Tag der Befreiung: heute vor 76 Jahren endete der 2. Weltkrieg

Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. An jenem Tag im Jahr 1945 hatte Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. 

Auch auf dem Südfriedhof in Halle (Saale) wird an die damiligen Ereignisse erinnert. Dort sind 977 Sowjetsoldaten begraben. Ein Großteil davon starb allerdings in der Besatzungszeit nach dem Krieg.

“Der 8. Mai steht für die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für das Ende eines schrecklichen Terrors, der durch das nationalsozialistische Regime verübt worden ist. Das Leben unzähliger Kolleginnen und Kollegen, die für ihre Überzeugungen eingetreten sind, wurde beendet, Familien zerstört und Existenzen ausgelöscht. Die Gräueltaten, die Shoa und jegliche menschenfeindliche Tat der Nazis, dürfen nicht in Vergessenheit geraten, gerade wenn die Berichte von Zeitzeugen immer geringer werden. Politische und historische Bildung sind wichtiger denn je!”, sagt  IG Metall Bezirksleiter Thorsten Gröger.

„Nicht nur am heutigen Tag gedenken wir den Opfern der Nationalsozialisten. Die Folter, die Verfolgungen und systematischen Massenmorde dürfen nicht in den Geschichtsbüchern verblassen, sondern die Erinnerungskultur muss unseren antifaschistischen Grundkonsens stets prägen. Aus den Taten der Vergangenheit, erwächst auch eine fortwährende Verantwortung für unser Land: Die Verantwortung, überall und jederzeit für die Würde eines jeden Menschen einzutreten!“, fährt Gröger fort.

Man werde es nicht wort- und tatenlos hinnehmen, wenn in der Gegenwart die historischen Tatsachen umgedichtet und der Holocaust relativiert werde: „Wir stehen in diesem Jahr vor richtungsweisenden Wahlen. Ob auf Bundesebene oder auch bei uns in Sachsen-Anhalt. Es ist unsere Aufgabe, für den Erhalt unserer Demokratie einzutreten und klare Kante gegen nationalistische Ideologien zu zeigen. Wir werden denjenigen, die andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer sexuellen Identität oder ihres Geschlechts diskriminieren, ausgrenzen oder attackieren, die Stirn bieten. Den Anfängen zu wehren heißt auch zu erkennen, dass unsere Demokratie ein fragiles und schützenswertes Gut ist. Rechtsextremisten, Querdenker und Antidemokraten wollen unser demokratisches System jedoch für ihre widerlichen Ideologien missbrauchen!“, schildert der Gewerkschafter.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass jene, die versuchen auf komplexe Fragen einfache Antworten zu geben, scheitern werden. „Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe unsere demokratische Resilienz zu stärken und so die Rechtspopulisten in unserem Land in die Schranken zu weisen. Wenn der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt, die soziale Isolation steigt und die Schere zwischen Arm und Reich größer wird, darf die Antwort nicht Ausgrenzung, Hass und Fremdenfeindlichkeit sein. Es braucht Visionen für unser Land, keine Dystopien und rechte Demagogen!“, mahnt Gröger.

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32 Antworten

  1. Eb sagt:

    Dieser Tag sollte für alle mit Dankbarkeit und Trauer für die vielen Toten begangen werden. Dank an unsere Befreiter einst

  2. Hallunke sagt:

    Ich habe ja eher Angst dass durch die Corona-Maßnahmen ausgehöhlt werden denn durch rechte Strömungen. Eine solche Gefahr besteht zwar stets, doch angesichts anderer viel gravierenderer Herausforderungen erscheint das Hochhalten des Schreckgespenstes des rechten Demagogen als Blendwerk, um ja nicht andere Parteien zu wählen.

    Es tut mir leid dass ich am eigentlichen Thema vorbei geschrieben habe, aber es war Mal wieder klar dass eine solche Gedenkveranstaltung für eine Instrumentalisierung anstehender Ereignisse genutzt wird.

  3. Pocht sagt:

    So lange haben wir schon Frieden seien wir froh darüber und dank unseren Befreiern

  4. Mitleser sagt:

    Übrigens ging der 2.Weltkrieg bis 2.September 1945……
    .

  5. 10010110 sagt:

    Mann, mann, der Herr Gröger hat aber auch alle Phrasen aus dem antifaschistischen Schwurbellexikon in dieser Pressemitteilung verwurstet.

    • Kenner sagt:

      Was hast du gedacht? Das kommunistische Tonband, was da in der Prägungsphase eingebaut wurde, dudelt seit Jahrzehnten die selbe Leier.

    • Graf Zahl sagt:

      Es ist halt nur perfekt, wenn alles drin ist, genau wie beim Wurstmachen.

