KiK in Ammendorf darf nicht umziehen

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29 Antworten

  1. Elfriede sagt:

    Aldi will sich vergrößern und dafür den Platz von KIK nutzen und KIK verbietet man das umziehen ??? Was ist das für ein Unfug? Oder verstehe ich da etwas falsch ?

  2. Ammendorfer sagt:

    Zudem sind die Eigentumsverhältnisse des alten KiK insoweit nicht klar, dass der Eigentümer auch wirklich an ALDI verkauft. Es könnte passieren, dass ein anderer einzieht oder schlimmstenfalls der Laden ewig leer steht. Leider lassen viele Investoren ihr Geld lieber in einer leeren Immobilie als auf der Bank. Aldi hat nur vages Interesse bekundet.

    Das Zentrenkonzept gibt ja vor, keine großen zentrenrelevanten Geschäfte außerhalb des Stadtzentrum neu zuzulassen. irgendwo muss man da ja die Grenzen ziehen. Fairerweise könnte man ja jetzt mit Globus kommen, welcher ja auch Nonfood in großen Mengen anbietet. Zudem ist das Zentrum vom Halle für Ammendorfer doch ein ganzes Stück weg und somit möglicherweise fährt kein Ammendorfer für ein Warenangebot der Marke KiK bis in die Stadt rein. KiK bietet vor allem im äußersten unteren Preissegment an und diese Läden möchte man ja ehrlicherweise auch nicht im Zentrum haben und für diese Art der Geschäfte sind die Mieten für große Flächen im Zentrum nicht realisierbar. Also es werden hier Äpfel mit Birnen verglichen.

    Die Idee des Bebauungsplanes ist im übrigen, dass ein „Fachmarkt“ sich ansiedeln soll!? Fragt sich, was für ein Fachmarkt? 2 Baumärkte gibt es schon im Umkreis von 500m, Angelshop oder Bootszubehör?, Autofachmärkte sind auch in der weiteren Umgebung vorhanden (Ottostr. z.B.).
    Was soll Bürger bewegen nach Ammendorf zu fahren, um etwas ganz besonderes einzukaufen?

    Es könnte wohl ein längerer Leerstand der Fläche drohen, es könnte ein Auszug vom KiK drohen ohne Nachnutzung von Aldi usw.

    Da KiK allerdings in keiner Form nachhaltige produkte anbietet, sondern nur China-Container im Laden abkippt, wäre dies allerdings auch kein unvertretbarer Verlust.

  3. Tommi Hilfinger sagt:

    Da haben die Damen und Herren des Planungsausschusses mal richtig gute Arbeit gemacht ! Ein Umzug des KIK Textil-Marktes von der einen auf die anderen Straßenseite hätte das Ende der blühenden halleschen Innenstadt bedeutet.. Millionen von Euros an Kaufkraft wären abgeflossen..Tip an die Geschäftsführung von KIK.. Halle weiträumig meiden… Investoren und Mittelstand bekommen hier ßgefühlt nur Probleme und Steine in den Weg gelegt.. noch dazu Teile der Bevölkerung die gegen jedes neue Vorhaben irgendetwas einzuwenden haben..

    • HansimGlueck sagt:

      Kik ist Mittelstand? Aha.
      Bei welcher Größe würden Sie denn die Grenze ziehen? Bei welchem Umsatz?
      Was soll das jetzt, einerseits zu sagen, Investoren werden Steine in den Weg gelegt und dann den Investor zu raten, die Stadt weiträumig zu meiden?
      Die Grundsätze der Einzelhandelssteuerung gelten deutschlandweit. Kik weiß selber ganz genau, wie das funktioniert. Für die großen Ketten ist das fast ein Spiel, aggressiv die Städte unter Druck zu setzen, um noch ein paar Kommastellen mehr Umsatz rauszukitzeln. Kik ist in Halle mit 6 Filialen gut verteilt am Markt.
      Auf der anderen Seite wird aber auch jemand weniger Umsatz machen.
      Es ist ja eine perfide Welt, in der jede Neueröffnung und jeder neue Spatenstich für Einzelhandel groß gefeiert wird und sich dann gewundert wird, warum es Leerstand gibt.

