Fleischfrei: zwei Vegan-Sterne für die Harzmensa


Die Harz-Mensa des Studentenwerks ist von der Tierrechtsorganisation PETA ausgezeichnet worden. Sie erhielt zwei von vier „Vegan-Sternen“ und damit einen Stern mehr als im Vorjahr.

Jeden Tag vegane Gerichte wie Borschtsch mit Räuchertofu und Sojarahm sowie Pflanzendrinks bietet das Studentenwerk Halle in der Harzmensa, lobt Peta. Weil es noch kein speziell geschultes Personal gebe, reiche es nur zu einem Stern mehr. „Mit täglicher Werbung und speziellen Schulungen ist der dritte Stern jedoch nicht weit entfernt.“

Seit 2014 befragt PETA die 58 Studierendenwerke in Deutschland nach den veganen Angeboten in ihren knapp 900 Mensen und Cafeterien. Ganze 37 Studierendenwerke bieten jeden Tag ein veganes Gericht an. Sechs Studentenwerke zeichnen sich durch ein herausragendes Angebot aus, das mehrere vegane Gerichte täglich und besondere Aktionen zum Thema vegane Ernährung umfasst. In fünf Studentenwerken wird noch keine pflanzliche Milchalternative angeboten, und in acht Studentenwerken fehlen noch fachliche Schulungen des Personals bezüglich der veganen Ernährung, merkt Peta an.

Bei der Bewertung kamen unter anderem Aspekte wie der Umfang des veganen Angebots und Details wie die Bereitstellung von Pflanzendrinks für den Kaffee oder spezielle Schulungen des Personals zum Tragen. Das Augenmerk lag zudem auf Aktionstagen, regelmäßiger Werbung für vegane Gerichte und weiterführendem Engagement für eine vegane Ernährung, da dies die Nachfrage nach veganen Gerichten erfahrungsgemäß steigert. PETA möchte alle Mensen und Kantinen dazu anregen, ihr Angebot an veganen Speisen weiter auszubauen und dies gegenüber den Studierenden und Gästen auf vielfältigen Wegen kreativ zu kommunizieren.
Die Tierrechtsorganisation vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.