Grüne fordern dauerhafte Straßenbahn Luwu – Markt

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49 Antworten

  1. Grünling sagt:

    Ich möchte mal den Tag erleben, wenn Grüne mal etwas anderes tun als zu „fordern“.
    Wenn der erste Grüne mal sagt: ich fordere nicht nur, ich mache. Ich erlerne jetzt einen anständigen Beruf und trage somit dazu bei, dass Mißstand a-b-c abgeschafft wird.
    Der Tag wird niemals kommen, von anderen fordern ist doch sooo viel einfacher….

    • 10010110 sagt:

      Soso, was „machen“ denn die Politiker anderer Parteien? Die fordern auch bloß, weil das eben den Beruf des Politikers ausmacht. Die CDU und FDP fordern Autobahnen und vierspurige Durchgangsstraßen, die Linken fordern bedingungsloses Grundeinkommen und die SPD fordert — ach, was weiß ich, was die fordern; die sind nichts halbes und nichts ganzes.

    • Jan Bühler sagt:

      Oppositionsparteien können leider nur fordern, da ihnen die Mehrheit fehlt.

  2. Rodney sagt:

    Schauen Sie Mal diese Karte aus den Vorlagen des Stadtratsbeschlusses für das Stadtbahnprogramm: http://buergerinfo.halle.de/to0040.asp?__ksinr=12943&toselect=88616 Bemerken Sie die geplante zukünftige Route der Linie 4.

    TOP 5.6 28. September 2011 http://buergerinfo.halle.de/to0040.asp?__ksinr=12943&toselect=88616

  3. Halles Katze sagt:

    Wenn dann ab April jede zweite Bahn von Trotha über die Luwu zum Markt fahren würde, wär’s gelöst, … oder ?
    Hallo Havag – … denkt mal darüber nach !

  4. Salatesser sagt:

    Die Grünen können doch locker die paar Meter von der LuWu zum Markt mit dem Rad fahren.
    An der frischen Luft wird vielleicht der Kopf etwas frei von irren Gedanken,Vorstellungen, und ewigen Forderungen.

    • Wolfgang Aldag sagt:

      @salatesser Viele Grüne machen das sicherlich, aber wird denken auch an die Menschen die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, die nicht mehr mit dem Rad fahren können oder sich nicht trauen, weil Kopfsteinpflaster ihnen zu gefährlich ist
      um darauf Rad zu fahren.
      @grünling schau einfach mal in unsere Biographien und dann können wir gerne mal darüber reden, wer da alles einen anständigen Beruf erlernt hat und seit Jahren sich für unsere Stadt engagiert. Was machst Du denn so den ganzen Tag und was hast Du jemals für diese Stadt getan.? Jetzt bin ich gespannt. Aber vermutlich traust du dich nicht.

      • Kazan sagt:

        @Wolfgang Aldag Ihr denkt aber nur an die, die in der Innenstadt wohnen, nicht aber an die am Stadtrand. Früher konnte man von Dölau mit der 21 direkt bis vor die Poliklinik in Neustadt fahren. Seit dem man aber an der Schwimmhalle in die Straßenbahn umsteigen muss, werden die älteren Leute alle mit den Auto gefahren, weil der Weg von der Straßenbahnhaltestelle für viele einfach zu weit ist.

      • Salatesser sagt:

        Richtig.
        Viele Leute können oder trauen sich nicht mehr mit dem Rad fahren. Trotzdem ist es wohl klar, daß nicht jeder eine Haltestelle vor der Tür hat an der auch noch eine Bahn hält die dort hin fährt, wohin man gerade möchte. Einmal umsteigen ist ja wohl kein Problem.
        Ich würde mir noch ein paar bezahlbare Parkhäuser rund um den Markt wünschen damit man selbst entscheiden kann, womit man stressfrei dort hin kommt. Und ja, dann wäre dort etwas mehr Stau aber das ist am Ende doch egal. Damit muß man heute eben leben. Und noch etwas.
        Gerade die Grünen drehen sich doch die Dinge wie sie wollen.
        Paradebeispiel ist doch Joschka Fischer. Vom Fundi zum Realo.
        In jungen Jahren Steinewerfer im gesetzten Alter ein wirklich guter Politiker

