ADFC fordert Umdenken in der Verwaltung zum Radverkehr

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80 Antworten

  1. mirror sagt:

    Die Radler, bringen 2% der Verkehrsleistung und wollen möglichst 100% der Investitionen.

    • 10010110  sagt:

      Siehe meine (leider fehlplatzierte) Antwort.

    • In Halle sind 70% der Fahrten unter 10km, also aufs Rad umstellbar. Die zu vielen Kilometer sind nur ein Teil des Problems, der Rest ist die Platzverschwendung, abgeschaltete Abgasreinigung unter 10 Grad, Unfallgefahr etc.

      • Faktencheck sagt:

        Wozu aufs Rad? Unter 10km kannst Du auch laufen, ist auch schonender für die Umwelt, weniger Platzverschwendung und geringere Unfallgefahr. Die KFZ sind aber wenigstens ein Wirtschaftsfaktor und sichern unseren Wohlstand.
        https://www.spiegel.de/wirtschaft/e-mobilitaet-gefaehrdet-ueber-400-000-jobs-a-4289e49f-5352-4b59-95ab-3b3bc03432bb

        • rupert sagt:

          @ faktencheck

          Laufen Sie immer 10km zu ihrem Arbeitsplatz in der Automobilindustrie?

          Wohlstand sichern, Umwelt schonen und Platz sparen! 😉

        • Auch die Dampfmaschinenindustrie hatte eine Phase, in der eine Menge Jobs abhanden gekommen sind. Allerdings hat nicht das Land am längsten prosperiert, das am längsten die Dampfmaschinen künstlich am Laufen gehalten hat, sondern das Land, das schnell modernisiert hat.

          Insbesondere eine Exportnation sollte sich nicht an Museumstechnik festklammern und in dekadente Nostalgie verfallen.

          • mirror sagt:

            Die Korrelation zwischen Qualität der Mobilität (auch Auto) und Wohlstand ist in mehreren Studien weltweit nachgewiesen. Es gibt wenige Nostalgiker, die von der Pferdekutsche träumen.

          • Autos mit Verbrennungsmotor sind die Nostalgiker. Wir haben nicht 1920, sondern 2020. Und Energieverschwendung ist die andere Form der Nostalgie. Ab heute zählen nur noch Personenkilometer pro Kilowattstunde.

            Und dass Reiche mehr Autos kaufen, habe ich nie bestritten. Reiche kaufen auch mehr teuren Wein.

            Aber der Wohlstand von Halle wird sich nicht steigern, wenn in Supermärkten alle Weinsorten unter 50 Euro pro Flasche verboten werden. So blöd kann noch nicht mal die Öllobby sein, das zu glauben.

            Qualität der Mobilität ist natürlich ein wichtiger Standortfaktor. Aber der sinkt erheblich, wenn das Auto zu viel Platz wegnimmt. Man kann Platz nur einmal verteilen, und ein 2m Radweg hat eine höhere Kapazität als eine zusätzliche Autospur – besonders, wenn diese eh an der nächsten Kreuzung wieder endet. Und die Transportkapazität einer Parkplatzspur ist auch sehr, sehr gering.

          • Zahlen und Fakten sagt:

            Stimmt so nicht. Synthetische Kraftstoffe sind wohl das aktuell modernste was man beim MIV hat. Da stinken Räder aus Zeiten der Dampfmaschine ab.

            Diese synthetischen Kraftstoffe lösen sehr viele Probleme und funktionieren Prima mit aktuellen Verbrennern.

          • mirror sagt:

            „2m Radweg hat eine höhere Kapazität“

            Wieder falsch! Von Energie keine Ahnung, von Klima keine Ahnung, von Mobilität keine Ahnung. Wo soll das noch hinführen.

          • Radfahrer Klaus sagt:

            „ein 2m Radweg hat eine höhere Kapazität als eine zusätzliche Autospur“
            Also auf eine 2m breite Straße passt ein Auto oder eben ein Rad. Auf dem Rad kann für gewöhnlich eine Person sitzen im Auto für gewöhnlich 5 Personen. Ein Auto kann und darf in der Stadt für gewöhnlich 50km/h fahren ein Radfahrer darf, laut Gericht, 25 km/h fahren und ist meist langsamer.

            Gut ohne Einhaltung irgendwelcher Sicherheitsabstände schafft man auf die selbe Fläche vielleicht auch mehr als ein Rad aber nur weil Radfahrer keine Sicherheitsabstände einhalten oder gar kennen, existieren diese dennoch.

