Klimaschützer demonstrieren gegen den Planungsausschuss und für Autofreie Altstadt

In den Stadtratsgremien wird gerade über einen Antrag zur autofreien Altstadt diskutiert. Der Planungsausschuss hat die Erarbeitung eines Konzepts dazu knapp abgelehnt, währen der Umweltausschuss dafür gestimmt hat.

Auch Fridays For Future hat sich in der Debatte zu Wort gemeldet. Für ein zeitgemäßes und fortschrittliches Halle sei der Ausbau der Rad- und Fußwegeinfrastruktur von dringender Notwendigkeit. „Für diesen Ausbau muss es eine autofreie Altstadt geben wie es in unserem Forderungskatalog formuliert wird“, so Friday For Future.  Verwundert ist man dort über Aussagen des Bau-Beigeordneten René Rebenstorf, der im Ausschuss erklärt hatte, in der Altstadt würden 6.000 Menschen leben und ein komplettes Autoverbot sei nicht machbar. „Aufgrund welcher Untersuchungen und Erkenntnisse wurde diese Aussage getroffen? Deutlich wird, dass die Stadtverwaltung dem Autoverkehr weiterhin Priorität einräumt“ , meint man bei Fridays For Future und zeigt sich verwundert, wo doch Oberbürgermeister Bernd Wiegand erklärt hatte, die Forderungen von Fridays For Futre aufzugreifen. Und dort ist ebenfalls eine autofreie Innenstadt eine der Forderungen. „Momentan können wir daher leider nur davon ausgehen, dass es sich bei der Aussage von Herrn Wiegand um eine reine Wahlkampfaktion handelt. Dies ist nicht akzeptabel“, erklärt Fridays For Future. Deshalb fordere man den Planungsausschuss sowie die komplette Verwaltung auf, die Entscheidung zur Ablehnung zu überdenken und die Erarbeitung eines Konzeptes für eine autofreie Altstadt zu beschließen. „Wir wünschen uns zukünftig eine ehrliche und offene Politik, die sich den Problemen aus dem Klimawandel ernsthaft widmet und unseren Forderungen gerecht wird.“


Am 25. Oktober soll es ab 14 Uhr vom Steintor aus eine Demonstration gegen die Stadtverwaltung und den Planungsausschuss geben. Damit wolle man zeigen, „dass wir diese Entscheidung nicht akzeptieren können.“ Zudem empfehle man, „auch bei der Wahl des Oberbürgermeisters dessen Positionen zum Thema Klimaschutz bei der Entscheidung zu berücksichtigen.“

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