Autofahrer befahren Deichanlage und hinterlassen Beschädigungen
In der vergangenen Woche sperrte die Stadt Halle (Saale) den Bereich der Passendorfer Wiesen in Richtung Rennbahn, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Trotz der Sperrung befuhren mehrere Autofahrer die dortige Deichanlage und verursachten Schäden am Deichkörper.
Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) auf Nachfrage mitteilte, handelt es sich dabei um mehrere Fahrspuren im Deichbereich. An der betroffenen Stelle ist der Deich aufgrund eines Radweges sowie eines Übergangs in höher gelegenes Gelände vergleichsweise breit ausgeführt. Nach Einschätzung des LHW haben die entstandenen Fahrspuren keinen relevanten Einfluss auf die Standsicherheit oder Schutzfunktion des Deiches.
Der entstandene Schaden wird aktuell auf rund 1.000 Euro geschätzt. Die Instandsetzung erfolgt durch den Flussbereich Merseburg in Eigenleistung. Vorgesehen ist, die betroffene Stelle mit neuer Erde aufzufüllen und anschließend neu einzusäen. Die Maßnahmen sollen erst im Frühjahr erfolgen, da die Schadensbeseitigung an die nächste Vegetationsphase gebunden ist.

Der LHW weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass das Befahren von Deichanlagen grundsätzlich verboten ist. Nach dem Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt stellt das Befahren eines Deiches eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Eine geschlossene Grasnarbe ist für die Stabilität eines Deiches von zentraler Bedeutung, da offene Schadstellen anfällig für Erosion sind und langfristig die Standsicherheit beeinträchtigen können.
Ermittlungen zur konkreten Verursachung der Schäden wurden nicht aufgenommen. Der LHW begründet dies mit dem sehr großen Zuständigkeitsbereich des Flussbereiches Merseburg, der unter anderem rund 400 Kilometer Gewässer erster Ordnung, etwa 130 Kilometer Deiche, 294 Hektar stehende Gewässer, fünf Saaleschleusen sowie neun Schöpfwerke umfasst. Eine lückenlose Überwachung aller Anlagen sei daher nicht möglich.
Der LHW appelliert an die Bevölkerung, Schäden an Deichen und wasserwirtschaftlichen Anlagen zu melden und bestehende Sperrungen sowie Befahrungsverbote im Interesse der allgemeinen Sicherheit zu respektieren.








Anstatt es offen zu lassen. Diese Schickane an den Autofahrern. Bin heute den Mühlweg gefahren, war super Radfahrer auf der Straße dann Radfahrer auf Fußweg. Dann wieder Straße da aber ein Auto sehr Rechts stand an der Ampel konnte der Radfahrer nicht vorbei, denn man reiht sich ja nicht ein. Dann halt wieder auf den Fußweg. Und den Autofahren werden die Schleichwege mit einen Aufwand versperrt In Halle werden die Dummen nicht alle.
Ich bin auch für einen Radwegstreifen auf dem Mühlweg, Da würden deine Probleme schlagartig aufhören.
Das keine Probleme sondern diese Unverschämtheit der Radfahrer. Stell dir vor ein Auto wurde auf dem Fußweg fahren was da los wäre.
Findest du deinen Kommentar im Kontext des Artikels nicht ein bisschen bizarr?
wieso…?!?
Autos fahren doch auf Fuß- UND Radwegen – und hier auch über die Deichböschung
Wenn du im Mühlweg genauso aufmerksam auf die Autos achten würdest wie auf Radfahrer, hättest du schon längst feststellen können, dass dort regelmäßig Autos den Gehweg benutzen.
@ Winter Danke für Deinen Beitrag, nun aber zurück zum Thema….im Mühlweg gibt es keinen Hochwasserschutzdamm
Die Lösung ist doch äußerst simpel.
Anstelle der großflächigen Absperrung einfach einen Blitzer aufstellen, der jede Durchfahrt dokumentiert.
So wird am Ende auch mehr als genug Geld für die Reparatur des Deichs übrig bleiben.
Das!
Das ist doch alles nicht mehr deren Ernst, oder ? Die Leute überbieten sich Tag für Tag mit ihrer Dreistigkeit und nichts passiert. Wo bleibt das Ordnungsamt oder am besten gleich die Polizei an dieser Stelle? Die Stadt könnte sich dumm und dämlich kassieren.
Viel Getöse, keine Konsequenzen. Die Autofahrer lachen sich doch kaputt.
Ich bin ja mal gespannt, wie viele Leute die Aktionen der Autofahrer rechtfertigen und gutheißen werden.
Vollkommen nachvollziehbar. Warum sich ständig vom Staat gängeln lassen?
