Nach drei Monaten Umbau öffnet das Maya mare am Samstag wieder: neue Rutschen und sogar eine App für Effekte
Sägen kreischen, Bohrmaschinen dröhnen, Hämmer schlagen im Takt. Der Geruch von frischer Farbe liegt in der Luft, Staub hat sich niedergelegt. Bauarbeiter sind noch überall zugange: Wände werden gestrichen, Fliesen verlegt, Leitungen überprüft. Wo sonst Kinder jauchzen, Wasser spritzt und Urlaubsstimmung herrscht, dominierte in den vergangenen Wochen konzentrierte Stille – unterbrochen nur vom Rhythmus der Bauarbeiten. Drei Monate lang war es ruhig im Spaßbad Maya mare in Halle (Saale). Keine lachenden Familien, kein Rauschen der Rutschen, kein dampfendes Becken. Das Wasser war abgelassen, die Tore geschlossen. Statt Badegästen bestimmten Handwerker, Planerinnen und Techniker den Alltag. Jetzt, kurz vor der Wiedereröffnung, läuft alles auf Hochtouren.„Wir legen Nachtschichten ein“, sagt Melanie Heinrichs, kaufmännische Betriebsdirektorin des Maya mare. Wenn die Bauarbeiter gehen, beginnt die nächste Phase: gründliches Putzen, Feinjustieren, Testläufe. Denn am Samstag, dem 20. Dezember 2025, sollen die ersten Gäste wieder begrüßt werden. Und dann soll alles „schick“ sein – nicht nur funktional, sondern beeindruckend.

Stillstand als Chance
Die Schließzeit war notwendig – und sie war eine bewusste Entscheidung. „Wenn man ein Bad dieser Größe modernisieren will, geht das nicht im laufenden Betrieb“, erklärt Heinrichs. Was für Besucherinnen und Besucher ein schmerzlicher Einschnitt war, entpuppte sich für das Team als seltene Gelegenheit: ein kompletter Neustart in vielen Bereichen. Das Maya mare, seit Jahren eines der beliebtesten Freizeit- und Erlebnisbäder der Region, stand vor der Herausforderung, sich weiterzuentwickeln. Der Wettbewerb unter Erlebnisbädern wächst, die Ansprüche der Gäste steigen, und gleichzeitig gewinnen Themen wie Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit enorm an Bedeutung. „Wir wollten nicht nur reparieren oder verschönern“, sagt Heinrichs. „Wir wollten das Bad auf ein neues Niveau heben – technisch, atmosphärisch und ökologisch.“
Das neue Herzstück: Die Rutschenwelt der Maya
Herzstück der umfangreichen Neuerungen ist ohne Zweifel die neue Rutschenwelt, die sich konsequent an der faszinierenden Mythologie der Maya orientiert. Schon der Name der neuen Hauptrutsche lässt aufhorchen: Kukulkan – benannt nach der gefiederten Schlangengottheit, einer der zentralen Figuren der Maya-Kultur. Kukulkan ist mehr als nur eine Rutsche. Sie ist ein Erlebnisraum. Wer sich auf den Startpunkt begibt, betritt eine andere Welt: Dynamische Licht- und Soundeffekte begleiten die Fahrt, atmosphärische Bildprojektionen erzählen eine eigene Geschichte. Farben wechseln, Klänge verdichten sich, die Umgebung scheint zu pulsieren. „Wir wollten etwas schaffen, das über das Übliche hinausgeht“, betont Heinrichs. „Kukulkan ist nicht einfach nur eine Rutsche – sie ist ein Gesamterlebnis. Und wir sind stolz, etwas so Einzigartiges in der Region anbieten zu können.“ Die Idee dahinter: Nicht nur Geschwindigkeit oder Höhe sollen den Reiz ausmachen, sondern Immersion – das Eintauchen in eine andere Realität. Für viele Gäste wird die Fahrt so zu einer kleinen Reise durch Mythos und Moderne.