        • Der Klaus sagt:

          Salatesser: „Gerade die Grünen drehen sich doch die Dinge wie sie wollen.
          Paradebeispiel ist doch Joschka Fischer. Vom Fundi zum Realo.
          In jungen Jahren Steinewerfer im gesetzten Alter ein wirklich guter Politiker“

          Bundesebene mit Kommunaleben zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
          Weil nun 1 Obergrüner auf Bundesebene vom „Fundi“ zu rechtskonservativ mutiert ist und sogar Kriegseinsätze befürwortet (Stichwort Kosovo-Krieg), kann man wohl kaum hallesche Grüne mit diesem UNguten Politiker Fischer in einen Topf werfen, der die ursprünglichen Ideale der Grünen als Friedenspartei eindeutig verraten hat.

          • Salatesser sagt:

            Ohne Joschka Fischer gäbe es die Grünen gar nicht mehr.
            Und die Bomben auf die serbischen Massenmörder waren absolut notwendig und gerechtfertigt.
            J. Fischer ist mit Genscher der beste Politiker den Deutschland nach Adenauer gehabt hat.
            Ihr heutigen Traumtänzer könnt doch gerne mit Sonnenblumen im Haar nach Afghanistan oder Syrien gehen und Frieden schaffen. Die würden euch sofort umlegen genau wie es die Serben damals gemacht hätten wenn ihnen nicht auch deutsches Militär Einhalt geboten hätte. Dank Joschka Fischer

  5. Blasendetektor sagt:

    Herr Aldag und Herr Helmich brauchen als Stadträte eben eine eine Bürobahn von ihrem Grünen Laden zum Stadthaus. Was ist daran verwerflich? Dann kriegt die CDU für deren Christoph eben auch eine Direktverbindung von der Ulestraße zum Markt. Na und? Was jetzt? Lass die doch fordern, den Mond zu vergrößern! Wen juckt es, wenn sich solche Splitterparteien herumbalgen?

  6. Verkehrspolizist sagt:

    „Fordern“ tut der Grünling, denn selbst kann er nichts und macht auch nichts. Möge er sich auf sein rostiges Klapprad schwingen und zum Markt Runterrollen und fertig. Die Böse Straßenbahn fährt übrigens auch mit bösen böösen Braunkohlestrom und wenn ich mir die Bodenversiegelung im Bereich der Gleise erst anschaue.

  7. ProStraba sagt:

    Schön, mehr als Kritik an den Grünen gibt es nichts. Keine konstruktiven Vorschläge, niemand interessiert sich für die Sache, keiner merkt, dass die Anmerkung sinnvoll ist. Egal was die politischen Forderungen der Grünen sind, es gibt immer jemanden, der ihnen bei Protest gegen Straßenausbau oder sinnlose neue Riesenparkplätze Blockadehaltung vorwirft und bei Initiativen für die Einrichtung von etwas neuem Sinnvollen wie Fahrradwegen und Straßenbahnlinien zu viel Forderungen. Viel besser sind da selbstverständlich andere politische Organisationen. Diese können dann schön Straßenausbau und Parkplätze fordern und Fahrradwege und Straßenbahn-Projekte blockieren. Das ist hingegen sehr sinnvoll und wirkliches politisches Engagement. Ich wohne nicht an der LuWu aber selbst direkt an guter Straßenbahnanbindung und kann sehr nachvollziehen, dass es wünschenswert wäre, von dort eine Direktverbindung zum Markt zu haben. Die Wohndichte ist dort sehr hoch und es wäre für einige Leute praktisch. Leute die sich hier aufregen und denen die Straßenbahn eh egal ist, weil sie sie nicht benutzen, können sich ja zurückhalten. Aber wer ohne Auto grün in der Stadt unterwegs sein will, freut sich über gute Straßenbahnverbindungen. Und das sind ja wohl wirklich eher die Grünen, denen muss man also keinen Tipp geben, wie man die nächste Straßenbahnhaltestelle findet. Also: Ich befürworte eine sachliche Diskussion über den Vorschlag und Argumente für und gegen sowie Vorschläge zur Umsetzung oder Alternativen. Leute die keinen Mehrwert zu bieten haben, dürfen sich gern zu Hause vor den Spiegel stellen und dort weiter schimpfen. Meiner Meinung nach ließe sich eine bereits bestehende Linie weiterhin umleiten und so die Anbindung verbessern.

