Altenpflege-Ausbildung: Chef der Riebeckstiftung fordert Ausbildungsabgabe

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Gerade in Berufen mit nötigen Spezialkenntnissen macht sich der vielzitierte Fachkräftemangel bemerkbar. „Es ist schwer, Stellen schnell zu besetzen“, beschreibt Andreas Fritschek, Chef der Paul-Riebeck-Stiftung, die aktuelle Situation.

Für ihn ist das auch eine Folge davon, dass es sich viele private Seniorenheime sparen, junge Leute auszubilden. Schließlich werden die Kosten für die Ausbildung auf alle Heimbewohner umgelegt. Dem Preiskampf in der Branche fällt daher oft die Ausbildung zum Opfer. Fritschek wünscht sich deshalb eine Ausbildungsabgabe, die alle Heime zahlen müssen, um so etwas mehr Gerechtigkeit in die Branche zu bringen.

Die Riebeckstiftung selbst hat aktuell 14 Azubis. In den vergangenen beiden Jahren habe man alle Lehrlinge übernommen. Wie Fritschek sagte, habe man derzeit nicht mehr groß mit Ausbildungsabbrechern zu kämpfen. Es habe Jahre gegeben, da hätten viele Lehrlinge nach einiger Zeit hingeworfen. Doch die Situation habe sich geändert. So habe ein Großteil der Azubis schon eine andere Ausbildung hinter sich. Für die körperlich aber auch geistig schwere Arbeit als Altenpfleger sei dies von Vorteil, weil die Azubis reifer seien.

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