Individualisierung per App: Technik trifft Spaß
Eine weitere Besonderheit hebt das Maya mare deutlich von vielen anderen Bädern ab: Die Rutschen lassen sich individuell konfigurieren. Per Maya mare-App können Gäste Licht- und Musiksettings selbst programmieren. Vor dem Rutschen wählt man Farben, Klänge oder Stimmungen aus, überträgt diese Einstellungen auf einen Transponder – und lässt das Smartphone anschließend sicher im Spind. Am Start der Rutsche wird der Transponder kurz an eine vorgesehene Stelle gehalten, und schon aktiviert sich das persönliche Programm. Zusätzlich stehen fünf vorinstallierte Modi zur Auswahl – für alle, die es spontan mögen oder sich nicht mit Apps beschäftigten mögen. Ein weiteres Highlight: Während der Fahrt wird ein Foto gemacht, das später datenschutzkonform heruntergeladen werden kann. „Datenschutz hatte für uns höchste Priorität“, betont Heinrichs. „Die Nutzung ist freiwillig, transparent und sicher.“ Damit verbindet das Maya mare moderne digitale Möglichkeiten mit klassischem Freizeitspaß, ohne dass Technik zur Ablenkung wird.

Nachhaltigkeit als Grundprinzip
So spektakulär die neuen Attraktionen sind, so leise, aber wirkungsvoll sind die Maßnahmen hinter den Kulissen. Denn parallel zum Ausbau des Spaßfaktors wurde massiv in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit investiert. Alle Rutschen wurden vollständig gedämmt, was den Energiebedarf deutlich reduziert. Die Umstellung auf moderne LED-Technik im gesamten Bad spart Strom und sorgt zugleich für bessere Lichtqualität. Ein zentraler Punkt ist die Erneuerung der Lüftungsanlagen, die mit Mitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds gefördert wurde. Diese Anlagen sorgen nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern arbeiten deutlich effizienter als ihre Vorgänger. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern Teil unserer Verantwortung“, erklärt Melanie Heinrichs. „Wir betreiben ein energieintensives Angebot. Umso wichtiger ist es, alles zu tun, um Ressourcen zu schonen und langfristig zukunftsfähig zu bleiben.“
Entspannung neu gedacht: Whirlpools und Gastronomie
Nicht nur Action-Fans kommen auf ihre Kosten. Auch Erholungssuchende dürfen sich freuen: Die Whirlpools wurden vollständig erneuert – moderner, komfortabler und entspannender als zuvor. Design, Technik und Sitzkomfort wurden überarbeitet, sodass der Aufenthalt noch angenehmer wird. Parallel dazu wurde das gastronomische Angebot erweitert. Mehr Auswahl, frische Konzepte und eine bessere Versorgung sollen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden: Familien mit Kindern, Sportlerinnen und Sportler, Saunagäste oder einfach Menschen, die einen entspannten Tag verbringen möchten. Ziel ist es, den Besuch im Maya mare als ganzheitliches Erlebnis zu gestalten – vom ersten Eintritt bis zum letzten Kaffee.

Die Saunawelt: Bereits geöffnet und sichtbar erneuert
Während im Erlebnisbad noch letzte Handgriffe erfolgen, hat die Saunawelt bereits seit einigen Tagen wieder geöffnet. Auch hier wurde intensiv modernisiert. Neue Wandmalereien sorgen für frische Akzente und unterstreichen das thematische Konzept. Besonders auffällig: das erneuerte Dampfbad, das nun 16 statt zuvor 8 Plätze bietet – deutlich mehr Raum für Entspannung. Eine echte Neuheit ist die mexikanische Schwitzhütte, in der sogar Essen und Trinken erlaubt sind. Sie verbindet Saunakultur mit einem geselligen Element und erweitert das Angebot um eine ungewöhnliche, aber reizvolle Facette. Auch funktional wurde investiert: Die Treppenanlage wurde erneuert und sorgt nun für mehr Sicherheit und Komfort.
Vorfreude trotz kleiner Einschränkungen
So umfangreich die Arbeiten auch waren, so ganz ohne Einschränkungen wird der Start nicht ablaufen. Teilweise kann es noch zu kleineren Beeinträchtigungen und gesperrten Bereichen kommen. Doch das Team blickt optimistisch auf die Wiedereröffnung. „Wir freuen uns riesig darauf, endlich wieder Gäste zu begrüßen“, sagt Heinrichs. „Vieles ist neu, manches ist anders – aber die Begeisterung, die uns jetzt schon entgegengebracht wird, zeigt uns: Es hat sich gelohnt.“ Die Resonanz in sozialen Medien, Nachfragen von Stammgästen und die Vorfreude im Team bestätigen dieses Gefühl.
Öffnungszeiten rund um die Feiertage
Rund um Weihnachten und den Jahreswechsel gelten besondere Öffnungszeiten, die den Gästen Planungssicherheit bieten:
– Heiligabend (24. Dezember): geschlossen
– 25. bis 30. Dezember: täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet
– 31. Dezember: 10 bis 18 Uhr
– 1. Januar 2026: 14 bis 22 Uhr
– Ab 2. Januar: wieder regulär täglich von 10 bis 22 Uhr
Auch der Fitnessclub Viva mare, der zum Komplex gehört, passt seine Zeiten an:
– 24. Dezember: geschlossen
– 25. und 26. Dezember: 10 bis 20 Uhr
– 31. Dezember: 10 bis 16 Uhr
– 1. Januar: geschlossen