    • Jan Bühler sagt:

      Ich glaube es wäre auch mal sinnvoll, das gesamte Netz zu prüfen – ich kann da keine klare Struktur erkennen. Vielleicht kann man es auch einfach grafisch besser aufarbeiten.

      Warum wurde vor den Bauarbeiten kein Gleis zum Linksabbiegen von der LuWu in die Bernburger gebaut? ~20m Gleis können nicht so teuer sein (ok, ziemlich komplizierte Kreuzung) und die Bahnen müssen so aktuell eine Extraschleife drehen.

  8. Klara sagt:

    Schade, die Trolle in diesem Forum würgen jede Diskussion ab.
    Die Stadt scheint Euch völlig egal zu sein. Hauptsache hetzen, am liebsten gegen die Grünen.
    Setzen sich die Grünen – wohlbegründet- gegen etwas ein sind sie „die Verhinderer“.
    Setzen die Grünen sich für etwas ein wird ihnen ausschließlich Eigennutz unterstellt.
    Setzen die Grünen sich für eine offenkundig gute Sache ein, werden sie als Gutmenschen beschimpft.
    Und Grüne und alle ihre Sympathisanten zahlen nach Eurer Auffassung sowie keine Steuern und arbeiten nie. Woher habt Ihr dieses Wiissen?
    Ich hoffe nur, dass hier auch ein paar Menschen mitlesen, die ihr Hirn noch nicht ausgeschaltet haben.

    • UrHallenser sagt:

      Das hat nichts mit irgendwelchen Trollen in diesen Forum zu tun, sondern damit, das die Grünen eine ausgeprägte „Dagegen“- Partei bzw. „Bevormundungs“- Partei sind. Mit den Grünen ist keinen vernüftige Diskussion möglich, egal welches Thema.

  9. Absolute Zustimmung sagt:

    Jawoll. Jawoll! Jawoll!! Jawoll!!! Jawoll, jawoll. Jawoll, jawoll! …

  10. René sagt:

    Ich finde es eine sehr gute Idee. Die LuWu und ein Teil des Paulusviertels sind in der Tat schlecht angebunden. Umsteigen mag eine Option sein, ist aber wenig kundenfreundlich. Mit jedem notwendigen Umstieg verringert sich die Zahl der ÖPNV-Nutzer erheblich. Nun mag einmal umsteigen (am Reileck) zumutbar sein. Dazu kommt aber, dass der Markt selbst ein wichtiger Umsteigepunkt ist. Muss dort noch einmal umgestiegen werden, um zum eigentlichen Ziel zu gelangen, wird die Bereitschaft, den ÖPNV zu nutzen beträchtlich sinken.

    Welche Linie über die LuWu fahren sollte, müssen natürlich Fachleute beurteilen. Ich denke mir, dass es für Fahrgäste der 1 eher weniger zumutbar ist, dauerhaft den Umweg über die LuWu hinzunehmen. Die 2 könnte ich mir eher vorstellen, aber v.a. die Linie 10. Wer von der Freiimfelder Straße schnell zum Stadtzentrum will, kann mit der 10 immer noch Richtung Hauptbahnhof fahren (wo die 10 planmäßig als 9 zum Göttinger Bogen weiterfährt; wochentags allerdings nicht über den Marktplatz sondern über den Glauchaer Platz). In die Gegenrichtung käme man dann von der Freiimfelder Straße sogar endlich einmal schnell zum Reileck mit seinen Bars und Cafés.