          • „Synthetische Kraftstoffe“ für Verbrennungsmotoren sind immer ein guter Indikator, ob jemand wenigstens ein kleines bisschen Ahnung von Zahlen und Physik hat.
            Erst macht man aus 15 kWh EE-Strom 3 kWh Syn-Fuel, das man anschließend in 1 kWh Antriebsenergie verwandelt. Das ganze dann für das Äquivalent von 90 Mio Tonnen Erdöl pro Jahr.
            Gute Idee, jetzt fehlen nur noch pro Windrad die anderen neun Windräder und pro Solarzelle die anderen 9 Solarzellen.

            Wenn man im Labor oder im kleinen Maßstab irgendwas *technisch* hinbekommt, sagt das noch nichts drüber aus, ob es im großen Maßstab sinnvoll ist.

            Aus den oben genommenen 15 kWh kann man übrigens mit Batterie-Elektrischen Autos auch ca 13 kWh Antriebsleistung nutzen.

            Oder meinst du mit Syn-Fuel Essen im Tank aka Biodiesel? Das ist seit 10 Jahren aus vielen guten Gründen vom Tisch.

      • mirror sagt:

        Sowasaberauch, trotzdem sackt die Verkehrsleistung der Radler bei schlechtem Wetter und Regen in den Promillebereich ab. Da hilft nur eine Öko-Dikatur oder eine Sozialistische Einheitspartei mit gut organisiertem Stasiapparat.

        • rupert sagt:

          @mirror

          Vielleicht hilft ja auch der Verkehrsverbund?!

          Immerhin besser als Stasiapparat.
          Und Öko-Diktatur.
          Zumindest, solange die Busse noch nicht regenerativ fahren müssen.
          Das wär ja noch schöner.

        • ? sagt:

          Bei Regen, Schnee, Sturm und Kälte im Auto zu sitzen ist dagegen eine sehr beachtliche Leistung…

          Und was die stets heraufbeschworene Ökodiktatur betrifft: Bisher dominieren sowohl auf den Straßen als auch politisch und wirtschaflich nach wie vor die Motorisierten und deren Interessenverbände. Gibt es für diese Art Diktatur auch einen Namen?

    • Böllberger sagt:

      Ich bin für sämtliche Forderungen des ADFC, wenn dafür KFZ-Steuer und weitere Abgaben (u.a. Treibstoffbesteuerung, Parkraumbewirtschaftung, Stellplatzverordnung) wegfallen. Außerdem möchte ich, dass mir die Stadt eine sichere Abstellbox für mein Auto aufstellt. Alternativ könnte Radfahren besteuert werden, um die Forderungen zu finanzieren, ein gebührenpflichtiges Versicherungskennzeichen für die Fahrradrambos wäre nach all den Unfällen mit schwer verletzten Fussgängern dann auch mal überfällig.

      • geraldo sagt:

        „…nach all den Unfällen mit schwer verletzten Fussgängern dann auch mal überfällig…“

        Kannst du diese Behauptung auch mit Links zu Polizei-/Presseberichten über entsprechende Unfälle in Halle beweisen?

        • Böllberger sagt:

          Z.Bsp. erst kürzlich (September 2019) auf dem Marktplatz mit schwersten Kopfverletzungen für eine Fussgängerin, war übrigens auch hier zu lesen. Wehe, wenn das ein böser Autofahrer gewesen wäre.

          • geraldo sagt:

            Du sprachst von „all den Unfällen“ und „Versicherungskennzeichen“ und findest einen einzigen, bei dem zudem vermutlich die Fußgängerin den Unfall verursacht hat.
            Außerdem skandalisierst du mal eben schwere zu schwersten Verletzungen hoch.

          • Böllberger sagt:

            Wenn dir die genaue Zahl dieser Unfälle so wichtig ist, kannst du ja selbst mühevoll recherchieren, abgesehen von der Dunkelziffer, da Fahrräder nicht durch Numnernschilder registriert sind. Jeder schwere Unfall ist einer zu viel und „vermutlich“ hat wohl eher der Radfahrer und nicht die Fussgängerin schuld. Deiner Meinung nach sind wohl schwere Verletzungen zu vernachlässigen, wenn sie durch Radfahrer verursacht werden, das klingt nach Corpsgeist. Ich möchte jedenfalls nicht zum Krüppel gefahren werden, und der schuldige Radfahrer hat dann keine Haftpflichtversicherung. Fahrradfahrer sind weder Unschuldslämmer noch Heilsbringer im Straßenverkehr. Die Vermutung, bei kostenloser Erfüllung aller ADFC-Wünsche würde der Radverkehr in Halle förmlich explodieren, ist unbewiesener Quatsch. Die Bedingungen für Radfahrer sind in Halle alles andere als schlecht, man muss nur vorausschauend Radfahren können und sich an Verkehrsregeln halten.

