212 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte im Nahverkehr in Sachsen-Anhalt in den nächsten zwei Jahren

In diesem und im nächsten Jahr unterstützt das Land Sachsen-Anhalt den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit einem umfangreichen Investitionsprogramm. Es sind Fördermittel in Höhe von insgesamt gut 212 Millionen Euro geplant. „Mit dem Geld stärken wir das System des öffentlichen Nahverkehrs, gestalten das Angebot attraktiver und gewinnen damit neue Fahrgäste“, erklärte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens heute nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Außerdem werde damit etwa das vierzehnfache an Gesamtinvestitionen auf den Weg gebracht.
Nach den Worten der Ministerin werden die Fördermittel von Bund und Land zur Verfügung gestellt. Die Summe aus Bundesfinanzhilfen (Regionalisierungsmittel) und Bundeszuweisungen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz liege bei etwa 136 Millionen Euro. Das Land beteilige sich mit gut 76 Millionen Euro am Investitionsprogramm.
„Wir geben damit auch wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande“, betonte sie. In vielen Fällen übernehme das Land mit seinem Beitrag die nötige Anschubfinanzierung, um große Vorhaben in Gang zu bringen und damit wichtige Investitionen nach Sachsen-Anhalt zu holen. Zugleich helfe die Landesförderung den Kommunen, ihre eigenen Nahverkehrsinvestitionen zu finanzieren, ergänzte die Ministerin.
Über das ÖPNV-Investitionsprogramm sollen in den nächsten beiden Jahren rund 270 konkrete Projekte gefördert werden, darunter knapp 60 neue Vorhaben. Beispielhaft nannte Hüskens
die Sanierung und den Ausbau von Bahnstationen im Bahnhofsprogramm entsprechend einer Rahmenvereinbarung mit der Deutsche Bahn AG,
- in Berga-Kelbra, Ditfurt, Erdeborn, Güsten, Oebisfelde, Zerbst (Anhalt)
die Umgestaltung von Bahnhofsumfeldern im Schnittstellenprogramm zu barrierefreien, gut funktionierenden und attraktiven Verknüpfungspunkten der verschiedenen Verkehrsmittel,
- Ditfurt, Fischbeck, Gräfenhainichen, Hettstedt, Kötzschau, Möser, Neinstedt, Stumsdorf, Weißenfels und Wolmirstedt
die Revitalisierung von Bahnhofsgebäuden („REVITA“),
- in Gardelegen, Magdeburg-Buckau, Magdeburg-Neustadt, Schönebeck (Elbe), Zerbst (Anhalt)
den Ausbau und die Erweiterung des landesweiten Auskunftssystems für den öffentlichen Verkehr INSA (dynamische Fahrgastinformation mit Echtzeitdaten, Erweiterung Tarifauskunft, Anschlusssicherung) und
die Förderung des Aus- bzw. Neubaus von Gleisanlagen für Straßenbahnen, einschließlich Großvorhaben im Rahmen des GVFG-Bundesprogramms in Halle und Magdeburg sowie
- Stadtbahnprojekt Halle (Saale) und 2. Nord-Süd-Verbindung Magdeburg
den Öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) und
- Wiederherstellung des Straßenbahnbetriebshofes Nord der MVB GmbH
die Fahrzeugförderung.
- Beschaffung von Straßenbahnfahrzeugen in Halle (Saale) und Magdeburg
„Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrsmittels. Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infrastrukturen: Radwege genauso wie Straßen, mitsamt den Brücken und natürlich attraktive Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Daran arbeiten wir. Jeden Tag. Die vielen Projekte sind gelebte Beispiele dafür“, hob Lydia Hüskens mit Blick auf die umfangreich geförderten Investitionen abschließend hervor. Die Strategie des Landes entspreche den Aufgaben und Zielen, wie sie im Gesetz und im Plan des öffentlichen Personennahverkehrs festgeschrieben seien.
Alles nur bla bla bla. Nichts konkretes ,welche Maßnahmen damit realisiert werden sollen.
Hast du mehr als die Überschrift gelesen? Da stehen jede Menge konkrete Projekte … Oder kannst du dir darunter nichts vorstellen?
Prima.
Für Halle bedeutet das: noch mehr HAVAG Gleise ins nirgendwo, die sich niemals wirtschaftlich tragen und wo auch eine Buslinie reicht. Noch mehr Strecke, die im Winter nicht freigehalten werden kann, noch mehr sinnlose Kosten, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden.
Den Genies bei HAVAG und Co sind die Folgekosten solchen Treibens immer völlig egal, Hauptsache „Fördergelder“ – dann setzt jeglicher betriebswirtschaftlicher Verstand völlig aus.