    • Jule sagt:

      mit der Linie 10 wird das wohl nichts werden, da derzeit durch die Umleitung die Umsteigebeziehung zur 27 an der Berliner Brücke nicht funktioniert; mir ist persönlich schon mehrfach planmäßig der Bus kurz vor Ankunft der Straßenbahn weggefahren; bei einem 30 Minutentakt in der Woche und alle 40 Minuten am Wochenende sehr ärgerlich; da scheinen mir die Probleme im Paulusviertel Luxusprobleme zu sein; einfach mal in die Randbezirke schauen, wo sich in den letzten Jahren die Anbindungen verschlechtert haben; anderswo müssen die Fahrgäste auch umsteigen und brauchen länger als früher

  11. Ökonom sagt:

    Halten wir fest, der ÖPNV soll von jeder noch so abgelegenen Haltestelle alle Haltestellen im 5 Minuten Takt anfahren. Man kommt von der LuWu prima zum Markt, wenn man dafür die Bahn nehmen will oder muss tut auch das Umsteigen nicht weh. Am Ende heult dann wieder jeder wenn das Ticket ein paar Cent teurer wird. Die Grünen und ihre Freunde tun immer sehr schlau, einfache wirtschaftliche Zusammenhänge verwirren sie dann immer wieder. Ich hätte auch gerne eine Direktverbindung von meinem Haus zur Arbeit, aktuell muss ich 2x umsteigen aber es ist wenigstens für alle praktikabel.

  12. Wolfgang Aldag sagt:

    Das ist ja mal ne echt gute Diskussion und ich nehme mit, dass die Aussenbereiche stärker in Betracht genommen werden müssen, wenn es darum geht ein attraktives ÖPNV Angebot für die gesamte Stadt zu erhalten. Wir haben uns bei diesem Beitrag auf das Paulusviertel beschränkt, da sich unser Vorschlag (zusätzliche Linie von der LuWu zum Markt) auf das im Stadtrat vorgelegt Parkraumkonzept der Stadt für das Paulus- und Medizinerviertel bezieht. Grundsätzlich setzen wir uns insgesamt für ein besseres ÖPNV Angebot in der Stadt ein. Das haben auch die Diskussionen und unsere Verbesserungsvorschläge zum Nahverkehrsplan gezeigt. Unter anderem haben wir hier eine bessere Taktung (10min-Takt) vorgeschlagen um die Bahn noch attraktiver zu machen. In unserer Partnerstadt Grenoble fahren die Bahnen im 3 min Takt, an jeder Station gibt es Ausleihstationen für Fahrräder und wenn die Grenzwerte für Luftreinhaltung überschritten werden senkt sich der Preis für den ÖPNV. So geht Mobilität in der heutigen Zeit. Halle ist da weit zurück.

    • mirror sagt:

      Zieht man in Betracht, dass die Verkehrsbelastung entscheidend durch die Wege zur Arbeit (Außenbereiche und Pendler) dominiert wird, sind hier die entscheidenden Potentiale für Nachhaltigkeit zu finden. Verbesserungen im ÖPNV_Angebot fördern zum einen den Umstieg auf ÖPNV, sind aber mit exponentiell steigenden Kosten verbunden. Politik muss leider beide Dimensionen, Ökologie und Ökonomie, im Auge behalten.
      Singuläre Anreize (Ticketpreis in Abhängigkeit zur Luftbelastung) kosten in der Gesamtbetrachtung zu viel mit zu wenig Wirkung. So sollte Mobilität in der heutigen Zeit ganz bestimmt nicht gehen.
      Förderung durch eine Infrastruktur für Ride-Sharing kosten wenig und bringt ungemein viel.

