Gab es 1991 einen zweiten „Deutschen Herbst“? Tagung der Uni Halle thematisiert rechte Gewalt der Wendejahre

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34 Antworten

  1. Avatar Aha sagt:

    Haben die keine wichtigeren Themen an der Uni in Halle?

  2. Avatar Am sagt:

    Alles Schnee von gestern

  3. Avatar Kussi sagt:

    Gab es ganz eindeutig nicht, alles andere ist Quatsch und an den Haaren herbeigeredet. Die in Westen sind nicht besser.

  4. Avatar Karl sagt:

    Außerdem interessiert das keinen Mensch mehr, wirklich Schnee von gestern und unwahr

    • Avatar Daniel M. sagt:

      Das ist nicht unwahr. Damals ist die rechte Gewalt geradezu explodiert. Genau wie in der heutigen Zeit die Linke Gewalt außer Kontrolle geraten ist. Deswegen ist es wichtig, dieses Thema überhaupt zu einem Thema zu machen, um zukünftig solche Ausbrüche zu verhindern.

  5. Avatar Relax sagt:

    Und wenn es Schnee von vorgestern wäre. Egal! Das Thema ist wichtig und wir werden Sonntag sehen, wie viele Geschichtsvergessene im Land leben und abgestimmt haben. Der Blick geht dabei auf beide extremistischen Lager. @ Kussi: so eindeutig ist das nicht, gibt noch deutliche Spuren.

  6. Avatar Illu sagt:

    Rechte gab es nich nur im Osten, nein nein, viele kamen aus Westdeutschland hierher, habt ihr das auch ermittelt? Bestimmt nicht, ihr wollt dunkeldeutschland thematisieren das wird euch nicht gelingen

    • Avatar Nimm und lies sagt:

      „auf die weitere Angriffe gegen Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten in der gesamten Bundesrepublik folgten“
      “ Die größte mediale Aufmerksamkeit fand damals ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Hünxe in Nordrhein-Westfalen“

  7. Avatar Wieso weshalb warum sagt:

    Gewalt und Macht werden meistens von oben nach unten delegiert und weitergereicht. Nach der Freisetzung aus alten autoritären Strukturen drehten die Leute zur Wendezeit erstmal frei und haben ihren jahrelangen aufgestauten und unterdrückten Hass, der eigentlich den Unterdrückern aus dem alten Regime galt, an schwächeren Minderheiten abreagiert. Hinzukommende Zukunftsängste und die sich abzeichnende Teilung der Gesellschaft in Wendegewinner und -verlierer, die der Arbeiter und Bauernstaat DDR so bislnag nicht kannte, trugen ihr weiters dazu bei.

    • Avatar 10010110 sagt:

      Dieser Kurzanalyse stimme ich zu.

    • Avatar kA sagt:

      Menschen, die 1990 20 Jahre alt waren, hatten genau welche Unterdrückung hinter sich? Bildung auf Weltniveau, kostenlose Rundumbetreuung, kostenlose medizinische Versorgung, Ausbildungs- und Arbeitsplatzgarantie auch und gerade mit Familie, kaum Kriminalität – was soll sich da angestaut haben?

      Neid. Aber das ist auch eine ganz „schnelle“ Emotion. Weil Ausländer Anspruch auf Asyl haben. Die bekommen auch die harte DM ausbezahlt und haben nicht einmal die Woche ein paar Minuten nach Feierabend dafür „gekämpft“.

      Die sich abzeichnende Teilung bestand und besteht in Leister und Minderleister. Das kann man scheiße finden, weil im kommunistischen Sinne alle was abbekommen sollten, egal ob sie was dafür tun und niemand fragen darf, woher das alles überhaupt kommt. Nun heißt es, sich kümmern, wenn man ein größeres Stück Kuchen haben will als die Krümel, die das Sozialamt verteilt.

