Riveufer: keine Fördermittel bei kleinerer Fahrbahn – Bäume in Gefahr?

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24 Antworten

  1. Argus sagt:

    „man habe sich beim Landesverwaltungsamt als Fördermittelgeber erkundigt. Von dort sei die klare Aussage gekommen, dass die Fördermittel nur fließen, wenn…“

    War das nicht auch beim Planetarium schon so – und hinterher stellte sich dann raus, dass auch ohne den Abriss des alten, einmaligen Experimentalbaus das neue Planetarium gefördert worden wäre?
    Also besser Augen auf und in die Vertragstexte und auf Vorschriften geheftet, wenn das Landesverwaltungsamt Aussagen trifft und die Stadt Halle sich angeblich danach richten muss.

    • HansimGlueck sagt:

      Welche Vertragstexte?
      Es gibt einen Förderbescheid oder keinen.
      Fördermittel einklagen wäre aber mal wieder was für das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Halle der unbelehrbaren Alleingänge.
      Aber schön, dass wir ein Jahr später noch am genau dem selben Punkt mit der Nummer stehen. So lang wird ein Termin mit dem Land wohl nicht dauern, so lang dauert nur Rumgeeier.

    • 10010110​ sagt:

      Das war auch schon bei der ehem. Weingärtenschule (Böllberger Weg 188) so, wo die Stadt behauptete, es könne nur die gesamte Strecke für den Straßenausbau gefördert werden, weshalb das Haus abgerissen werden muss, und sich im Nachhinein herausstellte, dass es ohne Probleme möglich sei, diesen Teil auszulassen und das Haus zu erhalten.

      Ich unterstelle der Stadtverwaltung nichtmal unbedingt böse Absicht, aber der Verdacht liegt auf jeden Fall auf dem Tisch, dass da in Verhandlungen mit den Fördermittelgebern nur sehr unmotiviert argumentiert und schnell der Schwanz eingekniffen wird.

      • Seb Gorka sagt:

        Es steht übrigens jedem frei, der daran zweifelt, den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu überprüfen. Man kann sie aber auch einfach so hinnehmen und dann im Internet darüber spekulieren. Das geht immer.

        Die (immer noch temporäre!) „Lösung“ an der Kreuzung Böllberger Weg/Torstraße/Glauchaer Straße ist hervorragend gelungen. Da kannst du jeden fragen, der dort lang muss, einschließlich der Straßenbahnfahrer. Alle sind begeistert.

  2. stekahal sagt:

    Naja, hatte die Stadtverwaltung nicht auch behauptet, Fördermittel gäbe es nur für ein neues Planeterium, wenn das alte komplett verschwindet ? Und im Nachhinein hätte es doch stehenbleiben können.
    Aber da konnte man noch politisches Kalkül unterstellen es war eben DDR-Hinterlassenschaft und die mußte weg.
    Aber die Allee ist ja in ihrer Anlage wesentlich älter.

  3. Kritiker sagt:

    Die straßenseitigen Bäume müssen weg, und durch große neue Bäume ersetzt werden. Alles andere ist absoluter ökologischer Unsinn. Die werden sich nach dem Bau der Straße bis an die Baumscheiben nie wirklich erholen. Es wird ein dahinsterben von Baum zu Baum geben und schon beim Bau werden ein großer Teil nicht überleben. Jetzt könnten gute große Neupflanzungen durch die Fördermittel abgesichert werden. Schatten gibt es noch ausreichen durch die flußseitigen Bäume. In 10 Jahren sieht die Allee annährend wieder aus wie jetzt.

    https://www.clickandgreen.com/groessen-und-formen

    Stammumfang 20 – 25 cm, die sind nicht klein, da reden wir von 6m bis 8m Baum!

    Nach 10 Jahren könnte bei guter Pflege eine Höhe von 15m schon vorhanden sein.

    Im Rat werden ideologische Lügen verbreitet, dass nach der Baumaßnahme eine „kahle Allee“ dastehen würde. Es wäre gut, wenn der OB in seiner (letzten) Rede zur Lage der Nation Halle, dies auch so darstellen würde.