      • Verkehrsplaner sagt:

        Es gibt eine perfekte Möglichkeit, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen; Man drängt das umweltschädlichste und teuerste Verkehrsmittel zurück. Die Stadt Halle hat seit 1990 für Straßenausbauten, -neubauten und -sanierungen, für Parkplätze, Parkhäuser und Tiefgaragen mehrere hundert Millionen Euro ausgegeben, die man auch in den Ausbau des ÖPNV-Netzes und der Radwege hätte stecken können. Wenn die Hauptstraßen zweispurig sind und der Autofahrer über unsaniertes Kopfsteinpflaster rumpelt, während daneben die moderne Niederflurstraßenbahn im Fünf-Minuten-Takt und der asphaltierte, zwei Meter breite Radweg verläuft, dann werden sich die Anteile des Modal Splits ganz schnell verschieben. Und billiger ist es auch noch.

  13. Salatesser sagt:

    Herr Aldag
    Das sind ja schöne konkrete Vorschläge aber dann bitte auch mal konkret sagen, woher das Geld dazu nehmen.
    Vom Bund wird nicht’s kommen also muß man es hier im Land jemand wegnehmen.
    Und für einen 10 Minuten Takt braucht man doch bestimmt mehr Bahnen. Hat die HAVAG denn noch so viele in ihren Hallen stehen oder müssen da erst welche für Millionen gekauft werden die dann aber erst in zig Jahren geliefert werden ? Oder lässt man auf einigen Linien dann nur noch aller 30 Minuten fahren um auf privilegierten Strecken alle 15 Minuten takten zu können ?

  14. Rubert sagt:

    Ein paar Anmerkungen:

    – Die Flächenverteilung zugunsten Geh- Rad und ÖPNV ist systematisch umzusetzen. Dafür brauchen Sie durchgehende Hauptrouten und müssen gefährliche und enge Stellen vom privaten KFZ befreien. Die Menschen fahren meist auf Gehwegen Rad, wo Sie auf der Straße bedrängt werden (bspw. Bernburger Str.). Lesen Sie mal ihre eigene Radverkehrskonzeption der Stadt Halle zur subjektiven Sicherheit. Auch die Bahn wird durch den Autoverkehr behindert.

    – Es brauch Lieferzonen für Paketdienste. Stadtweit. Dies verhindert, dass die Dienste Geh- und Radwege zustellen. Auch im Paulusviertel.

    – Solange in der Stadt/Innenstadt Sanktionsarm falsch geparkt werden kann, machen dies die Leute auch. Auch vor vorhandenen Parkhäusern bspw. Dachitzstrasse. JEDEN Tag.

    -Es gibt keinen „Parkdruck“, auch nicht im Paulusviertel. Es gibt massiv mit PKW zugestellte Wohnviertel. Wir haben jegliches Realitätsbewusstsein für Aufenthaltsqualität in unseren Strassen verloren. Alles wird mit Autos zugestellt. Kinder spielen da nicht mehr.
    Auch wurden ganze Bereiche einfach an illegales Parken verlorengegeben. Etwa kleine Ulrichstrasse. Was soll das?

    – Parkplätze werden aktiv Radfahrern in den Weg gebaut: Oleariusstr/Hallmarkt, (auch Seebener Straße, Hackebornstrasse behindern diese). Der Automat verengt auch noch den Gehweg. Radständer stehen zu dicht an der Fahrspur (LUWU). Neigt man sich zum Rad abschließen vor, wird man fast vom LKW erwischt. Stellen Sie Radbügel als Begrenzung an Kreuzugsbereiche um die Bereiche übersichtlich zu halten.

    – Das Ordnungsamt ist nicht auf Zack. Da müssen Sie nachbessern. Warum wird bei Behinderung nicht abgeschleppt? Die rufen die notorischen Falschparker teilweise auf privaten Telefonnummern an. WTF? Lerneffekt?

    – Es gibt keine Fahrradpolizeistaffel. Diese Perspektive fehlt den Beamten völlig.