      Wieder diese Ausländer, die mit so wenig schon zufrieden sind, weil sie einfach gar nichts haben. Ja, da kann Hass aufkommen. Aber sich selbst als eigentliche Ursache zünden da dann nur die wengisten an…

      • Avatar wieso weshalb warum sagt:

        @kA: Was für ein dämlicher unreflektierter mit Vorurteilen überladener und konstruierten Scheinargumenten durchsetzter Kommentar. Da weiß man gar nicht auf welchen Schwachsinn man zuerst antworten soll.

        In der DDR war alles bestens: Die Leute auf der Straße 1989 während der friedlichen Demonstration waren alles nur fehlgeleitete Irre, denen es allen zu gut ging und die keinerlei Grund zur Unzufriedenheit hatten. Wissen wir doch.

        In einem autoritären jegliche Freiheits – und Autonomiebestrebungen des Einzelnen unterdrückenden Staat wie der DDR konnte man sich pudelwohl fühlen und musste sich für keinerlei Repression fürchten. Da konnte über alles offen geredet werden und wirklich jede Meinung wurde zugelassen und akzeptiert. In diesem Paradies gab es wirklich kein Grund irgendwas aufzustauen.

        /Sarkasmus Ende/

        • Avatar Achso... sagt:

          „Was für ein dämlicher unreflektierter mit Vorurteilen überladener und konstruierten Scheinargumenten durchsetzter Kommentar. Da weiß man gar nicht auf welchen Schwachsinn man zuerst antworten soll.“

          So ist es. Wenn man schon solche ernstgemeinten Begriffe wie „Minderleister“ entdeckt, weiß man gleich, wes‘ Geistes Kind der Schreiber ist. Oder diese Formulierung: „und haben nicht einmal die Woche ein paar Minuten nach Feierabend dafür „gekämpft“.“ Wie verblödet muss jemand sein, dem zu den DDR-Montagsdemos sowas überhaupt einfällt? Diese Demos und auch alles drumherum waren hochgefährliche Unternehmungen, die viele Beteiligte in äußerst unangenehme Stasibehandlungen gebracht hat und es stand ganz kurz vor dem Schießbefehl.

        • Avatar kA sagt:

          Wie erwachsen du. Da erkennt man die Fähigkeit, mit anderen Ansichten und Meinung umgehen zu können. Eine wichtige Eigenschaft in einer freiheitlich-demokratischen Gesesllschaft. Neigst du zufällig auch zu Gewalt?

          Meine Frage war, welche Härten die um 1970 Geborenen in der DDR auszustehen hatten. Denn das waren die, die den angeblich angestauten Hass hatten und an Unschuldigen auslebten.

          Was haben die erlitten? Was hast du erlitten? Vielleicht kannst du ja jetzt, 30 Jahre nach der Erlösung endlich darüber reden, ohne gleich auszuflippen.

          • Avatar 10010110 sagt:

            Steht die Buchstabenkombination deines Pseudonyms als Abkürzung für deine Expertise in dieser Thematik? Warst du 1990 überhaupt schon auf der Welt? Die Leute, die 1990 20 Jahre alt waren, die haben Perspektivlosigkeit erlitten. Von wegen „Ausbildungs- und Arbeitsplatzgarantie“ – das war vielleicht theoretisch richtig, aber praktisch wurde man schon frühzeitig in bestimmte Kategorien gesteckt und einem ein Arbeitsplatz quasi zugeteilt, ob man wollte oder nicht.

            Beschäftige dich mal mit den Jugend-Subkulturen in der DDR, da siehst du, was die trotz des ganzen von dir behaupteten „Wohlstands“ „erlitten“ haben. Da hat sich Frust aufgestaut, der sich in der „neuen Freiheit“ endlich entladen hat. Selbstverständlich kamen auch soziale Ängste und Ungewissheiten ob der neuen kapitalistischen Gesellschaftsordnung mit ins Spiel, aber es war keineswegs so, dass vorher alle glücklich und zufrieden waren.