        • geraldo sagt:

          Unbewiesen ist deine Behauptung von „all den Unfällen mit schwer verletzten Fußgängern“.

          • Seb Gorka sagt:

            Das kannst du alles schön selbst recherchieren. Bölli haut nur die Behauptungen raus. Für mehr reicht es nie…

          • Böllberger sagt:

            Mir persönlich reicht, was ich selbst erlebt habe, und ich find es einfach en vogue populistische Forderungen zu stellen. Die statistische Beweisführung für alle Lebensfremden überlasse ich denjenigen, die von passivem Einkommen aus dem Steuertopf leben und Cola trinken, die haben genug Zeit dafür. Ich muss leider noch ein paar trailing stops setzen, ist grad so unruhig im Nahen Osten. Ciao

          • Seb Gorka sagt:

            Ich werde deine immens wichtigen Beiträge und deinen kreativen Umgang mit Sprache (insbesondere der englischen) vermissen!

            Aber dein letzter Abschied war ja – entgegen der damaligen Formulierung – auch nicht von Dauer. Außerdem habe oft den Eindruck, dich hinter anderen Tarnidentitäten erkennen zu können…

  2. TheDuke sagt:

    >Nötig seien eine schnelle Entschärfung lebensgefährlicher Kreuzungen…
    Hoffentlich orientiert sich Halle hier nicht am Vorbild unserer Landeshauptstadt.

    https://www.mz-web.de/magdeburg/zu-grosse-gefahr-magdeburger-grundschule-verbietet-erstklaesslern-anfahrt-per-fahrrad-33731086?dmcid=f_feed_MZ

    „Zu große Gefahr: Magdeburger Grundschule verbietet Erstklässlern Anfahrt per Fahrrad“

    Wenn die Stadt die Fahrräder in Halle verbieten würde, so gäbe es auch keinen gefährliche Situationen mehr.

  3. geraldo sagt:

    Da hat man wieder Ursache und Wirkung verwechselt.

  4. rupert sagt:

    Die Radler bringen 100% ökologische Fortbewegung und wollen möglichst mehr als 2% der Infrastruktur.

    • mirror sagt:

      Bezogen auf die Verkehrsleistung gibt die Stadt mehr Geld für Rad als für Autoinfrastruktur aus.

      • rupert sagt:

        @mirror

        Das ist schon deshalb falsch, weil die Investitionen der Stadt in die Radverkehrsinfrastruktur nicht getrennt ausgewiesen werden.

        Es ist aber auch falsch, weil es gar keine Zahlen für Halle für Ihr verkürztes Verständnis von Leistung des Radverkehrs gibt.

        Wofür es eine Quelle gibt, ist das politische Bekenntnis, den Radverkehr in Halle anteilig am gesamten Verkehrsaufkommen zu finanzieren.
        Und wie hoch ist wohl der Radverkehrsanteil in Halle?

        Der Radverkehrsanteil der Stadt liegt nach offiziellen Angaben bei 13 Prozent. Diese Zahl ist aus 2013.

        http://m.halle.de/de/Verwaltung/Stadtentwicklung/Verkehr-allgemein/Planung/Radverkehr/Radverkehrskonzeptio-06654/

        Keine Ursache.

      • geraldo sagt:

        Da viele Radwege vor allem deshalb gebaut wurden, damit die Radfahrenden den Autoverkehr nicht behindern, stimmt schon die Ausgangsbasis jeglicher Zahlen nicht.

      • Privat-PKW in Halle: über 80000. Wert eines Stellplatzes: ca 30€/Monat. Subvention allein für die vielen freien oder fast freien Stellflächen: über 2 Millionen € pro Monat.

        Und jetzt du?

        • 10010110  sagt:

          Man könnte fast sagen, die Preise für Stellplätze im öffentlichen Raum sind Sozialismus! 😮

          Im Übrigen liegen die geleisteten Personenkilometer eines geparkten Fahrzeugs bei 0 (in Worten: null).

          Und jetzt nochmal du (mirror).

        • Faktencheck sagt:

          Wie kommst Du auf die Zahl? Aber das Faktenlose Spiel kann ich auch, die Stadt nimmt mindestens 2,5€ pro Tag an 6 von 7 Tagen macht bei deinen 80.000 PKW im Jahr 62.571.428,57€. Die Zahl ist natürlich genauso belastbar wie deine Propaganda.

          Fakt bleibt, Halle nimmt mehrere Millionen durch die Parkraumbewirtschaftung ein. Die ~200.000 Räder bringen hingegen keinen Cent.

          • Die Anzahl der PKW?
            Ungefähr aus irgend einem halleschen Mobilitätsatlas, ich lass mich aber gern korrigieren, wenn du eine bessere Quelle hast. Alles Gewerbliche hab ich sogar rausgenommen. Also auch irgendwelche Firmenwagen.

