A143-Weiterbau, ÖPNV-Stärkung, 3. Saale-Brücke: Stadtrat beschließt verkehrspolitische Leitlinien

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9 Antworten

  1. mirror sagt:

    Die PR-Maschine des OB läuft! Nur allgemeines BlaBla und schmücken mit fremden Federn (A143,ICE, Bahnumschlagknoten, …)

    „Emissionen von Lärm, Schadstoffen, Klimagasen sowie von CO₂ wolle man durch eine Optimierung der Verkehrsabläufe in Verbindung mit einer Förderung neuer Technologien mit geringeren Schadwirkungen reduzieren. „… da sind hoffentlich nicht nur die paar Elektroautos im Konzern Stadt gemeint.

    In der Stadtratsvorlage werden 11% Fahrrad am Modal-Split genannt, ohne zu erwähnen, dass dieser Wert im europäischen Vergleich nicht sonderlich gut ist.

  2. Spiegelleser sagt:

    „da sind hoffentlich nicht nur die paar Elektroautos im Konzern Stadt gemeint“
    Offensichtlich nicht. Der Satz bezieht sich wohl auf die im Satz unmittelbar davor erwähnten Linienfahrzeuge.

    Die meisten haben den Eindruck, Stadtrat und OB arbeiten nicht sonderlich harmonisch zusammen. Aber schön, dass es auch andere Denkansätze gibt und Stadtratsbeschlüsse (bzw. Beschlussvorlagen) als Teil der „PR-Maschine“ des OB angesehen werden.

    Ob es irgendwo Stadtoberhäupter gibt, die ihre Arbeit als „großen Mist“ verkaufen oder im (Vor)Wahlkampf „Ich bin ungeeignet“ plakatieren?

  3. 10010110 sagt:

    Ich finde es so widersinnig, einerseits von Förderung des öffentlichen Verkehrs und Umweltentlastung zu reden und andererseits Autobahnbau voranzutreiben.
    Ich bin vor einer Weile mit dem Zug durch den Thüringer Wald gefahren. Es ist davon auszugehen, dass seit der Fertigstellung der A 71 die Fahrgastzahlen auf dieser Strecke noch weiter zurückgegangen sind. Nebenstrecken wurden sogar komplett eingestellt oder sind davon bedroht.

    Wenn man politisch irgendwas erreichen will, was der Allgemeinheit nützt, dann reicht es nicht, nur auf Freiwilligkeit und tausend Alternativangebote zu setzen, da muss man auch mal mit Verboten einerseits bzw. gezielter Lenkung der Massen andererseits arbeiten. Das heißt, wer den ÖPNV stärken will, darf nicht gleichzeitig den MIV fördern, denn im direkten Vergleich wird letzterer immer einen Vorteil haben. Selbst wenn öffentliche Verkehrsmittel noch so schnell sind, bleibt das Auto subjektiv betrachtet die bequemere Variante. Das bedeutet, dass man allein mit Geschwindigkeitserhöhung nicht die Attraktivität steigern kann, man muss gleichzeitig aktiv die Attraktivität der Nutzung privater KFZ verringern, damit es der Allgemeinheit was bringt. Klar ist das bei einem Teil der Bevölkerung unpopulär, aber wenn’s um das Vorantreiben globaler Freihandelsabkommen geht, scheint es manchen Politikern auch egal zu sein, wie unpopulär die Entscheidung ist – vermutlich wegen der größeren Sache. Das gleiche gilt hier auch: die Allgemeinheit profitiert von weniger Autoverkehr, auch wenn’s einzelnen etwas Bequemlichkeit nimmt.

    • mirror sagt:

      Ach wäre es schön, als Diktator allen Anderen sein eigenes Lebensmodell überstülpen zu können.

    • Meckerbock sagt:

      ich finde es nach wie vor merkwürdig das immer angenommen wird alle miv Nutzer würden das nur aus spass machen … und natürlich um die Umwelt so weit wie möglich zu schädigen … auf die Idee das es in den meisten fällen auch nötig ist kommen manche zahlenspieler wohl nicht ..

      • 10010110 sagt:

        Natürlich machen das nicht alle aus Spaß, aber viele aus Bequemlichkeit. Ich möchte nochmal darum bitten, sich mal an einem beliebigen Werktag zu einer beliebigen Uhrzeit an eine beliebige Hauptverkehrsstraße in der Stadt zu stellen und die Besetzung augenscheinlicher Privatfahrzeuge zu analysieren. Die Mehrheit davon wird ein hallisches Kennzeichen haben und mit nur einer Person besetzt sein, das sage ich auch ohne belegbare Quelle voraus. Und wenn man die Kennzeichen zu Berufsverkehrszeiten auf bestimmten Relationen analysiert, wird man zur Erkenntnis gelangen, dass viele Saalkreisbewohner nach Halle rein oder aus Halle raus wollen. Und wenn man ganz ambitioniert ist, kann man ja mal in durchschnittlichen Neubaugebieten am Stadtrand und im Saalkreis eine Studie durchführen, wieviele Bewohner in Halle arbeiten oder einen regelmäßigen Weg in die Stadt haben. Und diese Leute haben ihren Wohnort und die damit zusammenhängenden Erfordernisse an die Mobilität durchaus freiwillig gewählt.

        Und solange das so ist, ist das Autofahren noch viel zu attraktiv – und jeglicher Autobahn- oder Umgehungsstraßenbau wird den ÖPNV nicht attraktiver im Vergleich zum Privatauto machen. Und man behebt mit dem Stadtbahnprogramm auch nicht die Verkehrsprobleme der Stadt, solange im gleichen Atemzug der MIV gefördert wird.

        • Ron sagt:

          Um das Befahren der (Innen)Stadt aber „unattraktiv“ genug zu machen, muss außerhalb der Stadt der ein oder andere Weg zur Verfügung stehen.

          Über die A143 und die anderen Autobahnen um Halle werden nicht die Pendler aus den Stadtrandlagen nach Halle fahren. Wohl aber die, die Halle als Durchfahrt nutzen. Denen kann die Durchfahrt z.B. verboten (Tonnagebegrenzung) oder „unattraktiv“ gemacht werden (einspurige Merseburger, Ampeln, 30er Zonen, Umweltzone).

          Das eine wirst du aber ohne das andere nicht erreichen können.

    • Frank sagt:

      Ich stimme Dir zu! Ich bin kein Grüner oder Intellektueller, aber seit dem ich Familienvater bin, sehe ich nicht alles nur aus der ich-Perspektive („Wie komme ICH schnell zur Arbeit? Wo kann ICH billig einkaufen?“). Wie sollen meine Enkel mal leben, wenn wir weiter unsere Umwelt mit Straßen und Gewerbegebiete zupflastern? Und selbst diese Frage ist egoistisch. Der Mensch ist halt die Krone der Schöpfung, und macht sich die Erde Untertan 🙁
      Jeder meckert über Verkehrslärm, Staus, Feinstaub, und zuwenig Natur und Ruhe. Aber sich selbst einschränken geht gar nicht.
      10010110, Deine Überlegungen sind richtig, doch leider zu vernünftig für diese Welt 🙁

  4. Wilfried sagt:

    Da stehen dann sicher, wie zu alten Zeiten, Wächter an der Stadtgrenze und kontrollieren die Papiere, und ob jemand darf oder nicht…
    Hauptsache, die Stadt hat dann genügend Personal, das auch zu kontrollieren… was ich nicht erwarte. Umweltzone ist nun mal gar kein Argument mehr

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