    Fluthilfemittel werden nur begründet zur Wiederherstellung des Ursprungszustandes bzw. eines gleichartigen Ersatzes. Wer mit diesen Mitteln grundsätzliche Veränderungen am Stadt- oder Straßenbild vornehmen will, begeht Fördermittelmissbrauch. Diese sind nicht dafür gedacht, Städteneuplanungen zu finanzieren. Die Grenzen legt das Land eben sehr eng aus!
    Die Verwaltung sollte die Definition Straßenbreite dann auch sehr kreativ auslegen und den westlichen Straßenrand als Straße definieren und Rasenplatten legen. Durch Hochwassergebiet muss die Straße eh durchlässig blieben.
    Es spräche jedoch nichts dagegen, wenn man zwar die Straße so breit baut aber NICHT mit einer Asphaltdecke durchversiegelt. Durchlässige Platten oder Topmix Concrete wären doch sinnvolle Alternativen, spezieller Beton für Hochwassergebiete, der ist wie ein Schwamm!
    https://www.welt.de/wirtschaft/article146761272/Wunderbeton-verschluckt-Tausende-Liter-Wasser.html

    Zudem gut im Sommer, bei Extremweterlagen, kühlt der Beton durch das aufgenommene Wasser wieder, nach neu einsetzender Hitze, so das Versprechen.

    https://www.trendinnovation.de/topmix-concrete-eine-innovation-auf-der-ueberholspur

    vermutlich teuer aber genau das Richtige. Wer billig baut, baut 2 mal. Das nächste Jahrtausendhochwasser kommt mit Sicherheit.
    Also mal über alles nachdenken.

  4. farbspektrum sagt:

    Die Bäume sehen jetzt schon für ihr Alter recht mickrig aus. Wahrscheinlich weil ihre Wurzeln wenig Platz haben.

    • Baumretter sagt:

      Würdest du auch einen recht mickrigen Menschen auch einschläfern? Die Bäume leben doch offensichtlich, tragen Blätter und sind bisher nicht umgefallen!

    • Kritiker sagt:

      Nein, weil ein Pilz den Wassertransport behindert und ja, die jetzigen Baumscheiben behindern die Zuführung von ausreichend Wasser! Dies haben 2 Gutachter festgestellt, der Dritte sah mit seinem Sichtgutachten viel Bäume, keine Pilze. Übrigens ein anerkannter Prof. welcher wohl ansonsten forscht bis auch die letzte Zelle beschrieben ist. Dieses Gutachten war nicht nur „billig“ es ist auch umsonst.
      Die Grünen und Linken haben ja Recht, wenn sie die Straße schmälern wollen! Wozu breiter als 3,80m?
      Weg mit den Autos, weg mit den Bussen, bis direkt zum Anleger. 100m laufen oder rollen sollte gehen.
      In diesem Sommer war die Straße sinnlos mit Autos befüllt, inkl. Schaulaufen von Edelkarossen. Im Gegensatz zum Innenstadtring, haben hier Autos nichts zu suchen und zu parken.
      Einzig Rettungsdienste müssen hier den üblichen Zugang haben und da reichen 3,80m!
      Wenn die Bäume nicht angetastet werden, würden die noch sehr lange stehen. Die Wurzelfreilegung mit Hand oder ohne könnte/muss nicht für einige Bäume das Todesurteil bedeuten und wenn die freigelegten Wurzeln dann noch einen knackigen Winter erleben müssen, dann wird es spannend.

      Übrigens könnten alle Wurzelscheiben durch einen erhöhten begehbaren Holzsteg als Alleeweg vor Verdichtung geschützt werden.

    • Sachverstand sagt:

      Das auch! Hauptursache sind aber die im Gutachten von R. Dengler wirklichen Gutachten beschriebenen Mängel und Schäden. Dazu kommt freilich dann auch noch eine Vorgeschichte des Bestandes. Bereits zu DDR-Zeiten hatte man extrem verdichtete Böden durch Begehung/Befahrung. Hierdurch leidet die Nährstoffzufuhr über Regenwasser, der notwendige Gasaustausch ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Durch ständige Begehung/Befahrung/Stände bei Festivitäten kam/kommt es zu Wurzelquetschungen,-rissen,-brüchen. Hierdurch breiten sich Fäulen aus, Wurzeln sterben ab die Nährstoffversorgung ist eingeschränkt (vor allem Feinst-/Feinwurzeln), die Vitalität verschlechtert sich. Weiterhin wurde nach der Kehre auch schon eifrig im Bereich gebuddelt, wobei es zu Wurzeleingriffen gekommen ist. Dazu kommt, dass Stadtbäume generell standortbedingt im Dauerstress stehen (Abgase, Hitze, Trockenheit, eingeengter Standort etc.pp) und daher in ihrer Vitalität geschwächt sind, somit anfälliger für Schaderreger aller Art. Ein Blick in die F.Schulze und O.Stomps Str. zeigt, wie gut sich Neupflanzungen entwickeln, wenn im Zuge Straßenneubau auch ordentliche Baumscheiben in der geforderten Größe von 12m³ angelegt werden. Die Linden wurden 2012 in der Pflanzgüte STU 18,0-20,0 cm gepflanzt und haben nur 7 Jahre später STU von 30,0-40,0 cm. Den Riveufer-Bestand bei den zu erwartenden Eingriffen im Zusammenhang seines (gutachtlich erwiesenen) Zustandes zu belassen, ist fachlicher Unfug und hat Nichts aber auch gar nichts mit Baumschutz und sinnvollen Baumerhalt zu tun.

      • Kritiker sagt:

        Oh, böser Sachverstand! Aber danke für die präziseren Ausführungen, bin genau dieser Meinung!
        Aber das Sichtgutachten mit voller „Kompetenz“ sagt ja etwas anderes als die wissenschaftlichen Gutachten ohne „Kompetenz“. Wie kann man nur solch eine Meinung haben? D-) Ist nicht grüner Mainstream. Ich hätte da gerne mal die Fachmeinung des Herrn Aldag gehört und aufgeschrieben. Nach mehreren Jahren könnte man dann diese Ausführungen wieder hochhalten. Ich glaube, er hält sich da ganz bewusst zurück, da er sicherlich weiß was kommen wird. Übrigens ist diese Sorte von Linden auch nicht mehr aktuell. Nimmt man in Städten nicht die Kaiserlinden, Tilia europaea Pallida? Nicht das die Linken mit der bezeichnung noch Probleme bekommen?

        • Sachverstand sagt:

          Herr Aldag wird sich hier sicher nicht den Spagat zwischen eigener fachlicher Ausbildung/Wissen und Politik (Vertretung des Souveräns namens Laie nach außen) antun. Für mich absolut verständlich und nachvollziehbar. Zur Frage: Gängig, so meine Erfahrung, sind eigentlich eher die Sorten der Winterlinde (Tilia cordata „Erecta“, „Greenspire“ oder „Rancho“). Kommt immer auf den Standort an, bezogen auf die Kronenform und Wuchshöhe. Alle 3 Sorten sind frosthart, stadtklimafest und eingeschränkt der Klimaentwicklung tauglich,

        • Sachverstand sagt:

          Ich vergaß die noch recht neue Kegel-Linde (Tilia x flavescens „Glenleven“). Die ist in Schulze- und Stompsstr. zu bewundern. Das nur zur Ergänzung.

          • geraldo sagt:

            Es wundert mich kam, dass hier mit dem Parameter Stammumfang argumentiert wird. Da kommen nämlich so schöne große Zahlen heraus. Rechnet man die Angaben in den allgemeinverständlicheren Durchmesser um, so werden aus den kapitalen Neupflanzungen dürre Stämmchen, die nach „nur“ sieben Jahren nur 7cm „stark“ geworden sind.

          • Sachverstand sagt:

            Tja, @geraldo, dass mit dem Dickenwachstum auch ein Wachstum in Breite und Höhe einhergeht, muß wohl nicht tiefer erläutert werden. STU 30,0 : 3,14 ergibt im Übrigen 9,55 d. Ist vom Start 18.0 : 3,14=5,73 d, für einen Straßenbaum an einer stark befahrenen Stadtstraße ein sehr ordentlicher Dickenzuwachs. Und das bei 2 extremen Trockenjahren! Dazu kommt weiterhin, dass maßgebende Zuwächse in der Regel erst ab dem 4.Standjahr zu erwarten sind. In den 3 Jahren Anwuchspflege nach der Pflanzung, hat ein Jungbaum erst einmal damit zu tun sich am Standort zu etablieren, lebt da hauptsächlich aus der Kraft seines Wurzelballens aus der Baumschule.