            Den Preis für 15 m^2 gut erschlossener, wöchentlich gereinigter asphaltierter Stellfläche im Stadtbereich mit Befestigung für viele hundert Kilogramm Achslast?
            Ich hab mal die Untergrenze genommen. Man kann gern auch mit mehr rechnen. Es ging mir um die Größenordnung.

          • Faktencheck sagt:

            Also der m² Preis für erschlossene Flächen liegt in Halle bei 77€ – 573€. Bei 573€ wären es also maximal 8595€ macht bei 520 Jahren die unserer Stadt existiert 1,38€ pro Monat. Der m² Asphalt samt Unterbau macht aktuell bestenfalls 40€, sind dann 600€, zu deinen Gunsten gehen wir mal davon aus, dass alle Parkplätze seit der Wende 1x asphaltiert wurden, was natürlich nicht der Fall ist, dann kommen da 1,67€ pro Monat dazu. Da sind wir also bei einem Preis pro Parkplatz von etwa 3,05€ pro Monat im absoluten Premiumviertel. Dann würde die Stadt maximal bei ~244.000€ Kosten pro Monat liegen, wenn sie 80.000 Parkplätze in bester Lage anbieten würde. Natürlich sind die meisten Parkplätze nicht in bester Lage, viele Parkplätze in privater Hand und viele Parkplätze dürften noch zu Ostzeiten betoniert worden sein. Das heißt also, selbst im worst case, nimmt Halle durch Parkraumbewirtschaftung mehr Geld ein als die Plätze Wert sind.

            Als kleines Schmankerl, im Bundesdeutschen Schnitt hängt jeder 7. Job am KFZ, das wären in Halle über 13.000 Jobs, die Du und deine Kameraden weitestgehend vernichten wollen. Wären also 13.000 Steuerpflichtige Stellen weniger und 13.000 mal Sozialleistungen, die die Stadt Halle zu tragen hätte.

          • rupert sagt:

            15 Quadratmeter Asphalt: 600Euro.

            KFZ-Jobs in Halle: 13.000.

            Dass Kinder ohne Gefährdung durch Autos allein zur Schule radeln können: unbezahlbar.

          • Radfahrer Klaus sagt:

            Kindheit ist nie ohne Gefahr.Aber Kinder radeln seit Jahrzehnten in die Schule und es wird von Jahr zu Jahr sicherer. Leider sind wir in der Generation Helikoptereltern gelandet, wirkt sich dann auch auf die Kinder aus.

          • 10010110  sagt:

            Bei 573€ wären es also maximal 8595€ macht bei 520 Jahren die unserer Stadt existiert 1,38€ pro Monat

            Was schreibst du denn da für ein wirres Zeug von 520 Jahren?

            Und der Wert eines Grundstücks bemisst sich nicht (nur) an den Kosten für die Bewirtschaftung, sondern (auch und vorrangig) an Angebot und Nachfrage. Städte dürfen, soweit ich weiß, vom Gesetz her maximal 30€ pro Jahr für eine Anwohnerparkkarte verlangen. Das sind keinesfalls marktwirtschaftliche Preise.

          • Faktencheck sagt:

            Die Binäre Null versteht mal wieder nichts. Mindestens 520 Jahre ist die Stadt alt, Du kannst für gewöhnlich ein Grundstück nur einmal verkaufen. Du kannst auch auf die nächsten 500 Jahre rechnen. Natürlich ist der Wert des Grundstücks so eine Sache, ich habe hier mal Großzügig die 15m² genommen und den Preis für das teuerste Bauland in Halle, ist natürlich falsch, denn der Preis dürfte selbst in Premiumlage für nicht bebaubare 15m² deutlich niedriger liegen. Dazu kommen bestenfalls 600€ fürs herrichten, falls es in den letzten Jahrzehnten überhaupt mal gemacht wurde. Viele Parkplätze sind ja noch aus Ostzeiten. Übrigens werden die Parkplätze mit Anwohnerparkausweisen auch bewirtschaftet. Wie gesagt, die Stadt verdient prächtig an den Parkflächen, auch wenn man alle Kosten einberechnet. Da sind Faktoren wie Jobs und Lebensqualität noch nicht mal einberechnet.

        • mirror sagt:

          Mit Mathe 8. Klasse müsste es doch möglich sein,die bezahlten Stellflächen und die Tiefgaragen von den 80.000 abzuziehen? Jetzt noch die Erlöse der Parkraumbewirtschaftung berücksichtigen?
          560 Hektar Grünfläche bei 250€/qm Bauland macht 1.400.000.000 EURO Subvention. Die Rechnung ist genauso dämlich!