    • Bürger für Halle sagt:

      Was meinen Sie mit „antifaschistischen Schwurbellexikon“? Vielleicht war ja Ihr Kommentar nicht ganz ernst gemeint. Ansonsten empfehle ich, mal in die Geschichtsbücher zu schauen, oder sich anderweitig zu informieren.( Puplikationen, Dokumentarfilme, Recherchen, Ausstellungen, oder sogar Vorträge von Überlebenden des Nazi-Terror-Regimes)

    • Jeder Tag ist ein Tag der Befreiung sagt:

      Einsen und Nullen, so schalte es schon in diesem Saal, sind nur ein Bruchteil von Allem, eben nur digital. – Man muss nicht immer was sagen, kann auch mal verzagen. – Wurst und Schwurbel sind Netzsprache. Ein Beweis für die Dialogbrache.

  6. xxx sagt:

    Die Berliner Politik sollte sich mal – gerade vor diesem Hintergrund – überlegen, ob man weiterhin Russlandhetze betreiben sollte. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.

    • Andi sagt:

      Der damalige Befreier ist heute der Faschist.

      • xxx sagt:

        Boah, jetzt bekomme ich Angst: Hat der Russe schon Frankfurt/O. eingenommen? Werden die Deutschen in der russischen Medienlandschaft schon lange als Untermenschen bezeichnet?
        Und jetzt komm nicht mit Nawalny, solange „der Westen“ Assange eingeknastet hat.

      • Tag der Befriedung sagt:

        ‚In 15 Minuten ist der Russe auf’m Kurfüsrtensamm.‘ – Er bringt Energie, Kultur und Menschen mit.

    • Franz2 sagt:

      Weil Russland ja auch so ein friedliebendes Land ist mit einer super Demokratie. Es steht jedem frei nach Russland zu gehen und sich doer zum Knecht Putins zu machen. Aber die, die hier von Freiheitsrechten und angeblicher Meinungsunfreiheit reden, sind ja die größten Putinfans. Könnte gern mit der Af-Delegation hinfahren und schön die Seife aufheben.

      • Lui Dega sagt:

        Zum Knecht Putins? Ich kenne genug Auswanderer die sich nahe Kaliningrads niedergelassen haben.Nahe der Ostsee. Den geht es gut.Ein Bungalow schlüsselfertig , 24.000 Euro. Grundstück 600m2 , 6.500 Euro.Billig. Strom, Gas….alles billig. Lies die Trommel😄

  7. Lobpreis und Verfluchung sagt:

    Herr Grögers Pressetext erinnert mich sehr an die Appellansprachen von Politoffizieren während des DDR-Grundwehrdienstes. Das seinerzeit vorgetragene Textmaterial ähnelte den immer und immer wieder trainierten Hauptaufgabenstellungen des DDR-Staatsbürgerkundeunterrichts: “ Erläutern Sie die gute und richtige Politik unserer Partei- und Staatsführung !“ sowie “ Begründen Sie, warum die Denkweise der Feinde unseres Gesellschaftssystems sich geschichtlich in der Phase des Niedergangs befindet.“

    • Einmann sagt:

      Na da hat sich auch mit den BRD Blockflöten wenig geändert.
      Gut Klimareligion und Coronareligion werden die aktuellen Aufgaben genannt.
      Aber sonst ist an der Bonn – Berliner Politkaste wenig neues.

  8. Mensch sagt:

    Itzig ,mein Vater war 4 Jahre in russischer Gefangenschaft ,er hat was anderes erzählt . Und als die Amis Halle verlassen haben und die Russen kamen wehte auch ein anderer Wind . Hitler und seine Spiessgesellen waren Massenmörder , aber war Stalin wirklich besser .

    • Malte sagt:

      Zumindest in Deutschland kann man bejahen. Nur mal nüchtern ein paar Zahlen betrachten… Und bereits 1949 gab es ja zwei deutsche Staaten, den westlichen überigens Monate vor dem östlichen. Und der Stählerne ist dann im Frühjahr ’53 gestorben…
      Ihr Herr Vater hat hoffentlich gut und viel aus seiner Gefangenschaft gelernt.

    • Einmann sagt:

      und Kissinget?

  9. Hallenser sagt:

    Das deutsche Volk ist noch lange nicht vom Faschismus befreit !
    Wir werden jetzt nur von anderen Faschisten geführt und unterdrückt.

  10. Mensch sagt:

    Hallenser ,missbrauche nicht den Namen unserer Stadt für deinen Schwachsinn .

  11. Anonym sagt:

    Die Nazizeit war grausam darüber gibts nichts zu diskutieren, jedoch waren die Befreier nicht immer die tollen Helden. Grausamkeit gab es auch dort, Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen zum Beispiel.

    • Malte sagt:

      Das ist nicht von der Hand zu weisen. Nur sollten auch Ursache und Wirkung nicht verdreht werden. schau dir den Film „Geh und sieh‘!“ an, Dann wirst du vlt. versteh, warum manche Sieger ihre gute Erziehung vergaßen. 1500km von Moskau bis nach Mitteldeutschland sind ein harter und ernüchternder Weg für die gewesen. Ich kann sie dafür nicht verurteilen, weil ich mich selbst nicht genau kenne.

  12. Jim Knopf sagt:

    In Afghanistan befreien deutsche Truppen schon 20 Jahre.

    Unter Rot-Grün wurde das gemacht.