Kommt alles nicht aus deiner Tasche.
ÖPNV ist Daseinsfürsorge! Das kann und muss sich niemals rechnen. Genausowenig wie beispielsweise Straßenbau. Da jammert aber keiner, das der Steuerzahler diese Kosten aufgebürdet bekommt. Und was meinst du, wer die öffentlichen (Ab)Wasserkanäle bezahlt? Nur um mal ein weiteres Beispiel für Daseinsfürsorge zu nennen. Es gibt neben dem Autoverkehr nunmal auch andere Dinge, die sich eine Gesellschaft leistet und der Steuerzahler dafür aufkommt.
Selten so einen Käse gelesen.
Jede Verschwendung von Steuergeldern zur „Daseinsfürsorge“ zu erklären ist ein Witz.
Von A nach B zu gelangen ist doch ziemlich wichtig, meinst du nicht?
Na sicher. Aber auch Privatsache.
Der Nannystaat ist nicht dafür verantwortlich deinen A… von A nach B auf Steuerzahlerkosten zu bewegen.
Ab sofort nur noch Privatstraßen.
Dann alle Straßenrandparkplätze abschaffen und Autofahrer die realen Kosten für ihr privates Hobby tragen lassen.
Die einseitige Sicht eines Autofahrers.
Die Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen, sonst hätte niemand das Reiten gelernt oder verschiedene Fortbewegungswege erfunden.
Daraus leitet sich für den Staat eine Aufgabe ab, die derzeit nur teilweise korrekt erfüllt wird. Alles ist stark „Pro-Auto“, wobei die Vorteile immer privat sind, während die Kosten gemeinschaftlich verteilt werden.
Ich hätte gerne mal Zahlen gesehen, wo das meiste Geld hin geht.
Aha, Bahbhof in Erdeborn erneuern, ein Dorf wo sowieso jeder ein Auto hat, und für den Rest ein Bus reicht. Aber man hat es ja. Dafür verkommen die Straßen massiv.
Wenn JEDER ein Auto hat, welcher REST soll dann mit dem Bus fahren?
Schonmal dran gedacht, dass man damit ein Angebot schaffen möchte, damit Menschen auf die Schiene umsteigen?
Und das Schienennetz inklusive Bahnhöfe ist in den letzten Jahrzehnten so sehr vernachlässigt worden, da sind die Straßen in allerbesten Zustand im Vergleich. Bis dieser Rückstand überhaupt mal aufgeholt werden kann, werden viele Jahre vergehen…
Kinder und Jugendliche können nicht Auto fahren, manche alten und behinderten Menschen auch nicht. Jedes Dorf sollte froh über einen Bahnanschluss sein, wenn es sich nicht wünscht auszusterben.
In Erdeborn, bin zwar schon lange nicht mehr dort durchgefahren, sind maximal nur paar Wartehütten auf den Bahnsteigen. Aber auch die müssen mal erneuert werden, und auch die Bahnsteige. Wenn der gewünschte Zug Verspätung hat und es regnet/schneit, sollten doch die wartenden Fahrgäste wenigstens eine Möglichkeit zum Drunterstellen haben. Und auch eine elektronische Anzeige sollte heute schon sein.
Bei der HAVAG sollte zu allererst und ganz dringend in die Sicherheit der Gleisanlagen und der Schienenfahrzeuge für Fahrgäste und Personal investiert werden.
Oh, ich hab gehofft, dass die Fahrpreise sinken!
Diese sind unverschämt hoch und steigen Jahr für Jahr, das macht den ÖPNV immer unattraktiv!
Wie lange lebst du denn schon in der Marktwirtschaft? Oder bist du erst letztes Jahr in Marktwirtschaft? Oder bist du erst letztes Jahr von südlich der Sahara nach Deutschland gekommen?
Im August wird der MDV die Preise erhöhen, im Dezember die DB.
Hoffen wir, dass zumindest ein Teil die zukunftsorientierten, umweltfreundlichen Investitionen umgesetzt werden. In der Vergangenheit hat man auch große Töne gespuckt und es ist nicht viel passiert. Verkehrsminister aus der CSU haben es ja regelmäßig verkackt. Hoffen wir, dass jemand aus der CDU wenigstens ein wenig mehr Qualifikation mitbringt. Zu wünschen wäre es uns allen.
Sachsen-Anhalt hatte noch nie einen CSU-Verkehrsminister.
Wie lange lebst du denn schon in der Marktwirtschaft? Oder bist du erst letztes Jahr in Marktwirtschaft? Oder bist du erst letztes Jahr von südlich der Sahara nach Deutschland gekommen?
Im August wird der MDV die Preise erhöhen, im Dezember die DB.