Bäcker oder Dachdecker in Heimarbeit? Handwerkskammer Halle ist gegen Recht auf Home Office

Foto: Handwerkskammer Halle

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38 Antworten

  1. Carolina sagt:

    Lösung: Die Home-Office Inanspruchnehmer müssten mit einer Sondersteuer belegt werden, mit denen dann die Dachdecker und Bäcker (die kein Home-Office wahrnehmen können) entschädigt werden. Ganz einfach…

    • so gesehen sagt:

      Alle Home-Office Inanspruchnehmer entlasten die öffentlichen Haushalte, belegen weniger Parkplätze, verursachen weniger Verkehr, weniger Verschleiß der Infrastruktur, sorgen für mehr Platz für Dachdecker und kaufen mehr Brötchen. Wenn überhaupt verdienen sie eine Steuererleichterung.

    • BurgerBürger sagt:

      Genau ! Man bestraft Leute, die zu Hause arbeiten könnten, damit Andere, die es nicht können, sich besser fühlen. Leute schonen die Umwelt und ihr Auto, sowie den Verkehr (= weniger Unfälle) und werden zur Kasse gebeten.

    • rellah sagt:

      Du kannst Dir doch einen Bäcker bestellen. Der veranstaltet dann bei Dir Homebaking.
      Und ein Dachdecker deckt I. a. das Dach eines homes. Wenns Deins ist, und der Bäcker gerade zum Homebaking bei Dir ist, kannste den Dachdecker einladen.

  2. 10010110 sagt:

    Hat Herr Neumann überhaupt verstanden, worum es geht? Es geht um ein Recht auf Heimarbeit, nicht um eine Pflicht. Und logischerweise geht Heimarbeit nur dort, wo es auch möglich ist. Ich verstehe nicht, wo das Problem sein soll?

    • Jo sagt:

      Nee, das hat er nicht verstanden 🙁

    • mirror sagt:

      Das Recht auf Heimarbeit für Arbeitnehmer wird zur Pflicht für Arbeitgeber dies zu ermöglichen, wenn sie sich nicht durch neuen bürokratischen Aufwand davon befreien.
      Im Nachgang zum Gesetz kommen Arbeitsgerichtsverfahren, Arbeitsplatzbegehungen,Dokumentationspflichten (die deutsche Bürokratie ist sehr kreativ), etc., für nur 2 mikrige Tage Home-Office im Monat. In Unternehmen, in denen es gut funktioniert hat, wird der Anteil deutlich höher sein, in Unternehmen, in denen es nicht gut funktioniert, sind 2 Tage eine zusätzliche Belastung.

      • 10010110 sagt:

        Man kann ja wohl erwarten, dass sich Chef und Mitarbeiter untereinander einig werden, wie sowas praktisch zu lösen ist. 🙄 Wenn da ein Gang zum Arbeitsgericht nötig ist, dann liegt da noch was ganz anderes im Argen.

  3. Jan Bühler sagt:

    Der Betrieb legen einfach dar, dass Brötchen im betriebseigenen Backofen gebacken werden muss, wenn eine Mitarbeitende nach Homeoffice fragt. Fertig.
    Glauben die ernsthaft, dass es Gerichte gibt, denen das nicht Einleuchtet? Spannend wird es eher bei der anderen Seite: Vor Corona war Homeoffice nahezu nie möglich, jetzt ist es schlagartig doch möglich.

    • Randbewohner sagt:

      So ist es zumindest bei uns.
      Wir könnten große Teile der Arbeit von zu Hause erledigen. Chef sagt schlicht nein, ohne Begründung!
      Am ersten Tag des Gesetzes steh ich bei dem auf der Matte!

  4. wien 3000 sagt:

    Ich kann ja verstehen, dass man der Kompetenz vom Politikern nicht viel Vertrauen entgegenbringt, aber das ein Recht auf Home-Office auch für den Dachdecker oder Bäcker kommen könnte ist mal eine völlig abwegige Befürchtung. Außerdem soll es doch sowieso Ausnahmen geben, wenn betriebliche Gründe dagegen sprechen.

    • Hallenser sagt:

      Die sollen gar nicht mal Ausnahmen werden, sondern zu den Regeln gehören. Herr Neumann ist Lobbyist. Da gehört das Kläffen zum Berufsbild. Außerdem ist er auch nicht GF der Anwaltskammer…

    • Kazan sagt:

      Die Befürchtung ist bei unseren Politikern berechtigt (vor allen in Richtung Grüne, Linke, SPD). Wenn dem Sachbearbeiter ein Recht auf Home Office eingeräumt wird, muss es auch dem Dachdecker eingeräumt werden, weil es sonst eine Diskriminierung des Dachdeckers wäre. Das dies Arbeitsmäßig nicht möglich ist, weil der Dachdecker seine Arbeit nicht mit nach Hause nehmen kann, spielt dann keine Rolle. Wäre nicht das erste mal, dass man solche irrsinnigen Dinge beschließt. So dürfen Arbeitgeber die Daten ihrer Angestellten zum Monatsende nur noch elektronisch übermitteln. Dieser Übermittlung darf der Angestellte aber widersprechen. Worauf der Arbeitgeber dann ein Problem hat, da er keine andere Möglichkeit hat die Daten zu übermitteln, der er dies nur noch elektronisch darf.

