5. Bundesweiter Warntag: auch in Halle (Saale) heulten die Sirenen – zwei weitere Standorte geplant, piepende Rucksäcke und Handtaschen

Am Donnerstag fand der 5. bundesweite Warntag statt. Dieser dient der Erprobung der Warnsysteme. Verschickt wurde Warntext an alle am Modularen Warnsystem (kurz: MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren (zum Beispiel Rundfunksender und App-Server), um so beispielsweise bei Fernsehern, Radios und Smartphones Warntexte auszulösen. Der bundesweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt und wird gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen durchgeführt. Er dient der Erprobung von Warnmitteln und die dient gleichzeitig als Möglichkeit für jedermann, sich mit Warnmitteln vertraut zu machen.

Auch die Stadt Halle (Saale) hat sich beteiligt. So heulten die Sirenen. Insgesamt 16 Stück gibt es im Stadtgebiet: 1) Feuerwache Büschdorf; 2) Feuerwache Südwache; 3) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Dölau; 4) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Trotha; 5) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Ammendorf; 6) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Passendorf; 7) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Neustadt; 8) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Nietleben; 9) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Diemitz; 10) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Kanena; 11) Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Reideburg; 12) Verwaltungsstandort Am Stadion; 13) Albrecht-Dürer-Schule; 14) Grundschule Silberwald; 15) Ratshof und 16) FW-Gerätehaus Lettin.

Der Fachbereichsleiter Sicherheit, Tobias Teschner: „Mit den installierten 16 Sirenen erreichen wir bereits weite Teile des Stadtgebiets. Zwei weitere Sirenen, je eine in Kröllwitz und in der Frohen Zukunft, sind bereits in Planung und sollen voraussichtlich Ende dieses Jahres einsatzbereit sein. Darüber hinaus wird geprüft, welche weiteren Standorte notwendig sind. Allerdings bleibt es beim sogenannten Warnmittel-Mix. Nicht jedes einzelne Warnmittel wird jeden Bürger erreichen können. In der Mischung aus Warn-Apps, Sirenen, Lautsprecherwagen und Radiodurchsagen können wir jedoch einen Großteil der Menschen in der Stadt zielgerichtet auf eine Gefahr aufmerksam machen.“

Dagegen gab es diesmal keine Infotexte an den Haltestellen-Anzeigen der Straßenbahn. Per Cell Broadcast wurden die Warnmeldungen auch auf Handys ausgespielt. Die Folge konnte man auch noch zehn Minuten später auf dem Marktplatz sehen beziehungsweise hören: Rucksäcke und Handtaschen piepten fröhlich vor sich hin.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang zieht ein erstes positives Zwischenfazit des Warntages 2025 in Sachsen-Anhalt: „Eine funktionierende Warninfrastruktur ist entscheidend, um Menschen rechtzeitig zu informieren und dadurch wohlmöglich Leben zu retten. In Sachsen-Anhalt haben die verschiedenen Warnmittel und Kommunikationswege technisch überwiegend zuverlässig alarmiert. Die Investitionen der letzten Jahre auch in neue oder modernisierte Sirenen zahlen sich zunehmend aus. Diese Investitionen in den Schutz der Bevölkerung werden weiter fortgesetzt.“

Erste Rückmeldungen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt haben gezeigt, dass die Warnsysteme heute technisch überwiegend zuverlässig ausgelöst wurden.​

Sachsen-Anhalt verfügt im Bundesvergleich immer noch über eine große Anzahl von Sirenen. In den Jahren 2021 bis 2025 wurden bereits 179 Sirenen neu beschafft und 36 weitere Sirenen modernisiert.

Der diesjährige Warntag wird erneut mit einer Umfrage unter www.warntag-umfrage.de durchgeführt. 

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

22 Antworten

  1. Axel sagt:

    Am Markt war es schön laut.☺️

  2. Katrin sagt:

    piepten fröhlich vor sich hin………was für ein Spass !!!
    Es ist ein Warnsignal !!!

  3. Robert sagt:

    Die Sirenen hatten einen tieferen Schlaf gehabt wie ich .

  4. Neustädter Nr 2 sagt:

    Also hier in Neustadt für alle die vom Gastronom / Schwimmhalle bis hinter zur Eselsmühle/ Nietleben wohnen war es ein wunderschöner Klang. Die Planer der Stadt (zum Aufstellen der Sirenen) haben uns nämlich gleich drei Stück innerhalb eines Kilometers hingestellt…da können sich andere Stadteile noch was abschauen 😆👍🏼

  5. DSDS sagt:

    Wir in Büschdorf hatten noch eine Zugabe, 45min später, wobei Dieter Bohlen hätte bestimmt geheult, die Sirene war in einem Ton gefangen. Wir sollten die Sirene bei Deutsche Sirenen, Deutsche Sirenen kurz DSDS anmelden. War das nicht letztes Mal lauter?

  6. Detlef sagt:

    War schön laut am Markt. Alles gut funktioniert

  7. Billigkrächze sagt:

    In Kleinschmieden hörte man minutenlang einen krächzigen, billigelektronischen Dauerton, der dann irgendwann unspektakulär abnippelte.
    Da lob ich mir doch die Weltkriegs- und DDR-Sirenen mit ihrem massiven, vollen Sound und dem gewaltigen An- und Abschwellen als ehrlich-würdige Katastrophen- und Endzeitsymphonie.

    • vollmassiv sagt:

      „….hörte man minutenlang…“

      DDR-Sirenen hat man wohl auch noch gesehen?

    • DDR Kind sagt:

      Du meinst die gute alte Motorsirene Typ E57

    • Manny sagt:

      Schön das wir alle gewarnt werden. Nur müssten auch genügend Schutzräume vorhanden sein. So das wir uns auch in Sicherheit bringen können. Warnen allein nützt nicht viel, die Menschen müssen auch Möglichkeiten haben, sich in Sicherheit zu bringen.

      • Vladi kommt sagt:

        Du arbeitest vielleicht im Freien. Die meisten Menschen sind aber tagsüber in Gebäuden und nachts sowieso.

  8. Hallenserin1968 sagt:

    Da nimmt man (Frau) das Handy mit in die Pause, schließlich sollte ja 45 Minuten später die Entwarnung kommen und Frau möchte die Kollegen nicht nerven … und nüscht 😅.

  9. Haiopei sagt:

    Naja , vormals waren das mal echte Sirenen !!!! Ich hatte das Gefühl , eine Autowarnanlage ist an . Vielleicht eine Täuschung , aber sind wir nicht mehr in der Lage dieses Gefühl über diese „alten Sirenen “ zu erzeugen(ein Warnsignal ) ? Es war bestimmt sehr dämlich alles damalige kaputt zu machen .