          • Avatar wieso weshalb warum sagt:

            Das Beste würde wohl sein, mit den rechtsextremen Tätern von damals zu reden und sie über ihre damalige Gefühls – und Motivationslage zu befragen. Da hätte man dann dann Insiderwissen aus erster Hand und erspart sich Spekulationen.

          • Avatar kA sagt:

            Ja, Gefühle. Einen Stuhlkreis bilden und jeder erzählt von seinen Gefühlen.

            „Ich will ja eigentlich keine Ausländer anzünden, aber zu Weihnachten gab es keine Barbie. Da bin ich ausgeflippt.“

            War echt schlimm. Kein Wunder, dass sich Hass aufstaut.

          • Avatar 10010110 sagt:

            Hass kann sich aus vielen verschiedenen Gründen aufstauen. Hier ein ganz aktueller: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/toetungsdelikt-trier-tankstelle-motiv-streit-um-maske-100.html

            Was hat dieser Mensch denn furchtbares erlitten?

          • Avatar kA sagt:

            Lass uns das in 30 Jahren mit verklärtem Blick analysieren. Es waren sicher Zukunftsängste, Perspektivlosigkeit, Subkultur.

          • Avatar xxx sagt:

            „Lass uns das in 30 Jahren mit verklärtem Blick analysieren.“

            Meinst du wirklich, deine vermeintliche Analysekompetenz ist bis dahin erwähnenswert?

  8. Avatar Grün*innenfilet sagt:

    Mit anderen Themen kommen sogenannte „Geisteswissenschaftler“ nicht mehr an Geld. Für den Erhalt des Arbeitsplatzes macht man dann was mit Rechts und Nazis. Der Fleischtopf ist ja auch gut gefüllt.

    • Avatar wieso weshalb warum sagt:

      @ Grünfilet: Ein bisschen Bildung schadet nicht. Vielleicht lassen sich ja Parallelen zwischen der Vergangenheit und heute erkennen und man ist hinterher wenigstens ein klein bisschen schlauer als vorher. Diese Forschungsgelder sind auf jeden Fall sinnvoller angelegt als so manch neue Werbe- oder Imagekampagne für ein weiters neues überflüssiges und sinnloses Produkt in einem eh schon pervers überdimensionierten Warenangebot.

  9. Avatar Relax sagt:

    Aber es geht doch nicht nur um rechte Gewalt aus dem oder im Osten. es geht darum, dass sich das Land veränderte und genau zu dieser Zeit eine Gewaltwelle das gesamte Land traf.Mölln z.B. war im Westen, war 1992 und wird nicht vergessen. Klar, Rostock und Hoyerswerda werden mit als erste Beispiele genannt, sie waren auch einprägsam. Vor allem, wie sich die „Staatsmacht“ in Form überforderter (Ost)Polizisten präsentierte. Leider ist aber 30 Jahre später der Osten immer noch nicht so viel weiter. Man schaue nur nach Sachsen zum Thema Gruppe Freital. Ich stimme @wieso weshalb warum grundsätzlich zu. Dies erklärt aber nicht das heutige Verhalten. Deswegen sind solche Veranstaltungen wichtiger denn je.

  10. Avatar Achso... sagt:

    Einfach mal das Buch von Hans-Joachim Maaz „Der Gefühlsstau – Psychogramm einer Gesellschaft“ lesen, da ist die Thematik bereits durchleuchtet.
    Aber natürlich kann man auch nochmal jahrelang forschen und bei 0 anfangen.

  11. Avatar AKI sagt:

    Wie soll mänin sonst von der Terror Engel aus Leipzig ablenken?!

  12. Avatar Konsument sagt:

    Spannendes Programm! Schon erstaunlich, wie rechtsextreme Kader und Politprofis nach der Wende so erfolgreich hier agitieren konnte.

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