“Vollgas in die Krise”: Proteste von Fridays For Future vor den Parteibüros von SPD, Grünen und FDP

SPD, Grüne und FDP bilden die neue Bundesregierung. Und deren Klimapolitik ist nun Ziel von Fridays For Future. Aus diesem Grund gab es auch vor den Parteibüros in Halle (Saale) Protestaktionen der Klimaschützer. Auf dem Wegen davor haben sie Kreidebotschaften hinterlassen, es gab Protestschilder und ein aus Pappe gebastelten Gaskraftwerk, das unter anderem durch die Gesichter der Parteispitzen geziert wird. Ironisch wirkte der Wahlkampfslogan „Scholz packt das an“ neben der Aufschrift „Gas“ auf dem Kraftwerk.

„Wir fragen uns, ob die Bundesregierung den Menschen oder der fossilen Industrie dienen will. Mit einer solchen Politik werden Menschenleben und Existenzen aufs Spiel setzt. Es geht hier um nichts weniger als den Kollaps unserer Biosphäre, den wir verhindern müssen. Es leiden und sterben Menschen durch die Folgen der Klimakrise. Um weitere katastrophale Entwicklungen eindämmen zu können, brauchen wir jetzt eine Wende. Wir müssen hin zu einer Produktion durch echte erneuerbare Energien wie durch Windkraft und Photovoltaik und weg von fossilen Energieträgern. Erdgas und Atom als nachhaltig einzustufen kann keine Entscheidung sein, wenn die EU ernst genommen werden möchte.“, so Laurin Weger, Aktivist bei Fridays for Future.

Sollte der Entwurf in der geplanten Form verabschiedet werden, befürchten die Aktivist*innen Milliardeninvestitionen in klima- und umweltschädliche Erdgasinfrastruktur und die weitere Nutzung von Atomkraft in der EU. Die Aktivist*innen fordern daher die Bundesregierung auf, sich klar gegen den aktuellen Entwurf der Taxonomie zu stellen.

„Die neue Bundesregierung muss jetzt Druck auf die EU-Ebene ausüben, um den Kommissionsentwurf zu verhindern. Andernfalls wird eine weitere Blockade für die Energiewende geschaffen, die einer Absage an das Pariser Abkommen gleichen würde. Die Bundesregierung muss zeigen, dass sie bereit ist, die Veränderungen in der Energiebranche einzuleiten. Es steht in ihrer Verantwortung die Aufnahme von klimaschädlichen Technologien in die Taxonomie zu verhindern!“, ergänzt Linda Becker.

Auch die Scientists for Future haben bereits 2021 klargestellt, dass fossiles Gas genauso klimaschädlich ist wie Kohle. Zusätzliche Investitionen in Erdgasinfrastruktur gefährden die Energiewende, so der Zusammenschluss von über 25.000 Wissenschaftler*innen. Daher fordern die Aktivist*innen von Fridays for Future auch in ihren 100-Tage-Forderungen an die neue Regierung eine sofortige Beendigung aller neuen Erdgas – Infrastrukturprojekte und einen Erdgasausstieg bis spätestens 2035. 

„Die immense Klimaschädlichkeit von Erdgas basiert in erster Linie auf der massiven Freisetzung von Methan, insbesondere bei der Lagerung und dem Transport. Daher ist es paradox, diesen Klimakiller als nachhaltig zu bezeichnen und im Rahmen eines „Green Deals“ fördern zu wollen. Diese Tatsache belegen auch aktuelle Studien der Wissenschaft. Die Bundesregierung muss jetzt beginnen, die Nutzung von Erdgas stark zu reduzieren, sodass Deutschland spätestens 2035 aus der Erdgasnutzung aussteigt.“, kommentiert Ole Horn die Planungen zur Taxonomie.

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32 Antworten

  1. Recht für Alle sagt:

    Sind diese Proteste angemeldet und wo war da die Polizei ????? Fußweg oder die Strasse wurde mit Kreide beschmiert .
    Oder ist das was anderes im Gegensatz zur Coronademo ?

    • Konsument sagt:

      „Fußweg oder die Strasse wurde mit Kreide beschmiert .“

      Abgesehen von der Verursachung von Herzrasen und schäumenden Mündern bei Kleinbürgern (Anklage wegen schwerer Körperverletzung, §§ 223, 226 StGB), gegen welches Gesetz wurde verstoßen? 😄😄

      „Oder ist das was anderes im Gegensatz zur Coronademo ?“

      Ja. Wenn wir mal nicht über die qualitativen (inhaltlichen) Unterschiede reden wollen, dann ist immer noch festzuhalten:

      1. Auf Coronademos wird gegen verschiedene Straftatbestände verstoßen (zB Körperverletzung, Landfriedensbruch, Volksverhetzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte).
      2. Auf Coronademos wird gegen geltendes Versammlungs- und Infektionsschutzgesetz verstoßen.
      3. Coronademonstranten fallen regelmäßig durch Bedrohungen und Gewalt gegen Unbeteiligte und Journalisten auf.