      • Neustädter sagt:

        So viel Unsinn in wenigen Zeilen!
        Diskriminierung zwischen Berufen gibt es nicht!
        Wenn das Gesetz einen Arbeitsort „mobil“ definiert, dann dürfen auch Daten übermittelt werden. Das gibt es heute schon.

  5. BurgerBürger sagt:

    Was bringt es Bäckern und Dachdeckern, wenn Menschen ins Büro fahren, anstatt zu Hause zu arbeiten, wenn sie die Möglichkeit haben ? Geht es dadurch irgendjemandem besser oder schlechter ? Je mehr Menschen auch zu Hause arbeiten können, desto besser für DHL und Co. weil dann die Leute auch anzutreffen sind. Die Straßen sind leerer und ein Handwerker, der nach nem stressigen Tag in seinen wohlverdienten Feierabend fährt, kommt besser durch die Rush Hour.

  6. blubb sagt:

    24 Tage??
    Und was soll ich die anderen 11 Monate machen?

  7. farbspektrum sagt:

    Wie regeln es eigentlich die Unternehmen mit einer Nutzungsgebühr für privaten Wohnraum als Firmen-Büro?

    • Wilfried sagt:

      Das reicht dann wohl nicht; es fallen mithin noch andere Kosten an. Das wird noch zu regeln sein, wie auch die Ausstattung der Arbeiträume durch die Arbeitgeber, um Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften einzuhalten. Dann kommt das Problem der Unverletzlichkeit der Wohnung, die aber den Zutritt der Arbeitgeber zum Arbeitsort erzwingt…

  8. rellah sagt:

    Es soll auch Bäcker geben, die über ihrer Bäckerei wohnen. Ist heute seltener. Aber da geht der Bäcker in aller Herrgottsfrühe runter in seine Homebakery.

    • BurgerBürger sagt:

      #Achtung Sarkasmus#
      Wenn ich dann mein Recht auf Home Office nicht bekomme, dann verlange ich, dass der Bäcker umziehen muss, damit er nicht einfach eine Treppe runter in die Backstube gehen kann, weil ich auf Arbeit pendeln muss. 😉

  9. farbspektrum sagt:

    Das schöne am Homeoffice ist auch, dass die Arbeitnehmer nicht mehr zusammenarbeiten und sich so entsolidarisieren. Weniger Streiks, mehr prekäre Arbeitsverhältnisse.

    • Heimoffizier sagt:

      Man kann ja schon beim Abschluß des Arbeitsvertrags aufpassen. Dann wird es auch nicht „prekär“.

      • farbspektrum sagt:

        Das musst du mal näher erklären? Wenn mir der Pizzabäcker zu wenig bezahlen will, frage ich den nächsten und den nächsten und…Da wird es schon einen geben, der mir mehr bezahlt? Irgendwie weißt du nicht, wie knallhart Kapitalismus ist. Die über lange Zeit erreichten Verbesserungen der Lage der abhängig Beschäftigten sind nicht durch freiwillige Zugeständnisse erreicht.

        • Fimbulvetrsson sagt:

          Jeder andere, der sich eine Pizza bestellt, muss dafür bezahlen. Du wirst bezahlt. Knallharter Kapitalismus.

          Du hast Home-Office nicht verstanden?

          • farbspektrum sagt:

            Ja und? Meinst du Pizzabäcker B Zahlt mir freiwillig mehr als Pizzabäcker A, macht dadurch seine Pizza teurer und er geht pleite. Flächentarifverträge sind sehr sinnvoll. So hat jeder Pizzabäcker gleiche Lohnbedingungen.
            Falls du meinst Pizzabacken kann nicht im Home-Office gemacht werden: Ich habe auf das allgemeine „Man kann ja schon beim Abschluß des Arbeitsvertrags aufpassen. Dann wird es auch nicht „prekär“.“ geantwortet.

    • 10010110 sagt:

      Anhand der Mobilisierung von PEGIDA-Anhängern und ähnlichen Leuten sieht man ja, dass „Solidarität“ auch aus der Ferne, übers Internet, möglich ist.

  10. Sachverstand sagt:

    „Das Reich der Freiheit beginnt da, wo Arbeit aufhört.“ (Karl Marx). Ich fordere daher Dauerurlaub bei vollem Lohnausgleich. Passt auch gut zum heutigen „71.“ Rechtsanspruch auf Heimarbeit, muss man auch erst einmal darauf kommen.

  11. farbspektrum sagt:

    Gegenwärtig wird eine steuerliche Absetzung des HomeOffice diskutiert. Was heißt das? Die Kosten für ein Büro werden auf Arbeitnehmer und Steuerzahler verlagert.

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