    – Die Stadt muss endlich rechtswidrige und objektiv gefährliche Infrastruktur angehen. Etwa auf der Trothaer Straße ist man regelmäßig als Radfahrer in Lebensgefahr. Autos parken im Sicherheitsbereich zum Radweg. Die Stadt winkt ab. Im Robert Franz Ring führt der Radweg direkt auf den Gehweg. …usw usw.

    – Fahrradfahren im Gleisbett ist gefährlich, Havag und Stadt ignorieren das Problem an Stellen wie spitzwinkligen Gleisquerungen, anstatt hier sichere Infra zu bauen. Zum Bahnhof gibts es keinen Radweg, sondern es geht über Gleise und Fussgängerbereiche und Holperpflaster.

    – Radwege müssen glatt sein! Durchgehend. Das verstehen Sie einfach nicht…
    Die neue Fahrradstraße Frankestraße hat 3cm Kanten. In der Reilstrasse queren Bewässerungsrinnen den Radweg. Jedes Mal gibt es einen Schlag in die Gelenke.

    – Fussgänger profitieren von Tempo 30.

    Trauen sie sich mal was. Ich könnte den ganzen Tag so weitermachen.

    • Erklärbär sagt:

      Ganz schön gefährlich so eine Stadt.

      1.) Nein. Übrigens hat man sich bewusst dazu entschieden den ÖPNV auf die Straße zu legen. Man sollte aber durchaus den absoluten Vorrang vom ÖPNV aufheben.

      2.) Werden eh nicht genutzt, versteht der Theoretiker nicht. Die Lösung wäre ein Einfahrverbot für Lieferverkehr. Du kannst dann dein Paket im Sammellager Peißen mit dem Rad oder Bus abholen.

      3.) Knöllchen und Abschleppen ist teuer genug. Es wäre immerhin vielleicht sinnvoll, die Strafen ans Einkommen zu binden. Sollte dann beim Durchschnittsgehalt auf dem Niveau bleiben. Die armen Hallenser wird es freuen.

      4.) Es gibt aufgrund Jahrelanger Verfehlung sehr wohl einen Parkdruck. Hier sollte die Stadt mal ihren Aufgaben gerecht werden und kostenloses Anwohnerparken ermöglichen. Dann musst du auch keine Angst mehr vor stehenden Autos haben.

      5.) In Halle werden, zumindest in der Innenstadt, öffentliche Parkplätze massiv abgeschafft aber Radwege ausgebaut. Hier müsste man erst mal 20-30 Jahre Misswirtschaft aufholen bevor man die verwöhnten Radler weiter verwöhnt.

      6.) Wir leben in einem Rechtsstaat. Abschleppen ist eben nicht immer angemessen. Vor allem für Lappalien wie Ordnungswidrigkeiten.

      7.) Da haben Sie mal recht. Wir sollten einen nicht geringen Teil des Geldes von der Parkraumüberwachung in Radstaffeln investieren und Radfahrer und Fußgänger auch mal ein paar Grundlagen der StVO nahe bringen.

      8.) Gute Idee, Radwege müssen nicht überall sein. Vor allem an Bundesstraßen und Hauptverkehrswegen. Diese könnte man abschaffen und entsprechende Verbotsschilder für Radfahrer aufstellen.

      9.) Stimmt, hier würde die Radstaffel helfen, die meisten Gleise werden ja illegal gequert. Auch wäre eine Radführerschein schön, den man entziehen könnte, wenn jemand zu dumm zum Radfahren ist. Im Auto ist dir eine MPU gewiss, wenn du dauernd aus Kurven fliegst.

      10.) Glatt? Also umbringen müssen wir die Radfaher wirklich nicht. Aber ein Stadtrad sollte mit kleineren Unebenheiten umgehen können.

      11.) Nur die, die zu blöd sind sich im Straßenverkehr zu bewegen. Aber in engen Wohngebieten sind solche Begrenzungen sicherlich okay. Wichtiger wäre hier aber auch ein Tempolimit für Räder. Man merkt, 25 km/h sind für viele Radler einfach viel zu viel. In der Stadt sollten 10-15 km/h reichen, dann muss auch keiner mehr Angst vor stehenden Autos haben.

