keine Veränderungen vorgenommen werden.

          • Alt-Dölauer sagt:

            Typisch Deutschland, so verhindert man Vernunft und verhindert sinnvolle Massnahmen. Ich seh schon die Touristen zum Denkmal pilgern – aber nur die Schienendiebstahl-Touristen.

    • Blödquatscher entlarven sagt:

      Sind Hallenser denn keine Steuerzahler?

    • Steuerzahler sagt:

      Es werden immer Steuergelder sein, die in Straßen- und Wegebau der öffentlichen Hand fließen.

    • HALLEnser sagt:

      Ja wer oder was sollen denn sonst die Projekte finanzieren? Private, damit eine Maut für die Nutzenden der Straße / Wege erhoben werden kann? Ganz schön heiß heute …

  2. Scheiß egal sagt:

    Haut doch Millionen für einen Radweg raus.
    Scheiß egal.
    Trotzdem werden diese Grünen jeden Tag aufwachen und feststellen, daß kein Auto weniger auf den Straßen fährt. Und das werden sie bis an ihr erbärmliches Lebensende ertragen müssen.

    • Glaskugel sagt:

      Solange regieren die nicht mehr mit. Zeitnah sind die abgewählt.

      • HALLEnser sagt:

        Meine ich nicht 😉

      • wenn das große Frieren beginnt... sagt:

        Wohl eher mit Mistgabeln von ihren Posten verjagt.

      • Flitzpipe sagt:

        „Rein rechtlich dürfen die Radler dort ebenfalls fahren. Die meisten verzichten aber aus Sicherheitsgründen auf die direkte Verbindung“

        Es geht bei diesem Radweg nicht darum, dass weniger Autos fahren, sondern lediglich eine „leere Stelle“ zwicshen 2 Radwegen verbunden wird, damit die Radfahrer nicht auf der Straße fahren müssen. Rafft euch also mal.

        Zudem ist das Verhältnis der Ausgaben im Straßenbau 96,7% für Kraftfahrzeuge, 3.3% für Radfahrer…also kann keine Rede von „Haut doch Millionen für einen Radweg raus.“ sein, wenn man das Verhältnis betrachtet.

        Aber flennt ruhig weiter rum ihr kleinen Schneeflöckchen und Diven.

    • Hallodri sagt:

      Also mein Auto fährt jetzt schon täglich weniger auf Halles Straßen, weil ich einen wunderschönen ausgebauten Radweg auf meiner Strecke habe und es sich mit dem Fahrrad bedeutend billiger fährt. Damit hast du jetzt sicher nicht gerechnet, oder?

      • Lachmicheckig sagt:

        Dann kann die Straße rückgebaut werden.
        Müllkübel an der nächsten Straßenkreuzung bereitstellen, Notarzt kommt mit dem Fahrrad.

  3. JtD sagt:

    2000m Radweg für 200 Radler täglich. Es wäre doch besser, statt dessen 200m lange Mistpassagen mit 2000 Radlern täglich ordentlich auszubauen, von denen es in Halle mehr als genug gibt.

  4. Dölauer sagt:

    Da werden Millionen sinnlos verpulvert, unnötig Bäume gefällt und alles nur weil dieser bekloppte Verein eine Betriebsgenehmigung für eine Bahnstrecke hat, die in 100 Jahren nicht genutzt werden wird.
    Was hat der Verein bisher bewegt? NICHTS!
    Entzieht die Genehmigung und nutzt die vorhandene Fläche!
    Deutschland 22, man kann sich nur noch an den Kopf fassen

  5. Analäna Kriegsböck sagt:

    Die Straßenbeleuchtung kann von Grund eingespart werden. Die Leuchten auf dem Rad wollen keins.

  6. Lachmicheckig sagt:

    Es ist schade, dass ein paar Verspielte eine nicht genutzte Gleistrasse so blockieren können.Wenn ich den gemeinsamen Fuß-/Radweg sehe, denke ich mit Schaudern an die Hafenbahntrasse. Wobei hier sicher weniger Fußgänger unterwegs sind, weil sie lieber durch den Wald laufen als neben einer Straße.

  7. Leo sagt:

    Ich nutze die Hafenbahntrasse jeden Tag mit dem Fahrrad. Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern bemerke ich selten. Kommt natürlich vor.
    Ich habe zwei Probleme:
    1. Hat der Verein die Strecke gekauft? Wenn nein Halle ran!
    2. Muss ein Radweg/Fußweg 3,3 Meter breit sein? Da ist ja genug Platz für mein G Modell AMG 66.

    • Ed Ducation sagt:

      Ja, ein Zweirichtungsfußradweg muss 3.3m breit sein.

      • Manz sagt:

        Zu 1.

        1a. Eigentümer ist die ROP Roth AG an die die Bahn die Strecke verkauft hat. Die ROP Roth AG wollte die Gleisanlagen abbauen und verwerten. Diese wollte die Strecke entwidmen lassen, was aber nicht genehmigt und auch in Gerichtsurteilen untersagt wurde.

        b. Die Betriebsgenehmigung für den Abschnitt Nietleben-Hettstedt liegt bis 2058 bei der Deutsche Regionaleisenbahn

        c. Der Zug mit den Radweg ist so wie so abgelaufen, da die Strecke seit 2010 unter Denkmalschutz steht (siehe dazu unter 1.) und das ist auch der Grund, warum die Gerichte einen Zurückbau untersagt haben. Auf deutsch: da darf nicht mal eine Schraube aus den Schwellen entfernt werden.

  8. Pit Strom sagt:

    Die Betriebsgenehmigung hat NICHT der Verein der HHE sondern der Deutsche Bahnkundeverband e.V. , Sitz Berlin vom Land S/A erhalten.

  9. Maria45 sagt:

    Irrwitzig, ein Verein bekommt das Nutzungsrecht für die Gleistrasse, nutzt sie aber nicht und blockiert damit eine sinnvolle Nutzung. Zumindest die Gemeinnützigkeit müsste diesem Verein entzogen werden.

  10. Der Bundesbeauftragte für Halle sagt:

    Ein Radwegbau für 3,3 Mio EURO mit einigen Radfahrern. Das ist nicht idiotisch, sondern schon vollidiotisch! Es würde reichen, die alte 1,2 m Breitspurtrasse der DR zwischen den Gleisen zu asphaltieren und fertig. Alles andere ist Verschwendung und macht die Energiesparmaßnahmen der Stadt unglaubhaft und lächerlich.

    • Derda sagt:

      Du bist saudoof! Die DR und die DB haben wie viele Eisenbahnen eine Spurweite von 1435mm (Normalspur), wie man nachlesen kann, wenn man das eben kann.
      Und deinen Kopf sollte man einbetonieren. Der ist eh zu nix nütze.

  11. Der Bundesbeauftragte für Halle sagt:

    Wenn das wegen der Stiftung „Heimateisenbahn“ rechtlich nicht geht, sollte man die Verwaltung zur Aufgabe dieses Plans zwingen und alles im Zuge der notwendigen Straßensanierung zu gegebener Zeit planen.

    • Manz sagt:

      Es liegt nicht an dem Verein, sondern daran, dass die Bahnstrecke unter Denkmalschutz steht. Deswegen darf daran auch keine Änderung vorgenommen werden. Das ging sogar bis vorn Bundesgerichtshof.

  12. Oje... sagt:

    So viel Idiotismus von menschenfeiondlichen Auto-Fanatikern hier. Wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.