Hausparty-Aufruf im Netz führt zu Massenandrang, Randale und Blockade am Landesmuseum

Ein größerer Polizeieinsatz hat am Freitagabend die Richard-Wagner-Straße am Landesmuseum in Halle (Saale) lahmgelegt. Zunächst hieß es vonseiten der Polizei, eine Seniorin sei mit einem Böller beworfen worden. Doch inzwischen zeichnet sich ein anderes Bild ab: Offenbar eskalierte eine über soziale Netzwerke angekündigte Hausparty und zog Hunderte Jugendliche an.

Fotos und Videos aus den sozialen Medien zeigen chaotische Szenen: Mülltonnen liegen quer über der Fahrbahn, Polizei- und Ordnungsamtskräfte sichern die Straße, die Straßenbahnlinie 7 ist vorübergehend blockiert. Zahlreiche Jugendliche stehen auf der Straße, viele von ihnen offenbar alkoholisiert.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Mädchen über soziale Medien zu einer privaten Feier eingeladen. Statt einer kleinen Runde kamen jedoch weit mehr Menschen als erwartet – die gesamte Richard-Wagner-Straße füllte sich mit feiernden Jugendlichen.

Im weiteren Verlauf des Abends geriet die Situation außer Kontrolle. Immer wieder wurden sogenannte Polenböller gezündet, Mülltonnen auf die Straße geschoben und so die Durchfahrt für Autos und Straßenbahnen verhindert.

Eine Sprecherin der Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass sich am Freitagabend Hunderte, überwiegend junge Menschen in dem Bereich versammelt hätten. Festnahmen habe es keine gegeben. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und möglichen Verantwortlichen dauern an.

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18 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Da stellt sich mir die grundsätzliche Frage: warum schleppt man überhaupt Polenböller mit sich rum?

    Festnahmen habe es keine gegeben.

    Warum nicht? Für so ein inakzeptables Verhalten müsste man schon grundsätzlich erstmal festgenommen werden, damit das gar nicht erst Schule macht. Wer bei sowas auftaucht und dann noch länger rumhängt, der kann nichts gutes im Schilde führen, also wäre eine Festnahme gerechtfertigt.

    Wird Zeit, dass die Wehrpflicht wiederkommt.

  2. Luft nach oben sagt:

    Welche Ermittlungen? Da passiert nichts mehr . Wenn es keine Festnahmen und keinen Schaden gab einfach abhaken. Alles andere ist leeres Gelaber.

  3. Einwohner sagt:

    Das fällt unter „Spontanparty“, wie sie von vielen Stadträten und Stadträtinnen gefordert und gefördert wurde. Sollen sich mal die Anwohner nicht so anstellen, schließlich brauchen die jungen Leute doch einen Platz zum abfeiern….. (Ironie off)

  4. Hartman sagt:

    Warum sind nicht alle Jugendlichen in Gewahrsam genommen und vollständig durchsucht worden? Es hätte sicherlich einige „Treffer“ gegeben. Es wird dringend Zeit für die neue Wehrpflicht, am besten 24 Monate harter Drill.

  5. Detlef sagt:

    Mal wieder Tiktok?

  6. Zappelphillip sagt:

    die Jugend von heute .. zu dumm die (un)sozialen Medien zu bedienen. … zumindest das Geburtstagskind und Verursacher dieses Chaos sollte mit einer fetten Geldstrafe belegt werden

    • Zappzerapp sagt:

      Wo ist die Straftat, für die sie eine Geldstrafe bekommen soll?

      • Horst sagt:

        Bußgeldkatalog Sachsen-Anhalt

        Vergehen Maßnahme
        ohne eine Genehmigung ein Feuerwerk der Kategorie 2 außerhalb der festgelegten Zeiten (31. Dezember – 1. Januar) ausgelöst Bußgeld bis zu 10.000 €
        einen nicht zertifizierten Knaller (z. B. „Polen-Böller“) verwendet, betrieben oder hergestellt Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bis zu 50.000 €

  7. vivi sagt:

    Klar doch. Immer schön laufen lassen. Und wer bezahlt das ganze?
    Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Bahnverkehr wenn die Straßen blockiert werden.

    • Knallfred sagt:

      Dazu müsste nach Paragraf 7,8 SOG-LSA ein Störer ermittelt werden. gegen diesen kann man Maßnahmen einleiten und ggf. In Rechnung stellen