Und dann wieder heulen weil Neustadt absäuft und die Steuergelder zur Sanierung verschwendet wurden.
Ach Johanna, wir reden hier über Regeln, die die Sicherheit sicherstellen sollen, und nicht darüber, ob du bei Mau Mau schummeln darfst.
Bist du nicht in der Lage, dich mit deinem tonnenschweren Fahrzeug an Regeln zu halten, solltest du keines fahren dürfen. Aber ich wette, du gehst zu Fuß auch durch Baustellen, obwohl dir ein Schild sagt, dass du eigentlich die Seite wechseln sollst. Ist übrigens auch am Ende eine Sache des Versicherungsschutzes.
Autofahrer interessiert das doch nicht, auch in der Grenzstraße wird die Absperrung zur Seite geschoben, die fahren über den Fuß/Radweg und den Grünstreifen.
„Bis zu 50.000€ Geldbuße“- niemals in Deutschland; da lachen die Autofahrer nicht mal drüber. Man kann sich immer mit schwerer Kindheit oder akutem Spritzpups rausreden, mit dem richtigen Anwalt klappt das sicher. In 99,997% der Fälle wird es aber eh nicht geahndet. Es herrscht Anarchie!
Es sollte bei Baustellen/Absperrungen immer gleich eine Kamera mit aufgebaut werden; so könnte man ein großteil der Kosten der Baustelle wieder reinholen
Die Straße wurde gesperrt um den Verkehrsfluss zu verbessern? Ist das Satire?
Nein, das ist Logik. Mehr Einmündungen = mehr Konfliktpunkte, weniger Einmündungen = flüssigerer Verkehr. Deswegen gibt es auf Autobahnen auch keine ebenerdigen Kreuzungen.
Mirko,
nein, das ist die „Logik“ der halleschen Stadtverwaltung.
Wo kommst du schneller voran? Goethe/Wielandstraße oder A14?
Die Straße ist nicht für dauerhafte(hochfrequente) Nutzung geeignet.
Schonmal darüber nachgedacht?
Mal angenommen, ich hätte Fotos von mehren KFZ an verschieden Tagen gemacht, wobei sie diese Absperrung zur Seite räumen oder sogar, wie oben beschrieben, drumherum fahren.
Was mach ich damit?
Unter Angabe der genauen Zeit und idealerweise einer Beschreibung des Fahrzeugführers (Aussehen, geschätztes Alter) an die Polizei schicken.
So ein SUV sollte ja auch einmal gefordert werden…👍🏼
SUVs sind nicht für Gelände geeignet.
Wäre das nicht eine Lösung?
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_101048776/blitzer-in-luebeck-kuriose-radarfalle-blitzt-auch-fussgaenger.html
Da kämen die Kosten sicher schnell wieder rein.
Weil da so viele Fußgänger lang latschen und den Deich beschädigen?
Nur mal so unter uns zwei Pastorentöchtern: Wie wäre es, wenn Du es beim nächsten Mal mit so etwas Lustigem wie „Nachdenken“ probierst, bevor Du irgendwas hier ins Forum kübelst?
Den Artikel gelesen und auch verstanden? Da steht, dass zwar auch Fußgänger und Radfahrer geblitzt werden, aber nur die Autofahrer erhalten eine Rechnung.
Hm, tatsächlich hatte ich das Entscheidende: „Aktuell geht es der Stadt aber nicht um zu schnelle Verkehrsteilnehmer – sondern darum, die Durchfahrt generell zu unterbinden.“ auf die Schnelle überlesen, stimmt.
Das mit der Rechnung ist sekundär, die Funktion, auch bei geringen Geschwindigkeiten zu blitzen wäre tatsächlich eine schicke Lösung.
Du musst den Link auch bis zum Ende lesen!
Für eine entscheidende einfache kleine Brücke (Lührmann/Holzplatz) 18 Monate die Stadt halb lahmlegen stellt für mich einen zivilisatorischen Niedergang dar.
Es gibt keinerlei Behelfsausweichbrücken oder ein forciertes Bautempo. Es steht nach Monaten der Sperrung noch nicht einmal ein Kran.
Die einfache kleine Brücke (Lührmann/Holzplatz) ist nicht ursächlich für die Gesamtdauer der Einschränkungen. Die Stadt ist auch nicht halb lahmgelegt.
Es wird nicht lange dauern und der Bauherr wird Gründe für eine Verzögerung haben.
Manche Menschen haben wirkliche simple Vorstellungen vom Bauen: ein Kran.
Vielleicht sollte man sich mal vorher informieren, was wirklich alles gemacht wird, bevor man sinnfreie Kommentare abgibt.