          • Wilfried sagt:

            Und von wegen „gut erschlossen, asphaltiert, wöchentlich gereinigt“… Ist hier nicht. Kiesparkplatz, denn ich für 15 Fahrzeuge nach dem letzten Laubregen selbst gereinigt habe…
            Fällt also auch aus der Berechnung raus…

          • Seb Gorka sagt:

            Weil deine Arbeitsleistung nichts wert ist? Vielleicht erkennst du den Grund für deine Probleme bei Jobsuche…

  5. 10010110  sagt:

    Du tust ja so, als wäre Verkehr eine „Leistung“, die man erbringen muss, um Anspruch auf irgendwas zu haben.

    Nee, andersrum musst du rechnen: wieviele Personen nutzen wieviel Raum im Verkehr, und wofür. Und komm’ jetzt nicht mit „Personenkilometern“. Die gleichen Personenkilometer könnte ein durchschnittlicher Pendler z. B. mit einem Motorrad und damit mit deutlich weniger Flächenverbrauch (und Infrastrukturkosten) zurücklegen.

    • mirror sagt:

      Tut mich sorry! Die Verkehrsleistung gibt Auskunft über die Inanspruchnahme der Verkehrsinfrastruktur und wird in Personenkilometer oder bei Gütern in Tonnenkilometer gemessen.
      Da die Motorräder selten nebeneinander fahren und die durchschnittliche Besetzung eines Autos bei 1,3 liegt, leistet die Strasse bei Autoverkehr mehr als bei Motorad.

  6. Dirk Müller, Halle-Neustadt sagt:

    naja, das Argument ist, dass in der Vergangenheit relativ zu wenig in den Radverkehr und den ÖPNV investiert wurde.

    Bei genauer Betrachtung kann ich das gut nachvollziehen; der dauerhaft wachsende Autoverkehr stand und steht im Fokus, weil das einfach auch gesellschaftlich so gefordert war (Stadtplanung und Verkehrsinfrastruktur orientieren sich traditionell stark am Autoverkehr und deshalb sind die Investitionen dort relativ und absolut am höchsten). Derzeit verändern sich Ansprüche und auch die Stadtplanung.

    Wir wollen künftig die Angebote stärken, damit alle Verkehrsteilehmer die gewünschten Verkehrsmittel selber wählen können, so wie sie für sie passen. Und wenn wir Verbrennungsmotoren (aus Umweltschutzgründen) oder Autos insgesamt (aus Gründen der Flächenversiegelung und dadurch resultierende Erderwärmung) reduzieren (nicht abschaffen!) wollen, sind aus meiner Sicht Angebote besser als Verbote. Gute Angebote bedeuten hohe Nutzungsgrade und Akzeptanz.

    Aktuell hat z.B. die Bundesregierung für die mitteldeutschen Länder bis 2031 etwa 717 Mio. Euro geplant.

    Geld steht also genügend zur Verfügung, jetzt braucht es kluge und sinnvolle Ideen, die sich schnell im gesellschaftlichen Konsens umsetzen lassen.

    • Das klingt nach einer guten rationalen Basis, auf der man über die verbleibenden Unterschiede reden kann. Wichtig ist, ein ambitioniertes Ziel zu setzen, dafür ein gutes Konzept zu erarbeiten und dann zu schauen, an welchen Stellen der Autoverkehr seine Hauptstrecken hat und an welchen der Radverkehr.

      Wir stellen ja auch keine Radbügel auf der Volkmannstraße auf, entsprechend sollten in der Geiststraße und im Steinweg die Autos nicht den restlichen Verkehr behindern und gefährden.

      Die Erhöhung der Planungskapazitäten ist ja längst beschlossen, aber offenbar noch nicht umgesetzt. Eventuell ist das einer der Fälle, wo die Verwaltung noch mal vom Stadtrat erinnert werden muss.

    • mirror sagt:

      „… Stadtplanung und Verkehrsinfrastruktur orientieren sich traditionell stark am Autoverkehr …“
      Vielleicht sollten Sie an dieser Stelle etwas sorgfältiger die Ursachen analysieren (fishbone-net).
      – immer größere Betriebseinheiten und weniger kleinteilige Betriebseinheiten
      – Konzentration der Arbeitsplätze in Gewerbegebieten
      – zunehmende Verstädterung mit langen Wegen zur Arbeit auch innerhalb einer Stadt
      – zunehmnde Spezialisierung von Arbeiten; Wahl des Arbeitsplatzes nach Berufsbild und nicht nach Entfernung
      Hat man hier ein klares Bild, kann man mit einer Neuausrichtung der Stadtentwicklungsplanung beginnen. (Baudezernent Rebenstorf hat mit Vorschlägen zu Urbanen Räumen erste Optionen aufgezeigt.) Dabei ist das Radlerthema nur ein kleiner Teil im Konzert der nachhaltigen Mobilität.