  4. Fimbulsson sagt:

    Wilkommen zurück in der Planwirtschaft!

  5. Thomas Schied sagt:

    Hinweis zum Thema „Unfug“ u.ä. :
    Seite http://www.halle.de/de/Verwaltung/Stadtentwicklung/Bebauungsplaene/index.aspx?RecID=260 öffnen, Link „Planzeichnung“ anklicken, Fläche GE4 suchen, Vorstellung von der Größe der Fläche entwickeln, die erlaubte Höhe von 15m dabei beachten und dann 700qm dazu addieren! (Außerdem mal in den textlichen Festlegungen nach den Stichwörtern „Kik“ und „Aldi“ suchen, auch im BPlan auf der anderen Straßenseite!)

  6. Ammendorfer sagt:

    Mich würde trotzdem interessieren, welche Art von Fachmarkt sich dort ansiedeln soll? In der Planung muss man sich zumindest ein wenig Gedanken darüber gemacht haben.

    • HansimGlueck sagt:

      Da hat sich niemand drüber Gedanken gemacht. Der jetzt rum jammernde Investor hatte dafür genau so wenig Interessenten wie für den Schlachthof.

  7. geraldo sagt:

    Zentrenrelevantes Sortiment: Die Ammendorfer sollen gefälligst ne knappe halbe Stunde Straßenbahn fahren und in Halles Innenstadt T-Shirts für 3 Euro kaufen.

    • 10010110​ sagt:

      Es ist im Zentrenkonzept nicht von irgendwelchen Firmennamen die Rede. Dieses Verbot würde auch für jedes andere Geschäft gelten.

      • farbspektrum sagt:

        Aber irgendwelche Nobelmarken werden sich nicht in Ammendorf ansiedeln. Nur Plunderware. Allerdings nicht einmal im Zentrum. Halle hat sich zu sehr runtergewirtschaftet.

    • Kronprinz sagt:

      KIK IST da. Sie können ihre billigsten T – Shirts kaufen. Sie müssen auch nicht täglich dafür in die Innenstadt.

      Auch wenn Sie es anders verstehen wollen, es geht NICHT um das Verbot von KIK, KIK darf nur nicht an den anderen Standort umziehen. UMZUG!

  8. Mitteldeutscher sagt:

    Das die Stadträte, die gegen den KIK-Umzug auf die andere Straßenseite stimmen, wieder nur von der Tapete bis zur Wand denken, wird in diesem Artikel der Mitteldeutschen Zeitung deutlich:
    https://www.mz-web.de/halle-saale/investor-wird-verprellt-warum-er-nun-die-entwicklung-des-schlachthofs-in-frage-stellt–33332128

    Der Grundstückseigentümer/Investor von Ammendorf ist gleichzeitig der Eigentümer/Investor des Halleschen Schlachthofes. Rot-Grün-Rot im halleschen Stadtrat kann ihn ja noch ne Weile verärgern, dann wird er das machen, was alle verprellten Investoren mit Halle/S machen, wenn Sozen, Grüne und Bolschewiken am Rad drehen:
    Sie verlassen Halle/S.

    • Achso sagt:

      Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Er wird den Schlachthof ja wohl in den Blick genommen haben, weil er sich davon Rendite erwartet hat – und nicht als wohltätiges Projekt, das er mit dem Bauvorhaben in Ammendorf finanzieren wollte.

      • Mitteldeutscher sagt:

        An @Achso:
        Das Sie sich nicht in die Denkweise eines Unternehmers/Investors hineinversetzen können und nicht verstehen können, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat, verwundert nicht.
        Reiten Sie weiter auf Ihrem Wunsch- und Traumdenken in Ihre sozialistische Zukunft….die Lebensrealität geht trotzdem anders.