Aber danke für das Wort „Behelfsausweichbrücke“. Wo stellt der Kran sie am besten hin?
„was wirklich alles gemacht wird“
Also in immerhin 3 Monaten wurden ein paar m³ Beton abgebrochen und letzten stand ein einsamer Bagger am Rand und hackte auf einem Stück Beton rum. Sonst ist da nicht viel los – also was und vor allem WANN wird denn nun was gemacht?
Das auch Du keine Ahnung hast, hast Du ja nun bewiesen!
Würde nicht jeder Idiot mit dem Auto fahren, wäre auch nichts lahmgelegt. Das Problem wurde mit dieser Brücke (und dem Bau Halle-Neustadts) erst geschaffen. Vor dieser Brücke gab es nur die Siebenbogen-/Elisabethbrücke, und da gab es auch keinen Stau.
damals gab es insgesamt nur sehr weinige Autos …
Na gucke an. Kann es sein, dass der Bau von großen Straßen zu mehr Verkehr führt? 🤔
Nicht in der DDR.
Doch, auch da.
Nulli, das Problem ist älter, viel älter. Es begann mit dem Urkanll (sofern wir dieser Theorie Glauben schenken). Willkommen in der Stadt des Nabels/Zentrums der Zukunft.
Mir scheint, Dir wäre es lieber hier ein Vergangenheitszentrum zu errichten.
Dein Binärcode im Namen widerspricht aber irgendwie regelmäßig Deinen konservativen Botschaften. Denk mal drüber nach.
Ich bin nur dann konservativ, wenn der Fortschritt mehr Probleme schafft als er löst und nur von Dummen vorangetrieben wird. Und das ist leider in der Mehrheit der Fälle der Fall.
Nicht nur Bürokratie sondern auch AKmangel führt zu Bauverzögerungen nur gut daß das Wetter noch mitspielt.
Die halbe Stadt steht im Stau, Riebeckplatz Kröllwitz , Moritzburgring, Bediener Straße. Vielleicht mal in anderen Ländern Anrgungen holen
Wenn man dort ca. 30 SM 20 vergräbt im Abstand von 40 cm fahren dann auch nicht mehr so viele Leute da lang.
Mein Mitleid mit dem Deich hält sich in Grenzen.
Wenn ich mir anschaue wie selten die an den Brücken bauen, ist es mehr als selbstverständlich das die Leute genervt sind
Aber geht es dadurch schneller?
Was hat das eine mit dem andern zu tun!
Übrigens:
„Mein Mitleid mit dem Deich hält sich in Grenzen.“
Das ist wohl die dümmste Aussage hier!
Und Du hast viel Konkurrenz!
Ich mag das „Radfahrer absteigen“ Schild. Das darf nicht fehlen, um die absurde Realität des halleschen Verkehrsalltages zu dokumentieren.
Na, das ist doch eine gute Möglichkeit, die Reifenaufschlitzdinger vom Weihnachtsmarkt durch dortige Weiterverwendung schnell zu refinanzieren.
Die Stadt Halle ist an Lächerlichkeit schwer zu überbieten – man sperrt eine Strasse, um den Verkehrsfluss zu verbessern. So ein Stuss.
Zum Glück stehst du nicht mit im Stau! (hoffentlich)
Trotzdem kein Grund, im Internet Unsinn zu verbreiten! Du kleiner Streuner. 😉
Hast Du Dich damit beschäftigt?
Das merkt man!
Tatsächlich fließt der Verkehr auf der B80 stadteinwärts seit der Sperrung deutlich schneller. Es geht für alle schneller wenn Einzelne mal kurz Ihr Ego beiseite packen. Die Baustelle besteht lang genug um genügend Zeit einplanen zu müssen. Da muss man sich nicht asozial „Vordrängeln“ indem man Durchfahrtsverbote missachtet. Sehr häufig wird über planlose Planer gemeckert. Hier haben Sie eine Lösung durchdacht die tatsächlich den Verkehrsfluss verbessert UND dadurch den Schadstoffausstoß verrringert. Win-Win für PKW-Fahrer und Umwelt – und das wird durch einzelne Bürger torpediert die in Ihrem Kleingeist den eigentlichen Plan und dessen Vorteile nicht erkennen sondern nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Jeder Einzelne der sich dort vordrängelt sorgt dafür das alle anderen PKW-Fahrer länger im Stau verbringen. §1 der Straßenverkehrs-Ordnung legt fest das gegenseitige Rücksichtnahme unerlässlich ist. Wer Absperrungen eigenmächtig beseitigt oder durch Beschädigung des Deiches umfährt um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen – bei aller Liebe – dem gehört der Führerschein entzogen. Wenn man nicht mal die Grundregeln versteht…