  15. Nobody sagt:

    „Es gibt keinen „Parkdruck“, auch nicht im Paulusviertel.“
    Doch, gibt es. Einfach mal von der Tastatur rausgehen, in die Realität. Dann wird es auch Ihnen auffallen.

    „Es gibt massiv mit PKW zugestellte Wohnviertel. Wir haben jegliches Realitätsbewusstsein für Aufenthaltsqualität in unseren Strassen verloren.“
    Nein, haben *WIR* nicht. *SIE* in Ihrer Einzelmeinung vielleicht. Wem die Strassen mit parkenden Autos nicht passen, der ist völlig frei in Straßen / Wohnkomplexe / Dörfer zu ziehen, wo Parken grundsätzlich verboten ist. Zum glück leben wir ja in einer freien Gesellschaft.

    • 10010110 sagt:

      Die „freie Gesellschaft“ behindert sich jeden Tag gegenseitig im Verkehr und beschwert sich dann über die ganzen anderen Autofahrer und schiebt die Schuld auf die Baustellen etc. Die „freie Gesellschaft“ macht sich vom Auto abhängig, das mehr und mehr ein Klotz am Bein ist. Jede Kreuzung wird zugeampelt, weil immer mehr „freie Bürger“ zu doof sind, ein Kraftfahrzeug zu führen.

      Wo ist da die Freiheit deiner „freien Gesellschaft“, du Spezi?

      • Nobody sagt:

        Auch wenn Ihnen das scheinbar sehr schwer fällt, so weit zu denken: niemand *muss* ein Auto kaufen/haben. Das passiert aus freien Stücken. Und eh man mit dem Finger auf andere zeigt, noch dazu auf die augenscheinlich deutliche Mehrheit, sollte man sich selbst fragen, ob man nicht eventuell falsch liegt. Die deutliche Mehrheit jedenfalls scheint das Auto nicht als Klotz am Bein zu empfinden.
        Zum Thema Freiheit: lesen Sie mal Nachrichten. Die Mauer ist weg. Schon ein paar Tage. Sie können überall hin auf der Welt ziehen. Da findet sich mit Sicherheit auch ein Fleckchen das keine Autos, keine Ampel und kein Ordnungsamt kennt.
        Wenn Ihnen Ampeln hier nicht passen – laufen Sie woanders lang. Wenn Ihnen Autos nicht passen – rufen Sie nie ein Taxi oder die Feuerwehr. Ihre persönliche Entscheidung, Ihre Freiheit.

    • Achso sagt:

      Halten wir fest: Im Vergleich zu Fußgängern und Radfahrern können Autofahrer in derselben Zeit die weitesten Strecken überwinden. Wenn also jemand die Entscheidungsfreiheit hat, woanders hin zu ziehen, dann die Autofahrer.

      Halten wir weiterhin fest: Autofahrer nehmen vom knappen öffentlichen Raum etwa 10 Mal so viel Platz weg wie Fußgänger oder Radfahrer. Bei Raumknappheit muss immer die Freiheit eines Autofahrers gegen die Freiheit von 10 anderen Verkehrsteilnehmern abgewogen werden.

      Wer also vehement für die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen eintritt, kann in der Abwägung nur zu einem Schluss kommen: Autos haben in Innenstädten nichts verloren. Je weniger Autos, desto mehr Freiheit für möglichst viele Stadtbewohner. Alles andere ist unlogischer, antiliberaler Autofahrer-Extremismus.

    • Rupert sagt:

      Für alle, die es nicht verstehen und auf den Populismus der MZ setzen: Es gibt keine Parkdruck. Es gibt Blasendruck.
      Nur einer davon ist geeignet mich weg von der Tastatur und in die sogenannte „Realität“ zu holen.
      Bitte denken Sie mal über den Unterschied nach.

