75.000 Euro städtische Fördermittel für Radio Corax: FDP wollte Mittel wegen linksextremer Projekte streichen

Radio Corax kann auch in den kommenden Jahren auf Unterstützung aus der Stadtkasse bauen: Der Kulturausschuss der Stadt Halle (Saale) hat am Dienstag beschlossen, den Trägerverein Corax e.V. in den Jahren 2026, 2027 und 2028 jeweils mit 25.000 Euro zu fördern – insgesamt also 75.000 Euro. Damit erhöht sich die jährliche Zuwendung um 2.000 Euro gegenüber den bisherigen Jahren.

Tim Kehrwieder (FDP) hatte zuvor beantragt, den nichtkommerziellen Lokalsender ganz von der Liste der Zuwendungsempfänger zu streichen. Seine Kritik entzündete sich an einzelnen redaktionellen Beiträgen des Senders, etwa Interviews mit Vertretern der vom Verfassungsschutz beobachteten Roten Hilfe, Antifa-Nachrichten oder Sendungen, die Tipps zur Umgehung der Bezahlkarte für Asylbewerber enthielten. Nach seiner Einschätzung könne „das Geld besser eingesetzt werden“. Im Ausschuss fand dieser Antrag jedoch keine Mehrheit. Neben Kehrwieder stimmte nur die AfD dafür.

Förderung für Teilhabe – nicht für Sendebetrieb

Jane Unger, Leiterin des Fachbereichs Kultur, stellte klar, dass die städtischen Mittel nicht für den allgemeinen Sendebetrieb vorgesehen sind. Gefördert wird das Projekt „Stadt.Kultur.Radio – Kreative Impulse on Air“, das die kulturelle Vielfalt Halles hörbar machen soll. Ziel sei die Unterstützung kultureller Teilhabe und die Schaffung von Plattformen für lokale Künstlerinnen, Kulturschaffende und Initiativen.

Das Projekt umfasst ein wöchentliches Kulturfenster im Programm von Radio Corax, redaktionelle Begleitung und Nachwuchsförderung. Es bietet Raum für die Präsentation lokaler Kunst- und Kulturthemen und vernetzt Akteurinnen und Akteure aus der Stadtgesellschaft. Auch Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen wie der Werkleitz Gesellschaft, dem Netzwerk Freier Theater oder dem Fachbereich Kultur selbst sind Teil des Konzepts. So s

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36 Antworten

  1. HALLEnser sagt:

    Wie kann man mit Hintergrund des Pleitehaushalts der Stadt solche freiwilligen Leistungen bewilligen! Da fehlt mir jegliches Verständnis.

  2. Bürger sagt:

    Für linke Propaganda ist immer Geld in der Stadtkasse.

  3. CS sagt:

    Die CDU enthielt sich oder stimmte dagegen?

  4. 2.Opa gegen Links sagt:

    Natürlich
    Überall muss gespart werden aber die roten stechen sich nicht gegenseitig die Augen aus! Lächerlich und eigentlich ein Fall für das Finanzministerium! Hier werden Steuergelder verbrannt!

    • Halle-Leser sagt:

      Blos gut, dass Du Ahnung von kommunaler Selbstverwaltung hast.
      Wäre die Kommentarspalte nur halb so lustig.

  5. Die FDP hat keine Zukunft. sagt:

    Die neoliberale FDP bekommt bald gar keine Mittel mehr, wird bedeutungsloser sein als die DKP.

    Es ist das letzte Aufbegehren, das letzte Zucken eines leblosen Hohlkörpers.

    • Mehr Milei wagen sagt:

      Die FDP ist alt-liberal oder auch wirtschfts- oder ordo-liberal, aber bestimmt nicht neoliberal. Zudem weißt Du offenbar nicht, was neoliberal überhaupt bedeutet ( in Wirklichkeit und nicht als linksideologischer Ausdruck). Und libertär ist nochmal was Anderes, mein ungebildetes Bürschchen.
      Und was die Geschichte leht: Je mehr Sozialismus, desto achneller geht es abwärts und alle verarmen,je mehr Liberale umso höher der Wohlstand. Wie das wohl kommt?

  6. Halle 2 sagt:

    Das ist dss Problem in Halle. Jahrelang sitzen an den Schaltstellen der Steuerverteilung Leute, die nur Rot/Grün/Links denken und an solche linken Sender das Geld verteilen. Nur noch traurig.

  7. SagJaNur sagt:

    Ist die FDP so verzweifelt, dass sie sich vor den AfD-Karren spannen lässt? Kein Wunder, dass sie keine mehr wählt.

  8. So what? sagt:

    Was juckt es die deutsche Eiche, wenn sich die FDP an ihr reibt?

    • Keine Hobbyfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sagt:

      Die deutsche Eiche ist morsch durch die linken und rechten Spaltpilze

  9. Nachgefragt sagt:

    Die FDP ist so verzweifelt, dass sie sich mit der AfD verbündet? Erklärt so manchen Kommentar vom PH/Liberalen. Trotzdem verloren!

  10. mimimi sagt:

    Bis zu 70 % der Betriebskosten werden über die Medienanstalt Sachsen-Anhalt aus Rundfunkbeiträgen gedeckt, ergänzt durch Förderungen von Stadt, Bund, Land und diversen Stiftungen (u. a. BKM, Aktion Mensch, Amadeu-Antonio-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Fonds Soziokultur). Von echter Unabhängigkeit zu sprechen, ist da schwierig.
    Auch inhaltlich wirkt CORAX weniger plural als behauptet: Kooperationen mit Organisationen wie Fridays for Future Halle, Halle gegen Rechts, Amnesty International, Greenpeace, taz, Neues Deutschland zeigen eine klare ideologische Linie.
    Politische Kontrolle über Fördergelder – ob von FDP oder anderen Parteien – ist kein Angriff auf Pressefreiheit, sondern demokratische Notwendigkeit.
    Transparenz, Selbstkritik und Offenheit für unterschiedliche Perspektiven wären der glaubwürdigste Beweis für den „freien“ Charakter des Senders.
    Wer Unabhängigkeit einfordert, sollte sie auch selbst leben.