      • Natürlich muss man den ganzen Umweltverbund betrachten. Die vielen Langstrecken innerhalb von Halle musst du mal aufzeigen. Ich sehe da fast alle Quellen und Ziele in Halle innerhalb eines 5km Radius vom Markt.

        Und natürlich muss man bei Neubauten (generell in Deutschland) darauf achten, dass Strukturen entstehen, die fossilfrei überhaupt angeschlossen werden können. Weit verstreute Einfamilienhäuser mit großen Abständen gehen halt nur, wenn wir irgendwelche elektrischen 200kg Kleinwagen für die letzte Meile bauen und unterhalten, und nur mit wirklich viel Wind- und Solarstrom, und nur wirklich gut isoliert und mit Wärmepumpe.

        Ordentliche Mehrfamilienhäuser mit kompakter Bauform sind da ganz anders aufgestellt, also sollte man innerhalb der Städte eher auf „neue Paulusviertel“ als auf flächenintensive Siedlungen setzen. Die Mietpreise und Infrastruktur beweisen ja die Attraktivität solcher Viertel bundesweit.

        So lange aber großes ungenutztes Potential beim Radverkehr besteht (und in einer flachen kleinen kompakten Stadt wie Halle ist das Potential locker bei >30% am Modal Split), ist dort die allergünstigste Möglichkeit, Umwelteffekte zu erzielen. Es ist ja hinreichend oft untersucht und belegt worden, dass jeder gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad in verschiedensten Aspekten positiv ist. Sei es für die Gesundheit, für die städtischen Kosten, für den Konsum, für Dienstleistungen, für die Stadtentwicklung und für Freiflächen.

        Mir sind keine Straßen bekannt, die nach einer vollzogenen Umstellung auf Autofrei wieder zurück wollen – spätestens nach einem Jahr sind Anlieger und Läden nicht bereit, Autos wieder durchfahren zu lassen. Im Gegenteil wird das oft verteidigt. Siehe auch Madrid mit der autofreien Innenstadt, die von einer konservativen Regierung (Surprise, Surprise!) wieder gekippt werden sollte, was eine unglaublich große Demo hervorgerufen hat.

        • mirror sagt:

          “ Ich sehe da fast alle Quellen und Ziele in Halle innerhalb eines 5km Radius vom Markt.“
          Es gibt ja nur 40.000 Einpendler und 30.000 Auspendler, die nicht mal schnell um die Ecke zur Arbeit fahren. (Fast soviele wie Autobesitzer in Halle)

          „So lange aber großes ungenutztes Potential beim Radverkehr besteht “

          Jetzt sind Sie schon die lauteste Gruppe und die Bürger steigen immer noch nicht um. Wennn Argumente nicht überzeugen, hilft nur noch Gehirnwäsche. Leider hat das weder bei der Hitlerjugend noch bei den Jungen Pionieren funktioniert.

          Die Transformation kann nur über die Stärkung des ÖPNV, Ride-Sharing, integrierte Stadtentwcklung (Verdichtung des Wohnens und weiterhin Konzentration der Arbeit in Quartieren sollte der Vergangenheit angehören) und neue Antriebe für den Individualverkehr gelingen. Radverkehr ist in diesem Prozeß nahezu vernachlässigbar.
          Was ist jetzt an Madrid so besonders. Wir haben eine recht lange Fußgängerzone, Parkhäuser an den Ecken und in die engen Strassen der Altstadt fahren fast nur Anlieger, weil sie dort keinen Parkplatz finden. Alles Alter Hut.

        • farbspektrum sagt:

          Ich habe nicht gefunden, dass der ADFC für die Einführung einer Radlersteuer ist, um die vielen Wünsche zu finanzieren.
          Fahr mal nach Madrid und schau dir die „autofreie“ Innenstadt an. Die Wahrheit kann man ja von einem Chefideologen nicht erwarten.
          https://www.youtube.com/watch?v=ODtaxq-kE0Y

    • 10010110  sagt:

      Wir wollen künftig die Angebote stärken, damit alle Verkehrsteilehmer die gewünschten Verkehrsmittel selber wählen können, so wie sie für sie passen.

      Dieses ewige Mantra von „Angebote statt Verbote“ funktioniert aber nicht, denn es führt nur zu noch mehr Verschwendung von Ressourcen statt Effizienz und Zurückhaltung.

