Trothaer Wäldchen ist gerettet: ab Montag werden Lichtinseln geschaffen

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5 Antworten

  1. ichbinelvis sagt:

    Einfaches Fällen bringt bei Robinien wenig, da reagieren sie durch zahlreiche Austriebe. Deshalb wurde ja auch geringelt. Unschön, aber als „stehendes Totholz“ sind sie auch noch wertvoll. Jetzt die geringelten Bäume zu fällen, wäre ein Schildbürgerstreich.

  2. Silke sagt:

    Es ist eine Frechheit ohne Ende… ich gehe seit 18 Jahren regelmäßig durch das kleine Wäldchen und ich liebe es sehr… in all den Jahren hat sich niemand darum gekümmert wie es dort aussieht… die Biker haben dann ihre Strecke irgendwann erneuert, ausgebaut und auch den Müll weggeräumt… bis irgendwelche Jugendlichen den Platz entdeckt haben und immer wieder alles verwüstet haben, inkl. viel Müll… ebenso manche Anwohner, die dort ihren Sperrmüll entsorgt haben… aber trotz allem war das Wäldchen so wundervoll natürlich, alles hatte seinen Sinn, Tiere fühlten sich dort wohl und ich hatte meine Ruhe…
    Dann plötzlich fällt der Bahn ein das es ihr gehört und anstatt es so zu lassen und nur für eine perfekte Müllentsorgung zu sorgen werden sinnlos Bäume geringelt, was an Perversität nicht zu überbieten ist, das ist Vergewaltigung der Natur, schlimmer geht kaum…. ich bin froh das es nun wenigstens nicht noch schlimmer wird… aber hier wird leider wieder mehr als deutlich dass der Mensch das schlimmste ist was diesem Planeten passieren konnte…

    • 10010110  sagt:

      Es war eben nichts „natürlich“, denn Robinien haben in unseren Breiten nichts zu suchen, und genau diese werden geringelt und durch einheimische Bäume (u. a. Eichen) ersetzt, die u. U. die nächsten 500 Jahre stehen. Ganzheitlich betrachtet, ist es völlig irrelevant, was du bei deinen popeligen Sonntagsspaziergängen über diese Maßnahmen denkst. „Global denken, lokal handeln“, ist, was die Bahn hier macht. Die Natur wurde durch die Einschleppung der Robinie viel mehr vergewaltigt, als diese vergleichsweise geringen Fällungsmaßnahmen. Denkt mal nicht immer nur an euch selbst, sondern auch an nachfolgende Generationen.

      • „Natürlich“ ist im Zuge einer Kippenrekultivierung während eines Klimawandels ein schwer genau zu definierendes Konzept.

        Das Risiko einer invasiven Ausbreitung muss man sicher beachten, aber es ist dort nicht vorhanden. Das lokale Biotop profitiert von den aktuellen Bäumen und ist halbwegs dürrefest, was man von den kleinen Eichen in den ersten 30 Jahren sicher nicht behaupten kann.

      • Sachverstand sagt:

        Das stimmt so nicht generell. Robinia ist ein mittlerweile längst etabliertes Bienenweidegehölz. Gleichermaßen sind die geschätzteren Aesculus (Kastanie), Platanus (Platane), Sophora (Jap. Schnurbaum) oder Paulownia (Blauglockenbaum) auch keine Einheimischen. Im Zuge des Klimawandels wird sich die Stellung auswärtiger Gehölze eher noch erhöhen und einheimische Arten wie Acer (Ahorn) oder Tilia (Linde) werden es schwerer haben. Allerdings hängt am Ende alles von einer entsprechend notwendigen Wasserversorgung ab und spätestens da wird das „Höschen“ eng werden, wenn die vergangenen 2 Jahre immer mehr zum Normalzustand werden. Allein die aktuell zu trockene Lage, spricht für eine Fortführung dieser Entwicklung.

  3. Oliver Paulsen hat offenbar nichts davon gehört, welche Herausforderungen der Klimawandel mit sich bringt. 2018 und 2019 werden in den 2020ern als moderate Jahre und in den 2030ern als wunderschöne friedliche gemäßigte Sommer gelten. Die Robinien sind an heiße trockene Sommer gut angepasst.

    Eine Baumschutzsatzung, die das Fällen großer stabiler Bäume zugunsten von empfindlichen Neuanpflanzungen auch noch als „Ausgleichsmaßnahme“ deklarieren lässt, ist ein absoluter Anachronismus. Die kleinen Bäume werden vertrocknen.

    Vielleicht erkennt die Leopoldina, deren Auftrag als Nationale Akademie der Wissenschaften ja die wissenschaftliche Politikberatung ist, auch die kommunale Ebene als wichtigen Bereich an. So als Sonntagsmorgentraum:

    Am Beispiel der Stadt Halle könnte man wissenschaftlich fundierte Beratungsmaterialien für die Kommunen aufbauen, um den häufigen Missverständnissen und großen Wissenslücken effektiv entgegentreten zu können.

    Das UFZ hat ja auch enorm große langjährige Kenntnisse und Kompetenzen zu diesen Themen, man müsste das alles mal miteinander kurzschließen.

    So lange die Stadt und die Bahn Beschlüsse auf einer Basis treffen, die realistisch seit Jahren veraltet und hinfällig ist, wird immer größerer Unfug herauskommen.

    Wenn wir heute alle verfügbaren Kräfte bündeln und es uns gelingt, die 1,5 Grad einzuhalten, dann ist das rein in der Durchschnittstemperatur nochmal so eine Verschlimmerung wie seit dem Jahr 2000. Und das ist das alleroptimistischste Szenario. Leider macht sich das niemand klar.

    Ein „Zurück“ zum Klima der 1990er zu erzielen, braucht nach der Dekarbonisierung viele Jahrzehnte voller harter schwerer Arbeit.

    • g sagt:

      Es spricht der hellseher …..
      Durch das ständige wiederholen von Entwicklungen die man angeblich ganz genau weiss wird es nicht wahrer.
      Sie machen ihrem ruf als ökospinner hier wieder alle Ehre .

      • So schwer ist es nicht vorherzusagen, dass wir nicht innerhalb von 4 Jahren die Fossilverbrennung weltweit beenden. Und alles andere bedeutet, dass wir die 1,5 Grad Temperaturerhöhung ziemlich sicher erreichen.

        Dass Du Dich von irgendwelchen Antiwissenschaftlern total vorführen lässt, dafür kann ich ja nichts.

        19901 hätte ich dir vielleicht noch natürliche Ahnungslosigkeit geglaubt, aber die Vorhersagen der Klimamodelle arbeiten wir ja jetzt Stück für Stück ab. Mit allen zugehörigen Katastrophen.

        Wer 30 Jahre zuschaut, wie sich die Warnungen immer mehr realisieren, und dann immer noch behauptet, dass es all das nicht gäbe, muss schon eine bemitleidenswerte Mischung aus Ahnungslosigkeit und Gutgläubigkeit aufweisen.

  4. ichbinelvis sagt:

    Die Lichtungen sollten ja ursprünglich durch die Fällung von Eschen-Ahorn, Hybridpappeln u. ä. entstehen. Die bleiben jetzt stehen, dafür werden die bereits geringelten Robinien gefällt. Die sind aber nach einem Jahr Folter noch keineswegs tot und werden sich durch kräftigen Stockausschlag bedanken, siehe oben.

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