Kinderkrebshilfe Halle öffnet Türen – und erhält großzügige Weihnachtsspenden
Einmal im Jahr lädt der Verein zur Förderung krebskranker Kinder Halle (Saale) e.V. zum Blick hinter die Kulissen ein – und am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Beim traditionellen Tag der offenen Tür strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Villa „Kinderplanet“ in der Ernst-Grube-Straße, um die wichtige Arbeit des Vereins kennenzulernen, der seit Jahrzehnten Familien mit schwer erkrankten Kindern begleitet. Neben Einblicken in die verschiedenen Angebote des Hauses gab es dieses Mal auch besondere Weihnachtsgeschenke: Spenden, die die engagierte Arbeit des Vereins weiter ermöglichen. Die Firma creditolo überreichte 3.000 Euro, und die Frauengruppe des Stadtverbandes der Gartenfreunde steuerte weitere 280 Euro bei. „Wir freuen uns über jede Unterstützung, denn sie kommt direkt unseren Familien zugute“, betonten die Ehrenamtlichen.
Ein Zuhause auf Zeit
Während des Aktionstages konnten Interessierte die Räumlichkeiten besichtigen, in denen Eltern und Geschwister zeitweise wohnen, wenn ein Kind auf der onkologischen Station der Universitätsklinik behandelt wird. Auch eine begleitete Führung über die Station selbst wurde angeboten – ein Angebot, das viele Gäste nutzten, um die Abläufe und Herausforderungen der Behandlung besser zu verstehen.In der Villa „Kinderplanet“, die der Verein seit 1999 sein Zuhause nennt, finden betroffene Familien nicht nur eine Unterkunft, sondern auch ein multiprofessionelles Team. Psychologin, Sozialpädagogin, Ergotherapeutin, Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin unterstützen Kinder und Angehörige während der gesamten Krankheits- und Therapiezeit. Spiel-, Bastel- und Musikzimmer, Billardraum, Garten und Töpferwerkstatt bieten Ablenkung, kreative Beschäftigung und Orte der Ruhe.
Weihnachtsladen im Keller
Besonders beliebt war auch der kleine Weihnachtsladen im Keller des Hauses. Gefüllt mit liebevoll handgefertigten Unikaten – von getöpferten Schalen über Häkelarbeiten bis hin zu Schmuck – lädt er noch bis Weihnachten zum Stöbern ein. Geöffnet ist er montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Die Einnahmen kommen direkt der Vereinsarbeit zugute.
Eine Geschichte des Miteinanders
Der Verein selbst blickt auf eine bewegende Geschichte zurück. Inspiriert von den Visionen der Kinderärztin Dr. Irene Heinrichs gründeten 1989 Schwestern der onkologischen Station gemeinsam mit betroffenen Eltern eine Selbsthilfegruppe, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Daraus entstand 1991 der Verein zur Förderung krebskranker Kinder Halle (Saale) e.V., der seitdem Familien psychosozial begleitet – von der Diagnose über die oft jahrelange Therapie bis hin zur Nachsorge oder Trauerbegleitung. Durch die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Halle (Saale) entsteht für viele Betroffene ein „Zuhause auf Zeit“, das Halt gibt, wenn der Alltag von Sorgen und Klinikterminen bestimmt ist.





























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