      Nur um mal einige objektive, faktische Unterschiede zu benennen 😉

  2. Jim Knopf sagt:

    Der Strom kommt aus dem Kraftwerk.

    Die Sammelschienen des Generators müssen grün lackiert sein.

  3. Texas sagt:

    Die Schaumschläger Mal wieder und wenn sie handeln sollen statt zu fordern, kneifen sie den Schwanz ein: https://www.natuerlich-jagd.de/news/fridays-for-future-grosse-klappe-und-nichts-dahinter/

    • Konsument sagt:

      Weil FFF in Mecklenburg kein Stück Wald geschenkt haben wollte (wozu eigentlich, was würde das ändern?) sind sie nur „Schaumschläger“? Laut der „Jägerstiftung“? 😆😆

  4. Beerhunter sagt:

    Da sind sie wieder 😂😂

  5. K. Margs sagt:

    Sind die Horterzieher alle krank?
    Hauptsache die haben ihre Turnbeutel und Brottaschen mit.

  6. Konsument sagt:

    Danke FFF!

  7. Bettina sagt:

    Bislang war FFF für mich nur eine Band.
    Fridays for Future! Wow!
    Da steht der schulfreie Tag wohl bei vielen im Vordergrund. Ich schätze, diese jungen Handydauernutzer, ImmercooleKlamottenhabenwoller und Onlinegamer sind eher Teil des Problems, denn dessen Lösung.

    • StreikStattPennen sagt:

      Wie man an Ihnen sieht, ist einfach nur Rumsitzen in der Schule auch keine Garantie auf Lernen.

      Wie man im Jahr 2022 immer noch schafft, zwar Lesen und Schreiben zu können, aber trotzdem alle Grundlagen der Klimakrise zu ignorieren, wird späteren Generationen ein ewiges Rätsel bleiben.

  8. aka electric sagt:

    Scheen jebaschtelt!

    Sowas bau ich mir jetzt auch, es fehlen noch 22,1 W zum Leuchten.

  9. Grüner sagt:

    Möchte wissen, wie die „Experten“ ihre IT betreiben? Mit Solar-Handys?

  10. 01000100 sagt:

    Aktionen wie diese offenbaren die Staatsfeindlichkeit der Klimasekte. FFF in den Knast!

  11. Robert sagt:

    Mal eine Frage.
    Das Büro von Diaby Karamba in der „Kleinen Ulrich-Straße steht ja auch leer. Ist er in die Rente gegangen, oder hat er ein anderes Wahlbüro ?
    Ich finde es aber nicht schick, wenn der Genosse, seine Bürger nicht informiert. Noch nicht mal ein Zettel am alten Wahlbüro hat er hinterlassen.

  12. Marina König sagt:

    Wo bitte waren denn die FFF- Teilnehmer, am 24.12. und 31.12.2021, das waren auch Freitage?! Ach so, da waren ja Ferien. Da hat der Klimawandel dann wohl auch Ferien gehabt.
    Die meisten Schüler die dort hingehen, wollen nur nicht in die Schule gehen.
    Das Klima ist denen völlig egal.

    • eseppelt sagt:

      „Die meisten Schüler die dort hingehen, wollen nur nicht in die Schule gehen.“

      Ahja. Deshalb hat die Aktion auch am Nachmittag stattgefunden?

    • LernenStattMeckern sagt:

      Wo waren Sie denn damals, als die anderen Unterricht in Mathe, Physik und Chemie hatten?

      • Bist wohl neidisch? sagt:

        Ja, das waren noch Zeiten, als wir pflichtig und regelmäßig Unterricht in Mathe, Physik und Chemie hatten. Dafür hat der damalige Staat gesorgt! Nicht wie heute, wo Unterrichtsausfall der Regelzustand ist. Dazu dann noch „Projektwochen“ und friedenskreisliche „Demokratiekurse“, ideologisierte, sexuelle Frühaufklärung und Gendersprachkunde statt Literatur-/Kunst- und Musik in fachlicher Tiefe.

        Was dabei herauskommt, wurde ja letzten Montag ausreichend vorgeführt!

        Klar bist du neidisch, dass wir es seinerzeit noch besser hatten, als du und die Deinen in den letzten 10 Jahren. Wie sonst solltest du eine solch dämliche und oberflächliche Frage formulieren können?

  13. Qualität aus deutschen (schulbummeme)landen.? sagt:

    Kann man dir irgendwie helfen?

  14. Robert sagt:

    Die Genossin Margot hätte aber den Schülern einen Einlauf gemacht beim Schwänzen der Schule. Im Wiederholungsfall würde die Genossin Margot die Kids in ein Jugendknast stecken.

  15. rellah2 sagt:

    Dir fehlt ein Deutschkurs! Hast wohl im Integrationskurs nicht aufgepasst?