SV Halle LIONS verlieren Nachholspiel in Keltern


Trotz einer guten Leistung zu Beginn des neuen Jahres können die SV Halle LIONS sich nicht mit einem Sieg belohnen. Das Team unterliegt in Keltern am Donnerstagabend beim Nachholspiel des 6. Spieltages der 1. Planet photo DBBL knapp mit 73:67.

Das Spiel zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenelften begann ausgeglichen (10:10 nach 5 Minuten). Für die LIONS übernahm Aufbauspielerin Janee Thompson eindrucksvoll Verantwortung. Insgesamt 12 der 19 Punkte im ersten Viertel erzielte die 22-Jährige. Das zweite Viertel leitete Laura Hebecker mit zwei Dreiern ein und brachte ihrem Team eine 10-Punkte-Führung (15:25 nach 13 Minuten). Keltern blieb aber dran, vor allem durch Offensivrebounds (7:2) machten sie ihre anfängliche Wurfschwäche wett und punkteten aus zweiten Chancen. Die LIONS verteidigten gut und intensiv, bekamen dafür dann aber immer mehr Foulpfiffe. Zur Halbzeit führten die Saalestädterinnen dennoch mit
34:38. Keltern kam wacher aus der Kabine und konnte durch einen 10:6-Lauf ausgleichen, aber die LIONS eroberten die Führung, angeführt von einer weiterhin stark spielenden Thompson, zurück. Durch einen Buzzer-Dreier von Martina Markovic von den Sternen endete der dritte Abschnitt 55:56. Ein spannendes letztes Viertel war vorprogrammiert. So war es dann auch. Es blieb ausgeglichen, aber die kampfbetonte Defensive der Gäste wurde von den Schiedsrichtern hart geahndet. Bereits nach 5 Minuten hatten die LIONS die Teamfoulgrenze (5 Fouls) erreicht. Zum gleichen Zeitpunkt hatte die Heimmannschaft noch kein einziges Foul begangen. Das war auch ein Schlüsselfakt für Trainer René Spandauw: „Keltern hat im vierten Viertel 12 Freeware zugesprochen bekommen, das machte es schwer dagegen zuhalten.“ Bis zum 67:67 bei drei Minuten auf der Uhr war der Sieg für die Hallenserinnen noch möglich. Doch danach gelang nichts mehr. Ein unsportliches Foul, ein technisches Foul und sechs Punkte für Keltern später, war der Traum vom ersten Auswärtssieg vorbei. „Es tut mir richtig leid für das Team, dass wir wieder nicht mit zwei Punkten belohnt werden. Wir haben wieder gezeigt, wie gut wir sein können. Jetzt müssen wir das in jedem Spiel abrufen“, war das leicht wehmütige Fazit von René Spandauw.

Die nächste Möglichkeit bietet sich bereits am Sonntag im Pokalviertelfinale in Hannover. In der Liga geht es am 14.01.2017 in der ERDGAS Sportarena um 18.00 Uhr gegen die ChemCats aus Chemnitz weiter.