      Und das funktioniert schonmal deshalb nicht, weil nicht jeder Verkehrsteilnehmer jedes mögliche Verkehrsmittel benutzen kann oder darf. Kinder sind z. B. maximal auf ein Fahrrad für größtmögliche individuelle Mobilität beschränkt und sind daher gegenüber Erwachsenen, die sich für ein Auto entscheiden können, von vorn herein benachteiligt. Und je mehr Autoverkehr es gibt, umso unsicherer fühlen sich u. a. diese Kinder im Straßenverkehr (und umso unwohler fühlen sich deren Eltern, das zu erlauben). Und wo wir schonmal bei Kindern sind: wie will man das Problem der Elterntaxis ohne Verbote lösen? Durch persönlichen Begleitservice von Minijobbern?

      Zudem ist der für den Verkehr zur Verfügung stehende Raum begrenzt, z. B. durch Straßenbreiten (Häuser etc.) und man kann nicht jedem Individuum gerecht werden. Ergo muss irgendwo Verkehr eingeschränkt und verboten werden und es kann nicht jeder fahren womit und wohin er/sie will.

      Die Leute, die – wie die CSU in München neuerdings – immer ein „faires Miteinander im Verkehr“ statt Verbote und Beschränkungen fordern, verkennen, dass es sich für Radfahrer niemals fair anfühlt, wenn hinter ihnen ein brummender Motor das Gefühl gibt, sie würden bedrängt und müssten Platz machen oder schneller fahren. Denn genau das ist der Fall, auch wenn vom Autofahrer gar nicht beabsichtigt.

      Richtig ist: Verboten müssen ordentliche Alternativen gegenübergestellt werden. Aber einfach nur „mehr Angebote“ zu fordern und auf „faires Miteinander“ und „Vernunft“ der Verkehrsteilnehmer zu hoffen, funktioniert schon seit den 60er Jahren nicht.

      • 10010110  sagt:

        Sorry, der erste Satz sollte ein Zitat von Dirk Müller sein; die Formatierung hat nicht so hingehauen.

        Wir wollen künftig die Angebote stärken, damit alle Verkehrsteilehmer die gewünschten Verkehrsmittel selber wählen können, so wie sie für sie passen.

    • Mandy Schmidt sagt:

      Wer ist denn „Wir“ aus „Wir wollen künftig die Angebote stärken …“? Du hast es doch nicht in den Rat geschafft! Das ist auch gut so! Da gibt es schon genug profilierungssüchtige Labertaschen. Und wenn du die Chaos-durch-Unfug-Partei meinen solltest, dann schreibe das dem Laden doch erstmal ins Programm, bevor du hier „Wir wollen …“ ins Forum trötest. Was nämlich Hr. Müller aus HaNeu will, ist komplett irrelevant! Oder tanzt der Scholli schon nach deiner Pfeife??? Mein lieber Scholli! Hach ja.

  7. mirror sagt:

    Super, man muss nur die Radler ein ganz klein wenig antriggern und schon geht hier die Post ab.

    • Bollwerk sagt:

      Du drehst doch viel mehr durch, wenn der Radverband Forderungen stellt. Vielleicht solltest du deine Schmierereien erst durchlesen, bevor du das absendest. Hast wohl Angst, dir könnte was weggenommen werden vom Radfahrer!? Du wirst auch weiterhin deine 3- oder 4-Zylinder-Kröte quer durchs Land karren dürfen…

      • Seb Gorka sagt:

        Zum Wegnehmen müsste zunächst etwas da sein. So wie er immer um Aufmerksamkeit bettelt, hat er nicht mal immaterielle Zuneigung in seinem nähere Umfeld. Ob ihm sein 3-Zylinder wenigstens etwas (Ersatz-)Befriedigung verschafft?

  8. murphy sagt:

    Von den Fahrradverfechtern höre ich nur Forderungen, nie ein Angebot der Beteiligung an den Kosten.
    Fahradverfechter haben klare Vorstellungen was ihnen alles zustehen würde ( Verkehrsraum, abschließbare Boxen, ein Netz eigener Straßen und Verkehrszeichen …).
    Vielleicht redet man mal über ihre finanzielle Leistung für die Teilnahme am Verkehr. Luxuswege (Fahrradschnellweg nach Leipzig) gibt es nicht für lau.
    Ich fordere eine Schulung der Radfahrer gegen Gebühren und eine jährliche Steuer, Versicherungen. Damit den Radfahrern klar gemacht wird, das auch auf Zweirädern es nicht nur Rechte gibt sondern auch Pflichten.

    • geraldo sagt:

      „Ich fordere eine Schulung der Radfahrer gegen Gebühren…“

      Radfahren lernt jeder behütet aufgewachsene Mensch im Kindesalter unter Anleitung seiner treusorgenden Eltern.

