Böllberger Weg: Mischverkehr statt Künstlerhaus-Abriss

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7 Antworten

  1. farbspektrum sagt:

    Ein Stadtrat mit Sinn für Realität würde sich erst freuen, wenn das Haus sich auch selber trägt.

    • 10010110 sagt:

      Städtebaulich ist es egal, ob das Haus sich selber trägt oder ob es verkauft und privat betrieben wird. Realität ist, dass ein Wohngebiet, das nur aus Straßen und nicht aus Häusern besteht, städtebaulich nicht attraktiv ist. Das Haus selbst mag vielleicht sogar ein Minusgeschäft sein, aber das Umfeld profitiert davon und erzeugt, ganzheitlich betrachtet, möglicherweise auch finanziell einen positiven Anreiz. Sowas nennt man „weiche“ Standortfaktoren. Um das zu verstehen, muss man aber auch ein bisschen um die Ecke denken können – das ist der wahre Sinn für Realität.

  2. farbspektrum sagt:

    Wie profitiert denn das Umfeld vom Künstlerhaus finanziell?

    • 10010110 sagt:

      Indem „hochwertiger Wohnraum“ in einem städtebaulich weitgehend intakten Umfeld geschaffen werden kann, statt an einer breiten Straße mit Blick auf zur Straße hin sichtbare Hinterhöfe und/oder Parkplätze (und wenn ich mich richtig erinnere, sollen im Gebiet der „Weingärten“ tatsächlich Wohnungen gebaut werden). Mit „städtebaulich weitgehend intakt“ meine ich explizit nicht den Erhaltungsstand der bestehenden Gebäude, sondern die gesamte städtebauliche Struktur, also das Netzwerk aus Blockrandbebauung und Straßen. Und – wer weiß – vielleicht motiviert eine saubere, sanierte Straße auch die Besitzer der angrenzenden Gebäude zu einer Sanierung und somit Schaffung von (bezahlbarem) Wohnraum? In anderen Straßen hat das auch funktioniert.

      • farbspektrum sagt:

        Und du meinst, in Halle wollen nur Nichtautofahrer wohnen? Das sieht aber anders aus, wenn ich eine Parklücke suche.

        • 10010110 sagt:

          Na wie geht das denn zusammen, dass die Mieten im Paulusviertel im Durchschnitt höher sind als in Halle-Neustadt? Offensichtlich wollen selbst viele Autobesitzer lieber in tendenziell autounfreundlichen Vierteln wohnen. Klar ist das ein Widerspruch, aber ich vermute, dass (relativ) geschlossene, abwechslungsreiche Blockrandbebauung irgendwas an sich hat, das die Leute attraktiv finden. Wenn man das für breite Hauptverkehrsstraßen opfert, dann hat man sowas wie vom Übergang der Merseburger Straße zum Riebeckplatz. Und auch da sind die Mieten und der Anspruch der Mieter entsprechend geringer.

  3. mirror sagt:

    Für alternativlose Situationen gibt es Alternativen. Sollte in zukünftigen Diskussionen nicht vergessen werden.

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