Neue Erschließungsstraße in Dölau: Kulturausschuss diskutiert eine halbe Stunde über den “Honigweg”

In Halle-Dölau entsteht an der Salzmünder Straße ein neues Wohngebiet. Direkt daneben gibt es schon den Imkerweg. Deshalb hatte die Stadtverwaltung die Idee, die neue Erschließungsstraße “Honigweg” zu nennen. Doch da hat sie die Rechnung ohne den Diskussionswillen der Stadträte gemacht. Eine halbe Stunde hat der Ausschuss darüber debattiert. Die PARTEI hatte auch noch den Änderungsantrag “Weiselweg” vorgelegt. Wiesel bezeichnet die Bienenkönigin. Und so ging es natürlich in der Debatte auch darum, dass es ja auch eine Vorschlagsliste mit Straßennamen für Frauen gibt. 

Dörte Jacobi (Die PARTEI) begründete ihren Antrag damit, dass die Benennung nach der Bienenkönigin im Zug der Gleichstellung der Geschlechter notwendig wäre.

Grünen-Stadtrat Christian Feigl hat Zustimmung signalisiert. “Honigweg überzeugt mich wenig, das ist eine klebrige Angelegenheit.” Katja Müller (Die LINKE) hält es für überzogen, die Debatte um den Straßennamen noch einmal aufzumachen. Und CDU-Stadträtin Ulrike Wünscher wies darauf hin, dass sich ja Straßennamen auch in die Umgebung einfügen sollen. Nach diesem Grundsatz sei die Verwaltung hier verfahren, weil sich ja direkt nebenan der Imkerweg befindet.

Überrascht über die Debatte zeigte sich Frank Metzler von der Stadtverwaltung. “Ich dachte, das ist ein thematisch guter Treffer.” Honigweg sei orientierungsgebend. “Imker und Honig passt wie ein Deckel auf den Topf.” Damit wollte sich Dörte Jacobi nicht abspeisen lassen. Zudem könnte es ja am Straßennamen Zusatzschilder geben, die auf die Wortherkunft von Weisel hinweisen. Für sie ist das ohnehin ein Kompromiss, denn viel lieber hätte sie einen Frauennamen.

“Sie ziehen die Gleichstellung ins Lächerliche”, reagierte Katja Müller auf den Antrag, zumal es sich um eine kleine Nebenstraße abseits des Zentrums handelt. So weit hinten sollten man keine Frauen verstecken.

Am Ende ging der Verwaltungsvorschlag mit “Honigweg” durch. Der “Weiselweg” erhielt zwei Stimmen.

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16 Antworten

  1. BESORGTER Hallenser sagt:

    Die ständigen sinnlos Debatten gehören hoffentlich nach der nächsten Kommunalwahl der Vergangenheit an!!!

  2. ich halt sagt:

    das war reine zeit-und steuergeldverschwendung,

  3. Alt-Dölauer sagt:

    Ein Klasse-Indiz wie bekloppt manche Stadträte in Halle sind.

  4. 😖 sagt:

    “Honigweg überzeugt mich wenig, das ist eine klebrige Angelegenheit.”

    Was für eine dümmliche Argumentation…

  5. Karl-Eduard sagt:

    Die Grünen und die bedeutungslosen SED-Nachfolger sollten sich raushalten. Erstens ist Honig nicht vegan und zweitens gibt es im Sozialismus nur Kunsthonig.

    • M sagt:

      Es gab auch Mischungen mit 10% bzw. 30% Bienenhonig. Mich wundert, dass keine(r) von denen „Kunsthonigweg“ vorgeschlagen hat.

  6. KGS sagt:

    Willkommen in Absurdistan. Wenn es nicht so traurig wäre würde ich herzhaft lachen über so viel Blödheit und Geltungssucht.

    Wundert sich ernsthaft jemand warum sich die Menschen in Deutschland angeekelt von den ganzen Politbarden abwenden?

    Ob im kleinen (Stadtrat) oder Großen (Bundespolitik)
    Mit solch einem Sinnlos Geschwätz und Pseudo Getue schafft man nur eins. Die Gremien die zum Wohle der Gemeinschaft agieren sollten mit völlig Sinnfreiem Klein Klein bis zur Handlungsfähigkeit zu blockieren. Schämt euch ihr Stadträte dass ihr wertvolle Zeit mit so einem Mist vergeudet.

  7. Meinjanur sagt:

    Kompromiss-Vorschlag: Nuss-Nougat-Creme-Weg.

  8. Gleichstellungsbeauftragte*r sagt:

    „Und CDU-Stadträtin Ulrike Wünscher wies darauf hin, dass sich ja Straßennamen auch in die Umgebung einfügen sollen. Nach diesem Grundsatz sei die Verwaltung hier verfahren, weil sich ja direkt nebenan der Imkerweg befindet.“
    Dann hätte sich der Imkerinnenweg angeboten.

  9. Rentner sagt:

    Was sind das nur für Pfeifen in dem Stadtrat, ganz furchtbar 😢

  10. Kaspertheater sagt:

    Das ganze Gequacke hört hoffentlich bald auf. Was ist das nur für ein sinnfreies Geschwafel? Man macht sich weiterhin lächerlich. Manche müssten die rote Karte bekommen.

  11. Stockmutter sagt:

    Weisel-weg, wieder was neues gelernt. Danke liebe Partei für neuen input. Lasst die anderen doch ihren Schwänzeltanz vorführen. Gelee royal wäre auch noch zu haben.

  12. 10010110 sagt:

    Das wäre doch die perfekte Gelegenheit für einen Anton-Wilhelm-Amo-Weg.

    • M sagt:

      Es ist schwierig. Das wäre wieder ein Mann. Aber die Frauen wollen sich ja auch nicht so weit weg vom Zentrum verstecken. Ein echtes Dilemma, ein Teufelskreis.

    • Alt-Dölauer sagt:

      Gääähn. Schwarz zu sein ist keine Errungenschaft. Ist einfach nur so. Und wenn man nicht Rassist ist, ist das eben völlig egal und unbedeutend.

  13. Carex sagt:

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Selbstdarstellerin Dörte Jakobi den Stadtrat mit unausgegorenen
    Vorschlägen beschäftigt. Es ist zu hoffen, dass wir von ihr und ihrer PARTEI in Halle bald nichts mehr hören müssen!

    • PaulusHallenser sagt:

      Dem schließe ich mich an. Die würdelosen Äußerungen dieser Frau schaden dem Ansehen des Stadtrates massiv.

  14. Raketenmann sagt:

    Herr Müller-Lüdenscheid. DIE ENTE BLEIBT DRAUßEN!!!

  15. M sagt:

    Dann vielleicht doch „Frau-von-Willy-Brandt-Straße“?

  16. Schwellkopp von Halle sagt:

    Oder Kackstuhl Street?