Verkehrssicherheit: Polizei in Sachsen-Anhalt kontrolliert die Tuningszene wieder verstärkt am sogenannten Carfreitag

Für die Anhänger und Anhängerinnen der Tuning-Szene ist der Freitag vor Ostern mittlerweile traditionsgemäß der Saisonauftakt. Aus dem Karfreitag wird dann der sogenannte Carfreitag – so auch seit Jahren in Sachsen-Anhalt. Einer der Treffpunkte im Land ist der Harz, hier der Bereich der Landestraße 96, unmittelbar an der Rappbodetalsperre und dem dazugehörigen Tunnel.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Niemand hat etwas dagegen, dass sich die Autoliebhaber treffen und gegenseitig ihre teils aufwendig umgebauten Fahrzeuge präsentieren. Die Polizei ist jedoch wachsam, wenn es um Umbauten geht, welche nicht den geltenden Regeln entsprechen – dann greifen wir ein!“.

Im vergangenen Jahr versammelten sich rund 1.000 Menschen mit etwa 600 Fahrzeugen im Bereich der Rappbodetalsperre. Die Polizei kontrollierte, ob sich die Umbauten im Rahmen des rechtlich zulässigen bewegten. Insgesamt waren 77 Fahrzeuge zu beanstanden, 81 Ordnungswidrigkeitenverfahren und zwei Strafverfahren wurden eingeleitet.

„Es geht hier um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Und die Sicherheit ist beispielsweise gefährdet, wenn die Umbauten so massiv sind, dass die Betriebserlaubnis des Gefährts erlischt. Dies war am Carfreitag im letzten Jahr bei 17 Fahrzeugen der Fall.“, so Innenministerin Dr. Tamara Zieschang.

Und auch dieses Jahr wird die Polizei wieder vor Ort sein und die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften überwachen.

Hintergrund:

Grundsätzlich sind Tuner, Poser und Raser voneinander zu unterscheiden. Tunern geht es in der Regel um das Zur-Schau-Stellen ihrer liebevoll gestalteten Schmuckstücke. Poser fallen durch ihre riskanten Fahrmanöver auf, beschleunigen meist an belebten Stellen übertrieben ihre Fahrzeuge. Als Raser werden in dem Zusammenhang Personen bezeichnet, die sich bei illegalen Fahrzeugrennen messen oder auch „Einzelrennen“ (Erzielung von maximalen Geschwindigkeiten) durchführen. Mit ihrer Fahrweise geht teils eine starke Geräuschentwicklung einher. Überschneidungen sind in allen Fällen natürlich möglich. Tunnel sind für die Tuningszene regelmäßig ein Anziehungspunkt. Das Rasen stellt hier ein besonders hohes Risiko für schwere Verkehrsunfälle dar.

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14 Antworten

  1. Fahrlehrer sagt:

    Die sollten sich lieber mal um die zusammengebauten Autos unserer Osteuropäischen Mitmenschen kümmern, da haben sie genug zutun. Geht schon los mit der richtigen Scheinwerfereinstellung. Und wenn ich hier sehe wie die Räder hin und her gewechselt werden. Alle Achtung, da hat bestimmt jeder ein ganzes Buch voller ABE´s im Handschuhfach.

  2. 🍐 sagt:

    Club der Minischniepel

  3. Schon ein besonderes Volk sagt:

    Karfreitag – wegen Car.
    Und wahrscheinlich Tunnel – wegen Tuning.
    Da kann man ja froh sein, dass sie nicht in Grünanlagen fahren – wegen Rasen.

  4. Mantaletten sagt:

    Geil…
    Autos bedeuten Freiheit. Freu mich schon mit meinem Manta wieder mit Gleichgesinnten.

  5. Hubraumjunkie sagt:

    Ganz wichtig. Weil die Herren auch Ahnung von Autos haben. 🙂
    Aber solange die ostländischen rost8gen Seelenverkäufer durchs Land fahren dürfen, kann das alles nicht so schlimm sein. Prioritäten!

  6. finde den Fehler sagt:

    Ja, die „Tuningsszene“ ist das Hauptproblem in Deutschlands drittkriminellster Stadt.
    Genau darum sollte sich die Polizei hier kümmern. Sonst um gar nichts. Die sind ja schließlich „überlastet“ und Streife laufen ist viel anstrengender und gefährlich für die Beamten.
    Finde den Fehler.