  16. Wilfried sagt:

    Man muß nicht ohne Umsteigen zum markt kommen, das machen auch die Anwohner von Dölau oder Lettin, oder Nietleben, oder… nicht. Und es geht auch mit Umsteigen, sogar vom Bus in die Bahn. Warum sollte es also für die vorbildlich grünen Bewohner ders hippen Paulusviertels so anders getaktet werden? Und wo wir gerade dabei sind: wozu müssen denn grüne Paulusbewohner überhaupt dort ein Auto haben? irgendwie beißt sich das doch mit ihrer Ideologie.
    Andere Sachgründe, die hier erwähnt wurden, sind nun mal auch nicht Angelegenheit von Stadtverwaltung oder -rat. Da gibt es Landesgesetze und Bundesgesetze, nebst der Polizeistruktur. Und die hat eben bisher aus den verschiedensten (Bullerjahn)Gründen keine Fahrrad- oder Reiterstaffel für die hallesche Polizei im Budget. Auch dem stahlharten Innenminister war sie für die größte Stadt Sa-Anhalts bisher nicht wichtig genug, im Gegenteil hat man in der Vergangenheit die Hundertschaft der BuPol noch aus der Fliederwegkaserne abgezogen.

  17. geraldo sagt:

    Es ist doch albern, hier Dörfer an Halles Stadtrand zum Vergleich heranzuziehen. Im Paulusviertel leben 12500 Einwohner (Stand 2015, jüngere Zahlen hab ich in der Eile nicht gefunden), dementsprechend auch potentiell eine hohe Zahl von Fahrgästen, die von einer Direktverbindung profitieren könnten.
    Und es gibt, so schrieb ja jüngst die MZ, mehr als vier mal so viele Autos wie Parkplätze. Eine bessere Anbindung an den ÖPNV wäre also eine der naheliegenden Lösungen, den „Parkdruck“ zu vermindern.

    • 10010110 sagt:

      Ich bezweifle aber, dass der Besitz eines Autos von einer ÖPNV-Direktverbindung zum Markt abhängt. Es wird wohl kaum jemand sein Auto abschaffen, weil es ohne Umsteigen von der Willy-Lohmann-Straße zum Markt geht (genauso wie wohl niemand seit der Abschaffung der Direktverbindung sich extra ein Auto angeschafft hat, um direkt zum Markt fahren zu können). So schön diese Sache auch wäre, bezweifle ich ernsthafte Auswirkungen einer solchen Direktverbindung auf den motorisierten Individualverkehr in der Stadt.

      • mirror sagt:

        Etwas mehr Akzeptanz für ÖPNV auf dieser Verbindung ja, Autos deshalb abschaffen eher nein. In die Entscheidung für ein eigenes Auto fließen viele, individuelle Faktoren ein.

    • TDoe sagt:

      Es ist ja nicht so, dass das Paulusviertel garnicht am ÖPNV angeschlossen ist. Es geht hier um 2 Haltestellen von 6 oder 7 Haltestellen, die man zum Paulusviertel zählen kann. Alle anderen haben einen direkten Weg zum Markt.
      Wenn ich mich recht entsinne, war das auch der Grund für die Stilllegung der Strecke.

  18. geraldo sagt:

    Die Haltestelle Willy-Lohmann-Straße ist für einen sehr großen Teil des Paulusviertels die nächstgelegene.

  19. Salatesser sagt:

    Der überwiegende Teil der Neustädter werden mit Bussen zur Straba gebracht und müssen in diese umsteigen wenn sie auf den Markt wollen. Ebenso die Leute aus Heide Nord. Da meckert niemand.
    Und ausgerechnet diese Öko und Fahrrad Fritzen verlangen eine extra Streckenführung?
    Um es mal böse zu sagen.
    Die sollen mal schön realex bleiben und ihre Ideologie nicht verraten wenn es um ihre eigene Bequemlichkeit geht.
    Am besten mal ein halbes Jahr den Ast Steintor – Reileck nicht bedienen, dann kommen sie garantiert wieder runter von ihrem Größenwahn.

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