Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt 2,5% teurer als vor einem Jahr – Preise für Kaffee, Schokolade, Obst und Fleisch besonders gestiegen

Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im Juli 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 % gestiegen, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Im Vergleich zum Juni wuchsen die Preise für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich um 0,2 % und erreichten damit einen Indexstand von 123,9 (Basis 2020 = 100).

Erneut mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke deutlich mehr aufwenden als noch im vergangenen Jahr (3,9 %). Für Kaffee und Ähnliches musste im Schnitt 31,1 % mehr ausgegeben werden, für Kakaopulver oder Ähnliches 29,3 % und für Schokoladen 28,6 %. Auch für Obst, frisch oder gekühlt (+10,3 %), Rind- und Kalbsfleisch (+13,0 %) und Vollmilch (+8,1 %) wurden höhere Preise verlangt. Günstiger als im Juli 2024 waren Zucker (-31,4 %), Olivenöl (-20,6 %), Speiseeis (-9,7 %) oder Gemüse (ohne Kartoffeln), frisch oder gekühlt (-4,4 %).

Weniger stark verteuerten sich die Kosten für Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe (+1,0 %) zum Vorjahr. Energieträger verbilligten sich mit Ausnahme von Fernwärme u. A. (+1,9 %). Heizöl (-8,4 %), Erdgas (-4,8 %), jeweils einschließlich Betriebskosten, Strom (-5,1 %) und Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-8,0 %) wurden günstiger angeboten als noch im Juli vergangenen Jahres. Gegensätzlich dazu wurden die kalten Nebenkosten durchschnittlich teurer. Für die Wasserversorgung wurden im Schnitt 11,0 % höhere Abgaben fällig, für Müllabfuhr 9,6 % und für Abwasserentsorgung 2,4 %.

Saisonbedingt günstiger als noch im Vormonat wurden Artikel der Gruppe Bekleidung und Schuhe angeboten (-4,4 %). Bekleidung für Damen (-5,9 %), für Kinder (-4,3 %) sowie für Herren (-4,2 %) waren im Juli 2025 aufgrund von saisonalen Abverkäufen günstiger. Mit Beginn der Urlaubszeit stiegen im Juli die Preise für einige Reiseartikel. Für CDs, DVDs und Ähnliches, unbespielt, wurden im Monatsvergleich 21,9 % höhere Preise aufgerufen, um beispielsweise die Urlaubsfotos zu sichern. Pauschalreisen ins Ausland waren für Kurzentschlossene 10,7 % teurer als noch im diesjährigen Juni. Auch der Download des E-Books verteuerte sich im Monatsvergleich um durchschnittlich 6,6 %.

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10 Antworten

  1. Robert sagt:

    Und woran liegt es , dass die Preise immer weiter steigen ?

    • tja... sagt:

      Jeder Verkäufer ist für seine Preise selbst verantwortlich.

      Das Amt für Preise haben deine Eltern/Großeltern 89 hinter der Gardine stehend abgewählt.

      • Emmi sagt:

        @tja, warum musst du so beleidigend werden ? Die Verkäufer sind nicht alleine verantwortlich, da ist noch immer der Großhandel dazwischen. Solltest du eigentlich wissen.

    • Daniel M. sagt:

      Weil Lebensmittel vorher viel zu billig waren und man so langsam annähernd den tatsächlichen Wert bezahlt. Wobei das noch lange nicht so ist. Essen ist eben etwas wert!

      • Auf jeden Fall sag ich auch was sagt:

        Haste fein aufgepasst bei deinem Aufbauseminar in der Umwelt- und Parteischule. Wirklich nicht schlecht, wäre fast darauf reingefallen.

      • Fragjanur sagt:

        Was ist, wenn jede Branche ihren Wert entdeckt. Was ist dann? Dann ist es so, dass alles gleich wert ist.