Der Whirlpool, das Dampfbad und die Schwitzhütte sind auch das einzige in der Sauna. Wobei die Schwitzhütte fast nicht benutzt wird. Ebenso wie die Solegrotte, welche nach dem entfernen der Nebelanlage nicht mehr genutzt wird. Da fällt sogar der Türgriff fast ab, nach einem viertel Jahr Umbau. Nichtmal das wurde bemerkt oder behoben. Ansonsten ist da alles wie es war, nichtmal ein neuer Farbanstrich oder so. Ich war vom Besuch enttäuscht. 10.90 Euro sind mehr als angemessen und sollten so auch beibehalten werden.
Dass es fürs Rutschen jetzt eine App nutzen kann, klang im ehrlich zu sein erstmal super dämlich, aber das Konzept schien jetzt gar nicht mal so daneben. Ist natürlich nur eine Spielerei die wenige Nutzen werden, aber mal sehen
Geht denn heutzutage gar nichts mehr ohne Smartphone? Jeder noch so nebensächliche Blödsinn wird monetarisiert. 🙄 Demnächst gibt’s auch noch eine App zum Kacken, dann spielt das Klo mir individuelle Musik und macht bunte, blinkende Lichter, oder was? Und zum Dank gebe ich dann alle meine Daten preis, dann weiß jeder, wann ich üblicherweise kacken gehe und kann mich ganz individuell mit passender Werbung bespaßen. 🤦♀️
Es geht heutzutage jede Menge ohne Smartphone. Wer aber wie du kaum noch rausgeht, kennt das Leben eben nur noch „online“.
Komisch. Wenn ich rausgehe – was täglich passiert – sehe ich fast nur Zombies rumrennen, die keine Sekunde den Blick vom Smartphone abwenden können. Und mit genau solchem sinnlosen Schnickschnack wie im Artikel beschrieben, macht man das Problem nur größer.
„Wenn ich rausgehe – was täglich passiert“
*prust*
Ok. Nehmen wir das mal an (😂) – kommst DU ohne Smartphone zurecht? Fehlt dir irgendwas? Geht irgendwas nicht?
Das sind rhetorische Fragen. Du musst nicht antworten, es wäre ohnehin nicht ehrlich Natürlich kommst (bzw. kämst) du ohne Smartphone zurecht, dir fehlte nichts und alles ginge.
Du bist und bleibst ein Sabbler und Lügenbold. Aber wenn dir das Spaß macht. Du hast ja sonst nicht mehr viel….
Wäre es nicht besser gewesen, komplett andere Rutschen zu installieren statts diesen sicherlich seltenen Murks einzubauen ? Wird die Schlange nun länger weil jeder erst mal durchschaut und einstellt ? Das damalige Schwesterbad (ana mare) im Erzgebirge hat wesentlich schönere Rutschen zu bieten. Klar der Umbau wäre aufwendiger aber sicher auch lohnenswerter geworden.
Bist du blöde…
Die haben Neue Rutschen.
Komplett NEU…