  9. farbspektrum sagt:

    Anstatt durch administrative Maßnahmen Konkurrenz aus der Innenstadt fernzuhalten, sollte man sich lieber Gedanken machen, wie man Kunden dazu bringen kann, dort einzukaufen.
    Es ist der Grundgedanke der Marktwirtschaft, sich durch geistige Anstrengung zu entwickeln, und das hat gegenüber anderen Ideologien bisher funktioniert. Alleine mit Kneipenmeilen und Radfahreren scheint es nicht zu gelingen.

    • 10010110​ sagt:

      Der Grundgedanke der Marktwirtschaft ist aber auch, dem Kommerz alles andere zu opfern, was kein Geld bringt. Es soll ja Leute geben, die sich gern nur in sterilen, klimatisierten, zwischen Autobahnen eingebetteten Einkaufszentren aufhalten und dann in ihren klimatisierten Autos direkt ins zwanzig Kilometer entfernte sterile Reihenhaus zurückfahren, und denen ansonsten alles egal ist. Aber zum Glück sehen das nicht alle so.

      • farbspektrum sagt:

        Und deshalb wurde die „Soziale Marktwirtschaft“ als Konkurrenzmodell zum Sozialismus von Luwig Erhard erfunden. Damit wird auch der zügellose Neoliberalismus der FDP ausgebremst.

  10. Mitteldeutscher sagt:

    In 10 bis 20 Jahren wird es in den „Innenstädten“, nicht nur in Halle/S, keine Läden in dem Sinne, wie wir sie kennen, mehr geben.
    Da da kann der hallesche Stadtrat festlegen und beschließen was er will, die „Innenstadt“ ist nicht mehr zu retten.
    Einzig die Lebensmitteldiscounter und die Baumärkte werden den ungleichen Kampf gegen das Internet noch eine Weile überstehen.

    • mirror sagt:

      Da selbst Amazon Ladenlokale eröffnet, scheint eine komplette Übernahme des Einzelhandels durch Internet-Konzerne nicht wahrscheinlich.

      • farbspektrum sagt:

        Das du das mal nicht falsch auffasst.
        „Bestellt werde im Showroom in der Regel online, die Lieferung erfolge nach Hause, so Schmaus. Am Beispiel eines Denim-Jeans-Ladens hat Strategy& durchgerechnet, mit wie wenig Ware ein solches Konzept auskommt: Gerade mal 220 Hosen benötigt ein solcher Shop, um Größen, Farben und Stoffe zu präsentieren. Wenn keiner die gewünschte Hose auch tatsächlich vor Ort kauft, reichen schließlich ein paar Exemplare. Ein konventioneller Jeansladen dagegen müsse mindesten 3640 Exemplare vorhalten, um die Kundenwünsche erfüllen zu können. “
        https://www.welt.de/wirtschaft/article163531211/Warum-Amazon-und-Co-jetzt-wieder-offline-gehen.html
        Jedenfalls ist der Versuch, Kunden mit einem Ladengeschäft ins Internet zu locken mit dem factorymarket in Halle baden gegangen. Ich schiebe das auf die grottenschlechte Suchfunktion.

      • Seb Gorka sagt:

        Wenn Internet-Konzerne Ladenlokale betreiben, bleiben sie trotzdem Internet-Konzerne. Amazon ist zudem weltgrößter Einzelhändler.

      • Mitteldeutscher sagt:

        An @mirror:
        Ich wertschätze Ihre Beiträge hier immer als sehr fundiert und sachlich.
        Gerne würde ich Ihnen auch bei Ihrer Antwort zustimmen, aber leider sieht die Entwicklung eher so aus, daß die meisten Hersteller, ihre langjährigen Fach- und Einzelhändler in den Hintern oder vor den Kopf treten und zum Direktvertrieb über das Internet schreiten.
        Suchen Sie bitte mal in Halle/S ein Elektrofachgeschäft, wie es Elektro-Faust oder Elektro-Schütze war.
        Oder ein Tapetenfachgeschäft wie bspw. Rappsilber oder Farben-Winkler. Und das sind nur 2 Branchen, die mir jetzt spontan einfallen.

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