Gedenken an mutigen Demokraten und seinen Todestag vor 92 Jahren: SPD Halle würdigt Franz Peters’ Nein zu Hitlers Ermächtigungsgesetz

Anlässlich des heutigen 92. Todestages von Franz Peters, langjähriger Stadtverordneter in und Reichstagsabgeordneter für Halle (1924-1933) sowie mutiger Gegner des sogenannten Ermächtigungsgesetzes der Nationalsozialisten, haben der Vorsitzende der SPD Halle (Saale), Peter Dehn, und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat, Eric Eigendorf, am Montag Blumen an der Gedenktafel im Stadthaus (Erdgeschoss) niedergelegt.

„Franz Peters hat in einer Zeit, in der Mut lebensgefährlich war, Haltung bewiesen. Sein Nein zum Ermächtigungsgesetz war ein Ja zu Demokratie, Freiheit und der Überzeugung, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Dieses Vermächtnis verpflichtet uns bis heute: Wir stellen uns denen entgegen, die diese Werte verachten – im Alltag, auf der Straße und leider auch im Stadtrat von Halle. Der Kampf gegen Faschismus und Menschenfeindlichkeit ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern eine Aufgabe der Gegenwart“, erklärten Dehn und Eigendorf.

Die Ehrung fand vor der Gedenktafel im Eingangsbereich des Stadthauses statt.

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18 Kommentare

  1. Respekt sagt:

    Franz Peter scheint ein aufrechter Demokrat gewesen zu sein. Respekt!
    Vermutlich wäre er heutzutage auch gegen Bestrebungen die größte Oppositionspartei einfach verbieten zu wollen.

    • J sagt:

      Er wäre ganz bestimmt dagegen gewesen, irgend eine demokratische Partei zu verbieten. Egal ob groß oder klein. Und gegen Parteien, die aktiv gegen die Demokratie vorgehen, wäre er sicherlich auch. So wie es die „größte Oppositionspartei“ derzeit tut. Also versuch nicht, diesen aufrechten Demokraten für deine blaubraunen Antidemokraten zu vereinnahmen!

    • Jürgen sagt:

      Vermutlich nicht. Er hatte was gegen Rechtsextreme! Aufrechte Demokraten und Kommunisten werden ja gern von der rechtsextremen Nichtalternative für Propaganda missbraucht. Warum wohl? Ah, Hitler, Göring und Göbbels eignen sich ja nur bedingt, richtig?

    • Keine Vereinahmung durch Nazis! sagt:

      Na es hat ja auch keiner vor, die größte demokratische Oppositionspartei zu verbieten. Die Grünen arbeiten ja auf Grundlage der Verfassung und nicht gegen sie. Und er hat sich damals gegen Nazis gestellt und er würde es auch heute tun. Egal ob sie nun Adolf Hitler oder Bernd Höcke heißen. Ob er die AfD nun inhaltlich bekämpft oder diese nachgewiesenen Verfassungsfeinde auch mit einem Verbotsverfahren belegt hätte, können wir ihn heute nicht mehr fragen. Ganz bestimmt hätte er aber als Demokrat gegen die AfD gewirkt.

    • Die SPD? Verbieten? sagt:

      Hast Du sie noch alle?

  2. Wolli sagt:

    Im Stadtrat gibt es also welche, die Demokratie, Freiheit und den gleichen Wert alller Menschen verachten. Wer kann das wohl sein?