    • Seb Gorka sagt:

      Ich bin zwar kein Fahrradverfechter, möchte dir aber gern meine Hilfe anbieten. Genügen dir 5 Euro für den Anfang? Schlag einen Treffpunkt für die Übergabe vor oder übermittle – sofern vorhanden – deine Bankverbindung. Wär doch ein Ding, wenn du auf den Gebühren für die ganzen Schnellwege allein sitzen bleibst.

      Bis zur Transaktion kannst du ja nochmal den Artikel (und nicht nur die Überschrift) lesen. Vielleicht kommst du von selbst drauf, wo dein Wahrnehmungsfehler liegt…

    • Bollwerk sagt:

      murphy fordert „vom Radfahrer“ eine Kostenbeteiligung an der Infrastruktur. Beteilige dich doch erstmal an der immens teuren Autoinfrastruktur! Übrigens: deine Kfz-Steuern von deinem kleinvolumigen Verbrenner reichen da nicht.

    • max sagt:

      Von deinen 80€ Kfz-Steuer p.a. ist nichtmal der Bordstein bezahlt den du beim Fußwegparken angeknackst hast.

  9. farbspektrum sagt:

    Dieser ganze Aufwand? Für die paar Radler, die jetzt unterwegs sind? Und alles kostenlos?

    • Seb Gorka sagt:

      Welcher Aufwand und wieso kostenlos? Hast du dich etwa zum karitativen Straßenbau gemeldet? Wenn du dort ähnlich viel Ahnung an den Tag legst, wie beim Googeln, wäre kostenlos allerdings weit über dem Wert…

      Denk dir nicht immer nur was aus! Versuch doch mal das mit den Fakten, das ich dir schon so lange empfehle. Lohnt sich wirklich!

    • 10010110  sagt:

      Wie kostenlos? Das kostet Geld und schafft übrigens Arbeitsplätze in der Industrie.

  10. murphy sagt:

    Das Problem sind nicht die Kinder auf den Rädern! Das Problem sind die Lust- und Protestradler, die meinen mit dem Rad ihre ideologischen Fehlleistungen durchsetzen zu müssen.
    Nach Überrechnung meiner Lebensleistung mit dem Fahrrad im Bereich Merseburg/Leuna und Halle/Ha-Neu komme ich auf ca.40 Jahre. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, daß die Hochstraße mir gehört oder daß Einbahnstraßen von mir auch in entgegengesetzter Richtung mißbraucht werden können.
    Eigenes Erlebnis: Polizist versucht auf dem Markt einen Radler anzuhalten, Radler weicht schwungvoll aus und kommentiert das ganze mit: „Morgen vielleicht Opa.“

    • Seb Gorka sagt:

      Eine wirklich tolle Geschichte, du da ganz bestimmt genau so erlebt hast. Nun erscheint alles andere, einschließlich der „40 Jahre“ Überleistung, noch viel glaubhafter. Damit hast du dir eine Kfz-Steuerbefreiung verdient! Du musst ab sofort nichts mehr überweisen. Glückwunsch!

    • geraldo sagt:

      „Polizist versucht auf dem Markt einen Radler anzuhalten, Radler weicht schwungvoll aus und kommentiert das ganze mit: „Morgen vielleicht Opa.“

      Das ist, im Gegensatz zu flüchtenden Autofahrern, die regelmäßig erheblichen Schaden anrichten, wenigstens noch witzig. Allerdings fehlt ein Komma…

  11. farbspektrum sagt:

    Mit der CO2-Steuer haben die Radler wieder neue Hoffnung geschöpft, dass die Autofahrer ihre Wünsche finanzieren.

    • Seb Gorka sagt:

      Dann melde schnell dein Auto ab und gib am besten den Füherschein auch zurück. Dann schlägst du denen aber so richtig ein Schnippchen und die Straßen werden nicht nur leerer, sondern auch sicherer. Und bevor du auch noch in den Gleisen landest, weil die doch neuerdings so „schlecht zu sehen“ sind…

  12. (H)allrad sagt:

    @Radfahrer Klaus

    „Kinder radeln seit Jahrzehnten in die Schule und es wird von Jahr zu Jahr sicherer.“

    Dank zunehmendem Verkehr, Tempo und PS ? Sicherer wird es lediglich für SUV-Insassen.

    Stellen Sie mal ein Kind mit Fahrrad neben solch einen Panzer. Alles klar?

  13. geraldo sagt:

    Andere Geschichte: Kam jüngst radelnd durch die August-Bebel-Straße und sah im Dunkeln von weitem gelbe Rundumleuchten. Oh, dachte ich, schleppen die jetzt tatsächlich mal Fußwegparker ab. Ach, nein, der Fußwegparker braucht Starthilfe. Alles gut, die verkehrte Welt ist immer noch in Ordnung.

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