          • geraldo sagt:

            Stimmt, ich hab mich verrechnet. Sind bei 40cm knappe 13cm Durchmesser.

  5. Thomas Schied sagt:

    Es geht hier, unabhängig von Altbestand oder Neubepflanzung, um die Größe der Baumscheiben. Das Problem der Befahrung derselben kommt noch dazu. Auch dem überflüssigen Verkehr auf der Flaniermeile der Stadt muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.
    Die Argumentation hinsichtlich der Fluthilfemittel führt zu einem Stück aus dem Bereich „Absurdes Theater“. Wer auch immer für diese „Inszenierung“ verantwortlich sein mag…

    • Toter Frosch sagt:

      Schon selbst beim Landesverwaltungsamt nachgefragt?

      • Thomas Schied sagt:

        Ja. Darüber mache ich aber keine weiteren Ausführungen.

        Nachfragen allein reicht aber nicht. Dann bekommt man auch nur die Antwort: „Geht nicht.“ Die Stadt (Verwaltung) muss das Ganze imho auch wollen und sich nachdrücklich dafür einsetzen.

        PS: Beim Begriff „Gemeindestraße“ geht es um die Frage der Straßenbaulast und nicht um die Straßenbreite.

    • Sachverstand sagt:

      Aus meiner Sicht geht hier um die grundsätzliche Frage der Abwägung und Feststellung der Sinnhaftigkeit des Erhalts eines teilweise stark vorgeschädigten mit überschaubarer Reststandzeit (Siehe Gutachten Dengler) Altbaumbestands, in Verbindung einer grundhaften Straßen-/Ver-/Entsorgungstrassenbaumaßnahme oder dem Anlegen einer zukunftsfähigen neuen Allee inkl. entsprechender neuer, nach aktuellen technischen Stand, Baumstandorte bei gleichzeitigem Schutz von Infrastruktur gegen Wurzeleinwuchs im Zuge der gleichen Maßnahme. Aus allein baumfachlicher Sicht plädiere ich für Letzteres. Wobei man den finanziellen Aspekt bei einer neuen aus Fördermitteln finanzierten Allee, durchaus als äußerst charmant bezeichnen kann. Es macht fachlich Sinn, es macht finanziell Sinn, die Bauausführung geht auch leichter und damit schneller von statten und gern nochmals: Man hat an diesem exponierten Standort über Jahrzehnte einen sicheren Baumbestand!

  6. Baumscheibenfreund sagt:

    „Insgesamt müssen hier, beginnend vor dem Bootshaus 5 bis zur Kita Richtung Burgstraße, 25 (Alleebäume gefällt werden. Hinzu kommen noch 9 antragspflichtige Sämlinge an der Uferböschung zum Mühlgraben, die nicht mehr zur Allee gehören, aber auf Grund der Nähe zum Kanal ebenfalls betroffen sind.
    Ebenfalls gefällt werden müssen 12 Sämlinge an der Zufahrt zur Ochsenbrücke, die unmittelbar am Weg stehen und infolge der Wurzelschäden, die bei der Auskofferung entstehen, nicht erhalten werden können.
    Im Bereich des ehemaligen Senkgartens sind durch die zur Steinschlagsicherung notwendigen Baumaßnahmen ca. 30 Bäume zur Herstellung der Baufreiheit zu fällen.“

    Zusätzlich der Bäume, welche es im Nachhinein nicht überleben. 25 von ca 70 + x, machen 1/3-tel der straßenseitigen Alleebäume. Das zum Thema, wie sieht dann die Allee aus.

    Der Beschluss:
    7.9.1 Pkt d. Die Fahrradstraße wird auf eine Maximalbreite von 3,5m verkleinert, um für Baumscheiben der Alleebaumreihe zwischen Straße und Promenade mehr Platz zu ermöglichen.

    müsste wohl erst aufgehoben werden, eh die CDU mit 8.1 Antrag kommt oder sehe ich das falsch?

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